Viele Mountainbiker fragen sich, wie viel ein Hardtail beim Springen aushält, besonders wenn es sich um ein Cross-Country-Modell mit 100 mm Federweg handelt. Die meisten Hardtails mit 100 mm Federweg sind Cross Country Hardtails.
Was hält ein Hardtail aus?
Es gibt auch Dirtbikes mit 100 mm Federweg, die aber deutlich mehr aushalten. Es gibt einen Unterschied, wie stabil der Rahmen ist. Bei unsauberen Landungen kann es natürlich trotzdem zu einem Achter in der Felge kommen und bei zu wenig Druck/ zu schwacher Feder kann die Gabel durchschlagen.
Wenn du es nicht übertreibst (unter 2 Meter), müsste es das Bike ganz gut aushalten können. Ich hatte damals das günstigste Specialized Hardtail. Ich hab Regelmäßig 1m Drops gemacht, manchmal 2m. Ich habs aber auch net lang gemacht sondern nur ein Jahr.
Springen mit dem E-Bike
Experten der MTB Academy zeigen, wie man leichte Sprünge auch mit dem E-MTB meistern kann. Nachdem die Basics der Fahrtechnik auf dem E-MTB geklärt wurden, widmen wir uns nun fortgeschritteneren Themen. Wir beginnen mit leichten Sprüngen im Bike-Park - dafür empfehlen wir erstmal auf übersichtlichen Tables zu starten.
Sicherheit geht vor
Bei den ersten Übungsversuchen bei Sprüngen im Park ist es sehr wichtig, sich vorab ein Bild vom Gelände zu machen und sich den Sprung im Gesamten vorher anzusehen. Also, wie ist die Anfahrt, der Absprung und die Landezone. Der Experte rät, dass der Absprung mindestens zwei Radlängen lang sein und eine mittlere Steigung haben sollte. Zu Beginn sollte nur auf Tables geübt werden und auf dem Table gelandet werden.
Aus einer tiefen Grundposition wird durch die Beinstreckung der Rumpf mittig positioniert. Gehst Du zu weit nach vorne, taucht das Vorderrad ab, zu weit nach hinten, hängt das Hinterrad. Bei der Beinstreckung ist eine dosierte und dynamische Bewegung von Vorteil - keine hektischen Bewegungen!
Je dynamischer die Aktion, desto wichtiger ist es, sich eine Bewegungsvorstellung zu schaffen. Man sollte immer die Sicherheit im Auge behalten und auch mal das Training an schlechten Tagen bleiben lassen, wenn du dich nicht gut fühlst.
Erfahrungen im Bikepark mit dem Hardtail-E-Bike
Ich wollte schon immer mal ein Bike-Park probieren und habe mir es nicht nehmen lassen mal mein Rad (SUV Bike wie es so schön heißt 😁) in einem Bike-Park zu probieren. Leider ist die Streckenauswahl hier im Norden um Bremen mau. Berge zum runterrollen haben wir nicht. Somit habe ich mir ein Mietwagen geholt, bin mit Sack und Pack in den Harz und habe dort mal mein Hardtail-E-Bike im Gelände getestet... Was soll ich sagen: es machte Spaß und tat ziemlich weh!
Ich bin mit genug Sicherheitsklamotten gefahren (Integral Helm, Protektorenjacke, Knie- und Schienbeinschoner, Handschuhe) und weiß jetzt, dass es Räder und andere Räder gibt 😁
Dass mein E-MTB nicht gerade die beste Wahl ist/war habe ich schon beim Verladen am Skilift gemerkt. Wenn man 35 kg nach jeder Fahrt auf den Lift wuchten darf, überlegt man's sich Zweimal. Egal, ich bin die erste Abfahrt im Bike Park Hahnenklee gefahren (übrigens, sehr guter Bike Park! Gut gepflegt mit guten Strecken und offenbar jährlichem/regelmäßigem Wechsel).
Da mein Rad nicht für Sprünge geeignet ist - Gewicht und so 😁 - habe ich bei jedem Sprunghügel abgebremst und bin da "gemütlich" rübergerollt. Mit der Zeit wird man ja etwas "sicherer". Wohlgemerkt, es war mein erster Besuch in einem Bikepark. Also, mit jeder Abfahrt mehr und mehr Vertrauen in die eigenen Künste gehabt und habe gedacht, ich fahre mal die Strecke etwas flotter. Wo Sprünge und co waren wusste ich mittlerweile. Dennoch, meine Geschwindigkeit war noch nicht so, dass ich ansatzweise in die Nähe der Profis komme - muss es auch nicht.
In meiner letzten Abfahrt für den Tag, habe ich dann alles gegeben, was ich mir zugetraut habe. Kurven flott genommen, einmal kurz gesprungen und rollte auf einem Sprunghügel zu, wo ich wusste, dass mein Rad das nicht aushalten würde... Nach der Kurve stark gebremst und da wusste ich schon: Mate, you just fucked up!
Ich kam aus der Kurve, Bremsen vorne und hinten stark gezogen, Rad hinten begann zu hüpfen... Hüpfen ist nicht unbedingt gut für Bodenhaftung... Also ging es mit kaum verringerter Geschwindigkeit auf den Absprung. Vorderrad hebt unerwartet ab, WOMPS in den Landehügel rein und ich fliege über den Lenker hinweg...
Mittlerweile ist alles verheilt. Der Schaden am Rad war aber doch etwas höher. Display war zerkratzt. Die Klingel wurde abgetragen (Roadbike eben). Der Lenker hatte einen 'wech'. 590 EUR Schaden laut Werkstatt. Insgesamt aber eher kosmetische Sachen. Am Ende waren es nur 220 EUR... Tja. Aber ich bin nun infiziert!
Motorisches Lernen und Airtime
Motorisches Lernen funktioniert nur in jungen Jahren gut. Genauer gesagt im Alter zwischen 8 und 12 Jahren, denn dann ist die Plastizität des Gehirns hoch, und der Mensch lernt, so die Wissenschaft, neue Bewegungsmuster schneller. Mehr noch: Auch die neuronalen Verknüpfungen gelingen schneller, die Muskulatur ist flexibler und die Motivation zum unermüdlichen Üben höher. Prominente Beispiele sind Jackson Goldstone, Brandon Semenuk oder Peter Henke. Sie lernten das Springen mit dem Mountainbike gleich nach dem aufrechten Gang - und verbrachten jede freie Minute auf den Sprunghügeln - ein weiterer Faktor: Zeit zum Üben.
Auch im Alter kann man noch neue Bewegungen lernen. Wer also das magische Lernalter längst überschritten hat, muss trotzdem nicht aufs Springen verzichten. Airtime ist möglich, wenn auch mit etwas mehr Aufwand.
"Völliger Quatsch", sagt Fahrtechniktrainer Stefan Herrmann. "Diese Vergleiche machen nicht nur unglücklich, sie sind auch an den Haaren herbeigezogen. Denn ob Profis oder andere Parkbiker - sie haben nichts mit Dir zu tun! Denk' dran: Du weißt nicht wie talentiert der andere ist und wie hart er trainiert hat." Deshalb Herrmanns Tipp: “Konzentriere Dich ausschließlich auf Dich selbst, Deine Lernvoraussetzungen, Deine Vorkenntnisse, Deine Möglichkeiten.”
Üben, üben, üben!
Springen lernen braucht Zeit. FMB-Weltmeister Emil Johansson hat seine ganze Kindheit und Jugend ausschließlich mit Dirtjumping verbracht, Superbiker Brandon Semenuk ebenfalls - und Semenuk verfügte als Whistler-Local über die idealen Trainingsbedingungen.
"Eine gute Fahrtechnik braucht Routine, und Routine bekommt man nur durch konsequentes Üben - da gibt es keine Abkürzung. Du musst den richtigen Absprung so lange üben, bis er klappt, so wie wir alle", sagt Peter. Die Leute wollen zu viel in zu kurzer Zeit. Das erlebe ich in meinen Fahrtechnikkursen immer wieder. Aber so funktioniert das nicht, schon gar nicht bei komplexen Bewegungen wie dem Sprung beim Mountainbiken.”
Ohne Absprung keine Airtime
Es gibt viele Arten zu springen - auch ohne Absprung. Man kann sich allein durch Geschwindigkeit über einen Sprung tragen lassen. Will man aber Airtime erleben, muss man dynamisch abspringen. Dabei beugt man Arme und Beine, presst aktiv in die Federung des Bikes, um sich danach dynamisch herauszustrecken, sobald das Bike die Absprungkante erreicht. All diese Bewegungen müssen wohldosiert und exakt getimt sein.
Rekordhochspringer Timo Pritzel appelliert an die Geduld: "Versuche, nichts zu erzwingen, sonst steigt die Sturzgefahr. Suche dir einen kleinen Sprung und übe dort, bis die Bewegung sitzt”. Sprung-Ass Peter Henke rät zu einem Table-Jump mit flachem Absprung. “Da fällt es dir leichter, einen Bunny-Hop zu machen. Erst wenn der sitzt, solltest du dich an steilere Absprünge wagen."
Der Sprung, der Kopf, die Angst Rampage-Veteran Andrew Shandro antwortete auf die Frage nach seinem ultimativen Airtime-Tipp: “Relax!” Das klingt banal, doch er beinhaltet eine Grundvoraussetzung: Du musst locker im Kopf sein. Denn nur wer selbstbewusst auf den Sprung zurollt, kann auch entschlossen abspringen.
Wer Angst hat, zögert im entscheidenden Moment - oft unbewusst! Oder schlimmer noch: verkrampft. “Dead Sailor” heißt das gefürchtete Einfrieren in der Luft, wenn der Biker so versteift, dass er zu keiner Reaktion mehr fähig ist. Der “tote Segler” endet meist mit einem Sturz.
Bewegungskiller: Sturz
Nichts bremst den Lernprozess so sehr wie ein Sturz - und jeder Einschlag tut weh: körperlich und seelisch. Allein das mentale Trauma blockiert den Kopf und bedeutet für den Lernprozess im schlimmsten Fall: zurück auf Start. Coach Herrmann weiß: “Es dauert ewig, bis das Selbstvertrauen wieder da ist und man mit voller Entschlossenheit abspringen kann.”
Sein Tipp daher: Steigere Dich langsam und achte auf Deine Tagesform. Wir alle wissen, dass es diese magischen Tage gibt, an denen alles zu klappen scheint. Aber auch die schlechten Tage, an denen man schon auf den ersten Metern mit dem Pedal hängen bleibt und nichts gelingen will.
Fahrtechnik MTB-Sprünge: Mehr Airtime in 5 Schritten
Sobald Du die Basisvariante des Springens draufhast, kannst Du Dich ans aktive Springen wagen. Die Techniken ähneln sich - doch beim Sprung mit Popp konzentriest Du Dich voll auf einen aktiven, kraftvollen Absprung. Er spendiert Dir die Extraportion Airtime, die Du später auch für Tricks brauchst.
- Popping-off: Wie beim normalen Springen spannst Du Deine Federung vor, indem Du tiefgehst und Dein Gewicht in die Federung drückst. Das gibt Dir auch genügend Bewegungsspielraum, um Dich kraftvoll rauszustrecken.
- Absprung: Sobald das Vorderrad über die Absprungkante rollt, ziehst Du den Lenker kräftig Richtung Brust und drückst dich mit den Beinen dynamisch über das Hinterrad ab. Die Aktionen führen dazu, dass Du Dich nach oben streckst und das Bike mitnimmst.
- Gute Luftlage: In der Luft schiebst Du Deinen Körper so übers Rad, dass sich das Bike ausrichtet und die Räder in etwa auf einer Höhe fliegen. Das Bike beschreibt den klassischen Parabelflug, und Du erfährst am Scheitelpunkt das lässige Gefühl der Schwerelosigkeit.
- Airtime: Diese Phase ist wichtig für Trickeinlagen und fühlt sich verdammt geil an.
- Landung: Zur Landung drückst Du die Front nach unten und richtest sie nach der Landeschräge aus, um auf beiden Rädern gleichzeitig zu landen. Auch hier gilt wieder: Arme und Beine puffern den Aufprall ab.
Wer gleich mit voller Kraft am Lenker zerrt, läuft Gefahr, das Bike zu verreißen und in eine gefährliche Schräglage zu geraten.
Interview mit Dr. Stefan Siebert, Sportwissenschaftler: Die Angst hemmt!
FREERIDE: Stefan, Du bist selbst Mountainbiker. Warum kriegen die einen Airtime, die anderen nicht?
Stefan Siebert: Das hat mit Angst zu tun. Ich bin das beste Beispiel. Mich hat’s beim Snowboarden schon zerlegt, mich hat’s beim Biken zerlegt. Und je mehr Luft unter den Reifen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es wieder passiert. Diese Angst hemmt und stört den Bewegungsablauf, um für Airtime richtig abzuspringen.
Es ist möglich, sich auf ein neues Bewegungsmuster umzuprogrammieren. Doch nur mit hohem Aufwand. Sprich: mit kleinen Sprüngen anfangen, die Du kennst, wo Du Dich wohlfühlst. Ganz easy starten, nicht zu viel wollen. Gut sind auch softe Airbag-Landungen. Es geht dabei darum, Sicherheit und Selbstvertrauen zu gewinnen und die Bewegung neu einzustudieren.
Die Sprungkönige der Freeride-Szene
Einige der bekanntesten Namen in der Freeride-Szene sind:
- Kade Edwards
- Fabio Wibmer
- Jackson Goldstone
Meinungen der Profis
Clemens Kaudela: Du brauchst 100 Prozent Entschlossenheit. Nur, wer sich voll in den Absprung stemmt mit Armen und Beinen, hebt richtig ab.
Timo Pritzel: Springen lernt man nicht über Nacht!
Johannes Fischbach: Beim Absprung entscheidet sich, ob Airtime oder no Airtime. Da hilft Dir mehr Speed auch nicht wirklich.
Die Geheimnisse der Airtime
Fünf Profis verraten ihr Geheimnis:
- Korbi Engstler: Bunny-Hop. Wer einen hohen Bunny-Hop kann, der tut sich auch leicht mit der Airtime.
- Stefan Herrmann: Vergleiche machen unglücklich. Auch beim Springen. Konzentriere Dich auf Dich selbst und Deine Fortschritte.
MTB-Fahrtechnik: Bunny Hop
Der Bunny Hop ist ein echter Klassiker und stammt aus der MTB-Gründerzeit. Eigentlich sollte ihn jeder Mountainbiker beherrschen.
- Anrollen Auf das Hindernis in Grundposition mit nötiger Geschwindigkeit anrollen.
- Schwerpunkt senken Vor dem zu überspringenden Hindernis den Schwerpunkt durch Beugen der Ellenbogen und Knie nach unten bringen.
- Absprung einleiten Durch kraftvolles Abdrücken der Beine auf den Pedalen und Aufrichten des Oberkörpers wird der Absprung eingeleitet.
- Schwerpunkt nach hinten Zu Beginn des Absprungs den Schwerpunkt etwas nach hinten verlagern - so hebt zunächst das Vorderrad ab.
- Hüfte vor Ist das Vorderrad in der Luft, die Hüfte Richtung Lenker schieben und die Arme nach vorne drücken - so wird das Hinterrad angehoben.
- Knie abwinkeln Durch gleichzeitiges Anwinkeln der Knie gewinnt das Hinterrad an Höhe.
- Beine strecken Am Scheitelpunkt die Beine wieder strecken, um die Ladung später abfedern zu können.
- Grundposition Kurz vor der Landung wieder zurück in die Grundposition.
- Aufprall abfangen Die Energie des Aufpralls durch Anwinkeln der Knie und Ellenbogen absorbieren.
- Landung Die Landung selbst sollte gleichzeitig mit Vorder- und Hinterrad erfolgen.
Für den Bunny Hop ist entsprechende Körperspannung sowie das richtige Timing wichtig.
Fully vs. Hardtail
Wer es bergab im Singletrail richtig krachen lassen will, kommt um ein Fully nicht herum. Mit zunehmenden Federweg (konkret ab 150 Millimeter) wird mit einem Fullys sogar der Bikepark-Einsatz und damit auch große Sprünge und waghalsige Abfahrten möglich.
Im Gelände schont ein Fully durch seine Federung die komplette Haltemuskulatur des Oberkörpers und sorgt so für weniger Ermüdung auf langen Touren. Im technischen Gelände bergauf hat ein Fully außerdem mehr Grip am Hinterrad und klettert dadurch besser.
Im Vergleich zu einem Hardtail im gleichen Preissegment wiegt ein voll gefedertes Mountainbike immer ein bis zwei Kilo mehr.
Hinterbau Fullys wippen beim Fahren bergauf oder in der Ebene oft leicht. Moderne Hinterbausysteme von Fullys sind über die letzten Jahrzehnte so extrem gut geworden, dass die meisten von ihnen kaum mehr nennenswerte Antriebseinflüsse haben.
Wann ein Hardtail?
Fullys sind technisch gesehen die überlegenen Bikes. Während man für 1500 € schon ein sehr gutes Hardtail bekommt, kann man die meisten Fullys in dieser Preisklasse nur bedingt empfehlen. In dieser Preisklasse sind Fullys meist einfach zu schwer und haben zu schlechte Komponenten verbaut. Das hemmt den Fahrspaß.
Fullys sind technisch gesehen die überlegenen Mountainbikes. Aber sie sind schwerer, teurer und wartungsintensiver als Hardtails. Das erklärt, warum Hardtails auch über 40 Jahre nach ihrer Erfindung noch immer eine große Fangemeinde haben.
Wenn dir der Fahrspaß in der Abfahrt besonders wichtig ist, oder du viel Wert auf Komfort legst, solltest du dir ein Fully kaufen.
Airtime und das Gefühl der Schwerelosigkeit
Airtime ist vermutlich das beste Gefühl, das man ergattern kann - in vielen Fun-Sportarten, doch besonders im Mountainbiken. Knackpunkt: Um einen Sprung kontrolliert hinzukriegen, brauchst du Skills, Übung und Risiko-Toleranz.
Wir fragten Fahrtechnik-Experten Stefan Herrmann.FREERIDE: Andere springen hoch, man selbst klebt schier am Boden oder fliegt tief. Warum ist das so?
Stefan Herrmann: Die Anderen! Wer sind die Anderen? Du magst im Bikepark jemanden vorbei fliegen sehen und denken: geile Airtime! Doch das hat im Grunde gar keinen Wert, denn du hast keine Ahnung wie viel derjenige trainiert hat und wie viel Talent er besitzt.
Die Wiederholungszahl ist der Schlüssel zum Erfolg. Je höher, desto besser. Um gut Springen zu können, musst du verdammt viel springen - so einfach!
Das Bike spielt eine Rolle. Bigbikes sind schlichtweg träger und erfordern viel mehr Körpereinsatz auf flacheren Jumpstrecken. Nimm der Speed und die Sprungweite allerdings zu, musste ich mit dem Enduro viel vorsichtiger sein. Denn das Bike ist kürzer. Deswegen hast du in der Luft weniger Bewegungsspielraum und bist schneller im Grenzbereich.
Springen mit dem Mountainbike ist schwierig, aber lernbar. Allerdings muss man dafür intensiv üben, um es zu können. Ich habe vor vier Jahren angefangen, gezielt an meiner Sprungtechnik zu arbeiten.
Es geht nicht ohne. Du musst den Sprung “sehen”, ihn dir zutrauen, erst dann bist du locker und entspannt genug, um ihn auch wirklich zu springen. Du musst dich wohl fühlen - das ist die Voraussetzung, um aktiv abzuspringen. Und der Absprung ist das A und O für Flugphase und Landung. Es geht also immer darum: locker bleiben, locker bleiben, locker bleiben.
Federweg am Hardtail
Wie viel Federweg macht an der Gabel eigentlich Sinn, wenn man mit starrem Heck durch den Wald fährt? Brauchen Trail-Hardtails 140 Millimeter Federweg oder ist ein Hardtail mit einer 120er-Gabel womöglich sogar die bessere Wahl?
Mit dem starren Hinterbau spürt man jede Wurzel, über die man rollt. So ein Hardtail ist fast wie eine kleine Domina, die einen zur sauberen Fahrtechnik zwingt. Bei Fehlern schnalzt die Peitsche. Bei der richtigen Fahrtechnik zieht es einem die Mundwinkel nach oben.
100 Millimeter Federweg waren über Jahrzehnte der Standard bei Race-Hardtails.
Sind Trailhardtails, wie das Rose Bonero oder das Orbea Laufey geil?
Mit der längeren Gabel rotiert die ganze Geometrie des Bikes um die Hinterradachse zwei Zentimeter nach oben. Dadurch wird das Oberrohr, wenn man es waagrecht misst, kürzer, und der Stack steigt an.
Auf dem 120er-Bike sitzt man etwas sportlicher. Im Singletrail bergab dreht sich der Spieß um. Allerdings weniger, als man es vermuten würde. Man steht beim 140er-Bike aufrechter hinter dem Lenker und hat so etwas mehr Kontrolle.
Mit dem 140er-Trailhardtail sind zweifelsohne auch größere Sprünge möglich. Auf gröberen Trails ist man mit mehr Federweg bei angepasstem Tempo sicherer unterwegs.
Wenn du gerne auf ganz ruppige Trails abbiegst, aktuell aber nur 2000-2500 € für ein Bike ausgeben kannst, sind Trailhardtails eine sehr gute Wahl.
Treppen Springen
Treppen Springen lädt immer wieder zum Üben und Spielen ein! Ab einer gewissen Größe machen Treppen-Gaps mit Fully sicher mehr Spaß als mit dem Hardtail.
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