Unterstand für Motorrad: Bauanleitung und Modelle im Überblick

Ein stilvoller Unterstellplatz als moderne Komfortzone des eigenen Motorrads, welcher zugleich vor diversen Umwelteinflüssen schützt, ist heute kaum mehr wegzudenken. Hierfür gibt es heute kaum eine beliebtere Variante als den Carport. Hier stellen wir Ihnen alle möglichen Varianten vor und geben Hinweise, worauf Sie beim Kauf oder Eigenbau eines Carports achten sollten. Dabei gibt es ganz verschiedene Modelle und Ausführungen: freistehend, als Anbau, mit integriertem Gartenhaus oder Solaranlage auf dem Dach.

Carport-Modelle im Überblick

Die Vielzahl unterschiedlicher Hersteller und Modelle ermöglicht es einem heute, den passenden Carport entsprechend des eigenen Bedarfs einfach auszuwählen. Entscheidend ist hierbei vor allem, wie viele Fahrzeuge und welche Art von Fahrzeugen Sie unterstellen möchten, wo der Unterstand stehen soll und wie viel Platz dort gegeben ist. Ob einzeln oder doppelt, freistehend oder als Anbau, für kleine oder große Fahrzeuge - Ihren Möglichkeiten sind quasi keine Grenzen gesetzt.

Beliebte Carport-Modelle

  • Einzelcarport: Ideal für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften bietet das Einzelcarport Platz für einen einzelnen Wagen. Flexibel und platzsparend positionierbar, lassen sie stets genug Raum zum Einparken trotz der vergleichsweise geringen Größe. Oftmals ist hierbei nicht einmal eine Baugenehmigung erforderlich. Entsprechend ist meist auch der Selbstaufbau einfach und unkompliziert. Trotz dieser Simplizität sorgen die eleganten Konstruktionen immer für einen ansprechenden Blickfang und wirken wesentlich leichter und luftiger als jede Garage.
  • Doppelcarport: Hauptsächlich bei Einfamilienhäusern mit großem Grundstück und Mehrparteienhäusern anzutreffen, kann ein Doppelcarport auch einen Zweitwagen geschützt unterbringen oder flexibel für Motorrad, Fahrräder oder sogar ein Boot Schutz bieten. Beachten Sie aber, dass dank der breiteren Zufahrt und generell doppelten Größe auch höhere Kosten auf Sie zukommen als bei einem Einzelcarport. Auch die Dächer sind entsprechend größer, wodurch die Entwässerung zunehmend an Bedeutung gewinnt und Sie tiefer in die Tasche greifen müssen. Achten Sie dennoch darauf, dass Sie bei einem Doppelcarport Dachrinne und Entwässerungsrohr anbringen sollten.
  • Solar-Carport: Wer für eine Photovoltaikanlage eine Alternative zum eigenen Hausdach sucht, für den bietet sich vielleicht ein Solar-Carport an. Denn hierfür gibt es mittlerweile sehr schöne und ausgereifte Systeme. Das bedeutet, dass der Strom, der über Ihre Solarzellen generiert wird und den Sie nicht selbst im eigenen Haus verbrauchen, gegen eine feste Vergütung in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Ein Solar-Carport lässt sich auch mit einer eigenen Ladestation kombinieren. So kann der Strom für das Elektroauto an der eigenen Tankstelle kostenfrei und schnell aufgeladen werden.
  • Anlehncarports: Ein Anlehncarport ist ein Überdachung, die man wortwörtlich an eine stabile Wand anlehnt. Das kann die Wand des eigenen Wohnhauses, des Gartenhauses oder eines Nebengebäudes sein. Bei einem Anlehncarport ist ein Fundament (z. B. Punktfundament) in der Regel nur auf einer Seite der Konstruktion notwendig. Ist die Gebäudewand, an die das Carport angelehnt werden soll, gedämmt, sollte unbedingt ein Experte hinzugezogen werden. Dieser kann Ihnen sagen, ob Sie trotz der Dämmschicht eine lastentragende Konstruktion an der Wand anbringen können.
  • Freistehende Carports: Im Gegensatz zu Anlehncarports zeichnen sich freistehende Carports dadurch aus, dass das Dach der Überdachung freigestellt auf vier bis sechs eigenen Stützpfosten ruht. Dafür hat man designtechnisch viel mehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und ist in der Ausgestaltung des Daches deutlich freier. So lässt sich eine elegante Optik schaffen und das eigene Grundstück wird optimal in Szene gesetzt. Alternativ kann man seinen freistehenden Carport auch mit einem kleinen Abstellraum versehen.
  • Carports für Wohnmobile: Während der Standzeit ist das Mobil vor der Witterung geschützt und durch die offenen Seiten bestens belüftet. Durch die große Durchfahrtshöhe von durchschnittlich 3 Metern eignen sich die meisten Wohnmobil-Carports auch für Transporter mit Aufbau und Landmaschinen. Standard-Bodenanker reichen nicht mehr aus, zusätzlich muss eine Aussteifung installiert werden. Wegen dieser hohen Ansprüche ist es nicht unbedingt empfehlenswert, einen derartig hohen Carport selbst zu designen. Hinzu kommt, dass bei einer Außenhöhe von über 3 Metern ohne Baugenehmigung meist nichts zu machen ist.

Materialien für Carports im Überblick

Die Materialien, die in einem Carport verbaut werden, müssen verschiedenen Anforderungen gerecht werden. Vor allem müssen sie eine ausreichende konstruktive Standsicherheit mitbringen und gegenüber jeglicher Witterung dauerhaft beständig sein. Die Optik wird zumeist durch das bestehende Gebäude vorgegeben, so dass ein harmonischer Einklang von Carport und Haus gefunden werden kann.

Beliebte Materialien beim Carport-Bau

  • Carports aus Holz: Carports aus Holz sind die absoluten Carport-Klassiker auf dem Markt. Daher lassen sich Holz-Carports optisch auch besser an ältere Häuser anpassen als metallene Designs. Denn ein einfacher Holz-Carport-Bausatz ist im Baumarkt schon ab 300 Euro erhältlich. Ein bedeutender Nachteil von Holz ist allerdings, dass es sehr witterungsanfällig ist. Investiert man hier nicht in hochwertigere Modelle, die durch Kesselimprägnierung bereits vor Schimmel und Insekten geschützt sind, ist eine regelmäßige Lasurpflege erforderlich.
  • Carport aus Metall: Ein Carport aus Metall wird Ihnen viele Jahre zuverlässig zur Seite stehen. Günstigere Varianten aus dem Baumarkt sind allerdings schon ab 900 Euro erhältlich. Stabil sind auch diese allemal. Manche Hersteller bieten zusätzlich eine farbliche Beschichtung des Metalls an. Hier können Sie also nach Herzenslust mit sämtlichen RAL-Farben spielen und das Carport perfekt mit Ihrem Haus oder Garten abstimmen. Achten Sie beim Aufbau aber darauf, dass Träger und Balken aus Metall sehr schwer sind. Ein herunter- oder umfallender Metallpfahl kann starke Schäden anrichten. Obwohl metallene Oberflächen meist so behandelt sind, dass sie nicht rosten, sollten Sie Ihren Carport aus Metall dennoch regelmäßig auf Rost überprüfen. Einmal gebildet kann sich dieser nämlich schnell verbreiten und das Material beschädigen.
  • Carport aus Aluminium: Carports aus Aluminium sind mit Ihren typischen Eigenschaften eine tolle Option für viele verschiedene Haus- und Gartenstile. Selbst bei filigranen Designs zeugen Alucarports von ungeheurer Stabilität und Standfestigkeit. Aluminium ist außerdem witterungsbeständig und trotzt den unterschiedlichen Wetterlagen. Dadurch verspricht es auch langfristig, Ihr Auto hervorragend zu schützen. Zudem benötigt das Material besonders wenig Pflege - eine gelegentliche Reinigung mit Wasser ist vollkommen ausreichend. Im Vergleich zu den Modellen aus Holz sind Alucarports teurer in der Anschaffung. Langfristig lässt sich das aber durch die niedrigen Folgekosten und die lange Haltbarkeit wieder ausgleichen.
  • Carport aus Stahl: Im Gegensatz zu Holz, wo die Qualität wetterbedingt mit der Zeit nachlässt, ist Stahl stets stabil, langlebig und standfest. Zeitgleich wirkt es weit weniger massiv als andere Materialien und harmonisiert besser mit dem Hintergrund. Dank der hohen Tragfähigkeit ist das Material bei Bauten, die hohe Lasten tragen müssen bzw. bei denen eine große Überspannung ohne Pfosten erreicht werden soll, besonders empfehlenswert. Durch das entsprechend hohe Gewicht ist es allerdings sehr schwer und nicht einfach zu transportieren. Dafür kann es auch durch die besonders unkomplizierte und seltene Wartung überzeugen. Als außerdem sehr wandelbares Metall lässt sich Stahl durch eine Farbbeschichtung individuell an Haus- und Gartendesign anpassen.
  • Carport aus Kunststoff: Achten Sie also hier unbedingt auf ein qualitativ hochwertiges Material, das Ihren Ansprüchen auch gerecht wird und auch auf lange Sicht Wind & Wetter standhalten kann.

Mobile Motorradgaragen: Die Zeltgarage

Geben Sie Ihrem Motorrad einen Unterstand, der Ihr Bike vor Wind und Wetter schützt! Die Lösung: eine Zeltgarage. Dieses Motorrad-Zelt lässt sich nicht nur flexibel auf- und abbauen und versetzen, sondern ist zudem zu 100 % wasserdicht, stabil und UV-beständig.

Einsatzmöglichkeiten der Motorradgarage

  • Fahrzeug-Unterstand: Von der Moped- und Fahrradgarage bis hin zum Auto - Zeltgaragen sind die idealen mobilen Garagen für den Ganzjahreseinsatz.
  • Carport-Alternative: Stellen Sie Ihr Bike nicht im teuren und teils geöffneten Carport, sondern in einem wetterfesten und günstigeren Garagenzelt unter!
  • Camping-Unterstand: Kompakt zu verstauen - geben Sie Ihrem Zweirad auch unterwegs einen stabilen Camping-Unterstand!
  • Geräte-Unterstand: Von der Heckenschere bis hin zur Schubkarre - wissen Sie Ihre Gartengeräte im Geräte-Unterstand stets wettergeschützt verstaut!

Vorteile einer Zeltgarage als Motorradgarage

  • Die Motorradgarage kann man selber bauen: Ein Motorrad-Zelt hingegen ist nach Liefereingang direkt einsatzbereit und der Aufbau leicht zu bewerkstelligen. Im Lieferumfang ist eine ausführliche Anleitung enthalten, die Sie durch alle Schritte führt. Abhängig von der Größe ist es ratsam eine weitere Person zur Unterstützung hinzuzuziehen.
  • Das Gestänge der Motorradgarage ist aus Metall: Das Metall-Gestänge unserer Motorrad-Unterstände erfüllt alle erforderlichen Kriterien: Metall ist ganzjährig formstabil, pflege- und wartungsarm und trotzt das ganze Jahr hinweg Wind und Wetter. In unserem Angebot: Zeltgaragen mit einem Gestänge aus Stahl. Je nach Modell ist der Stahl verzinkt oder pulverbeschichtet und bietet so hervorragenden Schutz vor UV-Strahlen sowie Korrosion. Auch ist Stahl ein sehr robustes Metall, das sich durch eine hohe Standsicherheit auszeichnet.
  • Die Motorradgarage ist in kleinen Größen erhältlich: Mit 1,6 m und 2,4 m Breite passen unsere Motorrad-Garagenboxen selbst in den kleinsten Garten. Neben den Minigaragen für Ihr Motorrad bieten wir aber auch größere Motorradgaragen für z.B. 2 Motorräder an.
  • Die Motorradgarage ist winterfest: Unsere Motorradgaragen sind winterfest und somit ganzjährig einsetzbar. Die Planen bestehen aus PE oder PVC und sind dank verschweißter Nähte zu 100 % wasserdicht. Wählen Sie für Ihre Motorradgarage eine Plane aus PVC, ist diese Plane nicht nur wasserdicht, sondern äußerst reißfest und langlebig zugleich - perfekt für den Einsatz im Winter! Ein weiterer Pluspunkt unserer Motorrad-Zelte: die Ventilationsklappen in den Giebelseiten. Diese beugen die Bildung von Feuchtigkeit sowie Rost vor und sorgen gleichzeitig für eine effektive Luftzirkulation.
  • Die Motorradgarage ist abschließbar: Dank der Reißverschlüsse ist die Motorradgarage verschließbar.

Mobiler vs. fester Unterstand

Im Folgenden haben wir beide Garagen für Motorräder einmal gegenübergestellt.

  • Ein Carport bietet Ihrem Motorrad im Sommer optimalen Schutz vor Sonneneinstrahlung. Ein Carport ist zudem fest im Boden installiert und dadurch sehr standfest und stabil. Die meisten Varianten bestehen jedoch nur aus einem Dach ohne Wände, weshalb der Kauf eines Carports als Motorradunterstand für den Ganzjahreseinsatz nicht ratsam ist. Regen tritt seitlich in den Carport ein und auch Kälte findet hier leicht Zutritt.
  • Ein Zelt kann komplett verschlossen werden und bietet deshalb einen Rundum-Schutz. Plus: Das Zelt können Sie auch unterwegs mit auf Camping- oder Motorradtour nehmen.

Fahrradbox als Alternative

Gut durchdachte Lösungen für Fahrräder und Motorräder sind dagegen dünn gesät. Die hier gezeigte Fahrradbox hat uns von Verarbeitung, Funktion und Preis-Leistungs-Verhältnis restlos überzeugt.

Fahrradbox bauen: Schritt für Schritt

  1. Der Untergrund muss absolut plan sein. Hier wurde der Randbereich mit Randsteinen befestigt. Bei weniger festem Boden, sollten SIe die Fläche zunächst pflastern oder ein Plattenfundament gießen.
  2. Die Bodenplatte kommt komplett vormontiert ins Haus. Waagerechte kontrollieren!
  3. Liegt die Bodenplatte nicht exakt in der Waage, mit Teerpappe oder Holzklötzen unterkeilen.
  4. Nun erfolgt das Aufstellen der ersten bereits vormontierten Seitenwand. Zu zweit ist der Aufbau der Fahrradbox ganz einfach.
  5. Nun fügt man die Rückwand an und richtet sie wie die Seitenwand exakt aus.
  6. Die Verbindung von Bodenplatte und Seitenwand im Detail. verbunden.
  7. Der ,Rohbau‘ der Fahrradbox steht bereits. Jetzt fehlen nur noch das Schwingtor und die Dachkonstruktion des Bausatzes.
  8. Das Dach montiert man umgekehrt auf dem Boden liegend vor. in seine Einzelteile zerlegen und am neuen Standort wieder aufbauen.
  9. Die Dachfläche ist bereits werkseitig mit Aluminium eingedeckt. gespannt, die vor Schwitzwasser schützt. Zu zweit lässt sich das Dach problemlos aufsetzen.
  10. Die Dachkonstruktion ermöglicht ein einfaches Öffnen des Tores. Mittels Gasdruckfedern hebt sich das Dach selbsttätig nach oben. die zweite, feststehende Dachhälfte aufgesetzt.

Der Aufbau der Fahrradbox selbst lässt sich zu zweit problemlos in knapp zwei Stunden realisieren. Wer will, kann den Bikeport noch mit einem Holzschutzmittel behandeln. Bei der Version aus druckimprägniertem Holz ist eine Oberflächenbehandlung nicht unbedingt erforderlich, bei der Ausführung in unbehandeltem Fichtenholz jedoch auf jeden Fall zu empfehlen.

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