Unfallfolgen ohne Fahrradhelm: Eine statistische Betrachtung

Täglich werden Fälle wie Irmgard P. ins ukb eingeliefert: Radfahrer, die ohne Helm einen Verkehrsunfall hatten.

Irmgard P. ist schwer verletzt. Sie durchläuft im Krankenhaus die üblichen Stationen für Unfallopfer. Nach einer Untersuchung im Computertomografen und beim Röntgen steht fest: kein Blutgerinnsel. Aber eine schwere Gehirnerschütterung, ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Mittelgesichtsfraktur, die aber nicht operiert werden muss.

„Mit Helm wäre ihr das ziemlich sicher erspart geblieben“, sagt Karsten Lesemann. Er ist der Notarzt, der Irmgard P. als Erster versorgt hat. Er muss es wissen, denn immer wieder liefert er Radfahrer ins Unfallkrankenhaus. „Schwache Verkehrsteilnehmer sind fast völlig schutzlos. Kein Airbag und keine Knautschzone geben ihnen Spielraum. Da muss ich doch wenigstens den Helm aufsetzen. Das würde so viele schwere Verletzungen verhindern“, sagt er.

Vergesslichkeit, Eitelkeit und Sorglosigkeit: Es gibt viele Ursachen, warum Radfahrer auf den Kopfschutz verzichten. „Bei Kindern denken die Eltern häufig nicht daran. Und Teenager finden, dass sie mit Helm furchtbar aussehen, oder dass es die Frisur kaputt macht. Ältere Menschen denken oft, früher gab es gar keine Helme und mir ist auch nichts passiert“, sagt Wichmann. Diese Ausreden könne man jedoch nicht gelten lassen.

Dazu sieht Wichmann zu viele verletzte Radfahrer und -fahrerinnen. Radfahrende haben die Risiken selten im Blick. Das zieht sich durch alle Altersgruppen. Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen tragen lediglich 17 Prozent den Kopfschutz. Ganz besonders fahrlässig handelt die Gruppe der 17 bis 30-Jährigen. Nur acht Prozent von ihnen schützen sich mit einem Helm - die niedrigste Quote über alle Altersklassen hinweg. Kein Wunder, dass Fahrradfahrende Stammgäste in der Notaufnahme sind. „Zehn bis 15 Prozent aller Traumapatienten“, so schätzt Wichmann, „sind Radler.“

Steigende Zahl der getöteten Radfahrer

Die Zahl der Verkehrstoten nimmt seit Jahrzehnten bis auf wenige Ausnahmen ab. Bedenklich ist jedoch ein gegenläufiger Trend: Es sterben immer mehr Radfahrer auf deutschen Straßen. Seit 2010 ist die Zahl der getöteten Menschen, die mit dem Rad unterwegs waren, um fast 17 Prozent gestiegen, auf 445 in 2018. Eine Ursache: Die Weigerung, einen Helm zu tragen. „Oben ohne“ zu fahren ist Todesursache Nummer eins für Radfahrer. 75 Prozent der Fahrradunfälle ereignen sich, nach Angaben des Statistischen Bundesamtes, in der Stadt.

Für die jüngere Zielgruppe bieten sie im ukb spezielle Kurse an, in denen Jugendliche mit den möglichen Folgen ihres Handelns konfrontiert werden. Alkohol am Steuer, Drogen aber auch Fahrradfahren ohne Helm. P.A.R.T.Y. heißt eines dieser Programme. Es kommt aus Kanada und soll Schülerinnen und Schülern im Alter zwischen 15 und 18 Jahren die Folgen verantwortungslosen und leichtsinnigen Handelns vor Augen führen.

„Wenn sie Jugendlichen einen jungen Koma-Patienten zeigen, der einen Fahrradunfall ohne Helm hatte, dann zeigt das starke Wirkung“, sagt Wichmann.

Sie selbst kommt vom Land, sie fuhr schon als Kind stets mit Helm. Anika Wichmann musste ihr Einfühlungsvermögen diesmal nicht unter Beweis stellen.

Die Frau war mit einem E-Bike ohne Helm unterwegs und ist auf die linke Kopfseite gestürzt. Was der Frau passiert ist: Das Gehirn schwimmt beim Menschen in Flüssigkeit im Schädel. Trifft der Schädel wie bei einem Sturz hart auf, schwappt es im Knochen hin und her - Verletzungen können deshalb auch auf der dem Aufprall gegenüberliegenden Seite auftreten.

Helme dämpfen den Aufprall

Aus seiner Erfahrung als Neurochirurg fordert Professor Asgari dringend vor allem bei E-Bikes die Fahrer und Fahrerinnen auf, einen Helm zu tragen. Der Helm dämpft den Aufprall. Asgari schätzt, dass Unfälle mit Helm die Wahrscheinlichkeit, bei einem Fahrradunfall zu sterben, um 80 Prozent reduziert, gefährdet sind besonders die 60- bis 80-Jährigen.

Kirstin Zeidler, Leiterin der Unfallforschung der Versicherer, fordert alle Radfahrer auf: keinen Meter ohne Helm. Nach Daten der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) trugen 2022 im Schnitt gut 40 Prozent aller Fahrradfahrer den Helm, bei den Pedelecs waren es über 60 Prozent. Besonders hoch ist die Quote bei Kindern bis zehn Jahren mit über 80 Prozent.

Zeidler hofft, dass sich beim Fahrrad ein ähnlicher Effekt einstellt wie beim Skifahren: Vor ein paar Jahren habe noch niemand auf der Piste einen Helm getragen, mittlerweile seien Skifahrer ohne Helm die Ausnahme.

Auf den Versicherungsschutz hat der Helm keinen Einfluss, so Zeidler - für konventionelle Fahrräder und Pedelecs, die bis 25 Kilometer pro Stunde unterstützt werden, existiert in Deutschland keine Helmpflicht. Anders bei den schnelleren S-Pedelecs mit Unterstützung bis 45 km/h - die gelten als Kleinkrafträder, für die Helm und eine Versicherung vorgeschrieben sind. Wer ein S-Pedelec ohne Helm fährt, riskiert bei einem Unfall, dass er mit in die Haftung für mögliche Schäden genommen wird. Laut Kirstin Zeidler können auch schon bei Unfällen bei geringen Geschwindigkeiten schwere Verletzungen auftreten.

Sie schildert zwei besonders häufige Arten von Fahrradunfällen: Die häufigste Unfallart ist der Abbiegeunfall, also die Kollision mit einem Fahrzeug; ein Drittel der Fahrradfahrer stürzt aber von ganz allein, ohne Fremdeinwirkung. Zeidler: "Unsere Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass gerade bei den schweren Kopfverletzungen ganz häufig der Helm eben nicht getragen wurde".

Wie der Helm richtig sitzt

Wichtig ist auch, dass der Helm auf dem Kopf nicht wackelt und gut angepasst ist. Petra Husemann-Roew vom Fahrradclub ADFC Bayern sagt: Beim Aufsetzen muss der Helm so auf dem Kopf sitzen, dass er nicht rutscht, wenn man sich nach vorn beugt - das kann man mit einem Einstellrädchen anpassen. Der Riemen unterm Kinn darf einen Finger breit Luft haben, der Helm sollte über den Augenbrauen etwa zwei Finger breit frei lassen, und er sollte waagrecht sitzen.

Wichtig, so Husemann-Roew, ist auch, den Helm regelmäßig zu tauschen: etwa alle fünf bis sieben Jahre, denn Kunststoff altert, die Schutzwirkung lässt nach. Und: Nach jedem Ereignis, also wenn man auf den Helm gestürzt oder der hart heruntergefallen ist, sollte man ihn ebenfalls wechseln - denn dann können feine Haarrisse auftreten, die die Schutzwirkung ebenfalls mindern.

Fahrradfahrer gehören neben Fußgängern zu den schwächsten Verkehrsteilnehmenden. Während Insassen eines Kraftfahrzeugs bei einer Kollision von schützendem Blech umgeben sind, fehlt bei einem Radfahrenden jegliche Knautschzone. Der Helm kann hier zusätzlichen Schutz bieten. Doch was, wenn dieser nicht getragen wird? Das Tragen eines Fahrradhelms reduziert das Verletzungsrisiko erheblich.

RadfahrerInnen sind bei einem Zusammenprall mit einem Kraftfahrzeug definitiv im Nachteil. Vor allem der Kopf ist bei einem Unfall gefährdet, wenn der Radfahrende durch die Luft geschleudert wird und mit voller Wucht auf dem Boden aufprallt. Nicht selten sind Schürfwunden, aber auch Knochenbrüche eine Folge. Noch gefährlicher sind in der Regel allerdings Verletzungen am Kopf. Durch den Zusammenstoß mit der Motorhaube, der Windschutzscheide oder auch dem harten Asphalt drohen heftige Schläge auf den Kopf.

Der Chef des Statistischen Bundesamtes gab 2019 bekannt, dass im Vorjahr 445 RadfahrerInnen starben. Mehr als die Hälfte der Todesfälle trug bei der Fahrt keinen Helm. Vor allem SeniorInnen sind hier gefährdet: Von den getöteten Radfahrenden sind mehr als 40 % älter als 75 Jahre.

Obwohl das Thema schon seit geraumer Zeit intensiv diskutiert wird, gibt es bis heute keine allgemeine Pflicht zum Tragen eines Fahrradhelms. Grundsätzlich haftet bei einem Unfall die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers. Trägst du beim Radfahren keinen Helm und kommt es dann zu einem Unfall, kann es allerdings durchaus sein, dass dir eine Teilschuld zugeschrieben wird. Natürlich kommt es immer wieder auch zu sogenannten Alleinunfällen.

Ob die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers bei einem Fahrradunfall ohne Helm zahlt und du einen Anspruch auf Schadensersatz hast, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Schließlich gibt es hierzu bereits mehrere Gerichtsurteile, die nicht immer einheitlich ausfielen. Während deine Krankenversicherung für die direkte Heilbehandlung nach einem Unfall aufkommt, springt sie nicht bei langfristigen Schäden ein. Hier kann es sinnvoll sein, eine zusätzliche Unfallversicherung abzuschließen. Doch vor dem Abschluss lohnt sich ein Blick in das Kleingedruckte. Das gilt vor allem für private Fahrten.

Durch das Tragen eines Helms reduziert sich nicht nur das Verletzungsrisiko bei einem Sturz. Daneben steigert dieser auch die Sichtbarkeit auf die Distanz, was die Sicherheit zusätzlich erhöht. Während rund drei Viertel der Grundschulkinder freiwillig einen Helm tragen, lässt die Bereitschaft dazu mit steigendem Alter nach. Trägst du auch später noch einen Fahrradhelm, geht von dir sicherlich eine Vorbildfunktion auf andere Verkehrsteilnehmende aus.

Studien zur Wirksamkeit von Fahrradhelmen

Das Tragen eines Schutzhelms beim Fahrrad fahren reduziert nach einer Emnid-Studie das Risiko von Kopfverletzungen um 85 Prozent, die Gefahr einer Gehirnverletzung sogar um 88 Prozent. Oftmals wird diese allerdings nicht vollständig zitiert angegeben, sondern nur auf eine “Studie amerikanischer Wissenschaftler” oder auf eine “US-Studie” verwiesen.

Die sogenannte “Seattle-Studie” von Thompson, Rivara et al. (1989) wird, wie bereits erwähnt, auch heute noch sehr oft als Beleg dafür herangezogen, um die behauptete Schutzwirkung von Radhelmen belegen zu wollen. Die Aussage, dass ein Radhelm vor 85 Prozent der schweren Kopfverletzungen schütze, hat seinen Ursprung in der erwähnten Untersuchung.

DiGuisseppi et al. stellten in einer Studie über die Radhelmnutzung bei US-Schulkindern im Jahr 19904 fest, dass Kinder mit weißer Hautfarbe weitaus häufiger einen Radhelm trugen als Kinder mit farbiger Haut. Nicht-farbige Kinder waren darüber hinaus weitaus häufiger in Parks und auf Radwegen (in den allermeisten Fällen nicht straßenbegleitend) unterwegs als Kinder mit farbiger Haut.

McDermott et al. (1993) stellten darüber hinaus fest, dass sich das Ergebnis einer Risikominimierung von 85 % auf 61 % verringere, wenn Verletzungen des Gesichts aus den von Thompson, Rivara et al. (1989) verwendeten Daten herausgerechnet werden. Für diesen Bereich des Kopfes bieten die betrachteten Arten (kein Voll-Visierhelm) von Fahrradhelmen keinen Schutz.

Aus diesem Grund ist es problematisch, wenn die Helmtragequoten innerhalb der Kontrollgruppen signifikant vom allgemeinen Durchschnitt abweichen. Des Weiteren ist die Annahme, dass eine Kopfverletzung notwendig für eine Verletzung des Gehirns sei, nicht belegt7.

Im Allgemeinen haben Hynd et al. (2009) bei einer Analyse verschiedener Studien aus den Jahren 1998 - 2008 hinsichtlich der Effektivität von Fahrradhelmen im Auftrag des britischen Verkehrsministeriums festgestellt, dass keine einzige der betrachteten Fall-Kontroll-Studien alle möglichen Störvariablen benannt / betrachtet und herausrechnet.

Diskussion um eine Helmpflicht

Bislang gibt es keine Vorschrift, nach der Radfahrer einen Helm tragen müssen. Soll das so bleiben, oder wäre es Zeit für eine Änderung?

Viele Unfälle mit schwer verletzten Radfahrern sind mit einfachen Mitteln vermeidbar, die Verkehrspolitik soll daher auf Unfallvermeidung setzen. Wer sagt denn, dass Helme tatsächlich zur Sicherheit beitragen? Worum geht es bei der Helmpflicht wirklich? Wer behauptet, es gehe um die Sicherheit der Radfahrer, muss das beweisen können. Kann er nicht.

Der ökologische Verkehrsclub VCD spricht sich gegen die Einführung einer gesetzlichen Pflicht zum Tragen von Fahrradhelmen aus. Um die Sicherheit von Radfahrenden im Straßenverkehr zu verbessern, sind vorrangig Maßnahmen zu ergreifen, die Unfälle vermeiden und Gefahrenquellen abstellen - wie z.B. Tempo 30 innerorts als Regelgeschwindigkeit- , statt nur die Unfallfolgen abzumildern.

In Fahrradländern, wie Holland, tragen nur Touristen und Rennradfahrer einen Helm und dennoch ist die Zahl der Radunfälle geringer als hier. Man geht mit der Helmdiskussion das Problem von einer falschen Seite an.

Die Helmtragequote in den Niederlanden ist allerdings verschwindend niedrig, irgendwas um 0,1% rum. Wäre es nicht wesentlich sinnvoller, sich mit der Verhinderung von Fahrrad-Unfällen zu beschäftigen?

Aktuell liegt die Helmtragequote bei etwa 15%. Die Grenze, ab der die Rechtsprechung eine Helmpflicht durch Mithaftung einführt, liegt bei etwa 25%. Aus Sicht des VCD bedeutet das, wenn etwa ein Viertel aller Radfahrer mehr oder weniger freiwillig mit Helm fährt, wird auch hierzulande die faktische Helmpflicht für Radfahrer kommen.

Die wesesentliche Schutzwirkung des Fahrradhelms besteht für den Autofahrer: Er fühlt sich in seiner Schuld teil-entlastet, wenn der Radfahrer keinen Helm getragen hat. Die Schuld-Verlagerung in Richtung Unfallopfer bringt doch niemanden weiter.

Sichere Fahrradhelme, möglicherweise auf den eigenen Kopf angepasst, sind eine teure Angelegenheit. Ist die Befürchtung nicht berechtigt, dass durch eine Helmpflicht weniger Leute auf das Fahrrad steigen, weil sie sich einen Helm nicht noch zusätzlich zum Fahrrad leisten können oder wollen?

Letztlich muss es die Freiheit eines jeden Einzelnen bleiben, dies zu entscheiden. Ein Grund gegen eine Helmpflicht: Voraussichtlich würden dann weniger Menschen Radfahren. Und das wäre dann für die Verkehrssicherheit im Radverkehr ein Bärendienst. Denn umso mehr Menschen Radfahren, umso präsenter sind diese im Straßenverkehr, umso größer ist die Aufmerksamkeit derer, die mit Auto oder LKW unterwegs sind.

Feststellung. Die Linksfraktion stützt diese Position ausdrücklich. Ich persönlich handle danach.

Das große Problem an einer Helmpflicht ist meiner Ansicht nach das Folgende: Durch eine Helmpflicht wird ein effektiv ein Hindernis eingebaut, für alltägliche Wege aufs Rad zu steigen - und das aus zwei Gründen. Erstens: Durch Betonung des Themas "Helm" wird die Wahrnehmung erzeugt, dass Radfahren eine besonders gefährliche Fortbewegungsform wäre. Das stimmt nicht. Zweitens: D...

Für die einen gehört ein Fahrradhelm zu jeder Fahrt mit dem Fahrrad dazu, andere stört er eher. Zweifellos schützt ein Helm vor schweren Kopfverletzungen - ganz gleich, ob man auf einer langen Fahrradtour unterwegs ist oder nur zum Bäcker um die Ecke fährt. Eine Helmpflicht gibt es in Deutschland aber nicht. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) lehnt eine Pflicht ab.

Um den Schutz eines Helmes zu verdeutlichen, verweist der Neurologe auf den Melonentest: Lässt man eine Wassermelone aus 1,50 m Höhe auf den Boden fallen, zerbricht sie. Wird die Melone allerdings in einem Helm befestigt fallen gelassen, bleibt sie unbeschädigt. Prallt der Kopf ungeschützt auf Asphalt auf, kann es zu schweren Blutungen und Gewebeverletzungen im Gehirn kommen, so Neurologe Erbguth. Sprache, Motorik oder Bewusstsein könnten so geschädigt werden.

Obwohl mehr Menschen beim Fahrradfahren einen Helm aufgesetzt haben, ist die Zahl der Unfalltoten auf dem Rad im selben Zeitraum gestiegen. 474 Menschen kam laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2022 bei einem Fahrradunfall ums Leben, 2021 waren es 372.

Gesetzliche Regelungen und Versicherungsfragen

Da es keine Helmpflicht für Radfahrer in Deutschland gibt, sind Radler also auch nicht gezwungen einen solche zu tragen. Ein Bußgeld gibt es ebenfalls nicht, wenn kein Helm vorhanden ist.

Ist der Radfahrer am Unfall unschuldig beteiligt, wird in der Regel durch die Versicherung gezahlt. Allerdings ist die Rechtsprechung nicht einheitlich.

Während das Auto über Sicherheitstechniken wie Airbags oder Knautschzone verfügen, bekommen Fahrradfahrer bei einem Unfall die volle Gewalt des Aufpralls zu spüren. Ein Fahrradhelm könnte vor Kopfverletzungen schützen, doch viele Radfahrer verzichten noch immer auf dieses Stück Sicherheitstechnik.

Laut Unfallforschung der Versicherer (UDV) bleiben etwa 73 Prozent Radfahrer mit Helm bei einem Unfall am Kopf unverletzt. Bei einem Fahrradunfall ohne Helm sind es dagegen nur 46 Prozent. Laut Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) tragen elf Prozent der Radler einen Helm.

Da die Straßenverkehrsordnung (StVO) keine Helmpflicht vorschreibt, erhalten Radler beim Fahrradunfall ohne Helm auch meist keine Teilschuld.

Bei der eigenen Haft-, Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung sollte es bei den meisten Firmen ebenfalls keine Probleme geben. Es gibt aber ein paar, die bei einem Fahrradunfall ohne Helm die Entschädigungssumme nur teilweise auszahlen.

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