Die Idee dahinter
Die Idee, mit einem Fahrrad Strom zu erzeugen, ist nicht neu. Der Mensch ist imstande, einiges zu leisten. Laut Wikipedia liegt die Dauer(bewegungs)leistung eines erwachsenen Durchschnitts-Menschen bei 100 Watt. Mit entsprechendem Training kann er auf dem Fahrrad über eine Stunde lang etwa 440 Watt erreichen und für wenige Sekunden sogar 910 Watt. Das sind Leistungswerte, mit denen sich so manches Elektrogerät versorgen ließe: zum Beispiel ein Fernseher, der Ventilator, der den schwitzenden Radfahrer kühlt, Ladegeräte für Akkus oder die Beleuchtung auf dem Campingplatz. Und nebenbei wird man Pfunde los.Daher kam die Idee, mit Hilfe eines Fahrrads einen Generator anzutreiben und so Strom zu erzeugen. Jim Gregory, ein Unternehmer aus Iowa, hat beispielsweise den PedalPC entwickelt, eine Maschine, die aus einem umfunktionierten Fahrradanhänger gebaut ist und genug Strom erzeugt, um seinen Computer, seinen Drucker, seine Handy-Ladegeräte und sein Heim-WLAN zu betreiben.Möglichkeiten der Stromerzeugung mit dem Fahrrad
Es gibt verschiedene Ansätze, um mit einem Fahrrad Strom zu erzeugen:- Umbau eines Rollentrainers: Ein Fahrrad wird auf einen Rollentrainer montiert, der mit einem Generator verbunden ist. Die Tretbewegung treibt den Generator an, der Strom erzeugt.
- Nutzung eines Fahrradmotors als Generator: Ein Fahrrad-Vorderradmotor wird als Generator eingesetzt. Durch eine geeignete Übersetzung kann die Drehzahl erhöht und somit mehr Strom erzeugt werden.
- Einsatz eines Heimtrainers mit integriertem Generator: Einige Heimtrainer sind bereits mit einem Generator ausgestattet und können direkt zur Stromerzeugung genutzt werden.
Rollentrainer zum Generatorhalter umbauen
Ein Fahrrad (mit 26- bis 28-Zoll-Rädern) besitzen die meisten ohnehin. Dazu kommt noch ein Rolltrainer aus dem Sportmarkt, auf dem der Drahtesel aufgebockt wird.
Fahrradmotor als Generator einsetzen
Drehstrom in Gleichstrom umwandeln und stabilisieren
Benötigte Materialien
Für den Umbau eines Rollentrainers zum Stromgenerator werden folgende Materialien benötigt:- Fahrrad-Rollentrainer
- Fahrrad-Vorderradmotor 36 Volt, 250 Watt Drehstrom
- Drehstrom-Brückengleichrichter DB 25-12
- Laderegler 36 v/5 A
- Balkenschuh 100 mm × 140 mm
Anleitung zum Umbau
Der technische Aufwand ist relativ bescheiden:
Falls Sie nur eine einfache Beleuchtung haben möchten, können Sie sich die Elektronik sogar sparen und einfach drei 12-Volt-Halogenlampen an einem langen Kabel in Reihe schalten und mit einer Wicklung des als Drehstromgenerator arbeitenden Fahrradmotors verbinden. Die Helligkeit dieser Lichterkette schwankt zwar je nach Trittgeschwindigkeit des Energieerzeugers mehr oder weniger. Nach ein paar Trainingsdurchgängen ist man jedoch in der Lage, eine relativ konstante Drehzahl zu halten.
Übrigens: Falls Sie eine gemütlich stimmungsvoll glimmende Beleuchtung möchten, können Sie eine 230-Volt-Glühbirne direkt anschließen.Alternative Methoden der Stromerzeugung
Neben der Stromerzeugung mit dem Fahrrad gibt es noch weitere alternative Methoden, um zu Hause Strom zu produzieren:- Photovoltaik auf dem Balkon: Eine Mini- oder Mikro-Photovoltaikanlage auf dem Balkon kann ein Teil des jährlichen Strombedarfs decken.
- Windzäune im Garten: Windzäune sind Sichtschutz, Grundstücksbegrenzung und Stromerzeuger in einem.
- Solartische im Garten und auf dem Balkon: Solartische erzeugen über Solarpaneele auf ihrer Oberfläche Ökostrom, der sich direkt in das Hausstromnetz einspeisen lässt.
Gesetzliche Vorgaben
Laut Stromsteuerrecht bedarf es für die Entnahme von selbst erzeugtem Strom zum Eigen- beziehungsweise Selbstverbrauch einer Erlaubnis. Diese wird auf Antrag vom örtlich zuständigen Hauptzollamt erteilt. Stromerzeugungsanlage, für die eine förmliche Einzelerlaubnis nach § 9 Abs. 4 i. V. m. § 9 Abs. 1 Nr.Wichtig: Auch kleine Anlagen zur Stromerzeugung müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden.Lohnt sich die Stromerzeugung mit dem Fahrrad?
Das Problem ist allerdings, dass ein Mensch einfach nicht genug Leistung erbringt, um den Strom sinnvoll nutzen zu können.Eine vollständige autarke Energieversorgung eines Hauses ist in den seltensten Fällen realistisch. Ein Grund ist, dass es vor allem in Städten an Platz fehlt, um großflächige Module zu installieren. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Betrieb einer autarken Photovoltaikanlage. Sie produziert in den Sommermonaten üblicherweise einen Überschuss, dessen Gesamtmenge den jährlichen Stromverbrauch Ihres Haushalts in der Theorie abdecken würde (bilanzielle Autarkie), jedoch in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Im Winter hingegen reicht der Ertrag nicht aus, um die erhöhte Energienachfrage zu decken. Die Folge: eine Versorgungslücke, die im Herbst und Winter durch Strom Ihres örtlichen Stromversorgers geschlossen werden muss. Zwar lässt sich diese Lücke mit einem Stromspeicher temporär überbrücken.In den meisten Fällen lohnt es sich, Strom selbst zu erzeugen. Ein Gespräch mit Expert:innen kann schnell klären, ob und welche Stromerzeugungsanlage für die jeweilige Immobilie infrage kommt. Aktuell gibt es aber gerade für Mieter:innen einige Hürden, wenn sie beispielsweise ein Balkonkraftwerk installieren wollen und die Einwilligung der Vermieterin oder des Vermieters benötigen.Stromversorgung auf Radreisen und Fahrradtouren
Auch auf Radreisen und Fahrradtouren stellt sich die Frage nach einer zuverlässigen Stromversorgung. Hier bietet sich die Nutzung eines Nabendynamos an, der in die Fahrradnabe integriert ist und während der Fahrt Strom erzeugt. Dieser Strom kann dann zum Laden von Akkus und anderen elektrischen Geräten genutzt werden.Im Wesentlichen stehen dem Reiseradler für die Stromerzeugung 2 Varianten zur Verfügung auf Radreisen: Entweder er nutzt ein Solarpanel zur Stromerzeugung oder er verwendet einen Nabendynamo im Vorderrad seines Fahrrads.
Auf längeren Fahrradtouren und Radreisen ist das aber in der Regel tägliches Programm.
Am preiswertesten wird es an dieser Stelle, wenn du dein Laufrad selber umspeichen und neu zentrieren kannst.
Auf Radreisen benötigt man einen Nabendynamo über den Tag äußerst selten für die Fahrrad-Beleuchtung (der ursprüngliche Verwendungszweck eines Nabendynamos).
Wenn die relativ hohen Anschaffungskosten für ein Solarpanel als Ergänzung zum Nabendynamo kein Hinderungsgrund sind, lohnt vielleicht eine Kombination aus beidem.
| Merkmal | Batterien (Primärzellen) | Akkus (Sekundärzellen) |
|---|---|---|
| Wiederaufladbar | Nein | Ja |
| Umweltfreundlichkeit | Weniger | Mehr (bei richtiger Entsorgung) |
| Kosten | Geringer (pro Zelle) | Höher (Anschaffung, Ladegerät) |
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