Motorrad Tankrucksäcke im Test: Ein umfassender Überblick

Der Tankrucksack ist gemeinhin eine der beliebtesten Gepäcklösungen bei Motorradfahrern - denn er stört im Fahrbetrieb wenig bis gar nicht. Im Vergleich von Motorrad Tankrucksäcken checken wir, welche Tankrucksack-Lösung für welchen Fahrer- und Motorradtyp geeignet ist.

Die Wahl des richtigen Tankrucksacks

Neben den eigenen Prämissen sollte vorm Motorrad Tankrucksack kaufen, einmal das Bike im Sinne der Unterbringungsmöglichkeit gecheckt werden. Natürlich spielt hier der Bestimmungsort des Tankrucksacks, der Tank, die Hauptrolle beim Augenmerk - oder primär dessen Form und Material. Ist der Tank aus Stahl oder Kunststoff? Und bietet er eine ebene Auflagefläche, oder ist die Form stark zerklüftet?

Befestigungssysteme im Vergleich

Bei Tankrucksäcken gibt es eine klare Empfehlung - wer die Kosten nicht scheut und die Option hat, fährt mit einem Klick-System am besten. Die dafür vorgesehenen Tankrucksäcke sind sehr stabil und aufgrund der Preisstruktur auch hochwertig verarbeitet. Dieses System beschädigt den Lack nicht und kann bei den meisten Modellen verwendet werden.

Liegt der Fokus stärker auf dem Preis, rücken Riemen- und Magnettankrucksäcke als Gepäcklösung in den Fokus. Je nach Tankform und -material ist die eine oder die andere Variante besser für die eigene Maschine geeignet.

Ducati Scrambler und Tankrucksäcke

Ducati präsentiert auf der Bike Shed MotoShow 2024, die zurzeit in London stattfindet, zwei bemerkenswerte Konzept-Bikes, die das Centro Stile Ducati auf der technischen Basis der Scrambler der zweiten Generation gestaltet hat. Dabei werden die Aluminiumteile besonders betont.

Beim Tank werden die Abdeckungen durch einen Rahmen ersetzt, an dem ein Tankrucksack für das Nötigste befestigt werden kann, sei es für Kleidung oder für Werkzeug. Der für den Sozius reservierte Teil der Sitzbank ist abnehmbar, um Platz für einen Gepäckträger zu schaffen.

Die Ducati Scrambler RR24I

Die RR24I wiederum bezieht ihre Inspiration aus den postapokalyptischen Kino-Sagas a la „Max Max“ & Co. Minimalistisch und funktional bis ins kleinste Detail, im starken Kontrast zu den harmonischen Linien des CR24I-Konzepts, ist diese Ducati Scrambler eine Rückkehr zu den Ursprüngen des Motorradbaus. Sie besteht aus zwei Rädern, einem Tank, einem Motor und einem Lenker, und keine überflüssigen Bauteile.

Am Heck erinnert der Koffer auf der linken Seite an das Upcycling eines leeren Kanisters. Der hochgezogene Termignoni-Auspuff unterstreicht den Tracker-Look, der durch die Pirelli Scorpion Rally-Reifen auf der 18 Zoll großen Felge vorn und der 17 Zoll großen Felge hinten vervollständigt wird.

Die Ducati Scrambler CR24I

Das erste Konzept namens CR24I ist ein Motorrad im Café Racer-Stil als Weiterentwicklung der gleichnamigen Scrambler von 2017. Das Projekt betont die Vielseitigkeit der technischen Basis der Ducati Scrambler, die in dieser Interpretation durch eine 17-Zoll-Vorderradfelge mit Straßenreifen und dem sportlichen Lenkerstummel mit Spiegeln gekennzeichnet ist.

Die schmale am Tank befestigte Verkleidung erinnert an Ikonen der Ducati-Geschichte, wie die Pantah oder die 750 SS. Die Sitzbank verwandelt sich dank der abnehmbaren Soziussitz-Abdeckung, die an die klassischen „Panettone“-Sättel der Sportmotorräder der 1970er-Jahre erinnert, in einen Einzelsitz.

Erfahrungen mit Tankrucksäcken

Die Erkenntnis, das der Rucksack dem Lack schadet, ist aber weder neu, noch "BMW typisch". Das wird Dir bei jedem Tankrucksack auf jedem FZ passieren, es sei denn, Du hast einen Tankrucksack der mittels Adapter auf dem Tankdeckel befestigt ist und den Lack nicht berührt.

Das arbeiten mit einer Lackschutzfolie ist natürlich ein guter Ansatz, am besten gleich von Anfang. Vielleicht mache ich das jetzt auch noch nach fast 6 Jahren. Würde das aber dann großflächig auf der Oberseitd machen. Man sieht nämlich auch Markierungen der Tankrucksackecken auf dem Tank, zumindest nach längerem Einsatz.

Die Ducati Scrambler 1100 Dark Pro im Test

"Dark" heißen bei Ducati traditionell die Einsteigermodelle einer Reihe. Wir haben für euch die Ducati Scrambler 1100 Dark Pro getestet. Optisch ist das Motorrad nun unbestreitbar eine Augenweide. Hochwertige Materialien wie der Metalltank und der weitgehende Verzicht auf Plastik veredeln es zusätzlich.

Dank Haken unter der Sitzbank lässt sich, anders als bei der ersten Ducati Scrambler 1100, jetzt auch Gepäck unterbringen. Ducati bietet zudem einen passenden Tankrucksack an.

Technische Details und Ausstattung

Zur Ausstattung der Ducati Scrambler 1100 Dark Pro gehören Kurven-ABS und drei Fahrmodi, die sich vor allem durch das Ansprechverhalten des Motors und das frühere oder spätere Eingreifen der Traktionskontrolle unterscheiden. Im Stadtmodus wird zudem die Leistung leicht gekappt.

Die getestete Scrambler 1100 Dark Pro kommt auf 13.590 Euro, das Modell Scrambler 1100 Pro in Hellgrau/Gelb und mit eckigen statt runden Spiegeln kostet 1.000 Euro mehr. Billig ist das für ein Naked Bike nicht gerade.

Die Entwicklung der Ducati Scrambler

Vertraute Linie: Seit dem Start der Scrambler Icon in 2014 blieb die Silhouette nahezu unverändert. Auffälligste Änderung ist die Umkehr der Tankpanel-Individualisierungsmöglichkeiten (Cover-Kit)

Die Ducati Scrambler - oder Scrambler Ducati, wie es die Italiener definieren - avancierte binnen kurzer Zeit zum meistverkauften Modell des Herstellers aus Borgo Panigale. Die 2014 auf der bestens frequentierten Intermot (mehr als 200.000 Besucher) präsentierte Neuauflage des ikonischen Italo-Bikes aus den seligen 1960er-Jahren war zum Niederknien schön, durchaus bezahlbar und nicht nur deshalb ein echter Exot im Ducati-Modellprogramm.

Ende 2022 präsentierte Ducati die „Next Generation“ der Scrambler. Neu designter Stahltank, neuer Full-LED-Scheinwerfer mit geändertem Tagfahrlichtring, neues 4,3-Zoll-TFT-Farbdisplay statt des kultigen LCD-Rundinstruments, neue Krümmerführung, neues Rücklichtdesign, neue seitliche Nummerntafeln, neue Blenden vorn am neuen Gitterrohrrahmen, neues Felgendesign - optisch tat sich einiges bei der nächsten Generation Scrambler.

Auch in Sachen Technik und Elektronik legte Ducati zeitgemäß nach beim Modelljahr 2023: Das bereits vorhandene Kurven-ABS wurde um zwei Fahrmodi (Road und Wet) sowie Traktionskontrolle ergänzt. Möglich wurde das durchs neue Ride-by-Wire-Drosselklappenmanagement.

Vier Kilogramm hat das Bike in seiner jetzigen Form abgespeckt, macht 185 kg fahrbereit. Das Fahrerlebnis ist nach wie vor im wahrsten Sinne mitreißend: Die Scrambler hängt prächtig am Gas, solange der richtige Gang eingelegt ist; allzu untertourig mag es der L-Twin nach wie vor nicht.

Platz für Gepäck bleibt bauartbedingt wenig: Ab Werk bleibt mangels Gepäckträger nur der Soziussitz für eine Tasche, dazu natürlich ein Tankrucksack. Passendes Zubehör gibt es bei Ducati in Hülle und Fülle.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0