Staatliche Förderung für Elektroroller in Deutschland

Für den Kauf eines Elektrorollers sprechen viele Gründe. Insbesondere bieten die geringen Kosten für Wartung und Treibstoff einen echten Preisvorteil. Doch nicht jeder E-Scooter muss ein Vermögen kosten. Auch Subventionen helfen: Immer wieder bieten Kommunen Förderungen in verschiedener Höhe an. Für kurze Wege eigenen sich häufig auch E-Scooter. Elektroroller sind weiterhin stark gefragt. Der höhere Kaufpreis im Vergleich zu Motorrollern schreckt allerdings noch viele Käufer ab. Förderprogramme für E-Roller bieten zusätzliche Kaufanreize.

Während es für E-Autos staatliche Programme, Herstellerboni und viele weitere Aktionen gibt, scheint man vielfach den Bereich der E-Roller vergessen zu haben. Programme auf staatlicher und freistaatlicher Ebene sucht man vergeblich, oder die Gültigkeit war zum Zeitpunkt der Prüfung nur auf E-Autos beschränkt. Immer mehr Kommunen und der Bund fördern den Kauf eines Elektrorollers um die Feinstaubelastungen in den Städten zu reduzieren.

Kommunale Förderprogramme

Viele regionale Energieversorgungsunternehmen haben Förderprogramme für ihre Kundschaft entwickelt. Dabei zahlen sie Prämien zur Anschaffung von Elektrofahrzeugen, Pedelecs, Elektroroller oder Ladestationenen. Zusätzlich zur finanziellen Förderung durch den Bund und das Land NRW haben auch viele Städte und Gemeinden eigene Förderprogramme für die Anschaffung von Ladestationen oder Lastenfahrräder aufgelegt. Solche Programme gibt bzw. gab es z. B. in:

  • Aachen: Die Stadtwerke Aachen fördern deinen Elektroroller Kauf mit 10 % der Anschaffungskosten bis max. 500 Euro.
  • Karlsruhe: Die Stadtwerke Karlsruhe fördern den Erwerb eines Elektroroller mit 200 Euro.
  • Mainz: Die Stadt Mainz fördert den Erwerb eines Elektroroller mit 150 Euro.
  • Marburg: Die Stadtwerke Marburg fördern den Erwerb eines E Roller mit 150 Euro.
  • München: Förderungsprogramm E-Mobil Mit bis zu 2.200 Euro Fördergeld haben Sie in München die Chance, den höchsten Zuschuss für Elektro-Zweiräder zu erlangen. Sind Sie in München wohnhaft, können Sie Ihre Prämie bis zum 31. Dezember 2020 beantragen.
  • Göttingen: Das Strom-Paket "GöStrom"Wenn Sie bei den Stadtwerken Göttingen auf das "GöStrom"-Paket wechseln, erhalten Sie einen einmaligen Rabatt-Code. Damit sparen Sie beim Kauf eines KITO Elektrorollers mit Zusatzakku satte 400 Euro.Mit dem "GöStrom"-Paket, erhalten Sie reinen Ökostrom aus Wasserkraft.
  • Lüdenscheid: Bonus als Kunde der Stadtwerke LüdenscheidÄhnlich wie in Göttingen können Sie auch als Lüdenscheider 400 Euro Rabatt auf einen KITO-Roller erhalten.
  • Würzburg: Hier erhalten Sie eine Umweltprämie von 130 Euro beim Kauf eines E-Rollers.
  • Erlangen: Als Erlanger können Sie als Elektroroller-Fahrer eine Prämie von 200 Euro absahnen.

THG-Quote für Elektroroller

Halter von E-Fahrzeugen haben seit 2022 die Möglichkeit, mittels der THG-Quote eine Prämie für die Nutzung ihrer Elektromobilität zu erhalten. Dadurch ist im Jahr 2022 für Sie die Möglichkeit entstanden einen E-Bonus in Höhe von 375 EUR pro Elektrofahrzeug jährlich zu erhalten. Die THG Quote bzw THG Prämie für Elektroroller ist eine Förderung des Bundes zum Kauf eines Elektrorollers. Die Regelung wurde jetzt vom Bund geändert. Die THG Prämie (Treibhausgas Prämie) erhält ein Nutzer eines Elektrofahrzeuges für die jährliche Nutzung seiner Elektromobilität. Auf Elektrovorteil.de findest Du alle Infos zum Antrag der THG Quote für Elektroroller und E Motorräder. Du kannst direkt unter ‚Prämie beantragen‘ den Antrag stellen und bekommst deine Förderung.

Seit Anfang dieses Jahrs lässt sich mit der Treibhausgasminderungsquote, kurz THG-Quote, Geld beim Kauf eines Elektrofahrzeugs verdienen. Die THG-Quote verpflichtet Mineralölunternehmen, den CO₂-Ausstoß ihrer Produkte zu kompensieren. Dem gegenüber stehen Halter von Elektrofahrzeugen, die ihr eingespartes Treibhausgas an die Konzerne „verkaufen“ können. Seit Anfang des Jahres steht diese Möglichkeit auch Privatpersonen offen, inklusive Besitzern von elektrischen Leichtkrafträdern und E-Motorrädern.

Wie funktioniert die Beantragung der THG-Quote?

Am besten beantragt ihr die THG-Quote über einen Anbieter wie Elektrovorteil.de. Zuerst müsst ihr euch auf deren Webseite registrieren, dann wird euch in dem Anmeldeprozess erklärt, welche Angaben für eine erfolgreiche Auszahlung benötigt werden. Ein unerlässliches Dokument sind Vorder- und Rückseite von eurem Fahrzeugschein. Im zweiten Schritt werden eure Eingaben strukturiert und geprüft. Nachdem sie beim Umweltbundesamt als Sammelantrag eingereicht worden sind, werden sie dort erneut geprüft.

Ist das Ergebnis positiv, werden die erfolgreich zertifizierten THG Quoten an die Mineralölgesellschaften vermarktet, die ihre Emissionen reduzieren müssen. Zwischen dem Hochladen von eurem Fahrzeugscheins und der Auszahlung der THG-Prämie können mehrere Wochen ins Land ziehen. Ihr müsst insgesamt mit einer Dauer von 10 bis 12 Wochen rechnen. Im letzten Schritt bekommt ihr eine Prämie. Und zwar unabhängig davon, wie viele Kilometer ihr mit eurem E Fahrzeug unterwegs seid. Elektrovorteil.de behält davon einen geringen Anteil, meist sind das 15 %. Euch wird ein Betrag in Höhe von mindestens 350 Euro ausgezahlt. Bei steigendem Quotenpreis erhöht sich eure Prämienauszahlung. Und das beste: Die Prämie gibt es jährlich für euch!

Voraussetzungen für die THG-Prämie

Wenn in eurer Zulassungsbescheinigung im Fahrzeugschein in Zeile J die Klasse L3e, L3e-A2, L3e-A3, L4e, L4e-A2, L4e-A3, L5e-A oder L5e-B vermerkt ist, dann seit Ihr zum Erhalt der Prämie berechtigt. Ab dem 29.07.2025 sind lediglich zulassungsfreie Fahrzeuge von der Förderung ausgeschlossen. Das gilt auch für 2025! (Stand 18.01.2025). max. inkl. Der aktuelle Preishammer! Jetzt mit 1.100,- € Preisnachlass! Jetzt mit 800,- € Preisnachlass! max.

Weitere Förderprogramme und Initiativen

  • Das Land fördert → private Ladestationen an Miet-Wohngebäuden und Wohnungseigentumsanlagen.
    • Förderhöhe: - 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben - maximal 1.500 Euro pro Ladepunkt
    • Voraussetzung: - Strom aus erneuerbaren Energien (z. B.
  • Das Land NRW fördert die → Grundinstallation für nicht öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur, die über die → gesetzlichen Vorgaben hinaus geht.
    • Förderhöhe: - 20 Prozent der Ausgaben, maximal 50.000 Euro
    • Voraussetzungen: - örtlich zusammenhängender Garagen- oder Stellplatzkomplex an einem Wohngebäude - mindestens 10 Stellplätze (mind. 2 Jahre alt) - mind. 1 Ladepunkt mit mind. Netzanschlüsse für Ladeinfrastruktur (Landesförderung)
  • Das Land NRW fördert die Errichtung / Ertüchtigung von → Netzanschlüssen für private Ladestationen.
    • Förderhöhe für Netzanschlüsse für Garagen- und Stellplatzkomplexe: - 20 Prozent der Ausgaben, maximal 10.000 Euro
    • Voraussetzung des Komplexes: - örtlich zusammenhängend - mindestens vier Stellplätze (mind. 2 Jahre alt) - mind. 1 Ladepunkt mit mind.
  • Das Land NRW unterstützt die Erstellung professioneller → Umsetzungskonzepte.
  • In Berlin werden mit dem Förderprogramm “Wirtschaftsnahe Elektromobilität” finanzielle Anreize geschaffen, auf E-Mobilität umzusteigen. Das gilt auch für alle E-Roller und E-Bikes.
  • In Friedrichshafen werden beim Kauf eines Elektrorollers oder eines Lastenrades mit Elektrounterstützung bei Verwendung von Ökostrom bzw.
  • In Fürstenfeldbruck werden 25% der Anschaffungskosten und bis zu 750,00 € für den Kauf eines unserer Elektroroller-Modelle (Bruttokaufpreis) bezuschusst.
  • Heidelberg unterstützt mit diesem Förderprogramm alternative Antriebe zum Schutz der Umwelt und des Klimas.
  • Das Niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsministerium fördert bis 2024 den Kauf von Lastenrädern. Für das Programm stehen 2022 800.000,00 € zur Verfügung. Die Anträge können über die NBank gestellt werden. Gefördert werden Lastenräder für den Sharing-Bereich sowie auch Lastenräder für Privatpersonen.
  • Mit dem Förderprogramm Elektromobilität „Limburg elektrisiert“ zahlt die Stadt Limburg zwischen 200,00 und 900,00 €. Zusätzlich gibt es einen Ökobonus und einen Abwrackbonus.
  • Wenn Du in München wohnst oder Deinen Firmensitz in München hast, kannst du eine Förderung zur Anschaffung von Elektroleichtfahrzeugen (EG-Klasse L1e bis L7e) beantragen.
  • Die Förderung von Elektrofahrzeugen aller Art ist ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept der Elektromobilität in Regensburg. Elektrofahrzeuge leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verminderung von Luftschadstoffen. Insbesondere bei Geschwindigkeiten bis zu ca. 40 km/h und bei Anfahrvorgängen sind Elektrofahrzeuge. Die Stadt fördert 25 % des Netto-Kaufpreises bzw.
  • Das Umsteigen auf Elektromobilität für die Bürgerinnen und Bürger in Stuttgart soll attraktiver und eine echte Alternative werden. So auch mit der „E‐Zweirad Umweltprämie“. Zweitakter produzieren je nach Substanz und Fahrzeugtyp 20 bis 200 Mal höhere Schadstoffe aus als Autos.
  • Als EVS Kunde können Sie eine Förderung von 250,00 € für einen E-Roller (jeweils mit EVS-Werbung) beantragen. Zusätzlich bekommen Sie auf Sylt für das Laden Ihrer E-Mobile an Ihrem privaten Anschluss den Jahresstromverbrauch gutgeschrieben.

Förderung für Unternehmen

Für Unternehmen kann es sich durchaus lohnen, E-Roller als Dienstfahrzeuge zu nutzen. Neben Fördermaßnahmen greift hier auch die Bedeutung einer nachhaltigen Firmenstrategie. Zunehmend mehr Städte gewähren einen Umweltbonus sowie E-Mobility Subventionen für Unternehmen. So lassen sich Anschaffungskosten reduzieren oder Unterhaltskosten einschränken. Welche Städte einen Umweltbonus bzw. Förderprogramme anbieten, bringen Sie auf deren Webseiten in Erfahrung.

Elektrofahrzeuge und somit auch Elektroroller, deren Erstzulassung bis zum 31. Dezember 2025 erfolgt, sind bis zum 31.12.2030 von der KFZ-Steuer befreit. Damit sind bei einem Umstieg auf E-Roller innerhalb der Firmenflotte Einsparungen im Firmenbudget möglich. Darüber hinaus ist der Umstieg auf Elektromobilität Ausdruck einer innovativen Unternehmensausrichtung. Nachhaltige Werte werden dabei auch von Kunden geschätzt und wirken sich langfristig positiv auf das Markenimage aus.

Förderung für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen

Elektromobile sind für Menschen mit alters- oder krankheitsbedingten Einschränkungen ein wichtiges Instrument für Eigenständigkeit, Mobilität und Lebensqualität. Deshalb stellt sich hier die Frage: Gibt es von der Krankenkasse eine Förderung bei der Anschaffung eines E-Scooters? Elektromobile gelten als anerkannte Hilfsmittel und sind unter bestimmten Voraussetzungen verordnungsfähig. Damit eine Krankenkasse die Kosten für ein Elektromobil übernimmt oder teilweise bezuschusst, muss eine medizinische Notwendigkeit vorliegen. Ihr Arzt kennt Ihre gesundheitliche Situation am besten und kann einschätzen, ob ein Elektromobil für Sie notwendig ist.

Wie funktioniert die Beantragung bei der Krankenkasse?

Sobald Sie sich für ein Elektromobil entschieden haben, sollten Sie die Modellbezeichnung und - falls vorhanden - die Hilfsmittelnummer an Ihren Arzt weitergeben. Damit kann er Ihnen nun eine detaillierte ärztliche Verordnung ausstellen, die für die Antragstellung bei der Krankenkasse notwendig ist. Wenn Sie das Elektromobil über ein Sanitätshaus beziehen, übernimmt dieses in der Regel die komplette Beantragung und Abrechnung mit der Krankenkasse. Da Sanitätshäuser Verträge mit den Krankenkassen haben, ist dieser Weg oft einfacher und die Erfolgsaussichten höher. Das Sanitätshaus prüft, ob das gewählte Modell für Sie geeignet ist, erstellt den Kostenvoranschlag und reicht die Unterlagen direkt für Sie ein. Falls Sie das Elektromobil über einen Händler ohne Krankenkassenvertrag kaufen möchten, müssen Sie den Antrag selbst bei der Krankenkasse einreichen. In diesem Fall erhalten Sie vom Händler einen Kostenvoranschlag, den Sie zusammen mit der ärztlichen Verordnung einreichen können. Die Krankenkasse prüft Ihren Antrag sorgfältig und kann den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) hinzuziehen, um Ihre Situation individuell zu bewerten.

Wichtige Hinweise

  • Bei zahlreichen Initiativen ist vorgeschrieben, dass ein Antrag auf Förderung bereits vor dem Kauf des Fahrzeugs gestellt werden sollte. Kaufen Sie vor Genehmigung des Antrags einen E-Roller, verfällt leider oft der Anspruch auf eine Förderung. Informieren Sie sich deshalb vorab über die genauen Voraussetzungen einer Fördermaßnahme.
  • Die Fördergelder sind vom jeweiligen Bundesland bzw. der betreffenden Stadt abhängig.
  • Die Förderangebote in Städten werden in den kommenden Jahren sicherlich noch stärker ausgebaut werden. Schließlich steht das Ziel einer umweltfreundlichen Innenstadt-Gestaltung bei den Kommunen ganz oben auf der To-do-Liste.

Tipps zur Antragstellung

Was gibt es zu beachten: Bei zahlreichen Initiativen ist vorgeschrieben, dass ein Antrag auf Förderung bereits vor dem Kauf des Fahrzeugs gestellt werden sollte. Kaufen Sie vor Genehmigung des Antrags einen E-Roller, verfällt leider oft der Anspruch auf eine Förderung. Informieren Sie sich deshalb vorab über die genauen Voraussetzungen einer Fördermaßnahme. Informieren Sie sich bei Ihren Behörden vor Ort, bei Versorgungsunternehmen, Verkehrsämtern oder Umweltagenturen. Auf den Webseiten dieser Stellen können Sie sich über mögliche Initiativen zum Thema E-Roller-Förderprogramme informieren. Die spezifischen Anforderungen können dabei in den einzelnen Bundesländern und Regionen sehr unterschiedlich sein.

Falls Ihr Antrag abgelehnt wird, lassen Sie sich nicht entmutigen - oft lohnt sich ein Widerspruch. Sollte Ihr Antrag auf Bezuschussung durch Ihre Krankenkasse abgelehnt werden, könnten Sie sich auch an Ihre Pflegekasse wenden. In einigen Fällen gewährt die Pflegekasse Zuschüsse auf Elektromobile. Auch die Unfallversicherung kann als Kostenträger in Betracht kommen, falls die Mobilitätseinschränkung auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen ist.

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