Vollgefederte Mountainbikes 24 Zoll im Test: Das richtige Bike für junge Trail-Entdecker

Flowtrails, Bikeparks, Pumptracks - Mountainbiken erfreut sich auch beim Nachwuchs immer größerer Beliebtheit. Klar, dass auch das Material mit den wachsenden Ansprüchen der Kids mithalten muss. Besonders Junior-Fullys sind heute kleine Kopien ihrer großen Brüder. Doch die Frage nach dem passenden Mountainbike für Kinder ist für Eltern oft eine Qual.

Unser Kinder Mountainbike Testportal liefert den kompletten Marktüberblick. Unser einzigartiges Testsystem betrachtet nicht nur eine kleine Auswahl an Kinder Mountainbikes. Unser innovativer Ansatz erlaubt es uns jedes Kinderfahrrad, das es zu kaufen gibt, auch objektiv zu bewerten. Und damit du das Traumbike für deinen Nachwuchs findest, kannst du alle Testberichte über unsere Filter super einfach sortieren.

Was macht ein gutes Kinder-Mountainbike aus?

Für unsere Kaufberatung berücksichtig wir alle für das Fahrerlebnis relevanten Baugruppen eines Kinderbikes. Wir haben dabei immer auf die altersspezifischen Bedürfnisse von Kindern geachtet. Denn wer sich tiefgründig mit dem Thema Kinderfahrrad beschäftigt wird feststellen: Jede Laufradgröße bringt ihre eigene Herausforderungen mit sich.

Kinder freuen sich bereits beim ersten Fahrrad über ein leichtes, kindgerechtes Modell. Etwas mehr Geld zu investieren, lohnt sich. Denn so haben Kinder nach dem Umstieg vom Laufrad direkt Spaß am Radfahren.

Der Fahrradkauf ist komplex, der Kinderfahrradkauf ist aber noch komplizierter. Warum? Man kann sich als Erwachsener einfach extrem schwierig in die Bedürfnisse von Kindern beim Radfahren hineinversetzen. Und mit jedem Jahr, indem das Kind älter wird, ändern sich die Bedürfnisse.

Hardtail oder Fully?

Wir unterscheiden Kinderfahrräder in drei Arten. Hardtails, Fullys, Downhill-MTBs und Freeride- sowie All-Mountain-Bikes oder auch Dirt- und Fatbikes: Auch Kinder-Mountainbikes gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten, jeweils abgestimmt auf das Gelände und die Anforderungen des Fahrers.

Ist Ihr Sprössling überwiegend auf leichten Trails unterwegs oder noch am Anfang seiner Bike-Karriere? Dann schult ein Hardtail Fahrtechnik und Linienwahl. Mit steigendem Können, auf technischen Trails mit Sprüngen oder Drops, führt aber kein Weg an einem Fully vorbei.

Ab einer Laufradgröße von 24 Zoll lohnt es sich über eine Federgabel nachzudenken. Davor fährt man mit einer starren Gabel nicht nur günstiger, sondern meist auch besser. Wenn die Entscheidung für eine Federgabel gefallen ist, sollte man unbedingt ein Bike mit hochwertiger, luftgefederter Gabel kaufen. Gabeln mit einer Stahlfeder machen in den aller meisten Fällen keinen Sinn. Bikes mit guten Federgabeln sind teuer. Wer nicht bereit ist über 600 € auszugeben fährt auch im 24 Zoll Bereich ohne Gabel besser.

Auch mit einem leichten Hardtail können Sie Mama oder Papa auf einfachen Entdeckungstouren im Wald begleiten. Wer Geld sparen will tut gut daran, auf nicht zwingend nötige Bauteile wie eine Federgabel zu verzichten.

Die richtige Größe und Geometrie

Weil das Verhältnis der Schrittlänge zum Oberkörper bei Kindern kaum variiert, ist die Körpergröße der wichtigste Faktor bei der Größenwahl. Was Sie beachten müssen und welche Laufradgröße wann die richtige ist, erfahren Sie in BIKE 4/2021.

Verlass dich bei der passenden Größe fürs Fahrrad deines Kindes nicht auf allgemeine Alters- und Zoll-Empfehlungen! Ermittle die Innenbeinlänge deines Kindes und gleiche sie, zusätzlich zur Körpergröße, mit den genauen Größenempfehlungen des Herstellers ab. Beim ersten Fahrrad ist es extrem wichtig, dass die kleinen Kinder im Sattel sitzend mit den Füßen zum Boden kommen. Ab einer Laufradgröße von 20 Zoll wird eine ergonomisch korrekte Sitzposition zum in die Pedale treten wichtiger. Tendenziell gilt für Fahranfänger darf das Rad lieber zu klein als zu groß sein. Fortgeschrittene Fahrer profitieren dagegen eher von größeren Laufrädern.

Bei der Radgröße gilt: Nicht raten, sondern Körpergröße und Innenbeinlänge messen. Manche haben bereits mit 3 Jahren die Größe für ein 16 Zoll Bike. Andere sind noch besser auf einem 14 Zoll Bike aufgehoben.

Gewicht und Ausstattung

Würden Sie ein 30 Kilo schweres Bike berghochstrampeln wollen? Sicher nicht. Der Spaßfaktor korreliert also direkt mit dem Gewicht des Bikes. Hier gilt schlicht: so leicht wie möglich.

Ja, V-Brakes sind leicht und einfach zu warten. In anspruchsvollem Gelände sind hydraulische Scheibenbremsen aber klar im Vorteil. Die Hebel müssen sich aber unbedingt auf die kleinen Kinderhände einstellen lassen. Beim Antrieb gilt: möglichst einfach. Welche Details bei der Kinder-Bike-Ausstattung wichtig sind, lesen Sie in unserem Themenschwerpunkt "Kids & Bikes".

Noch immer wird die Kurbellänge oft vernachlässigt. Dabei ist sie ein entscheidender Faktor für einen ergonomischen Bewegungsablauf. Stehen die Kurbeln wiederum zu weit auseinander (Q-Faktor), werden die Beine beim Treten in eine X-Stellung gezwungen. Das kann Knieschmerzen provozieren. Was sind hier für Kinder-Bikes gute Maße? In BIKE 4/2021 finden Sie die Antworten.

Gute Kinderbikes müssen nicht unendlich teuer sein. Bei 16 Zoll Bikes sollte man prinzipiell auf eine Schaltung verzichten. Ab einer Größe von 20 Zoll und mehr sind die einfache Bedienung der Gangschaltung und kindgerechte Schalthebel sind das A und O! Wir empfehlen Kettenschaltungen mit 1x-Antrieb. Nabenschaltungen machen die Kinderfahrräder oft schwer.

Empfehlenswerte 24-Zoll Mountainbikes

Hier eine Auswahl an empfehlenswerten 24-Zoll Mountainbikes für Kinder, basierend auf Tests und Community-Favoriten:

Preis-Leistungs-Tipp: Bergsteiger Montreal

Das Bergsteiger Montreal ist ein vollgefedertes 24-Zoll-Kinderfahrrad mit sportlichem Design, geeignet für Kinder zwischen 135 und 155 cm Körpergröße (ca. 8 bis 13 Jahre). Es verfügt über eine 18-Gang-Shimano-Tourney-Schaltung, eine Scheibenbremse vorne, eine V-Brake hinten sowie Reflektoren, Klingel und Ständer. Der Hi-Ten Stahlrahmen sorgt für Stabilität, auch auf unebenem Gelände, und das Fahrrad wird zu 90 % vormontiert geliefert.

Für sportliche Kids, die ein Mountainbike für erste Offroad-Erfahrungen brauchen, ist das Montreal in unseren Augen eine gute Wahl. Die Ausstattung ist solide, der Fahrkomfort durch die Vollfederung hoch - nur das Gewicht ist etwas höher als bei Alu-Rädern. Dennoch hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Weitere Empfehlungen

  • woom OFF 4 (20 Zoll): Premium-Modell ab 6 Jahre, ultraleicht mit 7,8 kg.
  • Puky Kinder-Mountainbike: Klassiker ab 8 Jahre, robust und vergleichsweise leicht.
  • Early Rider Hellion 24: Premium-Modell ab 8 Jahre, Hardtail mit 100 mm Federweg.
  • woom OFF 6 (26 Zoll): Premium-Modell ab 10 Jahre, leicht und hochwertig ausgestattet.
  • Early Rider Hellion X (20 Zoll): Premium-Fully ab 4 Jahre, für anspruchsvolle Sprünge geeignet.

Testberichte und Erfahrungen

Test: 24-Zoll Mountainbikes für Kinder von Bulls, Cannondale, KTM, Scott und Woom zeigen im Test ihre Stärken. Kinderräder galten lange als schwieriges Geschäft, hochpreisige Modelle sowieso. Doch so langsam scheint sich das zu ändern, was auch mit der Wertigkeit des Fahrrades an sich zu tun hat.

Das Bulls ist eigentlich das teuerste Bike im Test, dabei aber in Sachen Preis-Leistung kaum zu schlagen. Seine Highlights sind ein leichter Carbonrahmen, was beim Kinder-MTB ein absolutes Alleinstellungsmerkmal darstellt, sowie die Luftfedergabel, die ans Körpergewicht des Kindes angepasst werden kann und damit feinfühlig anspricht und bestens funktioniert.

Das Starrbike von Scott begeistert mit rundum hochwertiger Technik und sehr geringem Gewicht.

Woom hat sich mit federleichten Kinderrädern einen guten Namen erarbeitet, auf den vor allem Eltern anspringen. Das Testteam selbst reagierte anfangs verhalten, was aber eher auf die zurückhaltende Lackierung des Off Air 5 zurückzuführen ist, das nicht wie sonst bei Woom in diversen kräftigen Farben zu haben ist. Dabei ist das Mountainbike funktionell ganz vorne mit dabei: Die Luftfedergabel spricht auch bei einem Fahrer/innengewicht um 20 Kilo feinfühlig an und die Technik ist auch im Detail qualitativ hochwertig, was man etwa am leichten Laufradsatz sieht.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass alle 24-Zoll Mountainbikes in unserem Test auf ihre Art überzeugen konnten. Wir haben uns deshalb entscheiden, allen fünf Kinderbikes ein Velomotion Gütesiegel mit der Note sehr gut zu geben.

Die Qual der Wahl: Worauf sollte man achten?

Lass dich beim Kinderfahrrad-Kauf nicht zu sehr von angesagten Marken blenden und fixiere dich nicht von vornherein auf einen bestimmten Hersteller. Hochwertige Kinderfahrräder bekommt man bereits unter 500 € - vor allem in den Größen bis 20 Zoll. Aber diese Highend-Räder machen in den wenigsten Fällen Sinn!

Es muss nicht unbedingt ein Woom oder Puky sein!

Checkliste für den Kauf

  • Bauart: Hardtail für Einsteiger, Fully für anspruchsvolles Gelände.
  • Größe: Körpergröße und Herstellerangaben beachten.
  • Gewicht: So leicht wie möglich.
  • Bremsen: Gut dosierbar und für Kinderhände erreichbar.

Tabelle: Empfohlene 24-Zoll Mountainbikes im Überblick

Modell Typ Geeignet für Besonderheiten Preis (ca.)
Bergsteiger Montreal Fully 8-13 Jahre Preis-Leistungs-Tipp 309,90 EUR
woom OFF 4 Hardtail Ab 6 Jahre Ultraleicht 849,00 EUR
Puky Kinder-Mountainbike Hardtail Ab 8 Jahre Robust 549,98 EUR
Early Rider Hellion 24 Hardtail Ab 8 Jahre Federgabel 1.390,00 EUR

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