Wenn Du frei sein, das Unbekannte erkunden und dem Fahrrad auf fernen Straßen unterwegs sein willst, brauchst Du einen Fahrradträger, der Dich dorthin bringt. Wir wissen, dass die Bedürfnisse jedes Menschen einzigartig sind und dass unterschiedliche Fahrradtypen und Fahrzeugmodelle unterschiedliche Fahrradträgerlösungen erfordern.
Bei Thule gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, einen Fahrradträger an Deinem Fahrzeug zu befestigen: an der Anhängerkupplung Deines Fahrzeugs, auf dem Dach oder am Kofferraum. Im Folgenden gehen wir ausführlicher auf die Unterschiede zwischen diesen Arten ein.
Verschiedene Arten von Thule Fahrradträgern
- Fahrradträger für die Anhängerkupplung: Diese Kategorie von Fahrradträgern ist perfekt für Familien oder Freunde mit E-Bikes geeignet, die auf Waldwegen oder Downhill-Rennen fahren möchten.
- Dachfahrradträger: Bei diesen Dachfahrradträgern wird Dein Fahrrad an der Gabel befestigt.
- Fahrradheckträger: Thule OutWay Platform: Dieser robuste und sichere Fahrradheckträger lässt sich in Sekundenschnelle und ohne Zusammenbauen montieren.
Empfohlene Thule Modelle für E-Bikes
- Thule Epos: Dieser Fahrradträger ist für alle Arten von Fahrrädern geeignet.
- Thule VeloSpace XT: Er wurde für große und schwere Fahrräder entwickelt, wie etwa E-Bikes, Fatbikes und Downhill-Mountainbikes, ist jedoch ebenso gut für Stadt- und Kinderfahrräder geeignet.
Auswahl des richtigen Fahrradträgers
Welche Art von Fahrradträger Du wählen solltest, hängt auch davon ab, wie viele Fahrräder Du transportieren willst. Alle Fahrradträgertypen sind perfekt für zwei Fahrräder geeignet. Wenn sie leicht und einfach zu heben sind, kannst Du sogar zwei Dachfahrradträger verwenden. Einige Fahrradträger können auch erweitert werden.
Der Thule VeloCompact für drei Fahrräder kann zum Beispiel auf einen Träger für vier Fahrräder erweitert werden. Wenn Du vier Fahrräder transportieren möchtest, ist ein Fahrradträger für die Anhängerkupplung für vier Fahrräder die beste Wahl.
Kompatibilität prüfen
Wenn Du Dich entschieden hast, welchen Fahrradträger Du kaufen möchtest, musst Du prüfen, ob er mit Deinem Fahrzeug oder Deinen Dachträgern kompatibel ist. Die Dachfahrradträger müssen auf Deine Dachträger passen. Gehe auf die Seite der Dachfahrradträger und klicke auf „Dachträger auswählen“, um die Kompatibilität zu prüfen. Für Fahrradheckträger musst du die Fahrzeugkompatibilität prüfen.
AUTO BILD E-Bike-Fahrradträger-Test 2023
AUTO BILD hat 2023 verschiedene Modelle getestet, die sich für den sicheren Transport von zwei E-Bikes oder herkömmlichen Fahrrädern eignen. Auch die bereits 2022 getesteten Träger für zwei E-Bikes oder drei normale Fahrräder sind nach wie vor eine gute Wahl. Alle Details dazu finden Sie hier: Der große Fahrradträger-Test von AUTO BILD.
Testsieger: Thule Epos 2
Der Epos 2 der schwedischen Firma Thule ist mit einer cleveren Befestigungslösung ausgestattet. Anstatt eines herkömmlichen Bügels, der sich an der Vorderseite des Fahrradträgers befindet und an dem die Rahmenhalter befestigt werden, lassen sich die Rahmenhalter beim Epos 2 einzeln hochklappen.
Für das hintere Fahrrad klappt ein Rahmenhalter zwischen den Fahrrädern hoch, für das vordere Fahrrad ist ein Rahmenhalter an der zur Heckklappe zugewandten Seite montiert. Was sich jetzt kompliziert anhört, vereinfacht das Befestigen der Fahrräder deutlich gegenüber herkömmlichen Systemen.
Die Rahmenhalter lassen sich leicht positionieren und auch mit nur einer Hand einfach und intuitiv bedienen. Auch die Befestigung auf der Anhängerkupplung funktioniert leicht und ohne Probleme. Bei der Testfahrt kam es zu keiner Beschädigung am Träger oder an den Rädern, auch die Felgenhalter sind durch Gummiauflagen geschützt. Die Verarbeitungsqualität wirkt hochwertig.
Mit 295 von 300 möglichen Punkten erhält der Thule Epos 2 die Note 1,0 (sehr gut).
Preis-Leistungs-Sieger: Bosal Comfort Pro 2
Einen Schlüssel mit Innenbart bietet hingegen der Comfort Pro II der Firma Bosal. Auch die Montage des Fahrradträgers auf der Anhängerkupplung funktioniert ähnlich leicht und intuitiv wie beim Testsieger von Thule. Einzig das Aufklappen des Fahrradträgers ist etwas umständlicher. Gleiches gilt auch für den Abklappmechanismus.
Das Beladen mit den Fahrrädern funktioniert fast reibungslos und intuitiv - einzig der Tragegriff, der für eine Erhöhung zwischen den Rad-Schienen sorgt, ist etwas im Weg. Die Verarbeitung wirkt stellenweise etwas günstig, aber trotzdem solide. Bei der Testfahrt gibt es keine Auffälligkeiten: Sowohl der Träger als auch die Räder (Befestigungsteile geschützt durch Gummi) bleiben unbeschädigt.
Mit 268 von 300 Punkten erhält der Bosal Comfort Pro II die Note 1,5 (gut). Dank des günstigen Preises von rund 450 Euro wird er zudem Preis-Leistungs-Sieger.
Testkriterien von AUTO BILD
Im ersten Schritt wurde auf die Bedienungsanleitung und die Warnweise geschaut: Sind sie leicht zu erkennen und gut zu verstehen? Erst dann galt den Fahrradträgern die Aufmerksamkeit. So wurde geguckt, ob eine Erstmontage nötig ist und wenn ja, wie kompliziert sie ablief. Außerdem wurde das mitgelieferte Zubehör begutachtet: Welche nützlichen Goodies gehören zum Lieferumfang dazu?
Nach der Erstmontage ging es an die Handhabung: Wie einfach lässt sich der Fahrradträger tragen? Wie schwer und wie groß ist er? Gibt es einen Griff oder Rollen, die das Handling des zusammengeklappten Trägers vereinfacht?
Am Auto wurden sowohl die Montages des Fahrradträgers auf der Anhängerkupplung als auch die Befestigung der Fahrräder auf dem Träger bewertet: Je intuitiver sie ablaufen, desto weniger Fehler passieren.
Unser Testwagen, ein Subaru Outback, hat eine Stützlast von 90 Kilogramm. Somit konnten alle Fahrradträger komplett belastet werden. Doch erst einmal wurde auf die Montage auf der Anhängerkupplung geschaut: Lässt sie sich mit einer Hand bewerkstelligen und wirkt intuitiv? Oder sind mehrere Handgriffe nötig? Lässt sich der Fahrradträger abklappen - und wenn ja, wie weit? Und wie einfach funktioniert das? Wie lässt sich das Kennzeichen am Träger montieren?
Die Befestigung der Fahrräder ist ein wichtiger Teil unseres Tests. Hier wurde geschaut, wie einfach sich die Fahrräder auf den Fahrradträger heben oder rollen lassen und ob eine Reihenfolge beim Beladen beachtet werden muss. Zudem wurde geschaut, wie einfach sich Befestigungsteile wie Rahmenhalter oder Felgenhalter zu bedienen sind. Ist es intuitiv? Kann es beim Befestigen zu Schäden am Fahrrad kommen?
Mit jedem Fahrradträger ging es auch auf Testfahrt: Hierbei wurden subjektiv die Verwindung des Fahrradträgers sowie die Befestigung der Fahrräder bewertet. Anschließend wurden Träger und Fahrräder auf eventuelle Schäden untersucht.
So wurden die Fahrradträger nacheinander an den Subaru montiert und mit zwei schweren E-Bikes beladen. Die Teststrecke bestand aus einem Schotterweg mit vielen Schlaglöchern und einem Stück Landstraße. Während der Testfahrt wurde subjektiv bewertet, wie sehr sich die Fahrräder bewegen und der Heckträger sich verwindet. Anschließend wurde die Verarbeitungsqualität der Fahrradträger begutachtet.
Testergebnisse im Überblick
AUTO BILD hat zehn Fahrradträger zwischen 350 und 1000 Euro getestet, die für den Transport von zwei E-Bikes geeignet sind.
Zum Test traten E-Bike kompatible Fahrradträger mit UVPs zwischen 350 und 1000 Euro an. So groß die Preis-Unterschiede auch sind, so groß sind auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Trägern - wobei der Preis damit eher weniger zu tun hat.
Etwas mehr als 200 Euro günstiger als der Testsieger ist der zweitplatzierte Fahrradträger, der Uebler i21. Mit 277 von 300 Punkten erhält er nicht nur die Note 1,3 (sehr gut), sondern auch eine Kaufempfehlung. Die Verarbeitung des Heckträgers wirkt hochwertig und robust.
Eine gute Leistung liefern die Fahrradträger von Eufab, Yakima, Westfalia und Atera ab. Sie unterscheiden sich nur in Kleinigkeiten. Sie transportieren die Fahrräder alle ohne Probleme und ohne Beschädigungen.
Ein ungewöhnliches Design bietet der Amalda Work-E VC-07 der Firma XLC. Wie der Fahrradträger von Thule ist auch er nicht mit einem herkömmlichen Bügel ausgestattet, an dem die Rahmenhalter montiert werden.
Beim Fahrradträger SR7 der Marke Bullwing stießen wir gleich am Anfang auf ein ungewöhnliches Problem: Die mitgelieferte Bedienungsanleitung passte gar nicht zum Fahrradträger.
Schlusslicht des Tests bildet der Fischer Proline Evo 2. Er ist der einzige Träger im Test, der eine Erstmontage erforderlich macht.
Hier eine Übersicht der getesteten Fahrradträger:
| Produkt | Preis (UVP) | Gewicht | Max. Breite | Bodenfreiheit | Auskragung |
|---|---|---|---|---|---|
| Thule Epos | 999,00 Euro | 15 Kilogramm | 127 cm | 41 cm | 70,5 cm |
| Uebler i21 | 767,00 Euro | 11,5 kg | 118 cm | 34 cm | 60 cm |
| Bosal Comfort Pro 2 | 449,00 Euro | 15 Kilogramm | 149,5 cm | 37,5 cm | 149,5 cm |
| Eufab Premium TG | 589,95 Euro | 16 kg | 138 cm | 37,5 cm | 62 cm |
| Yakima JustClick 2 | 629,90 Euro | 15 kg | 129 cm | 40,5 cm | 59 cm |
| Westfalia Bikelander | 629 Euro | 15 kg | 125,5 | 41 | 71,5 |
| XLC Amalda Work-E VC-07 | 700 Euro | 20 kg | 151,5 cm | 37 cm | 54 cm |
| Atera Genio Pro Advanced | 606,50 Euro | 20 kg | 124 cm | 38,5 cm | 67,5 cm |
| Bullwing SR7 | 349,95 Euro | 17 kg | 115 cm | 36 cm | 58 cm |
| Fischer Proline Evo 2 | 429,00 Euro | 16 kg | 110 cm | 32 cm | 70 cm |
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