VAUDE Trailvent 15 im Mountainbike Rucksack Test

Als Mountainbiker, der gerne Hometrails und Tagestouren fährt, habe ich den VAUDE Trailvent 15 über einen Zeitraum von sechs Wochen getestet. VAUDE ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Tettnang, das seit 1974 hochwertige Outdoor-Ausrüstung herstellt.

Tragekomfort und Passform

Der Trailvent 15 sitzt dank der verstellbaren Rückenlänge und der ergonomisch geformten Schultergurte sehr angenehm. Der gepolsterte Hüftgurt sorgt für zusätzliche Stabilität, und der Brustgurt mit Trinkschlauchhalter hält alles an seinem Platz.

Fächeraufteilung und Organisation

Die durchdachte Fächeraufteilung ermöglicht eine sinnvolle Organisation des Gepäcks. Das Hauptfach bietet ausreichend Platz für Wechselkleidung und Verpflegung, während die Fronttasche mit Organizer ideal für Werkzeug und kleinere Gegenstände ist. Auf der einen Seite findet sich ein weiteres Fach für kleinere Gegenstände, wie bspw. Auf der einen Seite des Hüftgurtes findet sich zusätzlich noch so eine kleine Bauchtasche. Das ist das vordere, kleinere Hauptfach. Netzfächer für Werkzeug, Ersatzteile oder die Fahrradpumpe. Hier sieht man das eigentliche, große Hauptfach.

Belüftung

Das AEROFLEX 3D Rückensystem hält, was es verspricht. Der Rucksack liegt nie am Rücken an, nur das Netz!

Weitere Features

Die Helmhalterung ist praktisch und hält den Helm sicher am Rucksack. Die integrierte Regenhülle lässt sich schnell überziehen und schützt den Inhalt zuverlässig vor Nässe.

Nachhaltigkeit und Transparenz

VAUDE hat eine Reihe von Umwelt und auch Fairness Zertifikaten/ Preisen, die einen guten Eindruck machen. Besonders schön finde ich die Transparenz. Man hat die Möglichkeit auf der Produktseite zu sehen, wo der Rucksack hergestellt wird.

Alternativen und Testsieger

Obwohl Bike-Rucksäcke zuletzt Konkurrenz von "hippen Bags" (Hüfttaschen) bekamen und gar als uncool verschrien waren, kehren viele Bikerinnen und Biker zu den ehrenwerten Klassikern der Lastenbeförderung zurück. Denn ihre Vorteile sind allen Moden zum Trotz klar: Zwei Schultergurte und ein Hüftgurt verteilen die Last gleichmäßig auf Rücken und Hüfte, verhindern Wackeln oder einen rutschigen Sitz. Zudem schmiegen sie sich gut an den Körper und verleihen eine sichere Balance, wenn es beim Trailritt heftig zugeht. Auch ist ein Stauraum von mindestens zehn Litern das Minimum, wenn etwa Regenjacke, Trinkschlauch und Werkzeug mitgenommen werden. Nicht zuletzt taugen Rucksäcke - anders als Hipbags - als Alltagsbegleiter auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder für Wanderungen sind somit sogar nachhaltiger.

Im großen Mountainbike-Rucksack-Test wurden folgende Modelle als Testsieger und Kauftipps ausgezeichnet:

  • Race-Rucksäcke:
    • Testsieger: Ergon BX2 Evo
    • Kauftipp: Deuter Race Air
  • Tourenrucksäcke:
    • Testsieger: Ergon BA3
    • Kauftipp: Scott Trail Rocket FR’16.0
  • Alpencross-Rucksäcke:
    • Testsieger: Deuter Trans Alpine 30

Viele Bikerinnen und Biker greifen zu einem mittelgroßen Modell der Klasse bis 20 Liter. Diese sind für die Tagestouren-Ausrüstung groß genug, schrumpfen für kürzere Ausritte mittels Kompressionsgurten zusammen und sind nicht viel schwerer als XC/Marathon-Modelle. Dennoch sprechen auch gute Argumente für diese kleineren Klammeraffen, denn ihre schlanke Form sitzt wie ein Hauch von Nichts am Rücken und folgt Moves, ohne zu wackeln.

Details zu einzelnen Modellen aus dem Test

Hier sind einige Details zu den im Test erwähnten Rucksackmodellen:

Race-Rucksäcke (bis 14 Liter)

  • Advenate Symphony 8+2+4:
    • Preis/Gewicht: 160 Euro/842+166 g
    • Volumen: 14 Liter (11+4+1 Liter)
    • Besonderheiten: Erweiterungsoption, Zusatzfach, Regenhülle, Werkzeug-Organizer
    • Testfazit: Sehr gut
  • Amplifi Tour 12:
    • Preis/Gewicht: 100 Euro/598 g
    • Volumen: 12 Liter (13+2 Liter)
    • Besonderheiten: Regenhülle, Trinkblasenfach, Fächer für Wertsachen, Werkzeug, Reflektor
    • Testfazit: Sehr gut
  • Camelbak M.U.L.E:
    • Preis/Gewicht: 125 Euro/552 g
    • Volumen: 12 Liter (10 + 1 Liter)
    • Besonderheiten: 3-Liter-Trinkblase mit Magnetclip inklusive, Hüftgurt abnehmbar, Helmhalter
    • Testfazit: Sehr gut
  • Deuter Race Air:
    • Preis/Gewicht: 85 Euro/780 g
    • Volumen: 10 Liter (11,5+2 Liter)
    • Besonderheiten: Regenhülle, Trinkblasenfach, Fächer für Werkzeug, Helmhalter optional
    • Testfazit: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Kauftipp)
  • Ergon BX2 Evo:
    • Preis/Gewicht: 100 Euro/833 g
    • Volumen: 11,5 Liter (12+0,5 Liter)
    • Besonderheiten: Regenhülle, Helmhalter, Stauraumerweiterung, verstellbare Rückenlänge
    • Testfazit: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Testsieger)
  • Evoc Ride 12:
    • Preis/Gewicht: 90 Euro/552 g
    • Volumen: 12 Liter (12+1,5 Liter)
    • Besonderheiten: Weit aufklappbares Hauptfach, Fächer für Werkzeug, Signalpfeife, Helmhalter
    • Testfazit: Sehr gut

Tourenrucksäcke (bis 20 Liter)

  • Camelbak H.A.W.G. Pro 20:
    • Preis/Gewicht: 170 Euro/896 g
    • Volumen: 20 Liter (15,5+3 Liter)
    • Besonderheiten: Trinkblase, Werkzeugtasche, Rückenprotektor optional, Helmhalterung
    • Testfazit: Sehr gut
  • Ergon BA3:
    • Preis/Gewicht: 140 Euro/1140 g
    • Volumen: 17 Liter (16+3 Liter)
    • Besonderheiten: Regenhülle, verstellbare Rückenlänge, Halter für Integral-/Halbschalenhelme
    • Testfazit: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Testsieger)
  • Norrøna Skibotn 15L:
    • Preis/Gewicht: 169 Euro/851 g
    • Volumen: 15 Liter (16,5 Liter)
    • Besonderheiten: Rückenprotektor optional, Halter für Integral- und Halbschalenhelme
    • Testfazit: Gut
  • Osprey Syncro 20:
    • Preis/Gewicht: 120 Euro/818 g
    • Volumen: 20 Liter (17,5+1,5 Liter)
    • Besonderheiten: Regenhülle, Helmhalter, Werkzeug-Organizer, Brillenfach
    • Testfazit: Gut
  • Scott Trail Rocket FR’16.0:
    • Preis/Gewicht: 130 Euro/796 g
    • Volumen: 16 Liter (18,5+3 Liter)
    • Besonderheiten: Regenhülle, Halter für Integral- und Halbschalenhelme, Trinkblasen- /E-Bike-Akkufach
    • Testfazit: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Kauftipp)

Packlisten

Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie viel Ausrüstung in die verschiedenen Rucksackgrößen passt, hier beispielhafte Packlisten:

Race-Rucksäcke

  • Regenjacke/leichte Softshell-Jacke
  • Buff
  • Trinkblase bis 2 Liter
  • 2-3 Energieriegel und Gels
  • Tourenkarte
  • Erste-Hilfe-Set
  • Minipumpe
  • Dämpferpumpe
  • Smartphone
  • Minitool
  • Schlauch
  • Reifenheber
  • Flickzeug

Tourenrucksäcke

  • Regenjacke/leichte Softshell-Jacke
  • Wechseltrikot/Unterhemd
  • Knieprotektoren
  • Knielinge
  • Armlinge
  • Buff
  • Trinkblase bis 2 Liter
  • 2-3 Energieriegel und Gels
  • Tourenkarte
  • Erste-Hilfe-Set
  • Minipumpe
  • Dämpferpumpe
  • Handy/Kompaktkamera
  • Geld und Ausweis
  • Wechselscheiben für Brille
  • Minitool
  • Schlauch
  • Multitool mit Zange
  • Reifenheber
  • Flickzeug
  • Kleines Kabelschloss

Der VAUDE Bike Alpin Pro 28+ im Detail

Der VAUDE Bike Alpin Pro 28+ ist ein vielseitiger und durchdachter MTB-Rucksack, der speziell für anspruchsvolle Alpencross- und Mehrtagestouren entwickelt wurde. Mit einem Packvolumen von 28 Litern und zusätzlichem Stauraum durch ein offenes Frontfach ist der Bike Alpin Pro 28+ ideal für längere Touren.

Zur Ausstattung gehören eine Trinkblasenkompatibilität bis drei Liter, eine Regenhülle sowie reflektierende Elemente für bessere Sichtbarkeit. Der Rucksack ist mit tiefen Reißverschlüssen ausgestattet, die einen guten Zugriff auf die Fächer ermöglichen. Das Organizerfach an der Vorderseite bietet Platz für Werkzeug und Kartenmaterial, ein weiteres Frontfach ist für Portemonnaie und Schlüssel vorgesehen. Das Hauptfach und das Bodenfach können bei Bedarf zu einem großen Fach verbunden werden, was die Flexibilität des Stauraums erhöht.

Tragekomfort

Dank des Aeroflex Control Systems sorgte der Rucksack bei schwierigen Anstiegen für ausreichend Luftzirkulation und saß bei Abfahrten stabil auf dem Rücken. Die gut gepolsterten Hüftflossen und der untere Rückenbereich trugen zu einer optimalen Gewichtsverteilung bei.

Der Vaude Bike Alpin Pro 28+ ist mit tiefen Reißverschlüssen ausgestattet, die einen guten Zugriff auf die Fächer ermöglichen.

VAUDE Moab 20

Ob die Produkte auch in der Praxis von diesen Qualitätsansprüchen profitieren, haben wir am VAUDE Moab 20 getestet. Das Hauptfach ist unterteilt in eine Rückentasche für die Trinkblase und eine kleine Netztasche. Das aufgesetzte Frontfach mit Unterteilung für Karten, elektronische Geräte und Riegel ist sehr gut erreichbar, wenn man die Helmhalterlasche entkoppelt. Anders als bei den meisten Herstellern hat der Moab die Werkzeugtasche mit Netzfächern gut zugänglich am Rucksackboden. Zwei offene Netzseitentaschen können schnell zu verstauende Gegenstände aufnehmen oder zusätzliche Trinkflaschen beherbergen. Am rechten Hüftgurt ist noch eine kleine Tasche für Multitool oder einen schnellen Snack während der Fahrt.

Ist der Rucksack mal nicht prall gefüllt, lässt er sich mit zwei seitlichen Kompressionsriemen zusammenziehen, sodass der Inhalt nah und fest am Rücken gehalten wird. Der Rücken ist durch das Polster am Moab komfortabel abgedämpft, die Schultergurte sind angenehm ergonomisch geformt. Im Inneren sorgt eine herausnehmbare Kunststoffplatte für ein stabiles und durchstichsicheres Rückenteil. Kleines Manko sind die Hüftgurte, die bei uns auf längeren Touren zu leichten Druckstellen auf Höhe des Beckenknochens geführt haben.

Ist der VAUDE Moab 20 richtig eingestellt und fixiert, bleibt er auch bei Sprüngen und auf ruppigen Trails unbeeindruckt an seinem Platz. Statt auf ein aufwendiges Belüftungssystem setzt VAUDE eher auf engen Körperkontakt, um die bestmögliche Downhillperfomance zu bieten.

Splash 20 + 5

Die Produktbezeichnung „20 + 5“ lässt schon mal vorweg ein Produktdetail ins Blickfeld rücken: Der Vaude Bikerucksack fasst im „normalen“ Zustand 20 Liter. Wenn man einen Reißverschluß zwischen Rücken und Hauptfach öffnet vergrößert sich das Volumen des großen Fachs um 5 Liter. Eine durchdachte Konstruktion.

Der Splash an sich ist deutlich konkaver gebogen, als der Rücken des Mountainbikers.

Belüftung am Rücken

Zwischen dem Netz und dem konkaven Rucksackkörper bildet sich ein großer Zwischenraum. Im Test hat sich dieser Luftraum als sehr atmungsatkiv herausgestellt. Die warme Luft vom Rücken kann extrem gut entweichen und beschert dem Vaude Bikerucksack die Bestnote, wenn es um Belüftung geht. Auch die Träger an sich sind sehr luftdurchlässig - kleine Löcher im Träger lassen die Luft sehr gut zirkulieren.

Tragekomfort des Mountainbike Rucksack

Träger, Hüftgurt und Rücken sind sehr beweglich und dies macht sich in Hinblick auf Tragekomfort positiv bemerkbar. Vaude-typisch und nicht Standart ist Möglichkeit, die Länge der beiden Rucksackträger zu verändern. Je nach Körpergröße und damit Länge des Oberkörpers kann jeder Mountainbiker die Träger mittels Klettverschluss kürzer bzw. länger stellen.

Empfehlungen

Viele Fahrradfahrer bevorzugen einen Rucksack für ihre Fahrten. Dazu kommt: Fahrradrucksäcke funktionieren auch ohne Fahrrad gut. Man kann damit einkaufen gehen, unterwegs eine Besichtigungstour machen.

Für sportliche Fahrten, Trails oder Tagestouren möchten wir Frauen den Osprey Raven 10 empfehlen. Der Frauen-Rucksack punktet mit einer tollen Lastenverteilung am Rücken. Der Rucksack ist mit einer Trinkblase und Hüfttaschen ausgestattet. Der Deuter Bike 14 richtet sich an die, die größer als 1,70 m sind und eignet sich für Tagestouren und sportliche Fahrten. Überzeugt haben uns die Belüftung sowie der Tragekomfort. Eine Regenhülle ist inklusive.

Der Vaude Clubride Urban 17 eignet sich für Pendler, fürs Büro und den City-Alltag. Der nachhaltig produzierte Rucksack hat uns sehr gut gefallen und ist eine gute Alternative zu unserem City-Testsieger.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Die Last des Fahrradrucksacks liegt beim Fahrradfahren auf dem Rücken. Und je schwerer der Rucksack samt Inhalt, desto wichtiger ist der Tragekomfort. Aus diesem Grund muss ein Fahrradrucksack über einen stabilen Rücken - idealerweise ergonomisch geformt - verfügen, sodass die Gegenstände nicht in den Rücken des Fahrers drücken.

Damit man am Rücken nicht ins Schwitzen kommt, sollte ein Fahrradrucksack eine gute Belüftung haben. Ebenfalls wichtig für den Tragekomfort sind gepolsterte und ergonomisch geformte Schultergurte, auch ein Brustgurt und ein Hüftgurt sind sinnvoll, da sie helfen, den Fahrradrucksack fest am Körper zu fixieren.

Selbst Schönwetterradler können von einem Regenschauer überrascht werden, daher sollte der Fahrradrucksack wasserdicht bzw. nicht sofort durchgenässt sein. Wasserdichte Rucksäcke sind entweder aus einem wasserdichten Material wie beispielsweise LKW-Planen oder sie verfügen über eine Regenhülle, die meistens im Boden des Fahrradrucksacks verstaut ist.

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