Der Südschwarzwald-Radweg ist ein 240 km langer Rundweg, der Sie an den Schönheiten der Region vorbeiführt und das ohne große Anstrengung, denn von Hinterzarten, auf 885 m, geht es nahezu nur bergab. Bei dieser Radtour erleben Sie eine bunte Vielfalt: Berge und Moore, den Hochrhein und das weinreiche Markgräflerland, das radfahrerfreundliche Freiburg, das Flusstal der Dreisam und den Titisee.
Schroffe Schluchten und schweizerische Mittelaltergassen, lichte Höhen und das tiefe Höllental hat diese vom ADFC mit drei Sternen ausgezeichnete Qualitätsradroute zu bieten.
Streckenverlauf und Highlights
Der Rundkurs kann zum Beispiel in Hinterzarten beginnen, von wo es nicht weit ist bis zum Titisee. Gemütlich ist der Abschnitt auf dem Bähnle-Radweg, auf der 30 Kilometer langen stillgelegten Bahntrasse. In Wutach lohnt ein Abstecher zur gleichnamigen Schlucht, die sich bis zu 170 Meter tief hinunterstürzt. Ab Wutöschingen öffnet sich der Blick Richtung Schweiz. Bald ist der Hochrhein erreicht, gesäumt von mittelalterlichen Fachwerkstädten und Burgen.
Nun führt der Weg in die Kunststadt Basel und weiter am Rhein entlang - alternativ kann die Strecke über Lörrach gewählt werden. Im Markgräflerland wird noch ein guter badischer Wein gekostet und in der Freiburger Altstadt die berühmte Schwarzwälder Kirschtorte. Im letzten Abschnitt führt der Weg von Himmelreich ins Höllental.
Der Rundweg führt Sie im Hochschwarzwald vorbei am Titisee in die "Wutachschlucht" und weiter zum Rheinufer. Entlang des Hochrheins kommen Sie an Basel vorbei.
Die Stadt ist einen Abstecher wert, da die Sie eine reiche Kulturgeschichte vorzuweisen hat und die weltberühmten Museen hier ihren Sitz haben. Die Stadt versprüht großstädtisches Flair und die Fortbewegung mit dem Rad bietet eine deutlich entspanntere Alternative zum Auto.
Anschließend macht die Tour einen Abstecher in das französische Huningue im Elsass, durch das älteste Naturschutzgebiet der "Petite Camargue". Hier bietet sich eine Kaffeepause an und das genießen des französischen Charmes. Wieder zurück nach Deutschland durchqueren Sie das schöne idyllische Markgräflerland, mit seinen Weinbergen und Kurorten, und gelangen anschließend zurück in die Schwarzwaldmetropole "Freiburg".
Das beschauliche Freiburg besticht durch sein mediterranes Flair und die romantische Altstadt. Die Dreisam, welche den Ort durchfließt, folgen wir Flussaufwärts bis nach Kirchzarten.
Etappen und Schwierigkeitsgrad
Die Bewältigung der gesamten Strecke, aber auch die von Teilstrecken, ist eine Herausforderung. Der Radweg erfordert ein hohes Maß an Kondition, besonders, wenn auf reine Muskelkraft gesetzt wird. Pedelecs oder E-MTB bieten einem breiteren Publikum die Möglichkeit, den Schwarzwald per Rad zu erkunden. Ob elektrisch oder mit Muskelkraft: Empfohlen wird ein robustes Trekkingrad oder ein Mountainbike.
Aktuell weist der Schwarzwald-Radweg eine Länge von ca. 375 km aus. Beim Aufstieg sind ca. 7.200 m zu bewältigen, beim Abstieg ca. 7.000 m. Startpunkt ist der Südausgang des Hauptbahnhofs in Karlsruhe, Ziel ist der Hauptbahnhof in Lörrach.
Wer die beeindruckende Wanderregion Schwarzwald auf dem Rad erleben möchte, für den bietet der ca. Auf Forstwegen oder Nebenstraße gilt die traditionelle Beschilderung: weiße Schilder mit der roten Raute des Schwarzwaldvereins mit einem Fahrradsymbol.
Wer sich in das Abenteuer Schwarzwald-Radweg stürzt, sollte sich Zeit nehmen.
Etappenbeispiele:
- Die 1. Etappe führt von Karlsruhe nach Gernsbach ins Murgtal. Ca. 71 km sind zu bewältigen sowie ca. 1.200 Höhenmeter.
- Die 2. Etappe führt von dem Flösserstädtchen Gernsbach nach Baiersbronn-Obertal. Ca. 56 km sind zu bewältigen sowie rund 1.100 m Aufstieg.
- Die 3. Etappe führt von Baiersbronn-Obertal nach Haslach ins Kinzigtal. Ca. 70 km sind zu bewältigen sowie 900 Höhenmeter.
- Die 4. Etappe führt von Haslach im Kinzigtal nach Neustadt im Schwarzwald. Ca. 66 km sind zu bewältigen sowie ca. 1.542 Höhenmeter.
- Die 5. Etappe führt von Neustadt im Schwarzwald bis zum Wiedener Eck. Ca. 50 km sind zu bewältigen sowie 1.500 Höhenmeter.
- Die 6. Etappe führt vom Wiedener Eck nach Lörrach. Ca. 69 km sind zu bewältigen sowie 1.200 Höhenmeter.
Beispiel einer 7-Tages-Tour:
- 1. Tag: Anreise - Freiburg
Besichtigen Sie die Stadt am Fuße des Schwarzwaldes mit der verwinkelten Altstadt sowie zahlreichen Wein- und Vesperstuben.
- 2. Tag: Freiburg - Stühlingen (ca. 65 km)
Das Teilstück von Kirchzarten nach Hinterzarten ist aufgrund der Höhenmeter zwar gespickt mit schönen Aussichtspunkten, deshalb aber nur für sportliche Radler geeignet. Wir empfehlen die Strecke (ca. 25 km) per Bahn (nicht im Reisepreis inkl.) zurückzulegen. Ab Titisee radeln Sie auf dem Bähnle-Radweg. In Bonndorf ist ein Ausflug zur wildromantischen Wutachschlucht sehr empfehlenswert.
- 3. Tag: Stühlingen - Bad Säckingen (ca. 54 km)
Auf Ihrer Route entdecken Sie allerlei regionale Besonderheiten, die den ländlichen Charme ausmachen. Sie folgen dem Rhein und erreichen die Trompeterstadt Bad Säckingen. Eine Nachtwächterführung durch den historischen Ort rundet den Tag ab.
- 4. Tag: Bad Säckingen - Weil am Rhein (ca. 50 km)
Über Beuggen mit seinem Wasserschloss erreichen Sie Kaiseraugst, mit den römischen Ausgrabungsstätten. Die Basler Altstadt mit den engen Gässchen, das Rathaus und dem Basler Münster sollte von Ihnen besucht werden, bevor Sie über die Dreiländerbrücke nach Weil am Rhein gelangen.
- 5. Tag: Weil am Rhein - Heitersheim/Pfaffenweiler (ca. 45-56 km)
Bald erreichen Sie den Kurort Bad Bellingen, eines der sonnenreichsten Heilbäder. Bei Neuenburg verlassen Sie den Rhein und radeln durch das Markgräflerland.
- 6. Tag: Heitersheim/Pfaffenweiler - Freiburg (ca. 11-22 km)
Auf dem Weg nach Freiburg haben Sie Gelegenheit in der Therme von Bad Krozingen zu entspannen. Bächle, Köstlichkeiten und Wein - gehen Sie in Freiburg auf Entdeckungstour und genießen Sie ein köstliches Stück Schwarzwälder-Kirschtorte und eine Tasse duftenden Kaffee in einem auserwählten Café (inkl.).
Ein Blick zurück
Im April 1997, nach nahezu drei Jahren Vorbereitungszeit, eröffnete der damalige Präsident Eugen Dieterle im Kreise zahlreicher Helferinnen und Helfer den Schwarzwald-Radweg mit einer kleinen Zeremonie am Karlsruhe Hauptbahnhof.
Ursprünglich als Mountainbikeweg geplant, galt dieser Radfernweg als Reaktion des Schwarzwaldvereins auf die zunehmende Verbreitung des Mountainbikes: Seit den 1980er Jahren nutzten Radfahrer verstärkt auch die Wanderwege des Schwarzwaldvereins, in besonders die attraktiven Fernwanderwege. Mit dem Schwarzwald-Radweg, der damals auf ca.
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