Die Geschichte von Von Dutch Motorrädern

Rennsport und Rennerfolge sind untrennbar mit den Motorrädern von BMW verknüpft. Sie begleiten die Marke vom ersten Tag an, haben sie weltberühmt gemacht und wesentlich zu dem Ruf von Überlegenheit und Zuverlässigkeit der BMW Serien Motorräder beigetragen.

BMW Motorrad BoxerCup

Spannung im Motorrad-Rennsport heißt auch 2003 wieder: BMW Motorrad BoxerCup! Seit Gründung der Rennserie vor 4 Jahren - 1999 und 2000 zunächst als nationale Veranstaltung in Belgien und Frankreich durchgeführt - begeistern die Rennen mit den großvolumigen seriennahen Boxern auf Basis der R 1100 S die Fans der Marke. Ab 2001 international, haben die Rennen von Jahr zu Jahr mehr Zustimmung erfahren. Boxer Sound und packende Positionskämpfe internationaler Spitzenfahrer werden die Zuschauer auch 2003 wieder in ihren Bann schlagen.

Passend zum 80-jährigen Geburtstag von BMW Motorrad ist der diesjährige Auftakt der Rennsaison ein besonderes Ereignis: BoxerCup goes America! Das erste Rennen dieses Markenpokals wird im Rahmen der Bikeweek in Daytona/Florida ausgetragen. Es findet im Vorfeld des berühmten 200 Meilen Rennens vor der beeindruckenden Zuschauerkulisse im Betonoval von Daytona Beach mit seiner einmaligen Atmosphäre statt.

Die weiteren acht Rennen werden in Europa im Rahmen von MotoGP-, British Superbike- und Endurance-Rennen ausgetragen. Es gibt bis zu 40 Startplätze und die 21 Teams kommen aus 11 Nationen. Renommierte Rennfahrer werden sich spannende Duelle um die attraktiven Preise liefern. Neben Preisgeldern von insgesamt über 80 000 ¬ gibt es am Ende der Saison für die Plätze eins bis drei in der Gesamtwertung jeweils Fahrzeuge im Wert von rund 100 000 ¬ als Preise.

In diesem Jahr nehmen neben den bekannten Routiniers viele junge Rennfahrertalente teil. Mit 16 Jahren jüngster Teilnehmer ist Barry Burrell aus England. Und eine weitere Besonderheit gibt es 2003: Erstmals wird eine Frau im BoxerCup Rennen fahren. Für das italienische Dream Car Team fährt die 25-jährige Rosana Scoleri aus Bologna. Ebenso wird ein Team aus den Vereinigten Staaten von Amerika die gesamte Rennserie des BoxerCup bestreiten; dieses „BMW Motorrad Team USA“ tritt mit Brian Parriot als Fahrer an.

Historische Erfolge von BMW im Rennsport

Seit 80 Jahren schreiben Boxer-Motorräder mit dem weiß-blauen Marken­emblem Renngeschichte. Bereits das erste BMW Motorrad, die R 32, absolvierte im Jahr ihrer Vorstellung 1923 die „Fahrt durch Bayerns Berge“, eine für die damalige Zeit typischen Zuverlässigkeitsveranstaltungen auf öffentlicher Straße, strafpunktfrei und völlig problemlos. Es folgten bis heute unzählige weitere sportliche Erfolge.

Unvergessen das Rennen von Georg („Schorsch“) Meier, der 1938 mit der Kompressor BMW die bis dato dominierenden Nortons auf der Isle of Man besiegte. Oder die Geschwindigkeitsweltrekorde von Ernst Henne 1929 (216,75 km/h) und 1937 (279,5 km/h), wobei der letztere fast 14 Jahre Bestand haben sollte.

Später errangen Solo-Rennmaschinen und Seitenwagen-Renngespanne mit den „RS-Motoren“ - Zweizylinder-Boxer in Rennausführung mit obenliegenden, über Königswellen angetriebenen Nockenwellen - unzählige nationale und internationale Siege. Als unschlagbar galt BMW in der Gespann-Weltmeister­schaft. Bis 1974 wurde BMW mit diesem Motor insgesamt 19-facher Marken-Weltmeister.

Beeindruckende Erfolge wurden von BMW in kaum unterbrochener Folge seit 1926 im Geländesport erzielt. Stellte früher die Sechs-Tage-Fahrt, bei der BMW mehrfach erste Plätze einfuhr, die härtesten Anforderungen an Fahrer und Maschinen, so sind es seit Ende der 70er Jahre die Wüstenrallyes. Seit mehr als 20 Jahren nehmen BMW Motorräder daran teil.

Mit vier grandiosen Siegen der Zweizylinder-Boxer bei der Paris-Dakar in den Jahren 1981, 1983, 1984 und 1985 ist der Name BMW untrennbar mit dieser legendären Rallye verbunden. 1999 siegte BMW abermals und im Jahr 2000 haben BMW Motorräder mit einem vierfachen Sieg nochmals ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt.

Die neue Aufgabe: BMW Motorrad BoxerCup

Der BoxerCup wurde 1999 aus der Taufe gehoben und war ursprünglich die Idee der BMW Vertriebsorganisation in Belgien und Frankreich. Zwei Jahre wurden die Rennen in diesen beiden Ländern als rein nationale Veranstaltung durchgeführt. Nach der großen Begeisterung, die die Rennen hervorriefen, wurde diese Rennserie zu einem Markenpokal mit internationalem Status und Beteiligung anderer europäischer Länder weiterentwickelt.

BMW Motorrad übernahm 2001 mit Unterstützung der BMW Group die zentrale Leitung und Organisation aller Rennen. Die Rennserie bekam den offiziellen Namen BMW Motorrad BoxerCup. Das Fahrerfeld ist seitdem bunt gemischt und hochkarätig besetzt.

International renommierte Rennfahrer aber zunehmend auch junge Talente interessieren sich für eine Teilnahme. Als Gastfahrer konnten im Laufe der bisherigen Rennserie unter anderem Stars der Rennszene wie Luca Cadalora, Kevin Schwantz und Jorge Martinez gewonnen werden. Auch der ehemalige deutsche Grand Prix Rennfahrer Jürgen Fuchs ist seit zwei Jahren regelmäßig dabei. Der Endurance Weltmeister Stéphane Mertens holte 2001 und 2002 jeweils den Gesamtsieg. Für weitere Attraktivität sorgt der vierfache Grand Prix Vize-Weltmeister Randy Mamola, der als Botschafter des Cups fungiert.

Eingebettet in das Programm von Weltmeisterschaftsläufen des MotoGP beziehungsweise internationalen Endurance- und Superbike-Meisterschaften fanden und finden die Rennen europaweit hohe Beachtung. Besonders bei den Klassikern unter den Grand Prix Rennen, wie zum Beispiel der legendären Dutch TT in Assen/Niederlande, finden die Rennen vor einer imposanten Kulisse bis zu 100 000 Zuschauern statt. Auch der deutsche Grand Prix am Sachsenring, einer traditionell besonders motorradbegeisterten Region, lockt die Zuschauermassen.

Erstmals seit Jahrzehnten kann man wieder Rennmotorräder von BMW bei Straßenrennen bewundern. Mit den Fernsehübertragungen, namentlich von Eurosport, aber auch von anderen überregionalen TV-Sendern, erreicht man weiteres Interesse in ganz Europa. Seit 2002 hat die Rennserie auch den offiziellen Status des europäischen Motorsportverbandes UEM (Union Européenne de Motocyclisme).

2003 gelingt nun der Sprung „über den großen Teich“. Der BMW Motorrad BoxerCup wird erstmals in Amerika ausgetragen. Das Eröffnungsrennen der neuen Saison findet am 9. März Daytona Beach/ Florida im Rahmen der Bikeweek statt. Damit ist der BMW Motorrad BoxerCup der erste Markenpokal, der auf zwei Kontinenten ausgetragen wird.

Die Attraktivität der BoxerCup Rennen liegt darin, dass mit absolut gleichem Maschinenmaterial gefahren wird. Das Reglement lässt keinerlei Spielraum für technische Veränderungen an den ausschließlich zugelassenen BMW R 1100 S zu, die Motor- und Fahrleistungen verbessern könnten. Es entscheiden also allein das fahrerische Können, der Mut und das taktische Geschick beim Rennen über die Platzierung. Das sichert ein faszinierendes Renngeschehen, packende Überholmanöver und harte Kämpfe um die Positionen bis zur letzten Sekunde.

In der Saison 2002 gab es in acht Rennen sieben Sieger aus sieben verschiedenen Nationen und der Gesamtgewinner stand erst nach dem letzten, unglaublich spannenden Rennen fest. Für die Zuschauer und Fans der Marke ist besonders die Identifikation mit den Motorrädern reizvoll. Vor ihnen gehen R 1100 S auf die Rennstrecke, die im Kern der Serie entsprechen, aber mit Profis im Sattel ein Leistungspotenzial entfalten, das ihnen geradezu unglaublich erscheint.

Eröffnungsrennen in den USA - Daytona Beach am 9. März

Im dritten internationalen Jahr des BMW Motorrad BoxerCup findet der Auftakt in den USA, in Daytona Beach, Florida, statt. Es ist das erste Mal, dass ein Motorrad Markencup auch außerhalb Europas und damit auf zwei Kontinenten durchgeführt wird. Im Rahmen der Daytona International Speedway Rennen während der Daytona Bikeweek startet das Rennen am 9. März unmittelbar vor den berühmten „200 Miles of Daytona“, einem Langstreckenrennen der „American Superbike Championship“.

Der Rennkurs wurde Ende der 50er Jahre gebaut. Es handelt sich um ein Trioval mit einer Streckenlänge von rund 4 Kilometer und überhöhten Kurven. Der gesamte, stadionähnliche Komplex fasst über 160 000 Zuschauer und bildet eine ganz besondere Kulisse für die Rennen mit einer einzigartigen Atmosphäre. Als Hochgeschwindigkeitskurs stellt die Strecke allerhöchste Anforderungen an die Maschinen und die Konzentration der Fahrer.

Bereits seit 1904 kommen Motorradfahrer nach Daytona, richtig bekannt wurde die Stadt aber erst ab 1937 mit den 200 Meilen-Rennen und der ersten Bikeweek. Das Rennen wurde zunächst auf dem Strand und auf einer öffentlichen Straße abgehalten. Entlang dem 4,1 Meilen-Kurs gab es keine Zäune zwischen der Rennstrecke und den Zuschauern, so dass die Rennfahrer manchmal um die Zuschauer herumfahren mussten.

Durch die Stadtentwicklung wurden die Strandrennen immer schwieriger und ab 1961 wurden die Rennen schließlich vom Strand weg auf den neu errichteten Daytona International Speedway verlegt, wo sie bis heute stattfinden. Seit den achtziger Jahren drängen während der Bikeweek Massen von Motorradfahrern und solche, die es sein wollen, nach Daytona. Bis zu 500 000 Besucher aus aller Herren Länder wurden schon gezählt und die Stadt ist eine einzige Party. Die Bikeweek und das Rennen bekommen Volksfestcharakter.

Es war 1976, als der damalige Importeur für BMW Motorräder in den USA, die Firma Butler & Smith, für eine echte Sensation in Daytona sorgte: Der Juniorchef Dr. Peter Adams hatte für das Produktionsmaschinen-Rennen der AMA (American Motorcycle Association) Motorräder vorbereitet und brachte drei Rennmaschinen auf Basis der BMW R 90 S in Daytona an den Start.

Competition-Manager Udo Geibel hatte durch raffinierte Auslegung des Reglements (Rahmen und Schwingenarm mussten der Serie entsprechen, die Anordnung der Federbeine war freigestellt) die BMW auf Cantilever-Federung umgestellt. Zur weiteren Verbesserung der Straßenlage war der Motor um 40 mm nach vorn geschoben und durch Versetzen der Kolbenbolzenlagerung und kürzere Pleuel beidseitig um 28 mm schmaler gehalten.

Das Rennen am 5. März gewann Steve Mc Laughlin in einem atemberauben­den Fotofinish vor seinem Teamkameraden Reg Pridmore, dem er noch auf den letzten Metern seinen schon sicher geglaubten Sieg abnahm. Doppelsieg für BMW. Ein Getriebeschaden an der Maschine von Gary Fisher, der das Rennen vorher mehrere Runden anführte, vereitelte den Dreifachsieg für BMW.

Acht Rennen in Europa - Termine und Rennstrecken

Die auf Daytona folgenden acht der insgesamt neun Rennen dieser Saison werden in Europa ausgetragen und zwar der Reihenfolge nach in England, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Tschechien. Sechs dieser BoxerCup Rennen finden im Rahmen von MotoGP-Rennveranstaltungen statt und zwar zu einem attraktiven Zeitpunkt in der Regel am Samstag im Anschluß an das letzte Qualifying für die Weltmeister­schaftsläufe (Ausnahme Tschechien, dort am Sonntag).

Europäische Termine im Rahmen der Meisterschaftsrennen

Hier sind die europäischen Termine im Rahmen der Meisterschaftsrennen:

  • 05. England: Oulton Park
  • 24. Frankreich: Le Mans
  • 07. Italien: Mugello
  • 14. Spanien: Circuito de Catalunya
  • 28. Niederlande: Assen
  • 05. Belgien: Spa-Francorchamps
  • 26. Deutschland: Sachsenring
  • 17. Tschechien: Brünn

Oulton Park liegt 30 Kilometer südwestlich von Manchester und wurde 1950 erbaut. Nach Ausbauten beinhaltet die Anlage heute drei Rennparcours. Der BoxerCup wird auf der 4,5 Kilometer langen Strecke „International“ durchgeführt.

Le Mans gehört aufgrund des legendären 24-Stunden-Rennens, das hier seit 1978 ausgetragen wird, zu den berühmtesten Rennstrecken der Welt und bietet eine überwältigende Atmosphäre. Die 4,3 Kilometer lange Bugatti-Renn­strecke wurde um die Startgerade herum gebaut.

Eine halbe Autobahnstunde nördlich von Florenz liegt der Ort Mugello, inmitten der Toskana. 1974 erbaut, lebt die Ende der 80er Jahre modernisierte Strecke vom dynamischen Mix aus schnellen und langsamen Kurven, langen Geraden und hügeligen Abschnitten.

Circuito de Catalunya, Spanien: Der spanische Circuito de Catalunya ist eine der jüngsten und modernsten Grand-Prix-Strecken Europas. Seit seiner Eröffnung 1991 wird hier der katalanische Lauf zur Motorrad-WM ausgetragen. Mit fünf Links- und acht Rechtskurven sowie zwei schnellen Geraden bietet der 4,7 Kilometer lange Parcours einen abwechslungsreichen Mix, der Speed und Geschicklichkeit erfordert.

Assen, Niederlande: Die Rennstrecke im niederländischen Assen, 160 Kilometer nordöstlich von Amsterdam, steht vor allem für die Dutch TT, die hier seit 1925 stattfinden. Seit 1949 werden auch Motorrad-Weltmeisterschaftsläufe ausgetragen. 1984 wurde die Strecke auf ihre heutige Länge von 6 Kilometer umgebaut.

Die Geschichte der Rennstrecke 50 Kilometer westlich von Aachen ist eng mit der des belgischen Motorrad-GP verbunden. Sie wurde 1921 mit 14 Kilometer Länge für dieses Rennen entworfen. 1983 wurde die Strecke auf 6,9 Kilometer Länge verkürzt - ihren hohen Anspruch an das fahrerische Geschick und die volle Konzentration der Fahrer behielt sie. Ebenso ihren besonderen Charme: Die Hälfte der Strecke verläuft auf öffentlichen Straßen.

Sachsenring, Deutschland: Die sächsische Stadt Chemnitz und ihre Umgebung haben eine lange, bis in die 20er-Jahre zurückreichende Motorsport-Tradition. 1996 wurde in der Nähe von Hohenstein-Ernstthal, der Heimat von Ralf Waldmann, der Sachsenring gebaut.

Brünn gehört zu den traditionsreichen europäischen Strecken. Der heutige Rennkurs wurde 1987 gebaut. Für Spannung sorgen anspruchsvolle Kurven und lange Geraden, die im Start- und Zielbereich gut einsehbar sind.

Fahrerfeld und Teams

2003 sind Fahrer aus elf Nationen im BMW Motorrad BoxerCup vertreten. Damit ist der Cup internationaler besetzt als der MotoGP, an dem nur acht Nationen beteiligt sind. Insgesamt stehen bis zu 40 Startplätze pro Rennen zur Verfügung. Davon sind 33 Plätze fest an Teams und Fahrer vergeben und diese Teams fahren um den Gesamtsieg.

Neben den aus den Vorjahren bekannten Routiniers wie Andy Hofmann, Fernando Cristóbal, Sébastien Legrelle, entdecken zunehmend Newcomer und junge Rennfahrertalente den BoxerCup für sich. Im letzten Jahr stießen Thomas Hinterreiter und Markus Barth hinzu und belegten auf Anhieb vordere Plätze; Hinterreiter wurde Zweiter im Gesamtklassement. Der 18-jährige Richard Cooper machte durch seinen beherzten Fahrstil den etablierten Fahrern das Leben schwer und gewann das Regenrennen von Spa.

Dieses Jahr wird Peter Öttl die Szene bereichern und als jüngster Teilnehmer wird der erst 16 Jahre alte Engländer B...

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