Sushi Bikes haben sich als eine interessante Option im Bereich der City-E-Bikes etabliert. Diese E-Bikes, die von dem deutschen Startup Sushi Bikes entwickelt wurden, zielen darauf ab, eine flexible und erschwingliche Lösung für urbane Mobilität anzubieten. Hinter dem Fahrradhersteller Sushi Bikes stecken Andy Weinzierl und TV-Moderator Joko Winterscheidt.
Die Philosophie von Sushi Bikes
Sushi Bikes positionieren sich als unkomplizierte und transparente Begleiter für den urbanen Alltag. Es sollen Bikes sein wie Freunde, mit denen ihr Pferde stehlen könnt, denen ihr dafür auch mal Fehler und Schwächen verzeiht. Und mit denen ihr in guter Gesellschaft seid - der Sushi Community. Die "Community" steht wohl großteils zu ihren Makis, Californias & Co., auch wenn es durchaus Mängel zu geben scheint. Sushi Bikes stellen sich betont auf Augenhöhe mit ihren Kunden: Durch überdurchschnittliche Transparenz etwa zu Lieferzeiten, durch ausführliche Reaktionen auf Beschwerden z.B. bei Google Rezensionen, mit vielen Anleitungsvideos auch für Fahrrad- bzw. Aus der Community ist laut Sushi auch viel Input in die neuen Modelle Maki+ und California+ geflossen. Zielgruppen sind übrigens nicht nur wir Endverbraucher, sondern auch Firmen, die ihren Mitarbeitern E-Bike-Mobilität zum Pendeln anbieten möchten: Mit Sushi Bikes „flexible, grüne Stadtmobilität bezahlbar machen“ - so die die B2B-Mission bei Sushi Bikes.
Erster Eindruck und Probefahrt
Ich konnte mir vom Shushi Maki+ E-Bike / Pedelec im November 2022 auf dem e4testival Emobilty-Event in Hockenheim einen Eindruck verschaffen und ein paar Runden (auf dem Boxendach, leider nicht auf der Rennstrecke…) probefahren. Auf den ersten und sogar zweiten Blick sind sie nicht als E-Bikes auszumachen. Insbesondere die höhere Akkukapazität für größere Reichweiten.
Modelle und Ausstattung
Die Modelle gibt es in drei Größen und in Schwarz und Braun (Leder-Lenkergriffe, Reifen).Käufer können zwischen zwei Varianten wählen: dem Tiefeinsteiger-Design California Roll 3.0+ oder dem Diamantrahmen Maki 3.0+, der in drei Größen erhältlich ist. Die neuen Sushi Bikes-Modelle Maki 3.0 (in drei Größen) und California Roll 3.0 (Einheitsgröße) punkten durch ihr geringes Gewicht, ihren kleinen herausnehmbaren Akku (auch als Powerbank zu verwenden), neue hochwertige Komponenten wie hydraulische Scheibenbremsen, erstmals fest verbaute Lichter, pannensichere Reifen und ihr cleanes Design. Farben: Schwarz, neue Farben Stone und Berry.
Technische Details im Überblick
Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über die technischen Daten des Sushi E Bike California Roll 3.0:
| Modell | Sushi E Bike California Roll 3.0 |
|---|---|
| Straßenzulassung | Ja |
| Geschwindigkeit | 25 km/h |
| Motorleistung | 200 Watt Nabenmotor |
| Reichweite | 75 km |
| Gewicht | 17 kg |
| Traglast | Max. 120 kg |
Sushi Bike 3.0+
Sushi Bike 3.0+ heißt die neueste Version des City-E-Bikes des deutschen Startups. Schutzbleche mit integriertem Rücklicht und ein Fahrradständer gehören nun zur Standardausstattung, zuvor waren sie optional. Das Gewicht bleibt mit 17 kg niedrig, der herausnehmbare und prominent sichtbare Akku soll mit 230,4 Wh eine Reichweite von bis zu 75 km ermöglichen. Mit einer Ladezeit von 5,5 Stunden gehört er allerdings nicht zu den schnellsten seiner Klasse. Der verbaute 24-Volt-Nabenmotor mit 200 Watt Leistung und 35 Nm Drehmoment zeigt jedoch, dass sich an der Kerntechnik nichts geändert hat. Hydraulische Scheibenbremsen von Tektro sind ebenso an Bord wie eine Schiebehilfe (6 km/h). Während sich das Sushi Bike 3.0+ mit seiner schlichten Ausstattung an urbane Minimalisten richtet, bieten ähnliche Konkurrenten wie das Tenways CGO600 (Test) oder das Fiido C21 deutlich mehr. Das Sushi Bike 3.0+ ist da. Im Vergleich zum Vorgänger halten sich die Verbesserungen in Grenzen, auch technisch bleibt es hinter der Konkurrenz zurück.
Vor- und Nachteile
Wie bei jedem E-Bike gibt es auch bei Sushi Bikes Vor- und Nachteile, die es zu berücksichtigen gilt.Pluspunkte sind immerhin: Anhänger und Kindersitze können angebracht werden. Die Bikes sind out-of-the-box StVZO-kompatibel.
Vorteile
- Geringes Gewicht: Das Gesamtgewicht ist beim Sushi California e Bike sehr gering.
- Preis: Es ist durchaus möglich, ein gutes E City Bike für weit unter 2.000 Euro zu bekommen, wie man an diesem Hersteller sieht. Für die erste Sushi-Bikes Generation hatten die Gründer um Alex Weinzierl und Joko Winterscheidt die 999 € Schwelle im Auge. Inzwischen werden auch Preise von 1.199 oder - seit Mitte 2022 - 1.299 € akzeptiert. Ein E-Bike für 1.399€ ist ein echt guter Deal und die Sushi Bikes geben bei diesem Preis wenig Anlass zur Kritik.
- Design: Allen Sushi Bikes kann man einen reduzierten, urbanen Style nicht absprechen.
- Alltagstauglichkeit: Für Radfahren in der Stadt, fürs Pendeln, als Fitnesspartner eignen sich die Sushi Bikes durchaus.
- Nachhaltigkeit: Sushi Bikes sind zu großen Teilen made in Europe: Rahmen und Schutzbleche werden in der EU gebaut und die gesamten Fahrräder in Portugal montiert. Dadurch ist es möglich, die Lieferketten enorm verkürzen, an Effizienz zu gewinnen und den ökologischen Fußabdruck eines jeden Sushi Bikes zu reduzieren. Seit 2022 ist die Brand als erste E-Bike-Marke Mitglied der Fair Cobalt Alliance.
Nachteile
- Keine Gangschaltung: Das Sushi California e Bike sucht man eine Gangschaltung vergebens. Es gibt nämlich nur einen Gang, also Singlespeed.
- Komfort: Keine Federung - bis auf den Minimal-Komfort durch die Reifen verzichtet das Sushi Bike auf jede Federung. Wer viel Wert auf Komfort legt, sollte es sich vielleicht auch zweimal überlegen. Es sollte also meist glatter Untergrund sein, wobei es auch mal über Parkwege oder den Isarradweg entlang gehen darf.
- Motorleistung und Akku: Weniger Motorleistung und Akku - auch das kommuniziert Sushi Bikes offen. Das Drehmoment dürfte aber bei 25 bis 30 Nm liegen. Der entnehmbare Akku der aktuellen Plus-Modelle liefert etwa 250 Wh Energie.
- Montage: Plug-and-play sind die Bikes dagegen nicht: Erst einmal müssen sie nach der (kostenlosen!) Lieferung vor die Haustür montiert werden, inklusive der Bremsen.
- Begrenzte Zuladung: Und ihr dürft nicht zu schwer sein: Die 110 kg Gesamtgewicht sind schon eine Einschränkung. Während die Vorgängermodelle ein maximales Gesamtgewicht von 110 kg erlaubten, könnt ihr jetzt 10 extra Kilo auf das Pedelec packen.
- Vergleichsweise schwacher Motor Für den Antrieb sorgt nämlich ein mit 200 Watt und 36 Newtonmetern (Nm) vergleichweise schwacher Motor.
Fahrerlebnis und Alltagstauglichkeit
Mit einem Nabenmotor mit 200 Watt, der sich im Hinterrad befindet, werdet ihr auf dem Sushi California e Bike 3.0 angetrieben. Steigungen von bis zu 10 % sind damit möglich. Mit dem herausnehmbaren Akku, der wahlweise im Haus aufladbar ist und sich auch als Powerbank für euer Smartphone nutzen lässt, schafft ihr eine Reichweite von bis zu 75 Kilometern im Stadtverkehr. Dank des Elektromotors könnt Ihr das Sushi ohne Gangschaltung auch für Ausflüge mit Steigungen nutzen. Durch die Schnellspannvorrichtung ist es besonders auf Städter ausgerichtet, die ihr Fahrrad im engen Aufzug in die Wohnung transportieren müssen. Die Singlespeed Stufe reicht aber in der Stadt und für moderate Steigungen, und bis etwa 30 km bleibt das Treten noch in angenehmer Frequenz. Das Sushi California e Bike eignet sich für Pendler und für Eltern mit Nachwuchs, denn die können einen Anhänger ankoppeln oder einen Kindersitz auf dem Gepäckträger montieren. Die Hauptzielgrupe von Sushi Bikes sind jüngere oder junggebliebene urbane Pendler, von zuhause zum Job oder zur Schule bzw. Uni.
Kritikpunkte und Verbesserungen
Unter eingefleischten E-Bike-Testern kommen die Sushi-Bikes manchmal nicht so gut weg (siehe den Test auf YouTube bei Velomotion, der sich allerdings auf das Vorgängermodell Maki bezieht). Zu schwach seien die Leistungen des Motors, zu klein der Akku, zu unkomfortabel das Fahrwerk und beim Aufbau werde zu viel vom Käufer verlangt. Aber das ist alles relativ: Vergleiche mit Touren-E-Bikes, Trekking-Ebikes, den EMTBs oder gar den ESUVs - und zu e-Bikes mit Händlerservice vor Ort - sind einfach nicht angebracht. Sushi ist mit der Version 3.0 einen großen Schritt nach vorne gegangen und hat zwei wichtige Schwachstellen der früheren Versionen beseitigt. So wurden einige hochwertigere Komponenten wie ein leichter laufendes Ritzel und ein korrosionsbeständiges Tretlager verbaut.
Alternativen
Während sich das Sushi Bike 3.0+ mit seiner schlichten Ausstattung an urbane Minimalisten richtet, bieten ähnliche Konkurrenten wie das Tenways CGO600 (Test) oder das Fiido C21 deutlich mehr.Das Tenways CGO600 punktet mit einem stärkeren 250-Watt-Motor, einem Drehmomentsensor und einem wartungsarmen Carbon-Riemenantrieb - alles für 1.249 Euro bei einem Gewicht von 15 kg.
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