E-Mountainbike Testsieger im Vergleich

Die Zahl der E-Bikes in Deutschland steigt seit Jahren stetig an und sind aus zahlreichen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Mountain E-Bikes bieten mit entsprechend kraftvollem Motor zusätzliche Unterstützung beim Treten, insbesondere beim Bergauffahren oder bei schwierigem Gelände. Inzwischen sind E-Mountainbikes sogar beliebter als E-Trekkingräder.

Ein E-Bike Fully, auch als vollgefedertes E-Bike bekannt, kombiniert die Vorteile eines Elektrofahrrads mit der Technik eines vollgefederten Mountainbikes. Es ist mit einem Federungssystem an Vorder- und Hinterrad ausgestattet, das für mehr Komfort, Kontrolle und Sicherheit auf unebenem Gelände sorgt. Ein E-Bike Fully bietet optimale Traktion und Stabilität, selbst auf anspruchsvollen Strecken wie Downhill-Trails oder Singletrails. In Kürze: Ein E-Bike Fully ist die perfekte Wahl für alle, die anspruchsvolles Gelände meistern möchte, ohne auf Komfort und Fahrspaß zu verzichten.

Was macht das beste E-Mountainbike 2025 aus?

Der E-MTB-Markt ist voll mit Bikes, die sich nach einem kurzen Blick aufs Spec-Sheet direkt in den Warenkorb klicken lassen. Stärkster Motor, leichtestes Gesamtgewicht, größter Federweg - her damit! Aber Moment: Hört auf, einzelne Parameter zu vergleichen. Es geht nicht um den besten Wert, sondern ums beste Gesamtpaket. Und: Dein perfektes Bike ist nicht automatisch auch meins. Was zählt, sind eure Ansprüche, euer Nutzungsverhalten und eure Prioritäten. Entscheidungen, die ihr vor eurem Kauf treffen müsst, müssen klar überlegt sein. Was will ich und - noch wichtiger - was brauche ich überhaupt?

Seit unserem ersten großen E-MOUNTAINBIKE Test im Jahr 2014 haben wir die Kriterien unseres Vergleichstests so gestaltet, dass sie vor allem die Bedürfnisse des Markts widerspiegeln - sprich euch. Dabei zeichnet sich jedes Jahr ein klares Bild: Es geht nicht um ultimative Leistungswerte und Eckdaten, sondern um den besten Allrounder, der es schafft, eine Bandbreite an Einsatzzwecken abzudecken und dabei verlässlich abzuliefern.

Das beste E-Mountainbike des Jahres 2025 muss mehr können, als nur in einem Bereich glänzen: Es vereint vermeintliche Gegensätze in sich und funktioniert für Einsteiger und Experten gleichermaßen, bei jeglicher Art von Terrain und Fahrstil. Es ist das ausgewogenste Bike im gesamten Testfeld und bietet eine unschlagbare Kombination aus Allround-Performance, Alltagstauglichkeit, Usability, smarten Features und jede Menge Vertrauen.

Die wichtigsten Fragen vor dem Kauf

  1. Was willst du mit deinem E-Mountainbike machen? Fährst du Feierabendrunden auf dem Hausberg, liebst epische Tagestouren oder ballerst jedes Wochenende durch den Bikepark? Lange Tour, Shuttle-Day oder Pendelstrecke: Je klarer dein Einsatzbereich, desto besser kannst du das passende Bike wählen.
  2. Welches E-Bike-Motor-Konzept passt am besten zu dir? Full-Power-Shuttle-Feeling oder sanfter Rückenwind? Willst du maximale Unterstützung bergauf oder eher ein sportlich-natürliches Fahrgefühl? Mit wem fährst du regelmäßig - Light-Crew oder Turbo-Gang? Je nach Gruppe brauchst du mehr oder weniger Motorleistung, um dranzubleiben und in der Gruppe mitfahren zu können.
  3. Wie viel Akkukapazität brauchst du wirklich? Nicht die Wattstunden zählen, sondern wie du fährst: Unterstützungsmodus + Einsatzgebiet + Fahrergewicht + Fahrtdauer = realer Akkubedarf. Dabei muss die Lösung nicht immer heißen: mehr Akku. Auch modulare Systeme wie Range Extender, Zweitakku oder die neue Schnelllademöglichkeit können deine Reichweite sinnvoll verlängern.
  4. Wie wichtig ist ein entnehmbarer Akku für dich? Wenn du dein Bike immer - auch im Urlaub - an der Steckdose im Keller oder der Garage laden kannst, ist ein fest verbauter Akku praktischer, denn so sparst du dir Gewicht.
  5. Welche Fahreigenschaften erwartest du von deinem Bike? Sicherheit ist ein großes Thema - und da spielt das Handling eine entscheidende Rolle! Agil oder laufruhig? Verspielt oder spurtreu? Manche Bikes sind ad hoc intuitiv zu fahren, andere benötigen Eingewöhnungszeit oder kommen in bestimmten Situationen schnell an ihre Grenzen.
  6. Welche Features brauchst du wirklich am Bike? Multitool im Rahmen? Stauraum für Snacks oder Pumpe? USB-C-Port fürs Smartphone? Integrierte Beleuchtung für den Heimweg nach dem After-Ride-Bier? Auch Sicherheitsfeatures wie das Bosch ABS Pro am SCOTT Patron können einen großen Unterschied machen und dich vor dem einen oder anderen Sturz retten oder noch nicht ausgefeilte Fahrtechnik kompensieren. Wie smart soll dein E-MTB sein? Nutzt du Apps, Navigationsfunktionen und Connectivity-Features wie Apple FindMy aktiv oder bist du lieber mit reduziertem Umfang zufrieden? Viele smarte Features sind nice, aber auch nur, wenn du sie nutzt.

Testkriterien und Ergebnisse

In den Testberichten von Stiftung Warentest, ADAC und weiteren wurden verschiedene Mountainbikes mit elektrischer Unterstützung im Detail untersucht, unter anderem hinsichtlich Antriebssystem, Motor, Handhabung, Sicherheit und Verarbeitung. Beim E-Mountainbike-Test wurde neben anderen Kriterien Wert auf leistungsfähige Bremsen sowie auf eine hohe Reichweite (bzw. Reichhöhe im Gebirge) gelegt.

Die Testberichte zu den elektrisch unterstützten Mountainbikes haben gezeigt, dass es zwischen den Modellen der einzelnen Hersteller große Unterschiede geben kann. Jedes Modell hat seine individuellen Stärken, und nicht jedes Modell ist für jeden Nutzer geeignet. Ein Testbericht gibt stets gute erste Hinweise, welches Fahrrad für Dich in Frage kommen kann.

Überblick über das Testfeld

Auf der Suche nach dem besten Alleskönner für die Saison 2025 haben wir uns acht Bikes der Highend-Liga herausgepickt. Zwischen 8000 und 9999 Euro muss man für die Boliden im Testfeld berappen, das ist happig. Doch keine Sorge: Zum einen sind die Bedingungen für Schnäppchenjäger in der aktuellen Marktlage noch immer ideal und selbst brandneue Modelle wechseln teils deutlich unter der UVP den Besitzer. Außerdem haben wir am Ende dieses Artikels günstigere Varianten unserer Testbikes zwischen 4699 und 7499 Euro zusammengefasst.

Federwege und Fahrspaß

Die Federwege dieser Bikes haben sich bei 150 bis 160 Millimetern eingependelt. Mehr braucht es kaum - und weniger eigentlich auch nicht. Denn auf der einen Seite glättet der Motor ein leichtes Wippen im Fahrwerk und verschleiert das etwas höhere Gewicht. Auf der anderen Seite sorgen der tiefe Schwerpunkt und die höhere Masse für eine satte Traillage, die fast schon Enduro-Gefühle weckt. Die Kombi aus 160er Gabel und 150 Millimeter hinten kristallisiert sich als goldene Mitte heraus. Das zeigen Focus, Pivot, Propain und Santa Cruz. Der Rest bewegt sich nur wenige Millimeter darum herum.

Motoren im Vergleich

Bei den Motoren ist in der Saison 2025 Bosch so breit vertreten wie nie zuvor bei Highend-E-MTBs. Fünf von acht Kandidaten schieben mit Schwaben-Power gen Gipfel. Hier macht sich die neue Auflage des CX bemerkbar. Klapperfrei und in Kombination mit den neuen Akkus auch deutlich leichter, dazu mit tollem Fahrverhalten und zuverlässigem Service-Netzwerk. Das scheint anzukommen.

Daneben steht mit Shimano, Sram und Pinion eine bunte Truppe. Gerade die kombinierte Motor-Getriebe-Einheit MGU von Pinion im Simplon Rapcon bringt Farbe ins Spiel. Das einzigartige Konzept ist für all jene besonders spannend, die keine Lust auf Probleme mit Schaltwerk, Ritzel oder Kette haben. Denn das Simplon läuft mit wartungsarmem Carbonriemen.

Reichweite der Akkus

Bigger is better - von diesem Motto scheinen sich die Bike-Hersteller bei der Akkukapazität zu verabschieden. Nur zwei Bikes kommen mit großem 800er-Bosch-Akku. Im Reichweitenranking landen Conway und Cube damit einsam an der Spitze. In unserem standardisierten Testverfahren erkurbeln wir mit diesen Bikes über 2000 Höhenmeter im Turbo-Modus. Bei Cube gehen ein paar Höhenmeter für die Licht-Reserve drauf.

Die nominell kleineren Batterien liefern länger Schub als das Pinion-System mit 720 Wattstunden. Achtung: Bei Pivot und Santa Cruz sind die Batterien fest im Unterrohr verbaut. Dem Shimano-Antrieb mit Darfon-Akku (626 Wh) im Propain geht am schnellsten die Puste aus, doch das System bietet dann noch einen längeren Notlauf, bei dem der Motor noch minimale Unterstützung auf Eco-Niveau liefert.

In unserem standardisierten Testverfahren erkurbeln wir mit diesen Bikes über 2000 Höhenmeter im Turbo-Modus. Bei Cube gehen ein paar Höhenmeter für die Licht-Reserve drauf.

Gewicht der E-Mountainbikes

Die zwei leichtesten Bikes im Test setzen auf einen fest verbauten Akku mit eher schmalen 600 bzw. 625 Wattstunden, das zeigt die Vorteile dieser Konstruktion. Spitzenreiter Santa Cruz schafft das schlanke Gewicht sogar mit dicker Fox 38, soliden Downhill-Reifen und der höchs­ten Gewichtsfreigabe - perfekt für wilde Trail-Ritte. Propain stellt das leichteste E-MTB mit Wechselakku. Dabei lässt Conway durch die schweren Laufräder und superrobusten Gravity-Reifen sogar noch Potenzial liegen.

Ausstattung der E-Mountainbikes

Schaut man auf die Ausstattung, fallen extreme Unterschiede auf. Die schlechte Nachricht dabei: Volle Hütte, also Carbon-Parts inklusive superleichter Laufräder, Highend-Schaltung und Top-Fahrwerk, gibt’s tatsächlich nur an einem der Edel-Bikes. Wie gewohnt sticht hier Cube heraus. Zum nahezu identischen Preis gibt’s bei Pivot gerade mal das Einstiegsmodell. Auch bei Santa Cruz findet man für knapp 10 000 Euro noch kein Ka­shima-Bling-Bling und auch keine Kohlefaser-Gewichtskur bei den Anbauteilen.

Doch, und damit kommen wir zur guten Nachricht: Auf dem Trail zählt die Güteklasse der Ausstattung nur bedingt. Hier zeigen die acht Boliden ganz individuelle Stärken, Schwächen und Charaktere.

Empfehlungen und Auszeichnungen

Hier sind einige der ausgezeichneten Bikes aus den Tests:

  • Cube Stereo Hybrid One44 SLT (Tipp Tour): Das Cube kann besonders mit seinem unkomplizierten Handling in allen Lebenslagen punkten. Mit dem 800er-Akku von Bosch ist es extrem reichweitenstark, zudem kann der Akku schnell und einfach herausgenommen werden. Obendrein glänzt das SLT mit der besten Ausstattung im Test und einem hohen Fahrkomfort.
  • Pivot Shuttle AM Ride (Tipp Trail): Pivot beweist mit dem Shuttle AM, dass eine hochwertige Ausstattung nicht alles ist und ein gutes Chassis mit starkem Fahrwerk auf dem Trail einen mindestens ebenso großen Anteil hat. Handling und Heckfederung des Amerikaners sind dermaßen gelungen, dass das Bike auf anspruchsvollen Trails die Schwäche der günstigeren Gabel gekonnt wett macht. Das Bike vereint Fahrsicherheit und Fahrspaß.
  • Santa Cruz Vala GX AXS (Testsieger): Im Gelände lässt das neue Santa Cruz Vala die Konkurrenz alt aussehen. Denn zum überragenden Trail-Handling gesellt sich eine absolut stimmige Ausstattung. Die ist zwar, gemessen am Preis, noch nicht 100 % glanzvoll, lässt funktional aber keine Wünsche offen. Bergauf und bergab ein starkes Bike. Vor allem für aktive Piloten, die einen Partner für die wilde Trail-Hatz suchen und Bike-Handling vor Reichweite stellen.

Günstige Alternativen

Abgesehen von Pivot und Simplon gibt es unsere Testbikes auch zu deutlich günstigeren Tarifen. Hier einige lohnende Modelle ab 4699 Euro:

  • Conway Xyron ST 5.0 - 5000 Euro: Der Alu-Rahmen spart Kosten, so kann in die Ausstattung investiert werden: Fox-Fahrwerk, Shimano-XT-Antrieb, Laufräder von Newmen und ein dicker Akku. Da gibt’s nichts zu meckern.
  • Cube Stereo Hybrid One44 SLX - 4999 Euro: Cube schnürt auch unter 5000 Euro schon ein richtig starkes Paket. Das Bike hat nicht nur den dicken 800er-Akku und ein Farbdisplay, sondern auch ein Fox-Fahrwerk und eine volle Shimano-XT-Ausstattung.
  • Focus Jam² 6.7 - ab 4699 Euro: Das günstigste Focus Jam² hat denselben Alu-Rahmen wie das Topmodell. Abstriche muss man vor allem beim günstigen Rockshox-Fahrwerk mit Psylo Silver und Deluxe-Dämpfer machen.
  • Propain Sresh CF Base - 5999 Euro: Mit Mittelklasse-Parts wie der Rockshox Lyrik, einer GX-Eagle-Schaltung und günstigen Newmen-Laufrädern ist auch das preiswerteste Propain Sresh absolut trail-tauglich aufgestellt.
  • Santa Cruz Vala 1 C R - 7499 Euro: Für 7499 Euro gibt’s eine Zeb Base und einen Float-X-Dämpfer. Gerade der DB8-Bremse und der NX-Schaltung merkt man den Sparzwang an.

Zusätzliche Tipps für E-Mountainbike-Fahrer

Der ADAC empfiehlt, vor dem Kauf nicht nur eine ausgiebige Probefahrt, sondern auch ein "Bikefitting" beim Fachhändler zu machen: Dort wird die Größe richtig angepasst und die Dämpfung optimal eingestellt. Da die Fullys relativ teuer sind, noch zwei Spartipps: Eventuell auf einen Carbon-Rahmen beim Bike verzichten, denn der ist teuer, bringt aber nur wenig Gewichtsvorteil. Und in der Gangschaltung sind Stahlritzel günstiger als Aluritzel - und dazu noch verschleißärmer.

Sicherheitsausrüstung

Neben einem Helm sorgen weitere Sicherheitsausrüstungen wie Knie- und Ellenbogenschützer für guten Unfallschutz auf Trails. Je nach Beschaffenheit des Trails können auch Rumpfprotektoren oder ein Vollvisierhelm sinnvoll sein. Zur besseren Erkennung für andere sollte bunte oder auffällige Kleidung gewählt und zur akustischen Warnung eine Klingel am Fahrrad angebracht sein.

Fahrtechnik und Vorbereitung

Ein E-Mountainbike ist ein Sportgerät, das der Übung bedarf. Der ADAC empfiehlt, vor dem Kauf nicht nur eine ausgiebige Probefahrt, sondern auch ein "Bikefitting" beim Fachhändler zu machen. Touren sollten gut vorbereitet sein. Zur Grundausstattung gehört ein kleines Erste-Hilfe-Set, ein Flickzeug sowie ein Ersatzschlauch inklusive Montagematerial, um für eine Panne gerüstet zu sein. Für Notfälle sollte ein vollgeladenes Handy oder eine Powerbank mitgeführt werden.

E-Mountainbike Testsieger

Hier ist eine Zusammenfassung der E-Mountainbike Testsieger aus verschiedenen Quellen:

  • Specialized S-Works Turbo Levo 4: Das neue Levo 4 beeindruckt mit Anpassbarkeit, super Fahrwerk und starkem Motor.
  • Rocky Mountain Instinct Powerplay SL Carbon 70: Trotz eher geringem Hub brilliert es im Downhill, der neue Motor rockt ebenso wie die hohe Reichweite.
  • Centurion No Pogo R 3000: Komfortabel und souverän auf wilden Trails und zudem alltagstauglich.
  • Canyon Spectral:Onfly 9: Canyon ist mit den Spectral:Onfly tatsächlich ein "natürliches" E-MTB gelungen.
  • Focus Jam² SL 8.8: Das Focus Jam² SL ist nahe dran am perfekten Light-E-Bike.

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