Kann ich bei meinem alten Mountainbike mit Kettenschaltung einen Umbau auf 1x12 durchführen? So oder so ähnlich lautet eine häufig gestellte Frage. Da diese sich in den meisten Fällen mit einem eindeutigen JA beantworten lässt, wollen wir uns in diesem Artikel einmal mit dem WIE und den damit verbundenen Vor- und Nachteilen auseinandersetzen.
Was bedeutet 1x11/12 eigentlich genau?
Vorne hat man nur noch ein Kettenblatt an der Kurbel, wodurch unter anderem der Umwerfer entfällt. Die Gründe dafür sind meist einhellig, denn der 1x12-Standard gilt beim Mountainbike derzeit als „State-of-the-art“, also der Stand der Technik.
Vorteile des 1x11/12-Antriebs
- Weniger Gewicht durch eine geringere Anzahl benötigter Komponenten.
- Aufgeräumtes Cockpit und ein sportlicheres Schaltverhalten.
- Eine Verwendung ovaler Kettenblätter ist wesentlich unproblematischer.
- Durch den wegfallenden Umwerfer hat man auch eine potenzielle Schwachstelle und Fehlerquelle weniger, da besonders das Schalten zwischen den Kettenblättern unter Last generell als problematisch anzusehen ist.
- Gewichtsreduktion: Schalthebel, Umwerfer, Bowdenzughüllen, Schaltzug, Befestigungsmaterial und zwei Kettenblätter fallen weg.
- Aufgeräumtes Cockpit: Anstatt links und rechts je einen Schalthebel, entfällt der Linke vollständig. Man gewinnt Platz für andere Elemente, wie zum Beispiel den Remote-Hebel für eine versenkbare Sattelstütze.
- Sportliches Schaltverhalten: Man kann es glauben oder nicht, aber das Fahrgefühl wird „purer“. Man muss sich einfach weniger auf das Schalten konzentrieren, da man nicht mehr aufgrund des Kettenschräglaufs darauf achten muss, vorne mitzuschalten. Es gibt keine „verbotenen Gänge“ mehr. Man schaltet die Gänge einfach durch und kann jeden Gangwechsel unter Last ausführen.
Nachteile des 1x11/12-Antriebs
Wie wir bereits bei anderen Thematiken festgestellt haben, geht selten ein Vorteil ohne entsprechenden Nachteil einher. Damit wäre beispielsweise die geringere Bandbreite zu nennen, wobei dieser Abstrich bei modernen 12-fach-Schaltungen immer weniger gewichtet. Aus meiner Sicht ist der größte Nachteil deshalb der Kostenfaktor. Die Verschleißteile am Antrieb, Ketten und Kassetten, sind im Vergleich relativ teuer in der Anschaffung. Besonders die Ketten verschleißen nach meiner Erfahrung schneller und sollten früher, bereits ab etwa einer Längung von 0,5 Millimetern, gewechselt werden. Das System ist zudem etwas empfindlicher und anfälliger gegen Schmutz.
Benötigte Komponenten für den Umbau
Um die optimale Schaltperformance zu erreichen, sollte der gleiche Hersteller gewählt werden, wie beim Schaltwerk. Seit der Einführung von 1x12 gibt es kaum noch Schalthebel mit Ganganzeige, was ich persönlich etwas schade finde.
Schaltwerk
Je nach Bandbreite der gewählte Kassette ist darauf zu achten, die richtige Länge des Schaltwerkskäfigs (bei Shimano meist SGS) zu wählen. Das Schaltwerk sollte vom gleichen Hersteller sein, wie der Schalthebel. Alte 10-Fach-Schaltwerke können für 12-Fach-Umbauten generell verwendet werden.
Kassette
Die Wahl der richtigen Kassette hängt bei Umbauten auf 1x12 hauptsächlich vom vorhandenen Freilauf ab. Bei älteren Bikes ist dies mit hoher Wahrscheinlichkeit der Shimano-HG-Freilauf. Im Low-Budget-Segment wurden allerdings auch Schraubkranznaben verwendet, bei denen der Freilauf in der Kassette integriert ist. Diese sind nicht geeignet.
Kette
Wichtig ist, auf die Bezeichnung 12-Fach zu achten. Den gleichen Hersteller wie bei der Kassette zu wählen ist empfehlenswert, aber kein Muss. Die Kette sollte je nach verwendeter Kassette und Größe des Kettenblatts individuell abgelängt werden. Da sich die Glieder der dünnen 12-Fach-Ketten generell schlecht wieder verschließen lassen, sollte in jedem Fall ein Kettenschloss verwendet werden.
Kettenblatt
Natürlich kann man eines der alten Kettenblätter für den Umbau verwenden. Dies empfiehlt sich allerdings nur in Kombination mit einem Kettenspanner. Die eleganteste Lösung bietet ein Kettenblatt mit der sogenannten Narrow-Wide-Verzahnung. Diese gibt es in Rund oder Oval und es wird kein Kettenspanner benötigt. Das spezielle Design der Zähne verhindert ein Abspringen der Kette sehr zuverlässig. Im härteren Gelände ist es jedoch kein Schaden, zusätzlich ein Schaltwerk mit Shadow+ oder einer vergleichbaren Technologie zu verwenden. Wer seine alte 3-Fach-Kurbel mit nur einem Kettenblatt weiterverwenden möchte, kann dies tun. Das Einfach-Kettenblatt wird dann an die Position des mittleren Kettenblatts montiert. Hier ist auf den Lochkreis zu achten.
Freilauf-Standards
Mit der Einführung der 12-Fach-Antriebe wurden durch die führenden Hersteller Shimano und SRAM auch neue Freilauf-Standards eingeführt. Bei SRAM heißt der neue Standard „XDR“, bei Shimano nennt man die Schöpfung „Micro Spline“. Für welchen der beiden Hersteller man sich nun entscheidet mag für manche eine Glaubensfrage sein; in erster Linie ist es jedoch Geschmackssache. Ich persönlich setze auf Shimano, da mir das weichere und gefühlt präzisere Schaltverhalten besser zusagt und ich seit Jahren ohne große Probleme damit unterwegs bin.
Warum neue Freilauf-Standards?
Die aktuellen 12-Fach-Kassetten verfügen über ein 10er Ritzel, was die Bandbreite zusätzlich erhöht. Auch das ist neu, denn über Jahrzehnte hinweg war das 11er Ritzel das Kleinste seiner Art. Um dieses 10er Ritzel montieren zu können, wird ein kleinerer Freilaufkörper benötigt. Es gibt aber auch 12-Fach-Kassetten, die über kein 10er Ritzel verfügen. Diese können daher problemlos auf dem alten Freilauf-Standard (HG) montiert werden.
Wer also sein altes Mountainbike auf 1x12 umrüsten möchte, muss nicht zwingend eine neue Hinterradnabe einspeichen oder das Laufrad wechseln.
Vor- und Nachteile des 10er Ritzels
Die Bandbreite ist bei den nachrüstfreundlichen 12-Fach-Kassetten mit 11er Ritzel natürlich etwas geringer. Sie sinkt beispielsweise von 510% auf 473%. Dafür bietet auch sie wiederum Vorteile: Ein 10er Ritzel verschleißt sehr schnell, zudem ist die Kraftübertragung durch den sogenannten Polygoneffekt vergleichsweise ineffizient. Je kleiner ein Zahnrad ist, das von der Kette umlaufen werden muss, desto stärker prägt sich der Effekt aus. Die Kraft, die auf den nur 10 Zähnchen lastet, ist enorm. Wenn dann noch zusätzlich ein E-Antrieb an der Kette zerrt, kann man sich ausrechnen, wie schnell das Ganze verschleißen wird.
Bastardschaltung
Den alten Freilauf weiterhin nutzen zu können, reduziert die Kosten und den Aufwand beim Umbau erheblich und macht diesen auch für die Eigner älterer Mountainbikes erschwinglich. Einzig Shimano hat keine 12-Fach-Kassette für den alten Freilauf im Programm. Hier kann man sich jedoch einfach am SRAM-Baukasten bedienen. Die bereits oben genannte PG-1230 lässt sich problemlos in Kombination mit Shimano-Schaltkomponenten betreiben. Ich selbst fahre so eine „Bastardschaltung“ an einem meiner Fahrräder, also eine Schaltung, die aus den Komponenten mehrerer Hersteller besteht.
135mm Hinterrad-Nabe
Mein altes Mountainbike hat eine 135mm Hinterrad-Nabe mit klassischem Schnellspanner. Die alten Schnellspanner-Naben mit Standard-Freilauf lassen sich nicht umrüsten. Die Nabe kann allerdings komplett getauscht werden. Die Hersteller haben hier inzwischen nachgezogen und bieten auch 135mm Schnellspanner-Naben mit Micro-Spline-Freilauf an. Bei modernen, höherwertigen 135mm-Naben lässt sich der Freilauf dagegen umrüsten.
Wie viele Gänge sind wirklich notwendig?
Definitiv ja. Theoretisch reicht auch weniger. Eine Zeit lang war ich sogar mit einem 1x9-Antrieb in den Bergen unterwegs. Es ist also möglich, entsprechendes Training vorausgesetzt. Spürbar komfortabler ist es natürlich mit 1x11 oder 1x12 im alpinen Gelände.
Ohnehin ist das mit den Gängen bei den Einfachantrieben eine ziemlich transparente Sache. Bei den alten 3x9-Schaltungen mit ihren legendären 27-Gängen (oder später sogar 30 Gänge mit 3x10), war das nämlich noch anders. Diese 27-Gänge waren vor allem eines: ein Verkaufsargument. Durch die Redundanz verschiedener Schaltkombinationen waren es tatsächlich nur 14 „echte“ Gänge, da einige Gänge schlicht doppelt vorhanden waren.
Für den Enthusiasten, der sein 26-Zoll-Mountainbike auch die nächsten Jahre durch die Berge jagen möchte, wird sich der Umbau auf 1x12 oder auch 1x11 als Spaßfaktor ebenfalls lohnen. Dieser ist bereits ab etwa 250 Euro zu haben. Für die Pendlerin im Flachland oder den Gelegenheitsfahrer, der hauptsächlich in der City unterwegs ist, reichen auch weniger Gänge. Oder der alte Dreifach-Antrieb wird einfach weitergefahren und ohnehin meist auf dem mittleren Kettenblatt bewegt.
Der Durchbruch der Einfach-Schaltungen
Den richtigen Durchbruch erlebten die puristischen Antriebe aber erst, als Sram mit seiner Eagle-Technologie das zwölfte Ritzel an der Kassette einführte. Seitdem gehen die vielen Vorteile von Einfach-Schaltungen mit einer annehmbaren Bandbreite von 500 Prozent einher. Diesen Sommer hat endlich auch Shimano seinen XT- und SLX-Schaltgruppen ein zwölftes Ritzel spendiert. Mit den preisgünstigeren Gruppen von Sram und Shimano ist der Siegeszug der 1x12-Schaltungen endgültig vollendet.
Wer mit 500 beziehungsweise 510 Prozent Bandbreite noch immer nicht zurechtkommt, hat bei Shimano zudem nach wie vor die Option, eine 2x12-Version zu verbauen. Diese bietet dann eine Bandbreite von 623 Prozent. Noch nie war der Umstieg auf den aktuellen Zwölffach-Standard also attraktiver als jetzt.
Worauf muss man beim Umrüsten auf 12fach achten?
Wer sein altes Mountainbike mit einem neuen Zwölffach-Antrieb ausstatten will, sollte vor allem auf folgende Problemzonen achten.
Kurbel
Zwölffach-Upgrade-Kits werden meist ohne Kurbel angeboten. Der Grund: Oft kann man seine alte Kurbel (im Bild eine Dreifach-Kurbel mit 104 mm Lochkreis) mit einem neuen Kettenblatt für die 1x12-Schaltung aufrüsten. Passende Nachrüstkettenblätter für jeden Antrieb gibt es von Sram oder Race Face, Absolute Black und anderen Zubehöranbietern.
Freilauf
Bis 2012 gab es ausschließlich Shimanos HG-Freilauf (Mitte). Jetzt hat der Ur-Standard aber ausgedient. Die unterschiedlichen Zwölffach-Antriebe verlangen meist nach spezifischen Freiläufen. Links der Micro-Spline-Freilauf für die 12fach-Kassetten von Shimano, rechts der XD-Freilauf für 11fach- und 12fach-Kassetten von Sram.
Alternativen und Kombinationen
Ich entscheide mich für das beste aus den 2 Welten, beste Funktion mit möglichst wenig Kosten. Die Ritzelabstände bei Shimano und SRAM sind mit 3.9mm so gut wie identisch.
Shimano vs. SRAM
SRAM ist hier übrigens bei der X01 im Jahr 2017 bereits bei 10-50 und 12fach, also immer einen Schritt vorraus. Wünschen würde ich mir allerdings eher eine GX 10-44t 11fach Kassette. Doch man kann das große Ritzel auch nicht endlos vergrößern, man bekommt irgendwann Probleme mit Gewicht, Schräglauf oder das die Kette abspringt.
Vergleich Shimano 11-42 vs. SRAM
Bei Shimano fällt der Schritt zwischem 2. und 3. Ritzel sogar größer aus als bei SRAM. Die Schaltschritte fallen bei SRAM generell etwas harmonischer aus, wie man unten im Bild sehen kann. Was dagegen bei beiden Kassetten stört, die größten 3 Ritzel sind zu eng gestuft. Man könnte hier problemlos bis min.
Die letzte Evolutionsstufe bei Shimano 11fach ist 11-46t. Die Übersetzung ist wie folgt: 11-13-15-17-19-21-24-28-32-37-46. Wenn man dies z.B. 60-584 Reifen und 85rpm folgende Geschwindigkeiten: 7.4, 9.3, 10.7, 12.2, 14.3, 16.3, 18.1, 20.1, 22.8, 26.4, 31.2.
SRAM XG-1150 Kassette
Die SRAM XG-1150 11fach Kassette aus der GX Reihe ist mit ca. Die XG-1150 ist mit 393g trotz 42er Stahlritzel, dazu noch einiges leichter als die XT 11-42 11fach Version von Shimano mit 445g. Ein Nachteil ist, die 4 kleineren Ritzel können nicht wie bei Shimano einzeln ersetzt werden. Allerdings gibt es Shimano auch keine Einzelritzel mehr zu kaufen.
Bei der XG-1150 ist nicht einmal das größte Ritzel austauschbar wie bei der XX1, denn dieses ist vernietet.
Schaltwerk und Shifter
Ein Schaltwerk von SRAM wäre bei 1fach eigentlich die bessere Wahl, da die Rolle noch weiter versetzt ist als beim XT 8000 Schaltwerk.
Umbau-Anleitung
Je nachdem, welche Schaltgruppe an dem Mountainbike verbaut ist, benötigt man kompatible Ersatzteile. An meinem Rose Count Solo war herstellerseitig die Shimano XT M8000 Gruppe verbaut.
Kettenblatt
Für dem Umbau musste also das größere Kettenblatt mit 36 Zähnen durch ein neues Single Speed Kettenblatt ersetzt werden. Bevor man den Antrieb umbaut, entfernt man am besten die alte Kette - es sei denn sie muss noch nicht ausgetauscht werden. Wenn zur Verbindung der Kette ein Quicklink Kettenschloss verwendet wurde, benötigt man entweder viel Geschick und Kraft oder eine passende Zange. Damit kann man die Kettenglieder links und rechts neben dem Kettenschloss zusammendrücken und das Schloss dadurch öffnen.
Kurbel
Für den Umbau der Kettenblätter muss die Kurbel demontiert werden. Das geschieht bei Hollowtech II Kurbeln auf der nicht kettenführenden Seite. Zunächst wird die Sternschraube mit Hilfe des passenden Spezialwerkzeugs gelöst und herausgeschraubt. Die Linke Kurbel steckt auf einem Vielzahn und ist mit zwei gegenüberliegenden Innensechskantschrauben gesichert. Nach lösen und entfernen der beiden Schrauben kann die Kurbel einfach abgezogen werden.
Kettenblattschrauben
Jedes der beiden Kettenblätter ist mit 4 Kettenblattschrauben befestigt. Beim entfernen der Schrauben ist darauf zu achten, dass man den richtigen Torx Schlüssel verwendet. Benötigt wird ein T30 Torx! Das ist deshalb wichtig, da die Schrauben von Haus aus mit einem Schraubensicherungskleber montiert werden und dementsprechend schwer zu lösen sind.
Montage des neuen Kettenblattes
Bei der Montage des neuen Kettenblattes kann man nicht viel falsch machen. Man sollte aber darauf achten, es richtig herum mit der Kurbel zu verschrauben. Die Seite des Kettenblattes, auf der die Löcher zusätzliche Vertiefungen für die Schraubenköpfe haben, gehört nach innen. Damit ist der Umbau des vorderen Kettenblattes abgeschlossen und die Kurbel kann wieder am Rad montiert werden. Das funktioniert genauso wie das Abbauen - allerdings in umgekehrter Reihenfolge.
Umwerfer entfernen
Der vordere Umwerfer wird zukünftig nicht mehr benötigt. Daher kann er zusammen mit seinem Schalthebel vom Sitzrohr bzw. Lenker abgebaut werden. An meinem Count Solo war ein Direct Mount Side-Swing Umwerfer mit einer Schraube an einer angeschweissten Befestigungsplatte montiert. Es gibt den Umwerfer aber auch mit einer Schellenbefestigung. Zum Entfernen des Schaltzugs knipst man am einfachsten die Abschlusshülse am Ende ab und öffnet die Zugbefestigungs-Schraube am Umwerfer.
Zahnkranz wechseln
Um den hinteren Zahnkranz zu wechseln, muss das Laufrad aus dem Rahmen ausgebaut werden. In den meisten Fällen geschieht dies durch lösen des Schnellspanners oder der verbauten Steckachse. Wer ein Schaltwerk mit Dämpfung besitzt, sollte vorher den grauen Hebel öffnen. Um den alten Zahnkranz zu lösen benötigt man ein Abnehmer-Set, bestehend aus einer Kettenpeitsche und einem Schlüssel, mit dem sich die Zahnkranz Abschlussmutter montieren/demontieren lässt. Damit sich die Mutter mit dem Schlüssel gegen den Uhrzeigersinn drehen läßt, muss das gesamte Ritzelpaket mit der Kettenpeitsche sicher festgehalten werden. Nach dem entfernen der Abschlussmutter lassen sich die einzelnen Ritzel von der Freilaufnabe abziehen. Die Montage des neuen Zahnkranzes funktioniert genauso. Der Freilauf sollte vorher aber gut gereinigt und neu gefettet werden.
Kette anpassen und montieren
Zum Schluss wird die neue Kette aufgezogen. Dazu muss zunächst die Länge angepasst werden. Am einfachsten orientiert man sich dabei an der alten Kette und kürzt die Neue auf die gleiche Länge. Zum entfernen einzelner Kettenglieder drückt man die entsprechenden Bolzen mit dem Kettennietdrücker aus der Kette. Shimano Ketten sind in der Regel laufrichtungsgebunden. Die Kette wird vorne über das Kettenblatt gelegt, hinten von oben über eines der Ritzel geführt und nach unten durch den Schaltkäfig des Schaltwerks gefädelt. Verschlossen werden die beiden offenen Kettenglieder entweder durch ein Quicklink Kettenschloss oder durch den Bolzen, der mit der Kette mitgeliefert wird.
Damit ist der Umbau abgeschlossen.
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