Trekkingräder erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie vielseitig einsetzbar sind. Sie eignen sich sowohl für den Alltag als auch für ausgedehnte Touren. Besonders gut schnitten Trekkingräder von Ghost, Kalkhoff, Cube, Raymon und Giant ab. Sie bieten ein hohes Maß an Sicherheit und Komfortabilität.
Die Tourenfähigkeit, die Alltagstauglichkeit und das Preis-Leistungs-Verhältnis bleiben dabei nicht auf der Strecke. Unter den getesteten Rädern befinden sich außerdem E-Trekkingbikes. Genauere Infos zu unseren Favoriten aus dem Test findest du unter dem Produkt selbst.
Die getesteten Trekkingbikes im Überblick
- Bergamont Horizon 3
- Canyon Pathlite 7
- Cube Kathmandu
- Decathlon Riverside 740 TR
- Diamant Elan Deluxe
- Ghost Square
- Hercules Tourer Sport
- KTM Life Lite
- Pegasus Premio SL Disc 27
- Radon Sunset 10
- Rose Black Lava
- Scott Sub Sport 30
- Stevens Esprit Gent
- Victoria Treqana
Trekkingbikes im Detail
Ein Trekkingrad, auch bekannt als Trekkingbike oder All Terrain Bike (ATB), ist ein vielseitiges Fahrrad, das für den Einsatz auf Straßen sowie auf leichtem Gelände wie Schotter- und Waldwegen konzipiert ist. Es kombiniert Merkmale von Rennrädern, Mountainbikes und Tourenrädern, um sowohl Komfort als auch Effizienz zu bieten.
Rahmen und Geometrie
Trekkingräder verfügen typischerweise über einen stabilen Rahmen aus Aluminium oder Stahl, der für Langlebigkeit und Belastbarkeit sorgt. Die Rahmengeometrie ermöglicht eine aufrechte Sitzposition, die den Fahrkomfort auf langen Strecken erhöht. Je nach Modell sind verschiedene Rahmenformen erhältlich, darunter Diamant-, Trapez- oder Mixte-Rahmen, die den individuellen Bedürfnissen der Fahrer entsprechen.
Bereifung und Laufräder
Ausgestattet in der Regel mit 28-Zoll-Laufrädern und mittelbreiten Reifen mit leichtem Profil, bieten Trekkingbikes einen guten Kompromiss zwischen Rollwiderstand und Traktion. Diese Reifenbreite ermöglicht effizientes Fahren auf Asphalt und bietet gleichzeitig ausreichenden Grip auf unbefestigten Wegen.
Schaltung und Antrieb
Trekkingräder sind in der Regel mit Kettenschaltungen ausgestattet, die eine breite Übersetzungspalette bieten und somit das Bewältigen unterschiedlicher Geländeformen erleichtern. Die Anzahl der Gänge variiert je nach Modell, häufig sind jedoch 21 bis 30 Gänge vorhanden, um sowohl steile Anstiege als auch schnelle Abfahrten komfortabel zu meistern.
Bremsen
Für eine zuverlässige Bremsleistung sind Trekkingbikes entweder mit Felgenbremsen (V-Brakes) oder Scheibenbremsen ausgestattet. Scheibenbremsen bieten insbesondere bei Nässe eine höhere Bremskraft und sind daher für den Einsatz bei unterschiedlichen Wetterbedingungen vorteilhaft.
Ausstattung
Ein charakteristisches Merkmal von Trekkingrädern ist ihre umfangreiche Ausstattung, die sie für den Alltagsgebrauch und längere Touren prädestiniert. Dazu gehören fest installierte Schutzbleche, die vor Spritzwasser schützen, ein stabiler Gepäckträger zur Befestigung von Packtaschen oder Körben, eine vollständige Lichtanlage gemäß StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) mit Dynamo oder Akkubeleuchtung sowie Reflektoren für erhöhte Sichtbarkeit. Zusätzlich sind die meisten Modelle mit einem Seitenständer, Klingel und ergonomischen Griffen ausgestattet, die den Komfort und die Sicherheit erhöhen.
Einsatzbereich
Dank ihrer Vielseitigkeit eignen sich Trekkingbikes sowohl für den täglichen Pendelverkehr in der Stadt als auch für ausgedehnte Radtouren auf wechselndem Untergrund. Sie sind ideal für Fahrer, die ein einziges Fahrrad für verschiedene Zwecke nutzen möchten, sei es für den Weg zur Arbeit, den Einkauf oder Freizeitaktivitäten.
Detaillierte Testberichte einzelner Modelle
Das Ghost Urban Asket im Test
Das Ghost Urban Asket zeichnet sich durch eine sportliche Sitzposition und schnelle Lenkreaktionen aus, was es ideal für agile Fahrten in der Stadt macht. Der robuste Aluminiumrahmen mit vielfältigen Befestigungsmöglichkeiten erhöht die Praktikabilität für den Alltagsgebrauch. Allerdings zeigt das Rad bei der Ausstattung, insbesondere bei den mechanischen Scheibenbremsen, Verbesserungspotenzial, was bei hohen Geschwindigkeiten oder schwerer Beladung zu Einschränkungen führen kann.
Während das Bike für leichte Ausflüge und den urbanen Raum ausgelegt ist, stößt es in anspruchsvollem Gelände an seine Grenzen. Trotz dieser Kompromisse bietet das Ghost Urban Asket eine gute Mischung aus Agilität, Robustheit und Anpassungsfähigkeit, was es zu einer attraktiven Option für Stadtfahrer und Gelegenheitsausflügler macht.
Giant AllTour SLR 1 im Test
Das Giant AllTour SLR 1 beweist sich als stabiler Allrounder mit einem auf Langlebigkeit ausgelegten Alurahmen, der besonders durch seine hohe Zuladungskapazität von 161 kg hervorsticht. Ideal für schwerere Fahrer oder solche, die gerne mit viel Gepäck reisen. Technisch ist es mit einer hochwertigen XT-Schaltung von Shimano ausgestattet, während die Bremsen aus einer kostengünstigeren Serie stammen.
Die Verarbeitung des Rahmens wird besonders gelobt, ebenso wie die Tubeless-fähigen Felgen, die einen besseren Pannenschutz und geringeren Rollwiderstand versprechen. Eine Carbon-Sattelstütze trägt zum Fahrkomfort bei, und der solide Gepäckträger gewährleistet auch bei hoher Beladung eine gute Kontrolle über das Fahrrad.
Liv Thrive Advanced GX im Test
Das Liv Thrive Advanced GX besticht durch seine speziell auf Frauen zugeschnittene Konstruktion, die nicht nur für einen hohen Komfort sorgt, sondern auch eine optimierte Kraftübertragung ermöglicht. Durch die weiter hinten liegende Sitzposition wird mehr mit dem Gesäß und weniger aus dem Oberschenkel getreten, was der natürlichen Bewegungsweise vieler Frauen entgegenkommt. Dies, zusammen mit dem natürlichen Flex der Sattelstütze, steigert den Komfort auf langen Fahrten.
Der Rahmen und die Ausstattung des Bikes sind voll und ganz auf die Bedürfnisse von Frauen abgestimmt, ohne einfach nur angepasste Männermodelle zu sein. Mit seinen Tubeless-Reifen und der ausgewogenen Kombination aus Balance, Lenkwinkel und Radstand bietet das Rad eine sehr fehlerverzeihende Fahrt, die auch Ungeübten Sicherheit gibt. Die 12-Gang-Schaltung ist dabei leicht zu handhaben und wartungsfreundlich.
Das Koga Colmaro Sports im Test
Das Koga Colmaro Sports überzeugt als Speedcruiser durch seine ergonomische Vorbau-Lenker-Kombination und einen Allroundrahmen mit langem Oberrohr. Die spezielle Konstruktion der Sattelstütze erhöht den Federkomfort so effektiv, dass auf breitere Reifen verzichtet werden konnte. Besonders hervorzuheben sind die Leichtlaufreifen, deren geringes Gewicht die Beschleunigung und Lenkreaktion spürbar verbessert. Trotz des sportlichen Charakters und der nahezu rennradähnlichen Performance durch die reine Rennradgruppe, bleibt das Rad erstaunlich komfortabel.
Der Alurahmen steht dabei in keinem Punkt hinter seinen Carbon-Pendants zurück, während die Semislick-Reifen für eine exzellente Rollleistung und Beschleunigung sorgen, allerdings die Zuladungskapazität und Geländegängigkeit begrenzen. Für lange Touren mag das Rad aufgrund der begrenzten Zuladung und der spezialisierten Reifenwahl nicht die erste Wahl sein, doch für Kurztrips und den Stadtgebrauch zeigt es außergewöhnliche Stärken.
Giant Fastroad AR Advanced 1 im Test
Das Giant Fastroad AR Advanced 1 vereint die Vorzüge eines Mountainbikes mit denen eines Rennrads und eines Gravel Bikes, um ein vielseitig einsetzbares Allround-Bike zu schaffen. Der massive Knotenpunkt am Tretlagergehäuse sorgt für eine beeindruckende Steifigkeit, während die sportliche Shimano-105er-Rennradgruppe für präzise Schaltvorgänge steht. Obwohl die intern verlegten Schaltzüge und Bremsleitungen für eine etwas aufgeräumtere Optik sorgen könnten, punktet das Bike mit seiner MTB-Geometrie und den Gravelreifen, die eine gemäßigt sportliche Sitzposition und gute Rolleigenschaften bieten.
Die Tubeless-Reifen, die ab Werk schlauchlos geliefert werden, bieten zusätzlichen Komfort und Pannenschutz. Das Giant Fastroad AR zeichnet sich durch seine vielseitige Einsatzfähigkeit aus, die es sowohl für sportliche Fahrten als auch für Bikepacking-Abenteuer qualifiziert. Dank seiner robusten Rahmenkonstruktion und der hohen Zuladungskapazität wird es zu einem idealen Begleiter für lange Touren, während die fortschrittliche Rad-Reifen-Kombination und die gute Rolleigenschaften das Fahrerlebnis auf unterschiedlichsten Untergründen verbessern.
Das Koga F3 5.0 im Test
Das Koga F3 5.0 kombiniert holländische Designpräzision mit sportlicher Funktionalität. Der qualitativ hochwertige Rahmen bietet lebenslange Garantie und ist durch seine innenliegenden Kabel und integrierten Zusatzlichter sowohl modern als auch praktisch gestaltet. Trotz einer aufrechten Sitzposition, die gute Sicht und Haltung fördert, zeigt sich das Bike überraschend agil und eignet sich für schnelle Touren ebenso wie für den täglichen Einsatz.
Mit einem Gewicht von 16,1 kg und einem Preis von 1899 Euro liefert das Koga F3 5.0 ein ausgezeichnetes Fahrerlebnis, obwohl eine feinere Ansprache der Federung und mehr Luftpolster für die Reifen das Gesamtpaket abrunden würden.
| Modell | Besondere Merkmale | Einsatzbereich |
|---|---|---|
| Ghost Urban Asket | Agil, robust, sportliche Sitzposition | Stadt, leichte Ausflüge |
| Giant AllTour SLR 1 | Hohe Zuladung, langlebiger Rahmen | Touren mit viel Gepäck |
| Liv Thrive Advanced GX | Speziell für Frauen, komfortabel | Vielseitige Performance |
| Koga Colmaro Sports | Speedcruiser, leicht, reaktionsfreudig | Kurztrips, Stadt |
| Giant Fastroad AR Advanced 1 | Allrounder, robust, agil | Touren, Bikepacking |
| Koga F3 5.0 | Holländisches Design, sportlich, agil | Alltag, schnelle Touren |
Diamant Rubin Legere im Trekkingbike-Test
Das Diamant Rubin Legere kombiniert die Leichtigkeit und Dynamik eines Sportrads mit dem Komfort und der Ausstattung für ausgedehnte Touren. Durch die Verwendung von ESI-Rundgriffen wird ein hoher Komfort ohne ergonomische Formen erreicht, während die ungewöhnlich große Kassette mit bis zu 51 Zähnen eine außergewöhnliche Bandbreite für alle Steigungen bietet. Die aufrechte Sitzposition, ermöglicht durch Vorbau und Spacer, vereinfacht die Manövrierfähigkeit im Stadtverkehr und erhöht gleichzeitig den Komfort auf längeren Fahrten.
Obwohl das Bike durch diese Positionierung an sportlicher Effizienz einbüßt, bietet es durch seine leichte Alurahmenkonstruktion und die umfassende Verkehrsausstattung eine beeindruckende Vielseitigkeit. Mit einer maximalen Systemzuladung von 136 Kilogramm eignet sich das Rubin Legere ideal für bepackte Touren durch die Lande. Die Kombination aus sportlichem Rahmen und komfortorientierter Ausstattung macht das Rubin Legere zu einem einzigartigen Bike, das sowohl für den flotten Stadtverkehr als auch für komfortorientierte Tourenfahrer eine interessante Option darstellt.
KTM Life Style Trekkingbike im Test
Das KTM Life Style überzeugt mit einem mattschwarzen, aufgeräumten Design und hochwertigen Shimano XT-Komponenten. Besonders die bequeme Sitzhaltung und die praktischen Extrastreben für Radtaschen machen es ideal für längere Touren. Trotz der positiven Merkmale wie dem komfortablen Selle Royal Essenza Sattel, wird das relativ hohe Gewicht von 15,4 Kilogramm und das mittelmäßige Preis-Leistungsverhältnis kritisiert.
KTM Life Tour Test
Das KTM Life Tour ist ein Damen-Trekkingbike, das sowohl durch seine schicke Optik als auch durch seine Leistung beeindruckt. Es bietet eine aufrechte Sitzposition, die vor allem Fahrerinnen, die Wert auf eine gute Übersicht während der Fahrt legen, entgegenkommt. Ausgestattet mit einer Shimano Deore XT Schaltung mit 30 Gängen und einer Suntour NCX Federgabel, reiht es sich in die Qualität anderer getesteter Trekkingbikes ein.
Mit einem Gewicht von etwas über 16 Kilogramm und hochwertigen hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano sowie einer leistungsstarken 70 Lux Lichtanlage von Busch & Müller, bietet das Life Tour ein rundes Leistungspaket. Es ist ideal für komfortorientierte Touren, weniger jedoch für sportlich ambitionierte Fahrerinnen.
Diamant Ubari Super Deluxe im Test
Das Diamant Ubari Super Deluxe überzeugt als vielseitiges Trekkingrad für Stadt und Land mit seiner modernen Gestaltung und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Durch die innenverlegten Kabel im Alurahmen präsentiert es sich aufgeräumt und ansprechend. Die ungewöhnliche 2 x 9-Gang Schaltung zeigt sich in der Praxis als ausreichend, könnte jedoch bei längeren Anstiegen im Vergleich zu 30-Gang-Modellen an ihre Grenzen kommen.
Die leichte und blockierbare Suntour NCX Federgabel sorgt zusammen mit den Shimano Scheibenbremsen für ein angenehmes Fahrgefühl und Sicherheit. Trotz seines relativ hohen Gewichts von knapp 17 Kilogramm bietet das Ubari Super Deluxe einen hervorragenden Wert für seinen Preis, was es besonders für preisbewusste Radfahrerinnen attraktiv macht.
Verwandte Beiträge:
- Honda Touring Motorrad: Modelle, Tests & Kaufberatung
- Harley Davidson Touring Windabweiser: Schutz & Komfort auf der Straße
- Harley-Davidson Touring Auspuff Test & Vergleich: Ultimative Sound-, Leistungs- und Legalitätsanalyse!
- Unglaubliche Geschichte der Fahrradmarke Touring Star – Von den Anfängen bis zum Kultstatus!
- Ultimative Shimano Nexus Rücktritt Demontage Anleitung: So gelingt Wartung und Reparatur kinderleicht!
- Fahrradhelm richtig tragen: So sitzt er perfekt und schützt optimal!
Kommentar schreiben