Trekking Laufrad 28 Zoll hinten im Test: Was Sie wissen müssen

Für tägliche Fahrten im Stadtverkehr oder auf ausgedehnten Touren mit dem Trekkingrad ist ein belastbarer Laufradsatz (Vorderrad und Hinterrad) entscheidend. Wir bieten speziell zusammengestellte Laufradsätze für Citybikes und Trekkingräder. Verwendet werden dabei bewährte Felgen von Mach1, DT SWISS, Ryde, KX oder Exal sowie Naben von Marken wie Shimano, Novatec, SON oder Formula. Nutzen Sie unsere Filterfunktionen, um Zollgröße, ETRTO-Maß, Nabenart und Bremssystem gezielt auszuwählen. Unsere Technik-Experten beraten Sie gerne persönlich.

Felgenbremse vs. Scheibenbremse: Eine Glaubensfrage?

Unter Rennradfahrern ist es die Stammtischfrage schlechthin: Felgen- oder Scheibenbremse? "Innovation und Fortschritt", jubeln die einen, "Teufelszeug und Kulturbruch", wettern die anderen.

Denn die Tage der guten alten Felgenbremse scheinen gezählt. Im aktuellen Angebot der Radhersteller und, wichtiger noch, bei der Produktentwicklung übernimmt die Scheibenbremse immer häufiger die tragende Rolle - Räder und Komponenten, die exklusiv auf das Zusammenspiel mit Felgenbremsen ausgerichtet sind, werden seltener. Noch bieten viele Hersteller ihre Produkte zwar für Scheiben- und Felgenbremsen an, bei kompletten Neuentwicklungen heißt es indes immer häufiger: disc only.

"Im Nachrüstmarkt sind Felgenbrems-Laufräder immer noch ein großes Thema", betont jedoch Christian Brumen, Category Manager Dropbar bei Rose. Und Freunde der klassischen Radverzögerung müssen nicht verzagen: Wer dem eigenen Felgenbrems-Renner mit neuen Laufrädern frischen Schwung verleihen will, findet derzeit noch eine große Auswahl an Produkten.

20 Laufräder im Test: Ein Überblick

ROADBIKE hat 20 Modelle für diesen Artikel in Labor und Praxis getestet - in drei Preiskategorien: um 600 Euro, um 1000 Euro und um 2000 Euro.Das Testfeld setzt sich aus alten Bekannten und Newcomern zusammen, wobei eins auffällt: Neu entwickelte Felgenbrems-Laufräder in den beiden günstigeren Preiskategorien waren nicht zu kriegen - hier findet offenbar keine Entwicklung mehr statt. Also wurden für die Preisbereiche um 600 und um 1000 Euro bekannte und teils schon länger am Markt befindliche Modelle getestet.

Wenn überhaupt noch wirklich neue Laufradmodelle für Felgenbremsen auf den Markt kommen, geschieht dies offenbar "nur" noch im im hochpreisigen Sektor. Und selbst da wird nicht alles komplett neu entwickelt, sondern adaptiert: "Felgenbrems-Laufräder profitieren von den technischen Erkenntnissen und Fortschritten aus der Disc-Laufradentwicklung", erklärt Alex Gebert, Produktmanager bei Giant.

Aero-Optimierung, Carbon-Speichen, Hookless-Felgen - all das übernimmt zum Beispiel der getestete Cadex-Laufradsatz von seinem Schwesterprodukt für Scheibenbremsen. Zwar wird manchem überzeugten Felgenbrems-Fan das Herz bluten angesichts der Tatsache, dass Felgenbrems-Laufräder den Herstellern nur noch in Ausnahmefällen die Entwicklungskosten wert sind, hervorragende Produkte findet er/sie trotzdem noch.

Die Erkenntnisse: Die vier getesteten High-End-Laufradsätze um 2000 Euro kommen ausschließlich mit Carbon-Felgen, überzeugen mit top Steifigkeitswerten und liefern mehrheitlich Spitzenwerte, was Gewicht und Trägheitsmessungen angeht - also jenen Aspekten, die auf das Fahrerlebnis einzahlen, etwa durch leichtfüßige Beschleunigung. Teurer bedeutet hier also tatsächlich auch besser.

Gleichzeitig gilt aber auch: Die besten Vertreter der Preisklasse um 1000 Euro bleiben auf Schlagdistanz - egal, ob sie mit Carbon- oder Alu-Felgen aufgebaut sind. Und selbst die Modelle um 600 Euro, die ausschließlich auf Alu-Felgen setzen, schlagen sich wacker. Das heißt: Freunde von Felgenbrems-Laufrädern finden aktuell noch viele überzeugende Produkte - selbst wenn es die letzten ihrer Art sein sollten.

So testet ROADBIKE

Messwerte von eigenen Prüfständen, dazu ausgiebige Fahrtests: ROADBIKE treibt großen Aufwand, um Laufräder zu testen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Faktoren Gewicht (25 %), Seitensteifigkeit (25 %), Torsionssteifigkeit (5 %), Trägheit (10 %), Aufbau (10 %) und Fahreindruck (25 %).

HINWEIS: Die Noten in den Testbriefen ergeben sich aus dem Testfeld der jeweiligen Preiskategorie. 95 Punkte und Note überragend im Testfeld "Laufräder um 1000 Euro" beziehen sich also nur auf die in dieser Testkategorie getesteten Produkte und sind nicht vergleichbar mit 88 Punkten und Note sehr gut aus dem Testfeld "Laufräder um 600 Euro"!

Testergebnisse der 20 Laufräder zusammengefasst

Die Besten im Test: Laufräder um 2000 Euro

Cadex 42 Tubeless (Testsieger)

Cadex 42 Tubeless begeisternde Laborwerte Messerspeichen aus Carbon teuer, eingeschränkte Reifenwahl

Unter dem reaktivierten Markennamen Cadex bringt Giant Reifen, Sättel sowie Laufräder für Scheiben- und Felgenbremsen, je in 42 und 65 Millimetern Felgenhöhe, auf den Markt. Im Labor begeistern die 42 Tubeless mit hohen Steifigkeitswerten und extremem Leichtgewicht. Möglich wird dies unter anderem durch Messerspeichen aus Carbon. In der Praxis gefallen die gute Beschleunigung und die tolle Bremspower, allerdings bringt Seitenwind schnell Unruhe ins Fahrwerk. Die hakenlose Felge schränkt die Reifenauswahl stark ein, der sehr laute Freilauf ist Geschmackssache. Garantieansprüche können Cadex-Käufer zwei Jahre geltend machen. Positiv: das großzügige Crash Replacement.

Fazit: Cadex’ teures Erstlingswerk legt beeindruckende Laborwerte hin. In der Praxis trüben kleine Details die Freude.

  • Gewichte: VR 556 g/HR 717g
  • Preis: 2599 Euro
  • Felgenmaße (Breite innen/Breite außen/Höhe): 19 mm/24 mm/42 mm
  • Speichen: v 16 radial/h 21, links radial, rechts 2x gekreuzt
  • Lieferumfang: Schnellspanner, Bremsbeläge, Tubeless-Ventile und -Felgenband, Laufradtaschen
  • Gewichtslimit: 126,5kg Systemgewicht (Fahrer, Rad, Ausrüstung)
  • Gewichte LRS (1273 g): Seitensteifigkeit (v 112, h 106 Nm/°): Torsionssteifigkeit (3,18 mm): Trägheit (v 796, h 804 ms): Aufbau (HR 0,5mm aus der Mitte zentriert, sonst gut): Fahreindruck (flink, präzise, Seitenwind spürbar): Wertung: ÜBERRAGEND (93 Punkte)

Rose RC Fifty Carbon (Preis-Leistungs-Tipp)

Rose FC Fifty Carbon toller Fahreindruck sehr viel Leistung fürs Geld Garantie- und Crash-Replacement-Bestimmungen

Die neue RC-Reihe von Rose umfasst Carbon-Laufräder verschiedener Felgenhöhen und für unterschiedliche Einsatzzwecke - das RC Fifty ist dabei das einzige Modell für Felgenbremsen. Ähnlich wie sein Disc-Pedant (vgl. RB 07/20) überzeugt es auf der Straße mit spritzigem Antritt dank Fliegengewicht, großer Lenkpräzision und hoher Fahrstabilität. Vor allem aber hält das RC Fifty Carbon hohes Tempo beeindruckend leicht - womöglich der Aero-Vorteil der höchsten Felge im Test. Auch die Bremspower der SwissStopp-Beläge stimmt. Bei den Steifigkeitsmessungen sind die Konkurrenten etwas besser, Roses Werte sind aber über alle Zweifel erhaben. Großzügig: sechs Jahre Garantie und Crash-Replacement.

Fazit: Spritzig, agil, schnell: Zum vergleichsweise attraktiven Preis schnürt Rose ein tolles Paket.

  • Gewichte: VR 617 g/HR 757 g
  • Preis: 1499 Euro
  • Felgenmaße (Breite innen/Breite außen/Höhe): 19,5 mm/28 mm/47 mm
  • Speichen: v 20 rad./h 21, links radial, rechts 3x gekreuzt
  • Lieferumfang: Schnellspanner, Bremsbeläge, Tubeless-Ventile und -Felgenband, Laufradtasche
  • Gewichtslimit: 110kg Systemgewicht (Fahrer, Rad, Ausrüstung)
  • Gewichte LRS (1374 g): Seitensteifigkeit (v 99, h 94 Nm/°): Torsionssteifigkeit (4,09 mm): Trägheit (v 801, h 807 ms): Aufbau (sehr gut mittig und rund aufgebaut): Fahreindruck (rollt sehr schnell, sportlich, stabil): Wertung: ÜBERRAGEND (95 Punkte)

Campagnolo Bora WTO 33

Campagnolo Bora WTO 33 leicht, steif, schnell tolle Bremsleistung, aber... ...lautes Pfeifen beim Bremsen

Erst im Januar 2020 vorgestellt, komplettieren die Bora WTO 33 Campagnolos Aero-Reihe, die immerhin vier Profilhöhen umfasst (WTO steht für Wind Tunnel Optimized). Mit knapp über 1400 Gramm Set-Gewicht gefällt der Satz aber auch als Gipfelstürmer, der im Labor bei Steifigkeits- und Trägheitsmessungen fleißig Punkte sammelt. Auf der Straße gefallen die quirlige Beschleunigung und die sehr präzise Lenkung, auch die Bremspower beeindruckt. Geschmackssache ist dabei aber das sehr laute Pfeifgeräusch beim Bremsen, die aufgeraute Flanke sorgt zudem für ordentlichen Belagverschleiß. Drei Jahre Garantie sind kundenfreundlich, der Verzicht auf ein Crash Replacement ist es weniger.

Fazit: Die flinken Bora WTO 33 sind nicht nur für Campa-Fans eine Empfehlung, bremsen allerdings recht laut.

  • Gewichte: VR 607g/HR 809g
  • Preis: 2160 Euro
  • Felgenmaße (Breite innen/Breite außen/Höhe): 19 mm/26,7mm/33mm
  • Speichen: v 18 radial/h 21, links radial, rechts 2x gekreuzt
  • Lieferumfang: Schnellspanner, Bremsbeläge, Tubeless-Ventile und Reduzierhülse, Reifenheber
  • Gewichtslimit: 120kg Systemgewicht (Fahrer, Rad, Ausrüstung)
  • Gewichte LRS (1416 g): Seitensteifigkeit (v 113, h 109 Nm/°): Torsionssteifigkeit (3,97 mm): Trägheit (v 793, h 803 ms): Aufbau (sehr gut mittig und rund aufgebaut): Fahreindruck (schnell, präzise, lautes Bremsen): Wertung: SEHR GUT (84 Punkte)

DT Swiss PRC 1400 Spline 35

DT Swiss PRC 1400 Spline 35 toller Fahreindruck Garantie- und Crash-Replacement-Bestimmungen niedrigstes Gewichtslimit im Vergleich

2018 vorgestellt, ist das PRC 1400 Spline 35 von DT Swiss das "dienstälteste" der hier getesteten 2000-Euro-Laufräder. Auf der Straße gefällt es mit einem sehr ausgewogenen Fahreindruck: Die Beschleunigung ist sehr gut, die Lenkung extrem präzise, hohes Tempo hält das Set ausgesprochen willig, die Bremspower ist hoch. Akustisch fallen der sehr laute Freilauf, leises "Bollern" der Felgen und dezentes Sirren beim Bremsen auf. Im Labor hingegen kosten das in diesem Vergleich hohe Set-Gewicht und die Trägheitswerte wertvolle Punkte. Großzügig: Für Carbon-Felgen gewährt DT Swiss kundenfreundliche Garantie- (lebenslang) und Crash-Replacement-Bestimmungen (10 Jahre 249 Euro für eine Ersatzfelge).

Fazit: Macht Spaß: Das PRC 1400 von DT Swiss ist vielseitig und schnell. Im Labor sammeln andere mehr Punkte.

  • Gewichte: VR 667g/HR 826g
  • Preis: 1957 Euro
  • Felgenmaße (Breite innen/Breite außen/Höhe): 18 mm/25mm/35mm
  • Speichen: v 20 radial/h 24, links und rechts 2x gekreuzt
  • Lieferumfang: Schnellspanner, Bremsbeläge, Tubeless-Ventile und -Felgenband, Sram XDR-Body
  • Gewichtslimit: 100kg Systemgewicht (Fahrer, Rad, Ausrüstung)
  • Gewichte LRS (1493 g): Seitensteifigkeit (v 120, h 99 Nm/°): Torsionssteifigkeit (3,86 mm): Trägheit (v 813, h 817 ms): Aufbau (sehr gut mittig und rund aufgebaut): Fahreindruck (komplett, ausgewogen, agil): Wertung: SEHR GUT (80 Punkte)

Die Besten im Test: Laufräder um 1000 Euro

Easton EA90 SL (Testsieger)

Easton EA90 SL leicht, steif, komfortabel tolles Bremsverhalten kein Gewichtslimit Garantie nur ohne Rennen

Eastons EA90 SL überzeugt in Labor und Praxis - Testsieg! Trotz massiver Naben und breiter Felge bleibt der Satz locker unter der für Alu-Laufräder magischen Gewichtsgrenze von 1500 Gramm und sammelt fleißig Punkte bei den Steifigkeitsmessungen. Im Sattel begeistern die EA90 SL mit sattem Vortrieb und spritziger Beschleunigung, das Lenkverhalten ist wendig-agil und zugleich absolut präzise. Dank breit bauender Reifen stimmt auch der Komfort. Crash-Replacement bietet Easton nicht, dafür aber zwei Jahre Garantie - ohne Renneinsatz. Positiv: kein Gewichtslimit. Einziges Manko für Interessenten: Easton stellt zum Modelljahr 2021 komplett auf Disc um - Restbestände sind aber noch erhältlich.

Fazit: Leicht, steif, komfortabel - Eastons EA 90 SL überzeugt auf ganzer Linie. Auch als Tipp für schwere Piloten.

  • Gewichte: VR 653 g/HR 829 g
  • Preis: 1098,80 Euro
  • Felgenmaße (Breite innen/Breite außen/Höhe): 20 mm/25 mm/27 mm
  • Speichen: v 20 rad./h 24, li 1x, re 2x
  • Lieferumfang: Schnellspanner, Tubeless-Ventile und -Felgenband, Ventilschlüssel
  • Gewichtslimit: keins
  • Gewichte LRS (1482 g): Seitensteifigkeit (v 107, h 96 Nm/°): Torsionssteifigkeit (3,92 mm): Trägheit (v 804, h 810 ms): Aufbau (sehr gut mittig und rund aufgebaut): Fahreindruck (sehr spritzig, präzise, toller Vortrieb): Wertung: ÜBERRAGEND (95 Punkte)

Mavic Ksyrium Pro UST (Preis-Leistungs-Tipp)

Mavic Ksyrium Pro UST sehr leicht und sportlich großer Lieferumfang mit Tubeless-Vollausstattung geringste Torsionssteifgkeit

Aufatmen bei Mavic: Die zuletzt in finanzielle Schieflage geratene Traditionsmarke hat offensichtlich einen neuen Investor gefunden und plant ein Comeback. Erfreulich: Bereits in der Vergangenheit überzeugende Produkte sind weiterhin verfügbar. So wie das Ksyrium Pro UST, dessen Beschleunigung und Agilität dem Fahrer ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert. Die Torsionsmessung hingegen ist traditionell Mavics Achillesferse. Den Preis-Leistungs-Tipp sicherten sich die Franzosen durch den großen Lieferumfang mit Tubeless-Vollausstattung: Reifen und Ventile sind schon montiert, nur Dichtmilch einfüllen und ab dafür. Zwei Jahre Garantie werden bei Produktregistrierung um ein weiteres Jahr ergänzt.

Fazit: Findet Mavic nach unternehmerischen Querelen zurück in die Spur? Produktseitig spricht nichts dagegen.

  • Gewichte: VR 596 g/HR 842 g
  • Preis: 949 Euro
  • Felgenmaße (Breite innen/Breite außen/Höhe): 17 mm/21 mm/ v 17, h 20 mm
  • Speichen: v 18 rad./h 20 re rad., li 2x
  • Lieferumfang: Schnellspanner, Tubeless-Reifen und Zubehör, Werkzeug, 10-fach-Distanzring
  • Gewichtslimit: 120 kg Systemgewicht
  • Gewichte LRS (1438 g): Seitensteifigkeit (v 98, h 92 Nm/°): Torsionssteifigkeit (8,19 mm): Trägheit (v 790, h 801 ms): Aufbau (sehr gut mittig und rund aufgebaut): Fahreindruck (sehr sportlich-spritzig, präzise): Wertung: SEHR GUT (82 Punkte)

DT Swiss PR 1400 Dicut Oxic 21

DT Swiss PR 1400 Dicut Oxic 21 leicht , steif, schnell dauerhaft schwarze Bremsflanke etwas schwächere Bremsleistung bei Nässe

Schwarze Bremsflanken sind für viele ein optisches Highlight. Alu-Flanken verlieren aber oft ihre Farbe. Nicht so die Oxic-Modelle von DT Swiss mit elektrochemischer Keramikbeschichtung, die im RB-Dauertest über Tausende Kilometer überzeugte. Doch nicht nur das: Die flache Version (es gibt noch eine mit 32-mm-Felge) ist betörend leicht, beschleunigt wieselflink, bietet ordentlichen Komfort und überzeugte auch auf den Prüfständen. Die Bremswirkung ist hoch, setzt bei Nässe aber verzögert ein - der einzige Kritikpunkt. Hinweis: Da beim ursprünglichen Test auch Punkte für Dauerhaltbarkeit und Bremsverhalten vergeben wurden, wurde die Bewertung für diesen Vergleich angepasst.

Fazit: Der DT-Satz überzeugt in Labor und Praxis, dank dauerhaft schwarzer Bremsflanke gibt’s auch was fürs Auge.

Laufradsatz Vergleich

Hier ist ein Vergleich verschiedener Laufradsätze, basierend auf einem Test aus dem August 2025:

Modell Bewertung Kundenwertung bei Amazon Felgen Durchmesser Einbaubreite (vorne | hinten) Lochzahl (vorne | hinten) Passende Kassette Material (Felgen | Speichen) Kompatibles Bremssystem Geringes Gewicht (vorne | hinten) Vorteile
Rujixu DTXT-8.0-R4 Sehr gut 56 Bewertungen 28 Zoll 100 mm | 130 mm 18 | 21 8- bis 11-fach Aluminium | Edelstahl Felgenbremsen 850 g | 1.050 g Mit Hohlkammerfelgen, besonders leicht, mit Schnellspannern
Icanian G24 Sehr gut Noch keine Bewertungen 28 Zoll Keine Herstellerangabe 24 | 24 10-, 11- und 12-fach Carbon | Edelstahl Scheibenbremsen 635 g | 757 g Aus Carbon, mit Hohlkammerfelgen, für Scheibenbremsen, besonders leicht, in weiteren Größen erhältlich
Vuelta Quattro X Sehr gut 18 Bewertungen 26 Zoll 100 mm | 135 mm 36 | 36 7- bis 10-fach Aluminium | Edelstahl Felgenbremsen Gesamt 2.560 g Mit Hohlkammerfelgen, mit Schnellspannern, sehr leicht
Tomyeus VPPV-464611 Sehr gut 3 Bewertungen 26 Zoll 100 mm | 135 mm 32 | 32 7- bis 11-fach Aluminium | Edelstahl Scheibenbremsen Gesamt 2.150 g Mit Hohlkammerfelgen, für Scheibenbremsen, mit Schnellerspannern, in weiteren Größen erhältlich
Vuelta Airtec 4 Sehr gut 19 Bewertungen 28 Zoll 100 mm | 130 mm 20 | 24 7- bis 10-fach Aluminium | Stahl Felgenbremsen Gesamt 2.080 g Mit Hohlkammerfelgen, geringes Eigengewicht, mit Schnellspannern
Bdcp Black Dingo DMS19 Gut 36 Bewertungen 26 Zoll 100 mm | 135 mm 36 | 36 7- bis 11-fach Aluminium | Stahl Felgenbremsen 910 g | 1.130 g Mit Hohlkammerfelgen, geringes Eigengewicht, mit Schnellspannern
Vuelta Laufradsatz XRP II Gut 106 Bewertungen 28 Zoll 100 mm | 135 mm 24 | 24 8- bis 10-fach Aluminium | Stahl Felgenbremsen 1.095 g | 1.338 g Mit Hohlkammerfelgen, mit Schnellspannerngeringes Eigengewicht
Redondo 28-0-001+28-1-001+7-fach Gut 179 Bewertungen 28 Zoll 100 mm | 135 mm 36 | 36 7-fach Aluminium | Stahl Felgenbremsen 1.000 g | 1.150 g Mit Hohlkammerfelgen, mit 7-fachem Kranz, mit Befestigungsschrauben im Lieferumfang, Bremsflanken geschliffen

Laufradsätze-Kaufberatung

Die Funktion der Felge am Bike ist dabei ganz einfach erklärt. Sie sorgt dafür, dass Reifen, Schlauch und Speichen als ein Laufrad, als eine Einheit funktionieren.

Der wohl wichtigste Aspekt beim Kauf einer Felge ist die Auswahl der richtigen Größe. Der Durchmesser, der in der Regel in Zoll angegeben ist, bestimmt, für welche Fahrräder die Felge kompatibel ist, also an welchen Bikes Sie sie montieren können. Als allgemeiner Tipp: Für Mountainbikes müssen Sie meistens 26 Zoll Fahrradfelgen verwenden, bei fast allen anderen Fahrradtypen wie auch City- oder Trekkingbikes sind dagegen 28 Zoll Fahrradfelgen üblich.

Der zweite wichtige Punkt ist die Breite der Felgen. Hier gibt es große Unterschiede: Für Rennräder etwa gib es ganz schmale Felgen, für Trekkingräder oder Citybikes werden die Felgen schon etwas breiter, während sich für Mountainbikes ganz breite Fahrradfelgen eignen.

Wenn Sie eine eher preiswertere Alternative suchen, besteht die Fahrradfelge meist aus simplem Stahl. Für den ambitionierteren Biker stellen jedoch Aluminium-Flegen eine echte und höherwertigere Alternative dar. Aluminium ist als Leichtmetall deutlich weniger anfällig gegenüber Oxidation und hat im Vergleich zu Stahl ein deutlich geringeres Eigengewicht.

Mittlerweile verwenden die meisten Hersteller sogenannte Hohlkammerfelgen. Die Hohlkammerfelgen verfügen dagegen über Hohlkammern im Innern der Felge, welche Sie deutlich leichter und kostengünstiger machen.

Aufgrund ihrer Robustheit werden auf den meisten Bikes die Tiefbettfelgen verbaut, da diese auch große Belastungen wegstecken können. Bei Rennrädern kommen dagegen eher V-Felgen zum Einsatz, die bei ähnlicher Steifigkeit ganz einfach ein geringeres Gewicht als Tiefbettfelgen aufweisen.

Systemlaufräder vs. Klassisch gespeichte Laufräder

Kompletträder nahezu aller Leistungsklassen und Fahrradtypen werden in der Regel von Haus aus mit Systemlaufrädern ausgestattet. Diese sind jedoch aber auch bei Laufradherstellern ab rund 200 EUR separat erhältlich. Systemlaufräder sind in ihren Komponenten (Felgen, Naben, Speichen) bestens aufeinander abgestimmt und daher sehr stabil. Für ein hochwertiges Systemlaufräder muss mit etwa 400 EUR gerechnet werden.

Noch leichter und noch teurer sind Laufräder aus Carbon beziehungsweise aus Aluminium und Carbon. Außer durch ein extrem geringes Gewicht zeichnen sie sich durch eine hohe Steifigkeit aus. Die Anschaffungskosten liegen im vierstelligen Bereich - der Kundenstamm ist dementsprechend relativ klein.

Klassisch gespeichte Laufräder wiederum gelten als unschlagbar in puncto Haltbarkeit und Stabilität. Sie werden nach Maßgabe des Fahrergewichts sowie des Einsatzzwecks von einem Fachmann zusammengebaut, wobei auch Einfluss genommen werden kann auf die verwendeten Materialien. Klassisch gespeichte Laufräder besitzen meistens 32 oder 36 Speichen, weswegen sie für schwere Fahrer eine gute Alternative zu einem Systemlaufrad darstellen. Aber auch Vielfahrer schwören häufig auf diesen Laufradtyp.

Sportliche Trekkingräder 28 Zoll

Die sportlichen Laufräder kombinieren leichte, 22 mm breite Ryde Pulse Comp Felgen mit jeweils 28 aerodynamischen Messerspeichen (teuer!) und einer Shimano FH-CX75 11-fach-Nabe bzw. einem PD-8 Dynamo von Shutter Precision. Die Räder können mit Felgen- oder Scheibenbremsen benutzt werden. Die ca. 18 mm Maulweite der Felgen bedeutet, dass man bis zu 42 mm breite Reifen montieren kann.

Allround-Trekkingräder 28 Zoll

Der zweite Satz Laufräder, ebenfalls in 622 mm / 28", sind klassische "Allround"-Räder. Die neuen Mavic 421 EN Disc-Felgen sind fast 27 mm breit, sie kommen auch mit dicken 62 mm / 2,4"-Reifen zurecht. Naben mit 32 Speichen vorne und hinten sind Standard bei Trekkingrädern. Während 48 der insgesamt 64 Speichen hochwertige 2,0/1,8/2,0 mm Doppeldickendspeichen sind, haben die stark belasteten 16 Speichen auf der Zahnkranzseite einen auf 2,2 mm verstärkten Bogen. Der Shimano DH-T785 Nabendynamo ist gut aber bezahlbar, während die "high-end" Novatec 4-in-1-Hinterradnabe knapp 200 Euro kostet.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0