Die Kette ist ohne Frage das am meisten beanspruchte Bauteil am Bike. Korrekterweise müsste man sogar sagen: Das am meisten malträtierte Teil! Denn auf den filigranen Gliederstrang wirken schier unglaubliche Kräfte ein. Um den Verschleiß des Antriebs möglichst gering zu halten, ist daher die richtige Reinigung und Pflege der Fahrradkette das A und O. Egal ob Rennrad oder E-Bike, durch den Antritt des Fahrers herrscht eine ständige Zugebelastung. Seine Kraft wird zusätzlich verstärkt über die Hebellage der Kurbeln und der Ritzel (Übersetzung). Hinzu kommen noch die Belastungen durch Schräglauf und beim Schalten unter Last. Dabei wird die Kette ständig seitlich verformt.
Als wenn die Antriebseinflüsse noch nicht genug wären, kommt jetzt noch der Faktor Schmutz hinzu. Selbst bei trockener Witterung lagern sich ständig Staub und feiner Sand am Antrieb ab und bilden mit der Zeit eine Schmirgelpaste. Die extremsten Bedingungen herrschen am Mountainbike, wo es die Kette ständig mit grobem Dreck und Sand zu tun hat. Wenn es jetzt auch noch regnet, ist das Desaster für die Kette perfekt.
All diese Faktoren sorgen für einen verhältnismäßig starken und schnellen Verschleiß der Kette. Schlimmer noch, der ganze Antrieb mit den Kettenblättern und Ritzeln leidet darunter. Außerdem ist bei stark verschmutzter und trockener Kette sogar ein Leistungsverlust messbar!
Warum Reinigen wichtig ist
Die Kettenreinigung ist weniger eine Sache der Ästhetik als vielmehr eine der Wirtschaftlichkeit. Eine verschmutzte Kette ist wesentlich schwergängiger als eine saubere. Das heißt, man muss mehr Kraft aufwenden, um vorwärtszukommen.
Schmutz wirkt außerdem materialfressend: Der Verschleiß und der Abrieb sind deutlich höher - nicht nur an der Kette selbst, sondern auch an den Ritzeln der Kettenblätter. Deswegen ist es sinnvoll, Zeit in die Reinigung der Kette zu investieren. Das Säubern dauert maximal 20 Minuten, zumal die Fahrradkette natürlich aufgespannt bleiben darf.
Kettenlängung checken
In regelmäßigen Abständen solltest du die Längung deiner Kette prüfen. Dazu bietet der Fahrrad-Fachhandel spezielle Messlehren an. Aufgrund der eingangs beschriebenen Belastung durch Antrieb und Schaltvorgänge dehnt sich jede Kette mit der Zeit. Entsprechend werden die Zähne an Ritzel und Kettenblättern ausgearbeitet. Wartet man zu lange mit dem Tausch einer verschlissenen Kette, dann harmonieren die Zahnprofile nicht mehr mit einer neuen Kette: Sie springt bei Belastung über! Checkt man jedoch die Kette regelmäßig auf Längung und tauscht sie aus, wenn die Messlehre Alarm schlägt, dann kann man den Tausch weiterer und teurer Antriebskomponenten hinauszögern. Eine regelmäßig gepflegte Kette hält bis zu 3000 Kilometer durch!
Regelmäßige Pflege verlangsamt den Verschleiß von Kette und Antrieb
„Schmutzig und geölt ist besser als schmutzig und trocken“ - Dieses Motto stimmt zwar im Kern, dennoch sollte man es nicht allzu wörtlich nehmen. Also lieber davon absehen, ständig neues Öl auf die Kette zu kippen, ohne vorher zu reinigen.
Außerdem vermeiden:
- Reinigung mit Hochdruck-Wasserstrahl
- Aggressive Entfetter wie Diesel, Benzin, Nitro, etc.
- WD40 und ähnliche Korrosionslöser (Diese Mittel sind - wenn überhaupt - nur zur äußeren Reinigung geeignet. Nicht sprühen, sondern Kette durch ein benetztes Tuch ziehen. Sprühen lässt das Mittel schnell ins Innere der Gelenke kriechen und dort die Schmierung zersetzen. Diese Mittel können keinen wirksamen Ölfilm bilden!)
Unsere Pflege-Tipps Schritt für Schritt
Kette nicht demontieren!
Nur wer eine Kette mit mehrfach verwendbarem Schloss am Bike hat (z. B. Sram), kann sie (theoretisch) zur Reinigung abnehmen. Es bringt aber keine signifikanten Vorteile. Shimano-Ketten beispielsweise benötigen bei jedem Verschließen einen neuen, speziellen Verschlussbolzen. Die Verschluss-Position ist zudem schwächer als die restlichen Glieder. Ein Nietendrücker (wie z. B. an vielen Multi-Tools vorhanden), stellt keine tatsächliche und dauerhafte Vernietung her! Er ist nur für den Notfall unterwegs hilfreich.
Schneller Ketten-Service
Empfehlenswert am Mountainbike nach jeder oder mindestens jeder zweiten Ausfahrt (trockene Verhältnisse). Nach extremen Regenfahrten ist eine gründliche Reinigung angesagt. Lege die Kette dazu auf einen mittleren Gang, damit sie beim Rückwärtskurbeln gerade und ruhig läuft.
- Bei (leichter) Nässe die Kette zunächst trocknen, indem du sie beim Rückwärtskurbeln durch einen Lappen ziehst.
- Bei trocken-staubiger Kette sollte der Lappen mit etwas Ketten-Öl benetzt sein. Damit wird die Kette äußerlich gereinigt.
Zum Reinigen der Fahrradkette kannst du beispielsweise auch ein Kriechöl wie Brunox verwenden.
Frisches Ketten-Öl auftragen. Gib dazu wenig Öl, am besten einzelne Tropfen, auf die Kettenröllchen. Und zwar unter der Kettenstrebe auf die Oberseite der Kette! Dabei ständig und langsam Rückwärtskurbeln. Nach einem vollendeten Durchlauf das Ölen stoppen, aber die Kette noch eine Weile Kreisen lassen, damit das Öl in die Gelenke kriechen kann. Dann den Antrieb ruhen lassen. Vor der nächsten Ausfahrt die äußeren Ölrückstände mit einem Lappen abwischen.
Gründliche Ketten-Reinigung
Wir empfehlen eine gründliche Reinigung nach extremen Regenfahrten. Ansonsten in einem regelmäßigen Turnus. Lege die Kette dazu auf einen mittleren Gang, damit sie beim Rückwärtskurbeln gerade und ruhig läuft.
Folgende Tools solltest du am Start haben:
- Kettenbürste mit Nylonborsten (eine Haushalts-Spülbürste funktioniert auch)
- Spezielle schmale Ritzelbürste für die Zwischenräume an Kassette
- Eine alte Zahnbürste ist hilfreich bei Details (z. B. Schaltröllchen und Umwerfer)
- Eimer Wasser mit Spülmittel (Seifenwasser) oder Fahrradreiniger
Die einzelnen Schritte
- Antrieb/Kette mit Bürste und Reiniger gründlich schrubben
- Kassette mit Ritzelbürste reinigen (Zwischenräume)
- Schaltröllchen und Umwerfer reinigen (ggf. mit Zahnbürste)
- Am Ende den Antrieb mit klarem Wasser abspülen und mit einem Tuch trocknen
Frisches Ketten-Öl auftragen (siehe Abschnitt „Schneller Kettenservice“). Gib dazu wenig Öl, am besten einzelne Tropfen auf die Kettenröllchen. Und zwar unter der Kettenstrebe auf die Oberseite der Kette! Dabei ständig und langsam Rückwärtskurbeln. Nach einem vollendeten Durchlauf das Ölen stoppen, aber die Kette noch eine Weile Kreisen lassen, damit das Öl in die Gelenke kriechen kann. Dann den Antrieb ruhen lassen. Vor der nächsten Ausfahrt die äußeren Ölrückstände mit einem Lappen abwischen.
Vorsicht bei Sprüh-Schmiermitteln! Feiner Sprühnebel kann auf die Bremsscheiben gelangen und die Bremswirkung nachhaltig beeinträchtigen. Bremsen am besten abdecken.
Spezielle Kettenreinigungs-Geräte sind nur bedingt empfehlenswert. Dabei handelt es sich um mit Reinigungsbürsten bestückte Mini-Boxen, die um die Kette gelegt werden. Vorsicht gilt jedoch bei den einzufüllenden Reinigungsflüssigkeiten!
Fahrradkette reinigen: Die richtige Vorbereitung
Das Wichtigste bei der Reinigung der Fahrradkette ist die richtige Vorbereitung. Wir können dich beruhigen: Kettenpflege ist keine Wissenschaft. Auch Geschirrspülmittel hat eine fettlösende Wirkung und kann zum Reinigen der Fahrradkette verwendet werden. Hierfür gibst du einfach ein paar Tropfen ins Wasser oder direkt auf das Tuch. Wenn du stattdessen Kettenreiniger verwendest, solltest du darauf achten, dass er biologisch abbaubar ist.
Wenn du alle Utensilien für die Reinigung und Pflege zur Hand hast, kann es losgehen! Tipp: Trage beim Reinigen der Fahrradkette Handschuhe, um schmutzige Hände zu vermeiden.
Wie reinige ich meine Kette?
Bei der Reinigung der Kette solltest du möglichst sanft und vorsichtig arbeiten! Benutze keinen Hochdruckreiniger, da dieser die beweglichen Teile der Kette, Kassette und Co. schnell beschädigen kann. Gehe stattdessen wie folgt vor:
- Schalte vor dem Reinigen in einen mittleren Gang.
- Spanne dein Fahrrad in einen Montageständer.
- Lege gegebenenfalls den Boden mit Zeitungspapier oder einer Plane aus, um Ölflecken auf den Boden zu vermeiden. Am besten reinigst du dein Fahrrad an einem offiziellen Waschplatz da dort spezielle Auffangbehälter vorhanden sind und das ölhaltige Wasser nicht ins Grundwasser gelangt.
- Entferne den groben Schmutz von der Kette trocken mit einer Kettenbürste. Bürste dazu locker über die Kette. Sitzt der Schmutz tiefer, kannst du diesen vorsichtig mit einem Zahnstocher entfernen. Vergiss dabei nicht die Schaltwerkröllchen.
- Löse nun mit einem trockenen Lappen die verbliebenen Verschmutzungen. Sprühe anschließend Kettenreiniger auf den Lappen und fahre nochmal über die Kette. Dadurch wird das Öl-Schmutzgemisch aufgeweicht und lässt sich leichter entfernen. Alternativ kannst du auch eine Zahnbürste und Wasser mit Spülmittel verwenden.
- Nachdem du den Schmutz entfernt hast, spülst du die Kette noch einmal mit klarem Wasser ab und trocknest sie anschließend gut ab. Wenn du die Kette einfach an der Luft trocknen lässt, kann sich durch die lange Trocknungszeit Rost bilden.
Wenn du alle Verschmutzungen abgespült hast, musst du die Kette nur noch gut trocknen, denn erst dann kannst du sie schmieren, was sehr wichtig ist. Wenn du mit einer zu trockenen Kette fährst, erhöht sich die Reibung an den Zähnen der Antriebskomponenten und sie verschleißen schneller. Deshalb solltest du die Kette immer mit Schmiermittel benetzen, bevor du zur nächsten Tour aufbrichst.
Auch die Kassette deines Fahrrads solltest du regelmäßig reinigen. Hierfür drehst du die Bürste einfach mit dem Freilauf mit und bürstest den Schmutz weg.
Wenn du dir die Kettenpflege erleichtern willst, kannst du dir auch ein professionelles Kettenreinigungsgerät zulegen, das mit seinen kleinen Borsten auch die verborgensten Stellen deiner Kette gründlich reinigt.
Fahrradkette schmieren: Was ist das richtige Öl?
Du hast die Reinigung deiner Fahrradkette hinter dir und willst sie nun ölen? Bevor es ans Eingemachte geht, stellt sich allerdings noch die Frage, welches Mittel sich am besten zum Ölen eignet? Normales Öl, mit PTFE, Wachs, vielleicht ein Spray oder doch das gute alte WD40?
WD40: Das Öl für die Kettenreinigung
Um es gleich vorweg zu nehmen: WD40 sollte man nie verwenden. Als Kriechöl ist es viel dünnflüssiger als herkömmliches Kettenöl und verdrängt so mit der Zeit die „dickere“ Kettenschmierung. Der dünne Film von WD40 reicht nicht aus, um die Kette ausreichend zu schmieren und kann im schlimmsten Fall zu erhöhtem Verschleiß führen. Wer kein Spezialprodukt zu Hause hat, kann WD40 aber zum Reinigen verwenden, denn es entfettet und schützt die Kette vor Rost.
Fahrradkette schmieren mit Kettenöl
Die erste Wahl zur Kettenpflege ist daher handelsübliches Kettenöl aus dem Fahrradgeschäft. Dieses gibt es in verschiedenen Varianten, z.B. für feuchtes Wetter mit PTFE, das die wasserabweisenden Eigenschaften verbessert.
Kettenwachs: Die Alternative für die Kettenpflege
Kettenwachs nimmt eine Sonderstellung ein: Es trocknet auf der Kette und bildet so einen dauerhaften Schutz für das ursprüngliche Fett. Daher eignet es sich auch zum Einfetten einer neuen Kette. Zu beachten ist allerdings, dass sich das Wachs ohne chemische Entfetter kaum wieder entfernen lässt.
Wichtig: Pflanzenöl eignet sich dagegen nicht als Schmiermittel für die Fahrradkette, ebenso wenig wie Sprays für Autos. Diese sind in der Regel auf die Bedürfnisse von Autos abgestimmt.
Damit solltest du die Kette nicht säubern
Hochdruckreiniger
Wie schon der Name verrät, arbeitet das Gerät mit Hochdruck. Keine gute Eigenschaft, wenn es um das Reinigen eines Fahrrads und seiner vielen beweglichen und sensiblen Komponenten wie Dichtringe und Schaltwerkröllchen geht. Mit einem Hochdruckreiniger können die Teile beschädigt und Schmierfette aus den Lagern gespritzt werden. Bei Anwendung an der Kette kann zudem alter Schmutz in die Lager gelangen.
Spülmittel
Zwar ist Spülmittel für viele eine beliebte Allzwecklösung beim Bikewashing, allerdings kann es bei der Wirksamkeit nicht mit speziellen Kettenreinigern oder Waschbenzin mithalten. So dringt das Mittel nicht so tief in die Kettenglieder ein und ist deshalb für intensiv genutzte Bikes weniger geeignet. Nutzt du das Mittel dennoch, dann sollte die Kette nach der Reinigung sofort geölt werden.
Bremsenreiniger
Wir raten davon ab, Bremsenreiniger beim Putzen der Kette zu verwenden. Seine sehr stark entfettende Wirkung führt dazu, dass die Kette nach einer Behandlung mit Bremsenreiniger sowohl außen, als auch innen komplett ungeschmiert ist und somit auch keinen Rostschutz mehr bietet. Deshalb musst du die Kette nach dem Säubern mit Bremsenreiniger unmittelbar schmieren - oder auf eine alternative Reinigungsmethode ausweichen.
Diesel oder Benzin
Generell kannst du eine Fahrradkette auch mit Benzin oder Diesel reinigen. Allerdings raten wir auch von dieser Methode ab, da beide Substanzen hoch entzündlich sind. Solltest du doch Benzin oder Diesel zum Reinigen deiner Fahrradkette nutzen, achte darauf, die Kette danach sofort wieder zu schmieren, da beide Stoffe stark entfettend wirken.
Wie oft muss ich eine Kette ölen?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Letztendlich kommt es darauf an, wie oft das Fahrrad benutzt wird und wie stark die Fahrradkette dem Schmutz ausgesetzt ist. So kann es sein, dass du deine Kette nach 100 km ölen musst, manchmal dauert es auch länger. Wer jeden Tag bei Wind und Wetter zur Arbeit fährt, sollte die Kette in kürzeren Abständen pflegen - am besten wöchentlich, mindestens aber einmal im Monat. Eines ist sicher: Sobald die Fahrradkette nicht mehr leise läuft und rasselt, solltest du sie dringend ölen.
Nützliches Zubehör
Drei Dinge braucht man unbedingt zum Reinigen der Kette: ein Baumwolltuch, eine Bürste (es geht auch eine alte Zahnbürste) und Kettenöl. Letzteres sorgt dafür, dass die Kette hinterher wieder geschmeidig läuft, denn beim Reinigen trägt man auch einen Teil der Schmierung ab. Fahrradkettenöle gibt es inzwischen nicht nur im einschlägigen Fahrradhandel. Zum Schützen der Hände sind zudem Nitrilhandschuhe geeignet. Sinnvoll ist auch ein Montageständer für das Fahrrad, der viele Arbeiten am Bike erleichtert, weil man sich weder bücken noch das Rad auf den Kopf stellen muss.
Fahrradkette richtig reinigen
Wer keinen Montageständer hat, sollte das Fahrrad vorsichtig auf Sattel und Lenker stellen, aber bitte nur dann, wenn keine hydraulischen Bremsen verbaut sind. Wenn nun der Blick auf die Kette frei ist, lohnt als Allererstes, eine Sichtprüfung vorzunehmen. Beschädigte Kettenglieder zwingen nämlich zum Austausch, weshalb man sich die Mühe der Reinigung dann sparen kann. Hier kommt die Bürste zum Einsatz, mit deren Hilfe man auch in die Innenräume der Kettenglieder gelangt. Sieht man dort kleine, verkantete Steinchen, die sich nicht lösen wollen, kann man zum Beispiel mit einem Kunststoffschaber nachhelfen.
Mit dem Tuch umfasst man nun die Kette und lässt sie durch Bewegen der Pedale hindurchlaufen. Zwei- bis dreimal sollte man die komplette Kette auf diese Weise mindestens abstreifen. Hat man den Eindruck, dass dies zu wenig hilft, kann das Tuch angefeuchtet werden. Nur nass sollte es nicht sein, damit der Schmutz nicht tiefer in die Kettenglieder gespült wird. Ein paar Tropfen herkömmliches Spülmittel fördern den Reinigungsprozess zusätzlich. Allerdings hat dieses eine entfettende Wirkung - entsprechend gründlich muss später die Schmierung erfolgen.
Ein zusätzlicher Blick auf die gereinigte Kette zeigt, ob es noch Verunreinigungen in den Kettengliedern gibt, die am Anfang übersehen wurden. Entsprechend werden diese mechanisch entfernt.
Im Anschluss wird feiner gearbeitet. Um den Schmutz aufzulösen, empfiehlt es sich Reiniger auf Öl-basis, beispielsweise Universalschmieröle, zu verwenden. Diese auf ein Baumwolltuch auftragen. Mit diesem umfasst man nun die Kette und lässt es durch Bewegen der Pedale hindurchlaufen. Mehrmals sollte man die komplette Kette auf diese Weise abstreifen.
Ein zusätzlicher Blick auf die gereinigte Kette zeigt, ob es noch Verunreinigungen in den Kettengliedern gibt, die am Anfang übersehen wurden. Hierfür sollte nur ausgewiesenes Kettenöl verwendet werden, denn es bietet auch einen Korrosionsschutz. Handelt es sich um ein Gebinde mit Tropfenapplikator, muss jedes Kettenglied punktuell versorgt werden. Sprühdosen scheinen zwar bequemer, sind aber schwerer dosierbar.
Aufpassen muss man gerade beim Sprühen, dass auf keinen Fall Öl (auch kein ablaufendes) an die Bremsscheiben oder Bremsflanken gelangt. Deren Funktion wäre sonst massiv beeinträchtigt. Nach etwa einer Viertelstunde lässt sich mit einem Tuch überschüssiges Öl einfach abstreifen - und fertig ist die Kettenreinigung.
Hilfsmittel zum Fahrradkette-Reinigen
Wer Wert auf ein Profi-Finish legt, kann in weitere Hilfsmittel investieren. Für die rein zweckmäßige Reinigung sind sie allerdings nicht nötig. So gibt es Kettenreinigungsbürsten, die aussehen wie ganz lange Zahnbürsten. Profis schwören auch auf spezielle Reinigungshaken. So bekommt man auch besonders hartnäckigen Schmutz zwischen den Ritzeln heraus.
Feinste Schmutzpartikel entfernt ein Kettenreinigungsgerät, durch das die Kette automatisch gezogen wird. Wer sich etwas mechanische Arbeit sparen will, kann zusätzlich noch in einen flüssigen Kettenreiniger als Alternative zum Spülmittel investieren. Man sollte allerdings darauf achten, ob es sich um einen entfettenden Reiniger handelt oder nicht. Entsprechend muss später mehr Kettenöl aufgetragen werden.
Die Finger weg lassen hingegen sollte man beim Reinigen der Kette von Hochdruckreiniger, Benzin, Seifenlauge, Korrosionslösung, Alkohol, Bremsenreiniger sowie Stahlbürsten.
So oft sollte man die Kette reinigen
Natürlich ist die Häufigkeit stark davon abhängig, wie oft, wo und bei welchem Wetter das Fahrrad bewegt wird. Es gibt Radfahrende, die tatsächlich wöchentlich reinigen, andere nur einmal pro Jahr beim Frühjahrsputz. Dabei sollte gerade auch vor dem Herbst-Winter-Einsatz die Kette gut in Schuss sein - und erst recht dann, wenn das Fahrrad eingelagert wird. Häufigeres Kettenreinigen hat den großen Vorteil, dass es schneller geht.
Wann sollte man die Kette austauschen?
Wenn du dein Fahrrad oder E-Bike jahrelang nicht benutzt hast oder ein altes Schätzchen aus Omas Garage wieder zum Fahren bringen möchtest, prüfe die Fahrradkette auf rostige Stellen. Gereinigt bekommst du solche Ketten mit Rostlöser, manchmal ist es aber auch besser, die Kette gleich ganz auszutauschen.
Bist du die unsicher, erhältst du in einem Fahrrad-Fachgeschäft eine professionelle Beratung und Inspektion. Außerdem lohnt es sich, das gesamte Fahrrad auf seine Fahrtauglichkeit überprüfen zu lassen, wenn der Antriebsstrang erst einmal korrodiert ist. Denn da sich Rost nicht von einem Tag auf den anderen bildet, steht das Rad vermutlich schon eine Weile herum, und das kann sich auch auf andere (sicherheitsrelevante) Teile wie Schrauben, Züge oder Sattelstütze/Vorbau auswirken.
Spezifische Empfehlungen für die Kettenpflege je nach Fahrradtyp
Was die spezifischen Empfehlungen für die Pflege von Fahrradketten je nach Fahrradtyp betrifft, so variieren die Anforderungen tatsächlich ein wenig. Rennräder, die oft auf sauberen und trockenen Straßen gefahren werden, benötigen möglicherweise weniger intensive Reinigungszyklen als Mountainbikes, die regelmäßig schlammigen und feuchten Bedingungen ausgesetzt sind. E-Bikes, mit ihrem zusätzlichen Drehmoment, das auf die Kette wirkt, können ebenfalls spezielle Überlegungen hinsichtlich der Schmierung und des Verschleißschutzes erfordern.
Wie man die Kettenlängung misst
Im Allgemeinen schiebt man die Verschleißlehre zwischen die Kettenglieder, um zu messen, ob die Kette über ihre ursprüngliche Länge hinaus gedehnt wurde. Wenn die Lehre ohne Widerstand in den Spalt zwischen den Gliedern passt, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Kette ausgetauscht werden muss.
Vorteile der regelmäßigen Wartung
Die regelmäßige Wartung deiner Fahrradkette beugt nicht nur Korrosion, sondern auch dem Verschleiß und der Neuanschaffung anderer Bauteile vor.
Verwandte Beiträge:
- Stark Elektro Motocross: Leistung & Fahrspaß
- Dylan Stark MTB: Testbericht & Erfahrungen mit dem Mountainbike
- Laura Stark MTB: Erfolge, Sponsoren & News der Mountainbike-Fahrerin
- Bike Mailorder Bewertungen enthüllt: Was Kunden wirklich über den Service sagen!
- Neckartal-Radweg: Übersichtskarte, Streckenführung & Tipps
Kommentar schreiben