Eine gute Motorradkombi muss nicht teuer sein. Für den Einstieg gibt es bereits Motorradkombis unter 500 Euro. Ein gesundes Budget für eine Motorradkombi liegt bei etwa 500 Euro. Damit erhält man bereits eine gute Kombination aus Motorradjacke und Motorradhose, mit der man die nächsten Jahre sicher unterwegs ist und Spaß hat.
Die richtige Stilrichtung finden
Meist hat man vorab schon eine Idee, in welche Stilrichtung man sich als Motorradfahrer entwickeln will - sportlich, touristisch, oder steht vielleicht der Style-Faktor im Vordergrund? Ohne spezifische Zielrichtung empfiehlt es sich, die Motorradkombi möglichst universell zu halten. Damit befinden wir uns im Segment der Touren Textilkombi.
Empfehlung für Einsteiger
Es empfiehlt sich bei der Auswahl der Motorrad Schutzkleidung zum Einstieg sowohl Jacke wie auch Hose von einem Hersteller zu kaufen - hier ist zumeist sichergestellt, dass sich beide Kleidungsstücke mit einem Verbindungsreißverschluss fügen lassen. Diese Verbindung schützt im Fahrbetrieb vor Zugluft am Rücken und den Nieren.
Als Empfehlung für eine günstige Motorrad Kombi für Einsteiger im Allround-Segment hält motoin die Jacke “Antaris” und die Hose “Baxley Base” bereit. Beide von der deutschen Motorradbekleidungsmanufaktur Held aus dem Allgäu.
Held Antaris Jacke
Die Held Antaris Jacke ist aus robustem 500 D Polyamidmaterial und mit einem atmungsaktiven Mesh-Innenfutter ausgekleidet. Ihre herausnehmbare Thermoweste hält warm, die Z-Liner-Membran im Zweifelsfall trocken, Belüftungsreißverschlüsse an der Brust sorgen im Sommer für Kühlung. An den Gelenken sind CE-Protektoren Level 1 integriert, hier ist auch das Außenmaterial zusätzlich verstärkt. Ein Rückenprotektor kann nachgerüstet werden.
Held Baxley Base Hose
Zur Textilkombi wasserdicht gehört neben der Jacke natürlich auch eine Motorradhose. Die Held Baxley Base Textilhose bietet die optimale Ergänzung zur Antaris Jacke. Für das perfekte Fitment ist sie sogar in Lang- und Kurzgrößen erhältlich. Als Außenmaterial wurde ebenfalls 500 D Gewebe verwendet, sie besitzt ein atmungsaktives Mesh-Innenfutter und für den Nässeschutz sorgt auch hier eine Z-Liner-Membran. An den Knien sind Level 1 Protektoren verbaut, Hüftprotektoren sind Geschmackssache und können optional nachgerüstet werden.
Alternativen im Urban/Lifestyle-Bereich
Auch wenn die klassische Tourenkombi technisch viele Vorteile bietet, muss es nicht zwangsläufig dieses Einsteiger-Outfit sein. Wer auf den Faktor Dichtigkeit verzichten kann, wird auch im Bereich Urban/ Lifestyle mit 500 Euro Budget fündig - und spielt hier bereits im mittleren Preissegment.
Als Beispiel fällt die Wahl der Motorradjacke heute auf die “Drift Camo” von Bering. Im Stil einer Softshell-Jacke bietet sie eine wasserfeste Membran und ein herausnehmbares Innenfutter - bleibt dabei optisch unauffällig und kaum als Motorradjacke zu identifizieren.
In der Schutzklassen-Einteilung spielt die Motorrad Cargohose “Defender Mono” von John Doe in der ersten Liga mit. AAA-Schutzlevel schaffen sonst nur Lederkombis mit entsprechender Abriebfestigkeit. Um dieses hohe Maß an Sicherheit zu generieren, wird der Stoff der Defender Mono in einem speziellen Verfahren verwebt. Die Hose kommt so nur mit einer Textillage aus. Dennoch ist die Motorradhose mit einem hohen Stretch-Anteil ausgestattet und daher sehr komfortabel. Nützlich sind neben den Front- und Gesäßtaschen die seitlichen Cargotaschen an den Oberschenkeln.
Bei der Bering Drift Camo Motorradjacke reicht das Größenangebot von S bis 4 XL, die Defender Mono von John Doe ist in normalen Jeansgrößen von 25/30 bis 38/36 erhältlich.
Lederkombis für Sportliche
Mit dem Fokus auf hoher Lederqualität ohne billiges Spaltleder wird es mit 500 Euro für eine vernünftige Lederkombi eng. Um eine Lederkombi günstig zu erstehen, lohnt ein Blick in den Angebots- und Restposten-Bereich.
Bei einer Lederkombi stellt sich außerdem die Frage: Einteiler vs. Zweiteiler. Sind tatsächlich zum Anfang des Motorradlebens schon Sport- oder Renntrainings geplant, sollte es ein Einteiler sein, bildet doch die Verbindungsstelle von Jacke zu Hose beim Zweiteiler eine natürlich Schwachstelle.
Exemplarisch haben wir die zweiteilige IXS Sport RS-700 1.0 Lederkombi herausgesucht. Sie liegt im Angebot unter 500 Euro und ist in verschiedenen Größen- und Farbvarianten erhältlich. Aus vollnarbigem Rindsleder gefertigt ist sie im Race-Cut geschnitten, besitzt also eine vorgekrümmte Passform ideal für aktuelle Sportmotorräder. Lederdopplungen befinden sich an den exponierten Stellen wie Schultern, Ellbogen, Gesäß und an den Knien.
Eine optimale Beweglichkeit garantieren Stretch-Einsätze an den Innenarmen, Achseln, Kniekehlen und im Schrittbereich. An Schultern, Ellbogen und Knien sind Level 2 Protektoren verbaut, auch ist im Lieferumfang ein Rückenprotektor gleicher Schutzklasse enthalten. Für die Hüften sind Level 1 Protektoren integriert, die etwas weniger auftragen. Tribut an den sportlichen Ansatz zollen die serienmäßigen Knieschleifer.
Modeka Panamericana II Textilanzug im Test
Das neue Flaggschiff von Modeka, der Panamericana II Textilanzug, wurde in der Saison 2022 getestet. Entwickelt wurde der Anzug für Globetrotter von zwei echten Weltreisenden, dem polnischen Paar Marta und Lukasz alias den Dream Catchers. Auf ihren Reisen musste sich die Textilkombi tagtäglich unter den unterschiedlichsten Bedingungen beweisen und alle Erfahrungen flossen in die Entwicklung des finalen Panamericana 2.
Material und Sicherheit
Das Hauptmaterial besteht aus 750D Tactel Material, ein Polyamidstoff, der gleichzeitig abriebfest und dennoch weich sein soll. Die Sturzstellen, also Schulter, Ellbogen, Hüfte und Knie, sind mit 1000D Cordura verstärk. Innen am Knie und Bein schützen Lederverstärkungen und hitzeresistentes DuPont KEVLAR vor Hitze. Die Protektoren am Rücken, Schultern, Ellbogen und Knie sind Level 2, die Hüftprotektoren Level 1.
Komfort und Vielseitigkeit
Zusätzlich zum Sicherheitsaspekt bietet der Panamericana 2 Textilanzug mit Taschen, Belüftungsschlitzen und Innenjacken auch Komfort und Vielseitigkeit.
Praxistest in Südtirol
Gegen Ende der Motorrad-Saison 2022 machte die 1000PS-Redaktion eine Tour nach Südtirol. Eine gute Gelegenheit, um die Vielseitigkeit der Modeka Panier praxisnah zu testen. Zu viert geht es Anfang September auf einer Kawasaki Ninja H2 SX SE, Honda NT1100, Triumph Tiger 1200 Rally Pro und Suzuki GSX-S 1000GT auf kurvigen Straßen gen Südwesten.
Temperaturen und Wetterschutz
Für kalte Morgen besitzt die Panamericana 2 Textilkombi eine Midlayer Jacke, die nebenbei abends in "zivil" auch einzeln getragen werden kann und ein einzippbares Thermofutter für die Hose. Zusätzlich schützt eine Sympatex Membran gegen Regen und Wind. Diese Membran wird innen in die Jacke gezippt und ist atmungsaktiv, wasser- und winddicht. Die Wassersäule beträgt laut Modeka 45.000 mm. Voll eingepackt, also mit Thermolage und Membran, lassen sich auch niedrige einstellige Temperaturen gut aushalten. So sind selbst die Autobahnetappen bei 3 Grad keine Tortur.
Belüftung
An Brust und Oberschenkeln befinden sich zwei Klappen, die dank der Magnethalterungen auch mit dickeren Handschuhen einfach zu bedienen sind, auch einhändig während der Fahrt. Zusätzlich sind auch noch mehrere Belüftungsreißverschlüsse strategisch auf der Textilkombi verteilt, wodurch eine angenehme Brise Fahrtwind durch die Kombi pfeifen kann.
Taschen
Fünf Außentaschen und drei Innentaschen hat allein die Panamericana 2 Jacke, zwei davon wasserdicht, und vier Taschen die Hose. Sehr praktisch wenn man wie Journalisten mit Kameraequipment und anderem Kleinzeug überladen ist. Nutzt man den üppigen Stauraum, dann kann es aber schon mal etwas eng um Brust und Bauch werden. Hängt natürlich auch von der Form und Härte der verstauten Gegenstände ab, doch gerade bei den zusammengekauerten Sitzpositionen auf der Kawasaki und Suzuki bleibt nicht viel Platz für die Taschen und Inhalt. In Anbetracht der Tatsache, dass die Panamericana 2 jedoch hauptsächlich von Reiseenduro-Piloten getragen wird, ist dieses Manko zu vernachlässigen.
Tragekomfort
Von diesem Sonderfall abgesehen ist der Tragekomfort der Modeka Kombi sehr gut. Stretcheinsätze geben den Protektoren in Beugeposition der Gliedmaßen den nötigen Raum, sorgen für Bewegungsfreiheit und Verstellmöglichkeiten an Armen, Beinen und Hüfte ermöglichen die Präzisierung der Passform. Positiv fallen mir auch der Kragen- und Ärmelabschluss aus Neopren auf. Viele Textilkombis bauen auch dort auf das zwar robuste, doch auf nackter Haut nicht allzu angenehme Außenmaterial. Mit Neopren an diesen Stellen hat der Panamericana 2 eine einfache, doch sehr angenehme Lösung für dieses Problem.
Nachteile?
Wirkliche Nachteile oder Schwachstellen der Modeka Panamericana 2 Textilkombi konnte ich nicht feststellen. Die Funktionen sind praktisch, die Verarbeitung gut, die Fahrten mit der Kombi angenehm und der Einsatzbereich breit. Auch ist positiv hervorzuheben, dass die Panamericana 2 Kombi auch im Damenschnitt verfügbar ist und die gleichen Features bietet, die das Herren-Modell. Das ist mit Blick auf andere Marken und Modelle leider nicht selbstverständlich.
Der innenliegende Regen- und Windschutz hält dicht, doch die außenliegende Jacke wird nass. Einzig vom Konzept mit innenliegendem Wasserschutz an sich bin ich nicht der größte Fan, das ist aber fast schon eine Glaubensfrage und hat nichts mit dem Modeka Anzug direkt zu tun. Wenn es auf Touren regnet, bevorzuge ich es die regendichte Schichte außen zu tragen, da so auch die Jacke selbst trocken bleibt. Bei Systemen wie der Panamericana 2 bleibt man zwar als Fahrer trocken, doch spätestens in der Unterkunft muss man sich mit der durchnässten Jacke und Hose auseinandersetzen.
Für eine 3in1 Textilkombi schlägt sich die Panamericana 2 von Modeka aber nahezu perfekt und ist als praktische und komfortable Bekleidung geeignet für alle Motorradtourer da draußen.
Testergebnisse und Kaufberatung
Hier eine Übersicht über Testergebnisse und Bewertungen verschiedener Motorrad Textilkombis:
| Produkt | Punkte | Günstigster Preis |
|---|---|---|
| Touratech Compañero ULTIMATE | 97 | ab 1.999,00 Euro |
| Touratech Compañero Rambler | 96 | ab 549,51 Euro |
| Spidi Allroad H2Out | 96 | ab 501,42 Euro |
| Stadler Free Sport Pro | 96 | ab 1.438,98 Euro |
| Rukka Rapto-R | 96 | ab 999,00 Euro |
| Rukka Realer | 96 | ab 936,70 Euro |
| Stadler Tour Evo | 95 | UVP: 1549,-- Euro |
| Stadler Treasure Pro | 95 | ab 1.549,00 Euro |
| iXS HORIZON-GTX | 94 | ab 450,00 Euro |
| Rukka Armagate | 93 | ab 670,10 Euro |
| Spidi Mission-T H2Out | 93 | ab 519,95 Euro |
| Spidi Hard Track 3 H2Out | 92 | ab 509,92 Euro |
| Modeka Hydron | 92 | ab 273,92 Euro |
| Büse Porto | 92 | ab 199,95 Euro |
| Modeka Panamericana | 92 | ab 283,41 Euro |
| Spidi Frontier | 91 | ab 305,92 Euro |
| iXS Tour LT Montevideo-Air 2.0 | 91 | ab 61,00 Euro |
| Büse Open Road Evo | 90 | ab 51,30 Euro |
| Held Luca | 90 | ab 249,95 Euro |
Rukka Rimo-R Kombi im Test
Rukka bezeichnet die Rimo-R Jacke und Hose als Sommerkombi für Enduro- und Reiseendurofahrer. Die Rimo-R Kombi wurde vom Ätna Vulkan in Sizilien bis zum Edgja Krater in Island getragen und überprüft, wie gut sich die Premium-Motorradkleidung auch unter widrigen Bedingungen schlägt.
Material und Eigenschaften
Als "leichte, atmungsaktive, wind- und wasserdichte Sommerjacke mit sehr guter Belüftung" wird die Rimo-R Jacke von Rukka beworben. Sie ist so geschnitten, dass sowohl eine separate Protektorweste unterhalb Platz findet, aber auch Rukka D30 Protektoren in die entsprechenden Taschen (Schulter, Ellenbogen, Rücken) eingezogen werden können. Die Jacke selbst besteht aus Gore-Tex® 2 Lagen Laminat mit leichtem und robustem Polyester Oberstoff. AirVents vorn, seitlich, an den Schultern, unter den Armen und im Rücken sollen bei heißen Temperaturen für ausreichende Belüftung sorgen. 500D CORDURA verstärkt das Material an anfälligen Stellen und vier Außentaschen bieten Stauraum am Körper.
Die zur Jacke passende Rimo-R Hose bietet die gleichen Qualitäten: atmungsaktiv, wind- und wasserdicht durch GORE-TEX 2 Lagen Laminat, AirVents an den Oberschenkeln und 2 wasserdichte Außentaschen + 2 aufgesetzte Cargo-Taschen. Zusätzlich sind hitze- und abriebfeste Ledereinsätze an Gesäß auf der Bein-Innenseite als Hitzeschutz angebracht.
Praxistest
Die Rimo-R Kombi wurde in Brandenburg, Sizilien und Island getestet. Der Sitz ist gut, nirgendwo kratzt oder zwickt es und trotz der Wasserdichtigkeit und Abriebfestigkeit fühlt sich das Außenmaterial sehr weich und geschmeidig an. In Kombination mit der darunter getragenen Rukka RPS AFT D3O Protektorenweste bietet die Kombi sehr viel Bewegungsfreiheit und fühlt sich leicht an. Ein großer Vorteil bei bewegungsintensiven Enduro-Touren.
Vielseitigkeit
Die Rimo-R ist nicht nur eine Sommerkombi. Sie mag vielleicht das dicke Futter echter Winterkleidung missen, dafür funktioniert sie brilliant mit dem sogenannten "Zwiebelsystem". Bei warmen Temperaturen wird einfach nur mit Protektorweste und Überjacke gefahren, bei extremer Hitze sogar nur mit Protektorweste. Ohne Problem kann man bei Kälte aber auch mehrere Schichten unterhalb anziehen, ohne sich mit Regenüberzügen oder dergleichen rumzuplagen.
Adventure-Textilkombis im Test
Adventure-Textilkombis müssen Hitze, Kälte, Wasser und auch Dreck standhalten. Ein Dutzend Anzüge von rund 500 bis knapp 1.000 Euro im Test.
Gehören Nässe- und Kälteschutz noch zu den einfacheren Disziplinen einer Adventure-Textilkombi, müssen die Anzüge auch exzellente Belüftung bieten. Möglichst auch bei wenig Fahrtwind, denn Geländeabenteuer sind schweißtreibend. Dadurch fehlt manchen Anzügen auch ein integriertes Thermofutter. Ein Umstand, den wir aufgrund der unterschiedlichen und gleichermaßen gültigen Philosophien der Hersteller nicht bewerten wollen. Denn entweder können universelle Zwischenschichten genutzt werden oder die Hersteller bieten die Einsätze separat an.
Wer abseits der Straße unterwegs ist, freut sich außerdem über viele Taschen. Weitere nette Details sind Verstärkungen an den Waden, die vor allem für das Stehendfahren gedacht sind. Über manche Kleinigkeiten freuen sich Reisende aber auch im Alltag: Hosenträger, Kapuzen, abtrennbare Sturmkrägen, einfach bedienbare Magnetverschlüsse.
Trotz Preislimits von 1.000 Euro pro Set verdienen sich viele Anzüge eine Empfehlung und distanzieren sich durch Ausstattung und Materialqualität deutlich von der Einsteigerklasse und klassischen Touren-Textilklamotten. Je nach Testmuster bleiben da nur wenig Wünsche offen.
Hier eine kurze Zusammenfassung einiger getesteter Modelle:
- Alpinestars Andes Pro Drystar: Hohe Bewegungsfreiheit, guter Protektorensitz, gute Belüftung.
- Bering Bronco: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, guter Wind- und Wetterschutz, viele Extras.
- Büse Porto: Verblüfft mit Luftigkeit, beweglicher als andere Anzüge, gute Isolierung.
- Difi Sierra Nevada Edt Aerotex: Solide Empfehlung für alle Tage, leicht und günstig.
- FLM Reise Textil 2.0: Guter Reisepartner, viele Taschen, guter Wetterschutz und tolle Belüftung.
- Germot Allround: Perfekte Passform, ungewohnt hohe Bewegungsfreiheit, günstiger Preis.
- Held Hakuna II/Matata II: Sehr gute Belüftung, guter Windschutz, vielfach verstellbar, viele Taschen.
- iXS Adventure GTX: Punktet vor allem bei der Passform und der Ausstattung, die auch ein komplettes Protektorenset und viele Taschen einschließt.
- Macna Equator/Fulcrum: Schlägt sich gut im Bereich Klimatisierung; Passform und Bewegungsfreiheit sind aber nur durchschnittlich.
- Modeka Talismen: Bietet viele große Taschen, schöne Extras, sehr gute Belüftung und wird bei Bedarf zur mollig-warmen Schutzhülle.
- Rev’it Offtrack: Verarbeitung, Passform, Wetterschutz und auch die gut sitzenden Protektoren passen.
Modeka Panamericana II Lady Jacke im Detail
Die Modeka Panamericana II Lady Jacke macht schon beim Auspacken einen tollen Eindruck. Sie scheint hochwertig verarbeitet, alle Reißverschlüsse (YKK) sind leichtgängig und lassen sich simpel schließen. Besonders positiv fällt die warme Thermojacke auf, die optimal für kaltes Wetter geeignet scheint. Die Taschen sind alle sinnvoll platziert und als wasserdicht bzw. nicht wasserdicht gekennzeichnet.
Es gibt wirklich viele praktische Reißverschlüsse, um die einzelnen Motorrad-Jacken miteinander zu verbinden. Die Thermojacke ist simpel mit drei Druckknöpfen aus der zweiten Schicht (Membran) lösbar. Auch das Herausnehmen und Wiedereinfügen der Membranjacke, also die zweite, wasserdichte Schicht, geht dank der umlaufenden Reißverschlüsse und Druckknöpfe rasch von der Hand. Eine clevere Lösung stellen die Zipper an den Ärmeln dar, welche die Thermojacke mit der zweiten Schicht verbindet und für perfekten Tragesitz sorgen.
Die Jacke sitzt einfach nur perfekt, man musste nichts verstellen und sie scheint wie für den Körperbau gemacht. Durch die cleveren Anpassungsmöglichkeiten an den Armen verrutschen auch die Ellenbogen-Protektoren nicht. In der Taille gibt es zwei justierbare Gurte, die stufenlos mit Klett einzustellen sind. So kann man sich den langen, integrierten Rückanprotektor auf die Wirbelsäule ziehen. Bei dieser Motorradkombi bleibt alles an Ort und Stelle!
Die zahlreichen Belüftungsöffnungen und Reißverschlüsse sorgen für effektive Luftzirkulation. Alle Zipper sind mit Hutzen aus Mesh hinterlegt. Die Luftklappen (Brust und Oberschenkel) konnte man während des Fahrens mit den Handschuhen problemlos bedienen.
Allwetter-Textilkombis im Test
Wer nicht nur im Sommer bei schönem Wetter unterwegs ist, benötigt eine allwettertaugliche Motorrad-Kombi. 8 dieser Universal-Textilanzüge von 400 bis 1.600 € testete MOTORRAD.
"Allwettertauglich" definierten wir ganz grob als geeignet für warme wie auch niedrige Temperaturen, für Nässe und für Sonnenschein. Für Schutz sorgt dabei in der Regel eine abriebfeste Außenschicht, für Wärme ein herausnehmbares Thermofutter, für Nässeschutz eine entnehmbare oder ins Außenmaterial integrierte Membran und für kühlende Frischluft großflächige Belüftungsöffnungen.
Im Testfeld gab es insbesondere bei den letzten beiden Aspekten große Unterschiede, Gemeinsamkeiten zeigten sich derweil beim Mut zu helleren Farben und in der Tendenz, die herausnehmbaren Thermofutter so zu gestalten, dass sie auch separat als Alltags- oder zumindest Notfalljacke getragen werden können.
Mit Preisen von 400 bis 1.600 € liegen die getesteten Kombis sehr weit auseinander. Ziel des Tests ist deshalb auch weniger der knallharte Vergleich der Testteilnehmer als vielmehr ein Eindruck, was welcher Anzug bietet und wie viel man dafür zu zahlen bereit sein muss.
Dass eine günstige Kombi an der einen oder anderen Stelle sparen muss, dürfte klar sein. Die interessantere Frage ist jedoch, ob sie angesichts des niedrigen Preises dennoch die an sie gestellten Erwartungen erfüllen kann.
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