125er-Motorräder bieten Zweirad-Fahrspaß, sind aber viel günstiger zu versichern als schwere Maschinen. Auch kommen Autofahrer leicht an den kleinen Motorradführerschein. Seit der Einführung dieser Regel ist das Interesse an den kleinen Einstiegszweirädern gewachsen. Denn nicht nur die Anschaffung einer 125er ist günstig, auch die Unterhaltskosten fallen geringer aus als bei einer schweren Maschine.
So günstig kann man eine 125er versichern
Für 125er-Maschinen sind wie bei anderen Kraftfahrzeugen eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben, Teilkasko und Vollkasko können dazugebucht werden. Wie immer gilt: Je günstiger die Versicherung, desto weniger Schäden sind abgedeckt. Eine Teilkaskoversicherung kann interessant sein, wenn die 125er regelmäßig an der Straße steht oder mit Zubehör ausgestattet werden soll. Viele Anbieter kommen im Rahmen der Teilkasko für Diebstahl oder verloren gegangenes Zubehör auf.
Eine Vollkaskoversicherung lohnt sich, wenn das Bike beim Kauf fabrikneu war oder wirklich jeden Tag unterwegs ist. Die meisten Versicherer bieten auch Tarife für 125er-Motorräder oder -Roller an: Entweder als eigenen Tarif für Leichtkrafträder, andere Versicherer haben einfach einen Leichtkraftrad-Tarif in ihre Motorradversicherung integriert. Hilfreich ist der Tarifvergleich verschiedener Anbieter vor dem Abschluss eines Vertrags. Was die Versicherung kostet, hängt wie beim Auto, stark von den persönlichen Umständen wie dem Wohnort oder dem Parkplatz des Zweirads ab.
Generell gilt, dass man mit Kosten zwischen 50 und 70 Euro pro Jahr rechnen sollte. Die Deckungssumme liegt am besten bei 100 Millionen Euro, ein Selbstbehalt von 300 Euro für die Vollkasko- und 150 Euro für die Teilkaskoversicherung werden empfohlen.
Die Kosten für die Motorrad Versicherung einer 125 ccm können je nach Faktoren variieren:
- Fahrerfahrung: Anfänger, die gerade ihren Führerschein für Motorräder erworben haben oder noch wenig Fahrerfahrung haben, können höhere Versicherungsprämien zahlen.
- Versicherungsgeschichte: Eine gute Versicherungshistorie mit einem schadenfreien Verlauf kann zu niedrigeren Prämien führen.
- Wohnort: Der Ort, an dem Sie Ihr Motorrad versichern möchten, kann einen Einfluss auf die Versicherungskosten haben.
- Versicherungsart und Deckungsumfang: Je nach gewählter Versicherungsart (z. B. Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko) und dem Deckungsumfang ändern sich die Kosten.
Es ist wichtig zu beachten, dass die genauen Kosten einer Motorradversicherung für eine 125 ccm Maschine je nach Versicherungsgesellschaft und individuell variieren können. Die Prämien können von einigen hundert Euro bis zu mehreren tausend Euro pro Jahr reichen. Um den genauen Preis für die Versicherung einer 125 ccm Maschine zu ermitteln, ist es am besten, mehrere Versicherungsanbieter zu kontaktieren und konkrete Angebote einzuholen.
Kaum Steuern für ein 125er-Motorrad
Motorräder und Roller mit bis zu 125 Kubikzentimetern Hubraum und einer Leistung bis elf kW/15 PS sind - ebenso wie 50er - laut Paragraf drei des Kraftfahrzeugsteuergesetzes zulassungsfrei. Das bedeutet, dass für sie keinerlei Steuern bezahlt werden müssen. Von dieser Regel gibt es eine Ausnahme: Wenn die 125er mehr als 15 PS hat, kostet sie 9,20 Euro Steuern pro Jahr.
Ein kleiner finanzieller Posten kommt trotzdem auf jeden 125er-Eigner zu. Es gilt die Kennzeichenpflicht! Das soll heißen, dass die 125er wie ein Motorrad mit mehr Hubraum und Leistung oder wie ein Auto bei der Zulassungsbehörde angemeldet werden muss und ein Nummernschild braucht. Bei diesem Termin verlangt die Behörde zudem einen Nachweis der Versicherung.
Günstiger Verbrauch, geringe Wartungskosten
Die überwiegende Mehrheit an 125ern hat Einzylindermotoren und bringt nicht allzu viel an Gewicht auf die Waage. Daher hält sich der Kraftstoffverbrauch grundsätzlich in Grenzen. Weil der Durst jedes Verbrenners stark vom Streckenprofil und vom Verhalten des Fahrers abhängt und der Markt ganz verschiedene 125er zu bieten hat, lässt sich der Verbrauch in Litern an dieser Stelle nur schwer angeben.
Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Faustformel Herstellerangabe plus Pi mal Daumen ein Liter nicht allzu weit von der Praxis entfernt ist. Wenn der Hersteller 2,3 Liter angibt, braucht die Maschine also vermutlich drei bis 3,5 Liter auf hundert Kilometer. Bei zehn Litern Tankinhalt errechnet sich daraus die sehr ordentliche Reichweite von rund 300 Kilometern.
Auch die Werkstattkosten bleiben überschaubar. Mit allgemeingültigen Zahlen ist es hier ähnlich schwer wie beim Verbrauch, weil unterschiedlich komplexe Arbeiten verschieden berechnet werden und es deutliche regionale Unterschiede gibt.
Tipps zur Versicherungswahl
- Tarife und Beiträge vergleichen: Sie erhalten umgehend eine Auflistung verfügbarer Tarife inklusive aller relevanter Details.
- Versicherungsdetails beachten: Welchen Service umfasst der Tarif? Welche Tierbisse sichert die Teilkasko ab? In welchem Umfang leistet die Vollkasko beim Zusammenstoß mit Tieren aller Art? Wie ist es um Mallorca-Police, Rechtschutz, Kabelschäden durch Tierbisse, Schäden durch Glasbruch, Diebstahl & Co. bestellt?
Genau wie die Autohaftpflichtversicherung ist die Motorradhaftpflichtversicherung für Fahrzeughalterinnen und Halter gesetzliche Pflicht. Die Kfz-Haftpflicht begleicht im Ernstfall Forderungen dritter Verkehrsteilnehmerinnen und Nehmer. Die Haftpflichtversicherung dient also dazu, dritten Verkehrsteilnehmern zu ihrem Recht zu verhelfen und angemessen zu versorgen. Übersteigt ein Schaden die Höhe der vereinbarten Versicherungssumme, muss er aus eigener Tasche beglichen werden. Schäden am eigenen Motorrad zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung nicht.
Je länger Sie unfallfrei gefahren sind, desto günstiger ist Ihre Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse). Müssen Sie Ihre Motorradhaftpflichtversicherung in Anspruch nehmen, werden Sie in der SF-Klasse der Haftpflichtversicherung in eine schlechtere SF-Klasse zurückgestuft. Kaskoversicherungen sind freiwillig, aber sinnvoll. Insbesondere dann, wenn der Wert des eigenen Kraftrads hoch ist.
Je nach Anbieter variieren einzelne Tarifbausteine. Achten Sie beim Motorradversicherungsvergleich darauf, alle individuellen Bedürfnisse abzudecken. Schäden durch Tiere sind in der Regel nur gedeckt, sofern sich Ihr Motorrad zum Schadenzeitpunkt in Bewegung befand und wenn es sich um gesetzlich definiertes Haarwild handelt. Auch Folgeschäden durch Marder unter der Motorhaube zählen in der Regel nicht zum Teilkaskoschutz.
Nicht alle Versicherer sind gleich gut und das Preis-Leistungs-Verhältnis variiert. Beispielsweise gibt es Unterschiede bezüglich der Bewertung eines Kraftrades als neu. In Ausnahmefällen muss eine Vollkaskoversicherung nicht leisten, etwa wenn die oder der Vollkaskoversicherte zum Schadenzeitpunkt unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand oder ein berechtigter Vorwurf grober Fahrlässigkeit besteht. Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen übernehmen keine Abschleppkosten. Diese Leistungen bietet ein Schutzbrief.
Kaskoversicherungen und Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse): In der Teilkaskoversicherung gibt es keinen SF-Rabatt, dort abgedeckte Schäden unterliegen nicht dem Fahrverhalten, sondern externen Einflüssen. Haben Sie eine gute SF-Klasse, ist Vollkaskoversicherung deshalb vielleicht preisgünstiger als eine Teilkaskoversicherung. Es lohnt sich, mit den Einstellungen des Motorradversicherungsvergleichs zu experimentieren, um Potenziale aufzudecken.
Gerade bei einer anstehenden Beitragserhöhung ist ein Versicherungsvergleich sinnvoll. Nutzen Sie den Service der Vollkaskoversicherung, werden Sie in der SF-Klasse zurückgestuft. Zwischen einzelnen Motorrad-Versicherungen gibt es große Qualitäts- und Preisunterschiede. Im Idealfall haben Sie beim Vergleich schon eine Vorstellung, welche Tarifbausteine Sie sich wünschen.
Nutzen Sie Ihr Kraftrad ganzjährig oder reicht ein Saisonkennzeichen? Auch die Art des Motorrads kann eine Rolle spielen: Handelt es sich um ein Motorrad als Zweitfahrzeug, einen Leichtkraftroller oder ein schweres Kraftrad? Benötigen Sie einen Schutzbrief oder eine Kaskoversicherung?
Zusammenstöße können teuer werden. Auch ohne Personenschaden können Kosten schnell in die Millionen Euro gehen. Eine ausreichend hohe Deckungssumme ist essenziell. Ist Ihr Kraftrad noch nicht abbezahlt, sollten Sie den Abschluss einer Vollkaskoversicherung erwägen. Mit der Klausel Verzicht auf Einwand der groben Fahrlässigkeit können Sie sich dagegen absichern.
Viele Faktoren bestimmen die Höhe des Versicherungsbeitrags - die meisten ähneln denen der Autoversicherung. Zentral ist der Schadenfreiheitsrabatt. In Deutschland gibt es laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 5,1 Millionen Krafträder (Stand: Oktober 2024).Dementsprechend groß ist die Auswahl an Versicherern für Sie als Motorradfahrerin oder Motorradfahrer.
Zusätzliche Informationen
Einzelne Unternehmen unterscheiden sich bezüglich dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Kündigen Sie erst, wenn Sie eine verbindliche Zusage eines anderen Anbieters haben. Zwar sind Unternehmen verpflichtet, Ihnen ein Haftpflichtversicherungsangebot zu machen, das gilt jedoch nicht für Kaskotarife.
Wie bei der Autoversicherung können Sie Ihre Motorradversicherung stets regulär zum Ende eines Versicherungsjahres kündigen. Zuweilen können Sie von einem einmonatigen Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen: Preiserhöhung trotz gleichbleibender Leistungen (Ausnahmen: Regionalklassenänderung aufgrund eines Umzugs in einen anderen Zulassungsbezirk, SF-Rückstufung nach Schäden). Nicht immer sinkt die Versicherungsprämie proportional zur verbesserten SF-Klasse.
Generell wichtig bei einer Kündigung: Sowohl die reguläre als auch die Sonderkündigung sollte stets schriftlich und per Einschreiben erfolgen, damit Sie bei Bedarf nachweisen können, dass Sie sich an die Fristen gehalten haben.
Saisonkennzeichen
Viele Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer nutzen ihr Fahrzeug nicht das ganze Jahr über. Im Winter ist es auf dem Bike kalt, die Unfallgefahr ist vergleichsweise höher und Winterreifen kosten Geld. Ein Saisonkennzeichen verringert die Versicherungsbeiträge für Ihr Kraftrad und die Kfz-Steuer sinkt.
Fahren dürfen Sie nur in Monaten, in denen das Kennzeichen Gültigkeit hat (beispielsweise vom 1. März bis 30. September). Während der übrigen Monate ruht die Versicherung mit Saisonkennzeichen. Sie dürfen das Fahrzeug in diesem Zeitraum nicht auf öffentlichen Straßen bewegen oder parken. Eine Teil- oder Vollkaskoversicherung hat auch während dieser Ruhezeit Gültigkeit, sofern Sie das Fahrzeug nicht komplett abgemeldet haben.
Ihr Saisonkennzeichen muss pro Jahr mindestens sechs Monate gültig sein, damit Sie am Ende des schadenfreien Versicherungsjahres in eine bessere SF-Klasse gestuft werden.
Schutzbriefe
Schutzbriefe sind freiwillige Zusatzbausteine der Kfz-Versicherungen und auch über Automobil- und Motorradclubs erhältlich. Der umfassende Schutz ist bereits für niedrige zweistellige Beträge pro Jahr erhältlich. Der Service beinhaltet je nach Anbieter beispielsweise Hilfestellung bei Pannen, Unfällen und im Krankheitsfall - im Inland wie in diversen weiteren Ländern.
Einige Leistungen, etwa Ersatzteilversand oder Krankenrücktransport sind auf Auslandsaufenthalte zugeschnitten. Im Gegensatz zu Kaskoversicherungen ist ein Abschleppdienst inklusive.
Rechtsschutzversicherung
Eine Rechtsschutzversicherung vertritt Sie, wenn die Schuldfrage eines Schadens nicht eindeutig ist. Sie ist als Zusatzbaustein der Motorradversicherung oder separate Versicherung erhältlich. Schließen Sie sie über einen Zusatzbaustein ab, wird der Rechtsschutzversicherer Sie nicht bei Streitigkeiten mit der Motorradversicherung selbst vertreten.
Unfallversicherung
Motorradfahren macht Spaß, birgt jedoch Risiken. Der Abschluss einer Unfallversicherung ist deshalb eine Überlegung wert. Diese schüttet Ihnen im Ernstfall eine vorab vereinbarte Summe aus, damit man trotz etwaiger Einkommensverluste nicht vor dem Nichts steht.
Kfz-Steuer
Im Gegensatz zu Haltern von Autos und Lkw kommen Motorradbesitzer und -besitzerinnen bei der Kfz-Steuer gut weg. Das Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG) wurde seit den 1950ern nicht geändert. Der jährliche Satz beträgt pro angefangenen 25 Kubikzentimeter Hubraum (ccm) 1,84 Euro. Fahren Sie ein Zweirad mit weniger als 125 ccm, zahlen Sie gar keine Kfz-Steuer.
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