Vom Freizeitpark-Spielzeug zur Motorrad-Ikone: Die Honda Monkey begeistert seit den 60ern mit Charme, Kultfaktor und Fahrspaß. Klein, verspielt und trotzdem ein ganz Großer: Die Honda Monkey ist eines der bekanntesten Motorräder der Welt und das, obwohl sie kaum größer als ein Kinderrad ist.
Die Anfänge der Honda Monkey
Die Ursprünge der Honda Monkey liegen nicht etwa auf der Straße, sondern im Freizeitpark. 1961 installierte Honda im eigenen Vergnügungspark "Tama Tech" bei Tokio kleine Motorräder mit 49 ccm Hubraum. Die Gäste - sowohl Kinder als auch Erwachsene - hatten riesigen Spaß mit den kleinen, handlichen Fahrzeugen. Bereits 1963 erkannte Honda das Potenzial des Mini-Bikes und brachte die Honda Z100 auf den Markt. Die kleine Maschine wurde vor allem als Freizeitgerät für Campingplätze, Wohnwagenurlauber und Wochenendausflügler beworben. Den weltweiten Kultstatus erlangte die Monkey mit der Honda Z50M, die 1967 erschien. Sie war die erste Monkey mit einem klappbaren Lenker - ideal für den Transport im Auto.
Es folgten weitere Modelle, etwa die Z50A, Z50J, Z50R und viele mehr. Die Monkey überzeugte nie mit Leistung, sondern mit cleverer Technik. Der 49-ccm-Einzylinder-Viertaktmotor war langlebig, wartungsfreundlich und genügsam im Verbrauch. Die 3- oder 4-Gang-Schaltung mit Fliehkraftkupplung war ideal für Einsteiger. Spätestens in den 1970er- und 1980er-Jahren entwickelte sich die Monkey zu einer echten Popkultur-Ikone. Zahlreiche Prominente ließen sich mit der kleinen Honda ablichten. Werbespots und Poster präsentierten sie als "Fun Machine". In Deutschland wurde sie zum Symbol für Freiheit auf zwei Rädern - auch ohne großen Führerschein.
Obwohl die Monkey über Jahrzehnte beliebt blieb, stellte Honda die Produktion der Z50-Modelle Anfang der 2010er-Jahre ein. 2018 feierte die Monkey ein fulminantes Comeback: als Honda Monkey 125. Technisch basierte sie auf der Grom/MSX125, optisch blieb sie jedoch klar Retro. Die aktuelle Monkey trifft den Zeitgeist perfekt: urban, stylisch, kompakt und trotzdem emotional. Sie ist das Gegenteil von Leistungswahn. Honda bietet regelmäßig neue Farbvarianten und Editionsmodelle an. Die Community lebt weiter: Mit Monkey-Treffen, Custom-Bikes, Social-Media-Gruppen und einem regen Teilemarkt.
Ebenfalls erwähnenswert ist, dass die CZ100 im Jahr 1963 das erste Mokick der Monkey-Modellreihe war, das in den Verkauf kam. Die CZ100 und die Z50M wurden hingegen in einigen Ländern vermarktet, aber durchaus in noch überschaubaren Stückzahlen. Die wenigen verbliebenen CZ100 und Z50M sind heute sehr rare Sammlerobjekte. Besonders deutlich wird dies bei den limitierten Sondermodellen, die zum 30-, 40- und 50-jährigen Jubiläum aufgelegt wurden.
Technische Details der Honda Monkey
Einige technische Details der Honda Monkey Modelle:
- CZ100: Erstes Mokick der Monkey-Modellreihe, Verkaufsstart 1963.
- Z50M (1967): Erste Monkey mit klappbarem Lenker.
- Motor: 49-ccm-Einzylinder-Viertaktmotor.
- Getriebe: 3- oder 4-Gang-Schaltung mit Fliehkraftkupplung.
- Honda Monkey 125 (2018): Comeback als Retro-Modell, basierend auf der Grom/MSX125.
Pocketbikes und ihre Entwicklung
Pocketbikes wurden in den frühen 1970er Jahren in den Vereinigten Staaten eingeführt, als das Dandy Pocketbike auf den Markt kam. Es wurde von der Kendee Corporation aus Japan importiert, und der Mini-Moto-Rennsport entwickelte sich wie ein Lauffeuer. Bald kamen andere Pocketbike-Hersteller aus Japan, Italien und Europa hinzu. Die frühen Motorräder wurden von einem (Robin oder Roland) 2-Takt-Motor mit entweder 34,4 ccm oder 40,2 ccm Hubraum angetrieben. Diese Motoren wurden ursprünglich für Rasentrimmer und Laubbläser verwendet. Diese Motoren leisteten 2,0 PS, und mit dem Zusatz einer Expansionskammer (getunte Auspuffanlage) leisteten die Motorräder satte 3,0 PS! Die Rahmen bestanden aus Stahlrohren, 4-Zoll-Aluminiumfelgen, Pneumatikreifen, einer Seilzug-Scheibenbremse hinten und einer dreiteiligen Fiberglas-Karosserie.
Als die Firma Polini mit der 910 Carena/Dirtroad auf den Markt kam, änderte sich alles. Diese wurde zu einer "Midi" und die 6,2 PS waren ein "Super"! Im Jahr 1996, als die erste "Midi", wie wir sie kennen, die Polini 911, herauskam, änderte sich wirklich etwas. Gleichzeitig kam GRC mit dem exquisiten Lazer usw. auf den Markt, die teuer und etwas zerbrechlich waren, und wir mit der umwerfend aussehenden 916 Rep Pasini. In der Zwischenzeit wurden die alten "Banger" zur Paul Godwood-Klasse, benannt nach einem der Jungs, die wirklich geholfen haben, die Dinge in Gang zu bringen.
Alles begann, als ein italienischer Vater ein Motorrad für seinen Sohn baute. Er sammelte einige Teile, die für andere Anwendungen verwendet wurden (einschließlich eines Rasenmähermotors), und machte sich daran, das erste Minimoto zu bauen. Es setzte sich schnell durch, und ein paar kleine italienische Werkstätten begannen mit der Produktion der ersten Motorräder. Soweit möglich, verwendeten sie bereits verfügbare Teile. Es wurden kleine 2-Takt-Motoren verwendet, hauptsächlich aus Gartengeräten. Diese Art von Motor wird auch heute noch für einige Modelle verwendet und als "Industrie"-Motor bezeichnet. Einer der häufigsten Hersteller von Industriemotoren ist "efco".
Die Motoren- und Fahrraddesigns entwickelten sich weiter, wurden aber revolutioniert, als Polini mit einem speziell für Minimoto entwickelten Motor auf den Markt kam. Die Mehrzahl der heutigen Modelle verwendet diesen Motor, der ständig aktualisiert wird. Polini führte auch andere Teile speziell für Minimoto ein, darunter Reifen, und schuf durch die Massenproduktion eine beeindruckende Modellpalette. Die meisten kleineren Hersteller übernahmen den Polini-Motor und verwendeten ihn in ihren eigenen Fahrraddesigns. Heute dominiert Polini die Motorenproduktion. Sie sind nach wie vor der größte Fahrradhersteller, aber auch Pasini, GRC, DM, ZPF, ATM und Stamas sind wichtige Akteure in der Herstellung von Minimoto in Italien. GEM hat seinen Sitz in Großbritannien und verwendet Polini-Motoren.
Es gibt zwei Größen von Minimoto, "Mini" und "Midi". Es gibt keine "offizielle" Definition zwischen den beiden. Es ist auch nicht unbedingt einfach, sie zu erkennen. Das neueste Gitterrahmen-GRC muss sehr genau inspiziert werden, um festzustellen, ob es sich um ein Mini (GR1) oder ein Midi (RSR) handelt. Folglich fühlt sich das Fahren mit den beiden sehr ähnlich an. Einige größere und/oder weniger flexible Fahrer sagen, dass sie das Midi bevorzugen. Andererseits gibt es ein Argument, das besagt, dass das Mini, weil es kleiner ist, besser handhabt. Die Polini 911 ist spürbar größer als andere Motorräder. Die Debatte wird weitergehen, aber es ist wirklich kein so großes Problem. Die meisten Fahrer werden sich schnell anpassen, besonders an ihr erstes Motorrad. Es kann sich seltsam anfühlen, auf ein anderes Motorrad zu springen, und oft ist der erste Eindruck "Ich mag die Art und Weise, wie es sich fährt", wenn es sich nur um ein alternatives Gefühl aufgrund der leichten Änderungen in der Geometrie handelt. 95 % der Leute, die sich auf ein Midi quetschen können, sollten bequem auf ein Mini passen.
Motortypen und -Leistungen bei Pocketbikes
Hier eine Übersicht über verschiedene Motortypen und ihre Leistung bei Pocketbikes:
- Industriemotoren: 2,5 bis 3,5 PS, luftgekühlt
- Polini 4.2: 4,2 PS, luftgekühlt, 3-Port-Zylinder
- Polini 6.2: 6,2 PS, wasser- oder luftgekühlt, 3-Port-Zylinder, Series II Kurbelgehäuse
- Polini Super: Series II Kurbelgehäuse, 5-Port-Zylinder, nur wassergekühlt
Verbraucherschutz und seine Auswirkungen
Verbraucherschutz treibt manchmal seltsame Blüten: Klar, giftstoffhaltige T-Shirts und Beißringe müssen vom Markt. Und selber schuld ist, wer Gentech-Gemüse oder manipulierte Hamburger zu sich nimmt. Doch das ist neu: Nach dem in den USA in Kraft getretenen Consumer Product Safety Improvement Act (CPSIA) macht sich auch strafbar, wer Motorräder für Kinder unter zwölf Jahren auf den Markt bringt und verkauft. Wer es trotzdem tut, muss bluten: Haftstrafen bis zu vier Jahren und Geldbußen von 100.000 Dollar drohen. Die neue Regelung, die bereits 2008 auf Initiative der Bush-Administration im Senat und Repräsentantenhaus fast einstimmig verabschiedet wurde, betrifft sowohl neue Offroad-Cross-Flitzer als auch gebrauchte Kids-Bikes und den Verkauf von Ersatzteilen. Der Markt ist damit tot.
Das Verbot trifft vor allem japanische Marken wie Honda, aber auch den österreichischen Hersteller KTM, der wegen der Finanzkrise ohnehin schon über hundert Mitarbeiter entlassen muss. Die KTM-Kids-Bikes, wie alle anderen nicht für den Straßenverkehr zugelassen aber von den Offroad-begeisterten Amis gerne gekauft, waren bisher ein Standbein im US-Geschäft. Wilfried Stock von KTM Investor Relations: "Wir haben das nicht erwartet. Unsere Rechtsabteilung beschäftigt sich zurzeit mit dem Verbot, und wir versuchen wie andere Hersteller auch, eine Ausnahmeregelung zu erreichen." Ganz wohl war KTM bei dem Nischenmarkt ohnehin nicht. "Bei den Mini-Motorrädern stehen ohnehin andere Fragen im Vordergrund, etwa nach der pädagogischen Verantwortung der Eltern", sagt Stock.
Ausnahmen vom jetzt hereingebrochenen generellen Verbot wären nur möglich, wenn Bikes wie Honda CRF50F oder KTM 50 SX Junior von speziell lizenzierten US-Laboren getestet würden - doch die sind ausgelastet. Die Wartelisten für Hersteller von Kinderprodukten sind lang - man rechnet mit mehren Monaten für die mögliche Ausstellung eine Ausnahmegenehmigung. Auch Honda USA wurde vom Inkrafttreten des Verbraucherschutzgesetzes kalt erwischt. Ein Fall für die Rechtsanwälte? Mit Sicherheit. Die US-Legislative hatte die Bestimmungen zum Verbraucherschutz neu aufgelegt und mit Blick auf Kinder und Jugendliche massiv verschärft, nachdem im letzten Sommer eine Welle von Chemikalien- und Schadstoff-verseuchten Spielzeugen aus chinesischer Produktion über den amerikanischen Markt geschwappt war.
Die Begründung klingt absurd: Nicht die naheliegende Sturz- und Unfallgefahr wird genannt, sondern Schaden für Leib und Leben durch den hohen Bleigehalt in Rahmenlegierungen und Motorrad-Batterien. Sind Kids von einer geschlossenen Starterbatterie massiv bedroht? Honda USA sagt in seiner Händlerinformation lapidar: No. Doch die amerikanischen Verbraucherschützer sind davon nicht beeindruckt und die neuen CPSIA-Bestimmungen öffnen Raum für absonderliche Spekulationen: Wie sieht es mit anderen Batterien aus - etwa den Lithium-Ionen-Akkus, die in Elektroautos verbaut werden? Gilt "No Kids" bald auch für den Tesla Roadster und den Chevrolet Volt, der 2010 auf den Markt kommen soll?
Die Problematik der Mini-Bikes
Leicht, laut, schnell und vor allem billig: Mini-Bikes liegen im Trend. Ursprünglich für Kinder konzipiert, finden die winzigen Motorräder vor allem unter Erwachsenen immer mehr begeisterte Anhänger. Im Internet bewerben zahlreiche Motorrad-Händler die gerade einmal kniehohen Höllenmaschinen, die nur auf Privatgrundstücken oder Kartbahnen gefahren werden dürfen, als "ultimative Spaß-Garantie" oder "Hornissen im Tiefflug".
Doch bei näherem Hinsehen entpuppen sich die meisten Modelle laut Fachleuten als große Sicherheitsrisiken: billige Verarbeitung, instabile Schweißnähte, lockere Lenker, scharfe Kanten. In der Kart-Szene werden die "Spielzeugmotorräder" deshalb gerne "Chinakracher" genannt. Obwohl die Mini-Motorräder nicht für den Straßenverkehr zugelassen sind, trauen sich immer wieder Fahrer damit auf die Straße. Das Unfallrisiko ist enorm: Die Fahrer sitzen so tief, dass sie von Autofahrern leicht übersehen werden. Doch auch auf Privatgrundstücken ist das Heizen gefährlich.
Der Verkehrsberater der Polizeiinspektion Emsland, Franz Frieling, berichtet auf seiner Homepage von einem tödlichen Unfall: Demnach knatterte ein 13-Jähriger im vergangenen August mit einem Mini-Bike auf einem Parkplatz herum und übersah dabei eine Metallstange. Er prallte mit dem Kopf dagegen und starb noch an der Unfallstelle an seinen schweren Verletzungen. "Diese Fahrzeuge können auf bis zu 100 km/h beschleunigt werden, aber dafür sind sie einfach nicht ausgelegt", sagt Karl-Peter Jochem von der Polizei in Trier. Der passionierte Motorradfahrer gilt als Fachmann für Mini-Bikes. "Man sitzt dort so unsicher, dass man schon runterfällt, wenn man nur über einen Stein fährt."
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Sicherheitsrisiken | Billige Verarbeitung, instabile Schweißnähte, lockere Lenker, scharfe Kanten |
| Unfallrisiko | Geringe Sichtbarkeit, instabile Fahrweise |
| Versicherung | Keine Haftpflichtversicherung |
Verwandte Beiträge:
- Mini-Motorräder MotoGP: Testberichte & Kaufberatung
- Drag Mini Bikes: Ultimative Infos & atemberaubende Custom-Kreationen entdecken!
- Mini BMX Bikes: Ultimativer Guide für Anfänger & Profis – Tipps, Tricks & Top Modelle!
- Unvergleichliche Sicherheit: Die beste feuerfeste Akku-Tasche für Ihr E-Bike entdecken!
- Shimano Nexave Schalthebel Test: Ultimative Analyse & Kaufberatung für Perfekte Schaltperformance
Kommentar schreiben