Südschwarzwald Radweg: Eine Genussreiche Tour

Im äußersten Südwesten Deutschlands verspricht der Südschwarzwald-Radweg eine genussreiche Radtour vorbei an vielen Naturschönheiten. Der 240 km lange Südschwarzwald Radweg verläuft nahezu ohne Höhenanstiege und ist somit besonders für Tourenradfahrer und Familienradler geeignet. Fast ohne Höhenanstieg radelst du rund um den Naturpark Südschwarzwald und durch die wärmste Region Deutschlands.

Vom malerisch in die Bergwelt eingebetteten Titisee über die beeindruckende Wutachschlucht zum gemütlich dahinströmenden Rhein und schließlich weiter ins sonnenverwöhnte Markgräflerland lernen Sie herrliche Landschaften des Naturparks Südschwarzwald kennen. Und das mit nur wenigen kräftezehrenden Anstiegen, denn im Hochschwarzwald verläuft die Route recht eben auf einer ehemaligen Bahntrasse. Wer sportliche Herausforderungen sucht oder mit dem E-Bike unterwegs ist, dem seien die steigungsreichen Varianten empfohlen.

Der einzige starke Höhenanstieg - zwischen Kirchzarten und Hinterzarten - kann mit der Bahn überbrückt werden, was rund 500 Höhenmeter einspart. Zum Ausgangspunkt der Tour kommt man mit dem Zug ab Kirchzarten-Himmelreich durch das wildromantische Höllental wieder nach Hinterzarten. Für die gesamte Runde sollte man 3-4 Tagesetappen einplanen. Nimmt man Hinterzarten als Ausgangspunkt führt die Strecke zunächst vorbei am berühmten Titisee und weiter durch das Gutachtal nach Lenzkirch.

Der Südschwarzwald-Radweg hat 2011 das Zertifikat „ADFC-Qualitätsroute“ mit 4 Sternen erhalten und gehört damit zu einem der 18 Premiumradwegen in Deutschland.

Streckencharakteristik

Die Route lässt die Radfahrer ganz gemütlich durch den Naturpark Südschwarzwald dahingleiten. Die Radreise führt auf überwiegend asphaltierten Radwegen sowie auf gut ausgebauten landwirtschaftlichen Wegen um den Naturpark Südschwarzwald. Einzelne Tourenabschnitte folgen unbefestigten Schotterwegen auf Forststraßen oder entlang des Rheins, auch diese Abschnitte sind für Radfahrer gut geeignet.

Dabei fährst du meist auf ruhigen und verkehrsfreien Wegen, nur kurze Abschnitte führen auf Straßen mit mäßigem Verkehrsaufkommen. Insgesamt ebenes und leicht abfallendes Streckenprofil. Im Markgräflerland sind nur wenige und leichte Steigungen zu bewältigen.

Entlang der Strecke, die für Tourenräder geeignet ist, gibt es viele interessante Abstecher sowie zwei größere Varianten, die je nach Kondition und Zeit gewählt werden können. Der Einstieg in den Rundweg ist dank der durchgängigen und einheitlichen Beschilderung überall möglich.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

  • Lenzkirch: Haslachklamm
  • BÄHNLE-Radweg
  • Wutachschlucht
  • Feldberg
  • Weizen: Sauschwänzlebahn
  • Bad Säckingen: mittelalterliche Altstadt
  • Kaiseraugst: Römermuseum
  • Basel
  • Naturschutzgebiet „Petite Camargue“
  • Weil a. Rhein

Weitere Informationen

Radtourenbuch „Südschwarzwald-Radweg“, 1:50.000, bikeline, Verlag Esterbauer. Flyer „Südschwarzwald-Radweg“ Bezug s. www.schwarzwald-tourismus.info

Schwarzwald-Radweg: Eine Herausforderung für Radfahrer

Die Bewältigung der gesamten Strecke, aber auch die von Teilstrecken, ist eine Herausforderung. Der Radweg erfordert ein hohes Maß an Kondition, besonders, wenn auf reine Muskelkraft gesetzt wird. Pedelecs oder E-MTB bieten einem breiteren Publikum die Möglichkeit, den Schwarzwald per Rad zu erkunden. Ob elektrisch oder mit Muskelkraft: Empfohlen wird ein robustes Trekkingrad oder ein Mountainbike.

Aktuell weist der Schwarzwald-Radweg eine Länge von ca. 375 km aus. Beim Aufstieg sind ca. 7.200 m zu bewältigen, beim Abstieg ca. 7.000 m. Startpunkt ist der Südausgang des Hauptbahnhofs in Karlsruhe, Ziel ist der Hauptbahnhof in Lörrach.

Wer sich in das Abenteuer Schwarzwald-Radweg stürzt, sollte sich Zeit nehmen. Die 1. Etappe führt von Karlsruhe nach Gernsbach ins Murgtal. Ca. 71 km sind zu bewältigen sowie ca. 1.200 Höhenmeter. Vom Hauptbahnhof bis Geigersberg ebene Radwanderwegkilometer, danach mäßige und kurze Anstiege bis Pfinzweiler. Erster steiler Streckenabschnitt hinauf nach Dobel. Der Weithäuslesplatz ist der höchst gelegene Punkt der 1. Etappe. Steile bis sehr steile Abfahrt zur Plotzsägmühle an der Alb.

Die 2. Etappe führt von dem Flösserstädtchen Gernsbach nach Baiersbronn-Obertal. Ca. 56 km sind zu bewältigen sowie rund 1.100 m Aufstieg. Entspanntes Radeln von Gernsbach bis Raumünzach, dafür lange anhaltende Steigung zwischen Raumünzach und Hundseck an der Schwarzwaldhochstraße.

Die 3. Etappe führt von Baiersbronn-Obertal nach Haslach ins Kinzigtal. Ca. 70 km sind zu bewältigen sowie 900 Höhenmeter. Von Baiersbronn-Obertal bis zur Schwarzwaldhochstraße durchgehende Steigung. Ansonsten kaum nennenswerte Anstiege. Entspanntes Radeln vorbei am Kniebis zum Zwieselberg und lange Etappen auf Forstwegen nach St. Roman, danach Abfahrt nach Wolfach ins Kinzigtal.

Die 4. Etappe führt von Haslach im Kinzigtal nach Neustadt im Schwarzwald. Ca. 66 km sind zu bewältigen sowie ca. 1.542 Höhenmeter. Langanhaltende Steigung von Mühlenbach bis Landwasser Eck. Recht entspannt bis Schonach. Steigung auch zur Kalten Herberge.

Die 5. Etappe führt von Neustadt im Schwarzwald bis zum Wiedener Eck. Ca. 50 km sind zu bewältigen sowie 1.500 Höhenmeter. Sehr schön sind die Blicke auf den Titisee. Die Wege-Charakteristik weist häufige Wechsel zwischen steilen Anstiegen und Abfahrten, so z.B.

Die 6. Etappe führt vom Wiedener Eck nach Lörrach. Ca. 69 km sind zu bewältigen sowie 1.200 Höhenmeter. Zunächst Anstieg vom Wiedener Eck zum Lückle, dann erholsames Radeln bis Oberböllen. Anstieg und Abfahrt nach Neuenweg und von dort bis Egerten teilweise steiles bergauf. Schöne Abfahrt ins Kandertal und nur noch kurze Steigungen zum roten Rain und hinter Nebenau.

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