Harley Davidson erfolgreich verkaufen: Tipps und Tricks

Beim Verkauf eines gebrauchten Motorrades möchte man als Verkäufer möglichst wenig Stress haben und einen guten Preis erzielen. Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen, Ihre Harley Davidson erfolgreich zu verkaufen.

1. Preisfindung: Was ist meine Harley wert?

Der erste Schritt beim Gebrauchtmotorrad Verkauf ist oft die Ermittlung des Listenpreises des Fahrzeuges. Heutzutage kann man den Wert seines Fahrzeuges beim Verkauf sehr professionell von Eurotax oder Motorradpreisspiegel (Österreich) oder von Schwacke (Deutschland) prüfen lassen. Dieses Service ist kostenpflichtig. Man kann aber auch einen Blick auf das derzeitige Preisniveau des betreffenden Motorrades in der 1000PS Gebrauchtbörse werfen.

Hier muss man aber ganz klar festhalten: Die angegebenen Preise sind keine tatsächlichen Verkaufspreise sondern oftmals Wunschvorstellungen von Verkäufern. Denn in der Praxis kann es sein, dass zum taxierten Preis keine Sau anruft und es niemals zu einem Verkauf kommt.

2. Die richtige Plattform für Ihr Inserat

Im deutschsprachigen Raum sind verschiedene Kleinanzeigen-Plattformen am Start.

  • mobile.de, Motoscout24.de und 1000PS.de sind die stärksten Börsen in Deutschland.
  • 1000PS.at, willhaben.at und motoscout24.at in Österreich.

Zusätzlich dazu gibt es noch zahlreiche Kleinanzeigenplattformen von Tageszeitungen im Internet.

Welcher Marktplatz die beste Wahl für sein Inserat ist, hängt oftmals vom Modell ab. Pauschal kann man sagen das rationelle Fortbewegungsmittel - also zum Beispiel günstige Motorräder oder auch Roller, eher auf Kleinanzeigenplattformen mit einem breiten Publikum hohe Chancen haben. Jene Motorräder welche eher von erfahrenen Motorradfahrer/innen gekauft werden, finden auf den Portalen von den Motorradseiten bessere Verkaufschancen vor.

3. Das perfekte Inserat: Bilder sagen mehr als tausend Worte

Klar ist es wichtig, das Motorrad mit Infos möglichst umfangreich zu beschreiben. Doch man kann es sich auch leichter machen und lässt Bilder sprechen. Denn fast alles was man beschreiben möchte, kann man auch mit Fotos glaubhaft untermauern. Kilometerstand, Reifenzustand, Ausstattungsmerkmale, der kleine Kratzer am Tank oder der montierte Zubehörauspuff - all das kann man perfekt und glasklar mit Fotos darstellen.

Vor allem auf Smartphones werden eher Fotos durchgescrollt als Texte gelesen. Daher bieten wir auf 1000PS auch die Möglichkeit an, bis zu 30 Bilder zum Inserat hochzuladen. Ins richtige Licht rücken - Morgen oder Abendsonne nutzen und mit der Sonne im Rücken fotografieren! Bei Kompaktkameras oder Handys keinen Blitz verwenden!

4. Emotionalität und Vertrauen: Der Schlüssel zum erfolgreichen Verkauf

Überhaupt ist eine solcher Deal hauptsächlich von Emotionalität und weniger von rationalen Gedanken gesteuert. Bei der ersten Analyse und bei der Suche stehen zwar noch Hard Facts wie "km-Stand", "Preis" und "Erstzulassung" im Fokus. Doch schon beim Betrachten der ersten Bilder wird es emotional. Einerseits muss man mit dem Produkt, dem Motorrad bzw dem Roller, ein Gefühl der Begehrlichkeit erwecken. Sei es durch besonders schöne Fotos, frische Reifen welche darauf glänzen, tollem Zubehör oder einem niedrigen Kilometerstand welcher mit einem Foto in Szene gesetzt wurde.

Andererseits muss der Käufer / die Käuferin Vertrauen fassen. So kann es sein, dass ein Verkäufer der offen und ehrlich auf die Mängel einer Maschine hinweist, einen höheren Preis erzielen kann als jemand der versucht diese zu verschweigen. Denn nur die wenigsten von uns sind in Sachen Körpersprache und NLP ausgebildet. Beim Käufer stellt sich also beim Gespräch ein schwer zu definierendes unsicheres Gefühl ein, wenn beim Verkäufer Körpersprache und Aussagen nicht zueinander passen. Wer jedoch offen auf die Schwachstellen des Angebotes hinweist, kann das gesamte Verkaufsgespräch selbstsicher führen und hat nix zu verbergen.

5. Reifen: Ein entscheidender Faktor

Die Reifen am Motorrad üben oft einen überdurchschnittlichen starken Einfluss auf die Kaufentscheidung aus. Selbst bei einem 10.000 oder 15.000 Euro Bike kauft man nicht gerne, wenn darauf ein nahezu abgefahrener Reifen montiert ist. Für den Gesamteindruck ist es also hervorragend, wenn man dem Bike vor dem Verkauf einen frischen Pneu spendiert.

Hier kann man einen sogenannten 2nd- oder 3rd Liner für wenig Geld beim Reifenhändler kaufen. Also einen neuen Reifen, welcher allerdings nicht die letzten Hightech Features mit drinnen hat. Die Reifenhersteller lassen bei Reifenneuerscheinungen oftmals die Vorgängerprodukte im Programm und senken hier die Preise kräftig. Ein Satz Reifen ist dann bis zu 40% billiger als die aktuelle Topware. Die Reifen sind in Ordnung, aber eben nicht die grandiose Premium Ware. Doch es gibt bestimmt viele Käufer die ein Bike wegen einem abgefahrenen Reifen nicht kaufen, aber mit einem nagelneuen Reifen aus der vorletzten Modellgeneration kein Problem haben.

Bei Sportreifen zum Beispiel hat Bridgestone aktuell den S21 präsentiert. Der S20 war ebenfalls ein grandioses Reifen und ist deutlich günstiger zu haben - Kein Interessent wird damit ein Problem haben. Ähnliches gilt für den alten aber immer noch guten Michelin Pilot Power.

6. Vorbereitung ist alles: Das Motorrad auf Vordermann bringen

Für Profis ist es selbstverständlich, Laien versagen hier oft kläglich. Vor dem Verkauf muss das Motorrad perfekt auf Vordermann gebracht werden. Da reicht nicht bloß eine einfache Wäsche - das Bike muss sich in Bestform präsentieren. Für diesen Fall gibt es beim Fachhändler Profi-Pflegeprodukte mit denen man sämtliche Materialien am Motorrad richtig gut in Szene setzen kann.

Ganz wichtig! Glanzspray mit Farbauffrischer nach der Reinigung auf Lack und Kunststoff. Der Preis der Pflegeprodukte rechnet sich in jedem Fall!

7. Preisverhandlungen: Geben und Nehmen

Bei den Preisverhandlungen wird der Käufer natürlich versuchen den Preis vom Fahrzeug noch zu drücken. Oft ist auch wenig der pragmatische Spargedanke die treibende Kraft, sondern das Ego des Käufers welches unbedingt einen Verhandlungserfolg verbuchen möchte. Diesen Verhandlungserfolg kann man spendieren, indem man beim Preis nachlässt oder das Angebot aufbessert.

So könnte man zum Beispiel Zubehör erstmal nicht als Teil des Angebotes präsentieren. Dann bei den Verhandlungen jedoch dann schweren Herzens mit übergeben. Hand aufs Herz: Das Zubehör einzeln zu verkaufen bringt zwar möglicherweise etwas mehr Ertrag ist aber super mühsam und zeitaufwendig.

8. Ankauf-Services: Eine stressfreie Alternative

Wenn Sie Ihre Harley Davidson schnell und unkompliziert verkaufen möchten, können Sie auch Ankauf-Services in Betracht ziehen. Diese bieten oft eine bequeme Möglichkeit, Ihr Motorrad direkt an Händler zu verkaufen, ohne den Aufwand eines Privatverkaufs.

Vorteile von Ankauf-Services:

  • Zeitersparnis: Verkäufer müssen nicht selbst nach potenziellen Käufern suchen oder Verhandlungen führen.
  • Faire Preise: Verkäufer erhalten mehrere potenzielle Festpreise für das Motorrad, die auf dem aktuellen Marktwert basieren.
  • Kostenlose Abholung: Viele Anbieter organisieren die kostenlose Abholung des Motorrads am vereinbarten Ort.
  • Kostenlose Abmeldung: Einige Unternehmen übernehmen auch die kostenlose Abmeldung des Motorrads.
  • Direkte Zahlung: Die Vermittlungsplattform zahlt den vereinbarten Preis in bar bei der Abholung des Motorrads.

Beispiele für Ankauf-Services:

  • "Wir kaufen dein Motorrad"
  • Estimoto
  • Motowert.de

9. Estimoto: Ihr Partner für den Harley-Verkauf

Estimoto findet Ihren Harley-Ankäufer. Sie müssen nicht mehrere Ankäufer kontaktieren, um den besten Preis für Ihre Harley-Davidson zu ermitteln. Estimoto übernimmt das für Sie.

Estimoto arbeitet nur mit geprüften Motorrad-Ankäufern zusammen. So kommt es zu keinen bösen Überraschungen beim Verkauf. Absprachen werden immer eingehalten.

Kundenzufriedenheit hat bei Estimoto oberste Priorität. Durch eine Art Bieterverfahren wird der aktuelle Höchstpreis automatisch ermittelt. Danach können Sie 7 Tage in Ruhe entscheiden, ob Sie die Harley verkaufen möchten.

10. Checkliste für den erfolgreichen Verkauf

Beim Verkauf einer Harley-Davidson gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Hier eine Checkliste, die Ihnen hilft, den Verkaufsprozess erfolgreich zu gestalten:

  1. Zustand des Motorrads prüfen: Stellen Sie sicher, dass das Motorrad in einem guten Zustand ist und alle notwendigen Reparaturen durchgeführt wurden.
  2. Dokumente vorbereiten: Sammeln Sie alle relevanten Dokumente wie Fahrzeugpapiere, Serviceheft und eventuelle Rechnungen für Reparaturen oder Umbauten.
  3. Preis recherchieren: Informieren Sie sich über den aktuellen Marktwert Ihrer Harley-Davidson, um einen realistischen Verkaufspreis festzulegen.
  4. Inserat erstellen: Erstellen Sie ein aussagekräftiges Inserat mit detaillierten Informationen und hochwertigen Fotos.
  5. Probefahrten anbieten: Ermöglichen Sie potenziellen Käufern eine Probefahrt, um das Motorrad kennenzulernen.
  6. Verhandlungen führen: Seien Sie bereit, über den Preis zu verhandeln, aber bleiben Sie realistisch und kennen Sie den Wert Ihrer Harley-Davidson.
  7. Kaufvertrag abschließen: Schließen Sie einen schriftlichen Kaufvertrag ab, der alle wichtigen Details wie Preis, Zahlungsbedingungen und Übergabetermin enthält.
  8. Zahlung abwickeln: Vereinbaren Sie eine sichere Zahlungsweise und stellen Sie sicher, dass das Geld vor der Übergabe des Motorrads eingegangen ist.
  9. Motorrad übergeben: Übergeben Sie das Motorrad erst, nachdem die Zahlung vollständig erfolgt ist und alle Formalitäten erledigt sind.
  10. Abmeldung durchführen: Melden Sie das Motorrad umgehend ab, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

11. Tabelle: Vergleich von Verkaufsoptionen

Verkaufsoption Vorteile Nachteile
Privatverkauf Potenziell höherer Verkaufspreis Hoher Zeitaufwand, Unsicherheit
Ankauf-Service Schnelle Abwicklung, stressfrei Potenziell niedrigerer Verkaufspreis
Händlerverkauf Sicher, professionell Potenziell niedrigerer Verkaufspreis

Mit diesen Tipps und Informationen sind Sie bestens gerüstet, um Ihre Harley Davidson erfolgreich zu verkaufen. Viel Erfolg!

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