Seit seiner Gründung im Jahr 1976 hat sich der US-amerikanische Fahrradhersteller Trek kontinuierlich zu einer festen Größe in der Radsportwelt entwickelt. Mit einem breiten Sortiment, das von Rennrädern über Mountainbikes bis hin zu Kinderrädern reicht, und der Unterstützung vieler Rennteams in verschiedenen Disziplinen ist Trek international vertreten.
Neue E-Mountainbike-Modelle von Trek für 2025
Im E-Mountainbike-Segment bringt die Bike-Schmiede aus Waterloo jetzt - passend zur Veröffentlichung des neuen Bosch Performance Line CX-Motors - zwei neue 2025er-Modelle auf den Markt: das Trek Rail+ und das Trek Powerfly+. Die Geschwister sprechen dabei jeweils eine andere Zielgruppe an: Als vollgefedertes und potentes Bike richtet sich das Rail+ an Trail-Fahrer, die anspruchsvolle Abfahrten und technisches Gelände bevorzugen. Das Powerfly+ ist für Tourenfahrer und Abenteurer entwickelt worden, die ein vielseitiges E-Bike für den Einsatz auf und abseits der Trails suchen. Das Powerfly+ ist in einer Hardtail- sowie in einer vollgefederten Variante erhältlich.
Trek Rail+
Das Rail+ 5 und das Rail+ 8 kommen mit einem Alu-Rahmen, während das Rail+ 9.7, Rail+ 9.8 XT, Rail+ 9.8 GXS AXS und das Rail+ X0 AXS wie auch das Topmodell Rail+ 9.9 XX AXS mit Carbonrahmen ausgeliefert werden. Preislich startet das Trek Rail+ bei 5.499 € für die Version Rail+ 5 und endet bei 12.999 € für das Topmodell. Das Topmodell ist das Trek Rail+ 9.9 XX AXS. Ausgestattet ist es mit einer RockShox ZEB Ultimate-Gabel, die 160 mm Federweg verwaltet, und einem RockShox Super Deluxe Ultimate RC2T-Dämpfer, ebenfalls mit 160 mm Federweg. Das drahtlose SRAM XX Eagle AXS-Schaltwerk sorgt für präzise Schaltvorgänge, während die SRAM MAVEN Ultimate-Vierkolbenbremsen mit 200-mm-Scheiben für starke Bremskraft sorgen. Zudem verfügt das Rail+ jetzt über ein Mullet-Laufrad-Setup (29″ vorne, 27.5″ hinten), außer bei der Rahmengröße S, wo vorne und hinten 27.5″-Laufräder verbaut sind.
Trek Powerfly+
Das Trek Powerfly+ Hardtail gibt es in vier Ausstattungsoptionen mit einer Preisspanne von 3.299 € für das Einsteigermodell bis 4.999 € für das Topmodell. Alle kommen mit Alu-Rahmen und mit 29”-Laufrädern, nur Größe S wird mit 27,5”-Laufräder ausgeliefert. Das Powerfly+ 4 und das Powerfly+ 4EQ kommen mit einem 600-Wh-Akku.
Auch das Powerfly+ Fully ist mit einem Bosch Range Extender kompatibel. Preislich startet das Powerfly FS+ bei 4.499 € und reicht bis 6.999€ für das Topmodell. Das Trek Powerfly FS+ 8 ist das Topmodell der Powerfly+ FS-Serie. Das Powerfly FS+ 8 ist mit dem Bosch Kiox 300-Display ausgestattet. An der Front gibt eine FOX Rhythm 36-Gabel 130 mm Federweg frei und am Heck arbeitet ein FOX FLOAT Rhythm-Dämpfer mit 120 mm Federweg. Das drahtlose SRAM GX Eagle AXS Transmission-Schaltwerk bietet butterweiche Schaltvorgänge, während die SRAM DB 8-Vierkolbenbremsen mit 200-mm-Scheiben den Fahrer sicher zum Stehen bringen sollen.
Mit den vielen Ausstattungsvarianten soll das Powerfly+ für Trekking und Touren bestens gerüstet sein. Das neue Rail+ richtet sich laut Trek an sportliche Fahrer, die viel im technischen Gelände unterwegs sind - wir sind gespannt, wie das neue Mullet-Laufrad-Setup die Performance des Bikes beeinflusst.
Trek Rail 7 Gen3 im Test
Das Rail ist ein Klassiker unter den vielseitigen E-Mountainbikes und seit jeher mit Boschs Performance CX ausgestattet. Über die Jahre bekam das Bike zahlreiche Updates. Konstant bleiben der Federweg mit 160/150 Millimetern und die 29er-Laufräder. Ein klassischer Gelände-Allrounder.
Ausstattung und Details
Unser Testbike für 5999 Euro kommt mit Aluminiumrahmen der dritten Generation - und der hat die letzten Neuerungen noch nicht abbekommen. Im Gegensatz zum Carbon-Modell der vierten Generation ist hier nur für den kleineren 625er-Akku Platz, außerdem kann im Oberrohr kein Systemcontroller eingebaut werden. Dennoch steckt bereits der neueste Bosch Performance CX mit Smartsystem im Rail 7.
Der organisch geformte Alu-Rahmen setzt auf klassische Zugverlegung durch den Rahmen. Der Verzicht auf Integration durch den Steuersatz erleichtert Wartungsarbeiten am Cockpit. Die Details wie der eigene Ladeport, die stimmige Zugverlegung und superkomfortable Akku-Entnahme sind bei der dritten Generation bereits ebenfalls implementiert. Schade: Der wertige Gesamteindruck wird von einem markant klappernden Akku getrübt. Ein Problem, das wir beim Trek Rail schon öfter erlebt haben. Die Ausstattung ist solide, im Testvergleich aber mit wenig Highlights gespickt.
Die Fakten zum Trek Rail 7 Gen3:
- Motor: Bosch Perf. CX, 85 Nm max. Drehmoment
- Akku: 625 Wh (entnehmbar)
- Rahmenmaterial: Aluminium
- Federweg: 160 / 150 mm
- Laufradgröße: 29 Zoll
- Rahmengrößen: S, M, L, XL
- Preis: 5999 Euro
- Gewicht: 24,3 kg (Testbike in Größe L, EMTB-Messung)
- Zulässiges Gesamtgewicht: 136 kg (Herstellerangabe)
Geometrie
Auffällig unauffällig. Das Rail mit Alu-Chassis verzichtet auf extreme Abmessungen und setzt an nahezu jeder Stelle auf gemäßigte Werte. Das Tretlager fällt eher hoch aus, kann aber über einen Flipchip um 5 mm abgesenkt werden. Dann werden Sitz- und Lenkwinkel 0,5 Grad flacher. Die Front des Rail 7 fällt tief aus.
EMTB-Messwerte im Überblick (Rahmengröße L, Einstellung “high”):
- Sitzrohrlänge: 445 mm
- Radstand: 1253 mm
- Reach: 465 mm
- Stack: 626 mm
- Lenkwinkel: 64,5 Grad
- Sitzwinkel: 76,5 Grad
- Kettenstrebenlänge: 447 mm
- Tretlagerhöhe: 349 mm
Komponenten
- Gabel / Dämpfer: Rockshox Domain RC / Deluxe Select+
- Schaltung: Shimano SLX/XT 12-fach, 34; 10-51 Zähne
- Bremsen: Shimano BR-M6120, 203 / 203 mm Icetech-Scheiben
- Laufräder: Bontrager Line Comp 30
- Reifen: Bontrager XR5 Team Issue TR, 29 x 2,5”
- Besonderheiten: Flipchip zur Geometrieanpassung, Teleskopstütze nur 150 mm Hub
Fahrverhalten
Mit ausgewogenem Handling lädt das Trek Rail 7 zu Spielereien auf dem Trail ein. Ausgewogen und angenehm nimmt man auf dem Bike Platz, und genau so lässt es sich auch steuern. Im Uphill zieht das Trek unkompliziert seine Bahnen. Positiv stechen der dynamische Bosch-Motor und die ausgewogene Heckfederung heraus. Das Fahrwerk spricht fluffig an, ohne durch den Hub zu sacken. In richtig knackigen Kletterpassagen tut man sich beim Rail aber etwas schwerer, das Vorderrad am Boden zu halten, dafür könnte die Sitzposition frontlastiger ausfallen. Das gilt umso mehr, wenn man den “Mino Link”, wie Trek den Flipchip zur Geometrieanpassung nennt, in die flachere “Low”-Position stellt.
Mit ähnlichem Charakter rollt das Rail auch über den Trail und in den Downhill: zu jeder Zeit zuverlässig und komfortabel. Hier kann die starke Heckfederung mit einer gelungenen Mischung aus Sensibilität und Gegenhalt ebenfalls überzeugen, die schwere Domain-Gabel kann da nicht ganz mithalten. Im Downhill profitiert das Bike von der flachen Geometrieeinstellung, denn so gewinnt es etwas an Laufruhe und Nehmerqualitäten. Die Unterschiede durch die Geometrieverstellung sind nicht riesig, aber doch klar spürbar.
Auch beim Handling schafft das Bike einen guten Kompromiss aus Agilität und Laufruhe - ohne in einer dieser Kompetenzen absolute Bestwerte abzusahnen. Die Front ist tief, der Reach nicht besonders lang, so fühlt sich das Rail 7 eher kompakt an. In Summe sind die Trail- und Abfahrtsqualitäten des Bikes gelungen. Mit den besten im Test kann das Rail aber nicht ganz mithalten. Bei gemäßigter Gangart fühlt es sich wohler, als im allzu extremen Vollgas-Einsatz. Schade: Im Auslieferungszustand klapperte der Akku laut im Rahmen.
Trek Fuel EX 9.8 GX im Test
Das Trek Fuel EX hat sich in der Vergangenheit als exzellenter Allrounder bewiesen. Für diesen Test erhielten wir das 5.999 € teure Trek Fuel EX 9.8 GX, das mit High-End-Rahmen, Ausstattung auf mittlerem Niveau, aber bereits mit der Trek-eigenen Thru-Shaft-Dämpfertechnologie kommt. Doch muss es immer das Topmodell mit top Ausstattung sein?
Design und Ausstattung
Das Trek Fuel EX 9.8 GX kommt mit einem super schicken Vollcarbon-Rahmen und macht farblich mit seinem schlichten Rot und den durchschimmernden Carbonfasern einen hochwertigen Eindruck. Das Bike ist mit 140 mm Federweg an der Front und 130 mm am Heck ausgestattet und besitzt den eigens entwickelten FOX-Dämpfer mit Thru Shaft-Technologie. Dadurch kommt der Dämpfer mit weniger Dichtungen aus, was für reduzierte Reibung und somit besseres Ansprechverhalten sorgen soll. Im Unterrohr ist das für Trek typische Staufach verbaut, welches ausreichend Platz für Trail-Snacks, Ersatzschlauch und CO2-Kartusche liefert. Ein langer Unterrohrschutz schützt den Carbon-Rahmen vor unnötiger Beschädigung durch Steine.
So kommt unser Bike mit einer 140 mm FOX 36 Performance-Gabel, die zwar nicht die Dämpfung einer teuren GRIP2-Kartusche bietet, aber auf dem Trail mit den FIT4-Federgabeln mithalten kann. Am Heck verwaltet der FOX Performance FLOAT Thru Shaft-Dämpfer 130 mm Federweg. Die 12-fach SRAM GX-Schaltgruppe mit 10-52-Kassette liefert dieselbe Bandbreite und Schalt-Performance wie die teureren SRAM-Schaltungen und wiegt lediglich ein paar Gramm mehr. Gebremst wird mit einer SRAM G2 RS-Bremse mit 200-mm-Scheiben vorne und 180 mm hinten. Durch die kleine Scheibe am Heck wird die Bremse dem Potenzial des Fuel EX nicht gerecht, erfordert viel Fingerkraft und überhitzt auf langen Abfahrten.
Geometrie und Größen
Das Fuel EX wird in sechs verschiedenen Rahmengrößen angeboten. Bei den kleinsten Größen XS und S hat Trek die Silhouette des Oberrohrs angepasst, um kleineren Fahrern mehr Bewegungsfreiheit zu bieten. Konsequenterweise setzt Trek beim kleinsten Rahmen ausschließlich auf die kleinen 27,5”-Laufräder, während der S-Rahmen mit beiden Laufradgrößen erhältlich ist. Alle anderen Größen werden mit 29”-Laufrädern ausgeliefert. Der Reach unseres Fuel EX beträgt 470 mm (Größe L). Die Kettenstreben sind bei allen Größen gleichbleibend bei 437 mm. Mit einem Flip-Chip lässt sich die Geometrie noch minimal an die eigenen Vorlieben anpassen.
Fahrverhalten
In Sachen Komfort macht dem Trek Fuel EX kaum ein anderes Bike in unserem großen Vergleichstest etwas vor. Die Sitzposition ist ausgewogen und angenehm. Das Fahrwerk arbeitet effizient, sodass das Fuel EX auch ohne Lockout willig klettert und dabei dennoch arbeiten kann. In Summe sorgt das für hohen Komfort und ausreichend Traktion, um auch technische Uphills mit Leichtigkeit zu meistern. Das Fuel EX kann in Sachen Spritzigkeit zwar nicht mit starken Kletterern mithalten, glänzt aber durch seine angenehme Sitzposition und eignet sich somit auch ausgezeichnet für längere Touren.
In engen Trails und Anliegern gibt es sich verspielt und wendig. Am Heck fehlt es bei großen Schlägen an Endprogression, aber dennoch leistet das Fahrwerk im Wurzelteppich ausreichend Gegenhalt für aktive Fahrmanöver, generiert gute Traktion und hält auch bei schnellen Trail-Abschnitten das Bike ruhig. So fühlt sich das Fuel EX auf Flow- und Singletrails am wohlsten. Werden die Trails jedoch zu ruppig und ähneln einer Downhill-Strecke, dann kommt das Trek mit seinem Hinterbau ans Limit und kann nicht mit potenten Rädern mithalten.
Der limitierende Faktor des Bikes ist der montierte Reifen, der wenig Pannenschutz bietet, sehr flach profiliert ist und durch seine Breite für ein schwammiges Fahrgefühl sorgt. So fehlt es ihm beim Anbremsen und in Kurven an Traktion und kostet dem Rad einiges an Präzision auf dem Trail.
Trek Slash+ im Detail
Trek präsentiert ein neues „light“ E-Mountainbike: Das Trek Slash+ kommt mit leichtem TQ-Motor und einer noch nie dagewesenen 580-Wh-Batterie. Wie der Name vermuten lässt, ist es nahezu identisch mit dem High-Pivot Enduro-Bike Trek Slash. Das Top-Modell des E-MTB wiegt 20,9 kg und kostet stolze 11.999 €.
Technologie und Design
Das light E-Bike kombiniert die Eckdaten des Enduro-Bikes Slash - Mullet-Laufräder und 170 mm Federweg vorn und hinten - mit dem leichten, und leisen Support des TQ HPR50-Motors und einem großen Akku. Der neue 580 Wh-Akku soll das neue Slash+ auch für lange Trail-Abenteuer wappnen. Bislang war der TQ HPR50-Motor in allen anderen Bikes nur mit einem kleinen 360-Wh-Akku verfügbar.
Der Eyecatcher des Bikes ist sicherlich das High-Pivot Hinterbau-Konzept, das man in dieser Art sehr selten an E-Bikes sieht und für ein geschmeidiges Fahrverhalten sorgen soll. Kurz gesagt, ist die Idee des High-Pivot-Konzepts, dass sich die Raderhebungskurve nach hinten oben verschiebt, also weg von den überfahrenen Hindernissen. Hierbei wird die Kette oberhalb des hohen Drehpunkts umgelenkt, was den Pedalrückschlag eliminieren soll, der sonst entstehen würde.
Wer auch am E-Bike nicht auf Flaschenhalter und Toolmount verzichten will, ist mit dem Trek Slash+ gut bedient: Beides ist vorhanden und findet am gewohnten Platz auf dem Unterrohr bzw. unter dem Oberrohr sein Zuhause. Ein Staufach, wie am analogen Bruder, gibt es aufgrund des Akkus im Unterrohr nicht. Dafür befindet sich beim Top-Modell ein integriertes Tool im Steuerrohr.
Ausstattungsvarianten
Das Trek Slash+ ist in zwei Varianten verfügbar. Unser Testbike Trek Slash+ 9.9 ist das Spitzenmodell. Die RockShox ZEB Ultimate Federgabel mit 170 mm Federweg und neuester Charger-3.1-Kartusche bietet Top-Performance und Einstellmöglichkeiten von Rebound und High- bzw. Low-Speed Compression. Der RockShox Vivid Ultimate Dämpfer sorgt für eine ebenso breite Einstellbarkeit inklusive Lockout-Hebel und hydraulischem Bottom-Out Ventil. Der Bontrager Line Pro 30 Carbon-Laufradsatz soll das Gewicht reduzieren und wird von den ebenfalls hauseigenen Reifen geschützt: Bontrager SE6 Team Issue vorne und SE5 hinten. Die elektrische SRAM X0 AXS Transmission Schaltung sorgt für präzise und schnelle Gangwechsel, die auch unter Last problemlos funktionieren.
Das Trek Slash+ 9.7 bietet eine solide Ausstattung zu einem deutlich günstigeren Preis von 7.999 €. Dafür muss man einige Abstriche beim Fahrwerk in Kauf nehmen. Die FOX 38 Rhythm-Gabel mit 170 mm Federweg und einfacher GRIP-Kartusche bietet wenig Einstellmöglichkeiten, was die Feinabstimmung einschränkt, und kann auch in Sachen Trail-Performance nicht mithalten. Ebenso fehlt dem Fox Performance FLOAT X-Dämpfer eine umfangreiche Einstellbarkeit. Der Shimano XT/SLX-Antrieb kombiniert mit E*thirteen espec Plus-Kurbeln ist zuverlässig und langlebig. Die Shimano DEORE -Vierkolbenbremsen haben zwar keine werkzeuglose Hebelweitenverstellung, aber verzögern zuverlässig.
Geometrie
Die Geometrie des elektrischen Trek Slash+ unterscheidet sich nicht von der des analogen Trek Slash. Es wurde nur die „Zwischengröße“ ML gestrichen: So ist das Bike in vier Größen von S bis XL erhältlich. Ebenso wie der analoge Bruder bietet es die Möglichkeit, den Lenkwinkel durch winkelverstellbare Steuersatz-Lagerschalen um +/- 1 Grad anzupassen, um die Geometrie an Trail und Fahrstil. Außerdem gibt es am Dämpfer einen Flip-Chip, durch den sich die Progression erhöhen lässt - wenn ihr zum Beispiel einen Stahlfederdämpfer verbauen wollt oder einen besonders aggressiven Fahrstil pflegt.
Fahrverhalten
Bergauf ist das Trek Slash+ verglichen mit anderen Full Power-, aber auch Light-E-MTBs sicherlich keine Rakete - hat dafür aber andere Vorteile. Der TQ HPR50-Motor schiebt mit seinen 50 Nm Drehmoment sehr natürlich an, die Kraft wird dosiert gesteigert und das Ein- und Ausfädeln des Motors erfolgt kaum spürbar. Nimmt man Druck vom Pedal, hört ebenfalls der Motor-Support auf und schiebt nicht noch nach, wie es bei den meisten anderen E-Bikes der Fall ist. Das trägt zu einem sehr natürlichen, aber dennoch kraftvollen Fahrerlebnis bei - als hätte man eine Schüssel Steroid-Flakes mit einem Energy-Drink aufgegossen und gefrühstückt.
Bergauf geht das Trek Slash+ mit dem TQ-Motor zwar nicht extrem schnell, dafür aber konstant und ausdauernd. Auf dem Trek Slash+ sitzt man sehr zentral - nicht zu weit hinten, aber auch nicht super sportlich nach vorn gebeugt. Das Vorderrad steigt auch auf steilen Anstiegen nicht an und das Hinterrad hat immer eine gute Traktion. Der High-Pivot-Hinterbau wippt beim Treten zwar minimal, dafür klebt aber das Hinterrad am Boden.
Geht es bergab, steht man gut im Trek Slash+ integriert und durch das intuitive Handling fühlt man sich schnell mit dem Bike vertraut. Im groben Geläuf glänzt das Trek Slash+ durch eine hohe Laufruhe. Der tiefe Stand im Bike sorgt in Verbindung mit dem guten Hinterbau für ein hohes Sicherheitsgefühl - Überschlagsgefühle treten durch die hohe Front nicht auf. Für gute Sicherheit sorgen auch die SRAM MAVEN Silver-Bremsen, die kraftvoll und zuverlässig verzögern, wenn ihr nicht mehr mit Warp-Speed über die Trails fegen wollt.
Trek Marlin 7 vs. 8
Worin besteht aber nun die Unterschiede und damit am Ende der 100 Euro-Aufschlag beim Marlin 8? Der wohl auffälligste Unterschied liegt in der Wahl der Schaltung. Beim Marlin 7 bekommst du die von Shimano bekannte und beliebte Deore-Schaltung mit 10 Gängen. Dabei bewegst du an der Kurbel einen Kranz, während dir die Kassette zehn (11-46) Gänge bietet. Trek hat beim Marlin 8 hingegen auf SRAM Eagle SX gesetzt. Auch die Übersetzung ist eine andere, da hinten zwei weitere Ritzel verbaut sind (11-50). Ob du am Ende lieber mit Shimano oder SRAM einen Gang hochschaltest, ist nach meiner Meinung eine subjektive Entscheidung. Du kannst dir aber sicher sein, dass du mit beiden Varianten glücklich sein wirst.
Auch bei den Bremsen sind kleine Unterschiede erkennbar. Gebremst wird bei beiden mit hydraulischen Scheibenbremsen. Beim Marlin 8 ist es die MT200 von Shimano, das Marlin 7 kommt mit einer gleichwertigen Bremse aus dem Hause Tektro.
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