SUSHI Bike Ladegerät Test: Das musst du wissen

Das SUSHI Bike hat sich als eine bezahlbare Option für flexible, grüne Stadtmobilität etabliert. Das Start-up bietet zwei Urbanbike-Modelle an: „Maki 1“ und „Maki 2“, die in ihren Grundzügen baugleich sind. Während das Maki M1 schwarz und reduziert auftritt, besitzt das Maki M2 coole Retro-Anleihen durch rehbraune Pneus und gleichfarbene Griffe.

Der relativ filigrane Alurahmen des Sushi Bike ist in zwei Größen (50 cm, 60 cm) erhältlich. Ein Trapez-Rahmen mit abfallendem Oberrohr für Damen ist in Arbeit. Der Rahmen wird durch eine starre Stahlgabel ergänzt. Sie soll für agile Lenkmanöver sorgen, die Laufräder im 28 Zoll Format für überlegenen Geradeauslauf - genau die Mischung, die man im Stadtverkehr braucht. Insgesamt wiegt das mit cleaner und puristischer Optik begeisternde Maki Bike - was auch an den innenverlegten Kabelzügen liegt - um die 15 Kilogramm.

Ausstattung und Technik

Als Antrieb verbaut Sushi-Bikes einen bisher unbekannten Heckmotor aus Fernost, der durch seine Baugröße kaum auffällt. Gesteuert wird er über ein Flach-Display am linken Lenkergriff, auf dem man über Taster drei Unterstützungsstufen anwählen kann. Schwerpunktgünstig tief im Tretlagerbereich sitzt der gegen Klau verschließbare aber leicht herausnehmbare Akku. Er könnte auf den ersten Blick auch eine Trinkflasche sein könnte, Optik und Form sind bewusst so gewählt. Spannend ist, dass seine Technologie von Samsung stammt, ein Qualitäts-Anbieter für E-Bike-Akkus. Gewinn für die Optik, vorteilhaft beim Gewicht, einfach in der Bedienung: Das Sushi Bike besitzt keine Schaltung, ähnelt somit modernen Singlespeedern, die auch von Bike-Kurieren gefahren werden. Grund: Wo nichts ist, kann nichts kaputt gehen.

Für die sichere Verzögerung sind mechanische Scheibenbremsen von Tektro an Bord. Dass sie nicht hydraulisch angesteuert sind, liegt nachvollziehbar in der Preis-Vorgabe von 999 Euro. Durch diverse Ösen am Rad lassen sich Radschützer und Träger nachrüsten. Sushi Bikes will bald entsprechendes Zubehör anbieten, das man mitbestellen kann.

Fahreigenschaften und Leistung

Das SUSHI Bike fährt sich sportlich schnell, sofern man die höchste Fahrstufe ausgewählt hat. Sobald der Sensor am Tretlager bemerkt, dass sich die Kurbel dreht, beschleunigt der Motor bis zur Höchstgeschwindigkeit der eingestellten Fahrstufe. Wer weniger Wert auf das Tempo legt, aber trotzdem schnell unterwegs sein will, wird die Fahrgeschwindigkeit über die 3 zur Verfügung stehenden Fahrstufen einstellen und den Motor arbeiten lassen. Auf diese Art und Weise erreicht man mit dem SUSHI BIKE auf höchster Fahrstufe eine Geschwindigkeit von ca. 24 km/h. Auf Stufe 2 kommt man immerhin noch auf durchschnittliche 17-18 km/h. Mit der kleinsten Fahrstufe unterstützt der Motor nur noch bis ungefähr 14 km/h auf gerader Strecke.

Unabhängig von den örtlichen Gegebenheiten oder wie kräftig man in die Pedale tritt, schiebt der Motor das Rad an, bis es wieder auf Geschwindigkeit gekommen ist. Man Sollte beim Anfahren aber darauf achten, dass man nicht schon in die Pedale tritt, während man noch auf das Rad aufsteigt. Sonst bekommt man den Eindruck, dass es einem davonfahren möchte und es besteht die Möglichkeit, dass man die Kontrolle über das Rad verliert. Durch die feste Übersetzung erhöht sich die Trittfrequenz mit zunehmender Geschwindigkeit. Wenn man schneller als 25 km/h fahren möchte, geht das nur mit einer Trittfrequenz von über 75 U/Min. Ab 30 km/h werden mindestens 90 U/min benötigt. Das sieht dann schon eher anstrengend und nicht mehr wie zügiges Radfahren aus.

Wenn es mal bergauf geht, kommt der 200 W Motor schnell an seine Grenzen. Bei kurzen Anstiegen hilft das SUSHI Bike aber ganz gut mit, so dass das Hochfahren wesentlich leichter fällt, als ohne Motorunterstützung. Wenn man den Motor abschaltet oder der Akku leer ist, fährt sich das Sushi Bike wie ein normales Single Speed Rad. Man spürt keinerlei Widerstände, weder beim Anfahren ohne Motor noch im Leerlauf, wenn die Pedale nicht bewegt werden.

Über das Bedienteil am Lenker kann man zusätzlich eine Art Schiebehilfe aktivieren, wenn man die Minus-Taste gedrückt hält. Der Motor dreht dann von ganz alleine mit Schrittgeschwindigkeit, ohne das man dafür in die Pedale treten muss. Dieses Feature ist ganz hilfreich, wenn man das Maki irgendwo hinaufschieben muss.

SUSHI Bike Maki 3.0

Pünktlich zum Frühling bringt Sushi die überarbeitete Version seines City-Pedelecs raus: das Sushi Bike 3.0+. So wurden einige hochwertigere Komponenten wie ein leichter laufendes Ritzel und ein korrosionsbeständiges Tretlager verbaut. Wie gewohnt steht Minimalismus im Fokus: keine App, kein Schnickschnack, einfach fahren.

Das Sushi Bike 3.0+ ist für den Alltag in der Stadt konzipiert und beschränkt sich somit auf das Nötigste. Das heißt: Keine Federung, keine Gänge - die würden ohnehin nur das Gewicht erhöhen. Mit knapp 17 Kilo zählt das Bike zu den Fliegengewichten der Pedelecs. Für den Antrieb sorgt nämlich ein mit 200 Watt und 36 Newtonmetern (Nm) vergleichweise schwacher Motor. Nahezu balle mir bekannten City-Pedelecs bieten einen Hinterradmotor mit 40 Nm. Erfreulich dagegen: Das Fahrrad ist dank Katzenaugen, Reflektoren und ausreichend hellen Lampen StZVO-konform.

Technische Daten des Sushi Bike Maki 3.0:

  • Motor: 24 V / 200 W
  • Akku: 24 V / 9,6 Ah, 230,4 Wh
  • Reichweite: bis zu 75 Kilometer
  • Maximale Geschwindigkeit: 25 km/h
  • Ladezeit: 5,5 Stunden
  • Display: LCD mit 5 Unterstützungsmodi
  • Rahmen: Aluminium, Rahmenhöhen 50cm, 55cm, 60cm
  • Gabel: Aluminium
  • Bremsen: Hydraulische Scheibenbremse, Tektro HD-M275
  • Felgen: 28 Zoll, 40 mm, 36 H
  • Reifen: 37-622, SUSHI Logo, Pannenschutz
  • Antrieb: 46 Zähne x 170 mm, hinten: 18 Zähne
  • Gesamtgewicht: 17 kg inkl. Pedale
  • Maximales Gesamtgewicht: 120 kg inkl. Fahrer

Das neue Sushi Bike 3.0+ kann ab sofort für 1.399 Euro bei Sushi vorbestellt werden. Es soll im Zeitraum zwischen April-Mai zum Preis von 1.499 Euro erscheinen.

Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Leichtes Gewicht
  • Stylisches Design
  • Fairer Preis
  • Wendigkeit im Stadtverkehr

Nachteile:

  • Geringer Komfort (harte Griffe, dünne Reifen, keine Federung)
  • Vergleichsweise schwacher Motor
  • Keine Hightech-Extras wie App oder GPS-Tracker

Alternativen

Im hart umkämpften Markt der City-Pedelecs gibt es einige Alternativen zum Sushi Bike:

  • Tenways CGO 600 (Pro): Bietet einen stärkeren Motor, Riemenantrieb, Drehmomentsensor und optional einen herausnehmbaren Akku.
  • Fiido C21: Ein leichtes E-Bike mit Drehmomentsensor, 250-Watt-Motor und neun Gängen.
  • MOUGG Star CDI: Ein weiteres E-Bike mit Gangschaltung.

Insgesamt fährt sich das Maki M1 etwas hart, flache Asphalt-Passagen liegen ihm mehr als ruppige Pflaster-Passagen. Unser Tipp für mehr Fahrkomfort - es gibt ja keine Federgabel, die Schläge glattbügelt - sind etwas breitere, damit voluminösere Reifen. Die man übrigens leicht selbst nachrüsten kann. Auch etwas softere, ergonomisch geformte Griffe wären ein Gewinn.

Fazit

Insgesamt: Daumen hoch für das Konzept, die puristische Optik, stimmige Komponenten-Auswahl, die flotten Fahreigenschaften. Und das alles zu einem fairen Preis, der auch E-Bike-Novizen mit kleinerem Budget die Faszination E-Bike ermöglicht.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0