Wahoo KICKR Bike Shift: Intelligentes Indoor-Training für Radsportler

Für Läufer kann es sehr sinnvoll sein, einen Teil des Trainings auf dem Bike zu absolvieren. Es gibt viele Wege, um einen Teil des Lauftrainings auf das Rad zu verlagern. Natürlich kann man einfach sein Fahrrad nehmen und losfahren. Vielleicht hat man sogar ein sportliches Bike oder gar ein Rennrad.

Im Winter oder bei schlechtem Wetter trainieren zwar auch Radprofis inzwischen sehr oft Indoor zuhause, allerdings greifen sie dafür in der Regel auf ihr Rennrad und einen der verschiedenen Rollentrainer von Tacx, Elite, Wahoo und anderen Marken zurück. Um ein professionelles Training, das den Charakter eines Outdoor-Trainings oder sogar eines Rennens auf der Straße besitzt, geht es dabei nicht. Genau das ändert sich inzwischen aber.

Bei Wahoo gibt es da eine breite Auswahl, die vom günstigen Zwift Ride mit KICKR Core bis zum KICKR Smart Bike reicht. Das KICKR Bike Shift kam per Spedition auf einer Palette bei mir an. Das Bike ist im Karton so untergebracht, dass der Aufbau optimal unterstützt wird. Alle Teile sind leicht erreichbar - nichts muss gesucht werden.

Technische Details und Aufbau

Das Kickr Bike hat einen Listenpreis von 3.299,99€, wiegt rund 40 kg und kann eine maximale Steigung von -15% bis +20% simulieren. Angepasst werden kann der Ergometer für Menschen mit einer Körpergröße zwischen 152 und 192cm. Das zulässige Gesamtgewicht eines Fahrers sollte 115kg nicht überschreiten. Die maximale Wattzahl, die sich simulieren lässt, beträgt 2.200 Watt.

Der Aufbau des Kickr Bike soll sehr schnell vonstattengehen. Wahoo verspricht, dass man dank der Schnellspannhebel nicht mehr als zehn Minuten Zeit benötigt, bis das Kickr Bike einsatzbereit ist. Dafür verantwortlich ist sicherlich, dass das Bike schon in einem weitestgehend aufgebauten Zustand im Karton verpackt ist und nur noch das in einem kleinen, separaten zusätzlichen Karton verpackte Zubehör montiert werden muss. Das soll aber selbst für handwerklich relativ ungeschickte Menschen schnell und problemlos machbar sein.

Als letzten Schritt vor dem ersten Einsatz sollte man das KICKR Bike Shift noch auf seine Körpergröße einstellen. Dabei hilft auch der Einrichtungsassistent in der Wahoo App und liefert alle Werte, die man für die fünf verstellbaren Teile (Stack, Reach, Versatz, Sattelhöhe und Rahmenhöhe) braucht. Ist das Bike mit Strom versorgt, kann auch die digitale Einrichtung abgeschlossen werden: im Idealfall verbindet man den Indoor Trainer mit einem vorhandenen WLAN und macht ggf. Kleiner Tipp zum WLAN: bei mir ließ sich das Bike nicht verbinden, wenn das WLAN der FritzBox einen hohen Kanal verwendet.

Besonders überzeugend ist die individuelle Einstellung, die durch ein fünf-Punkte-Einstellungssystem möglich ist. Die zahlreichen Einstellmöglichkeiten fallen bereits auf den ersten Blick auf, denn das Rad erinnert so optisch sogar an ein Messrad beim Bike-Fitter. All diese fünf Parameter können an die eigenen Wünsche angepasst werden. Selbst einige andere Sattelstützen lassen sich einbauen. Wenn man nicht kleiner als 152cm oder größer als 192cm ist, kann man davon ausgehen, dass man das Kickr Bike auch perfekt auf sich einstellen kann. Unterstützung kann man sich dabei zudem über die Wahoo-App holen.

Funktionen und Besonderheiten

Ein großer Vorteil eines Smart Bikes ist, dass man ein funktionierendes Gesamtsystem bekommt. Beim KICKR Bike Shift verschwinden Antrieb, Riemen und Schwungscheibe als eine Einheit hinter der Verkleidung. Gleichzeitig gibt es eine virtuelle Schaltung, die man leicht auf seine Bedürfnisse anpassen kann. Sie kann konform zu SRAM, Shimano oder Campagnolo funktionieren.

Der Widerstand kann per elektronischer Bremse bis auf 2.200 Watt hochgeregelt werden. Zum Vergleich: beim Rollentrainer KICKR Core sind es „nur“ 1.800 Watt und das deutlich teurere KICKR Smart Bike schafft 2.500 Watt. Das ist alles deutlich jenseits von meinen Möglichkeiten.

Selbst die Art und Weise, wie man schalten möchte, kann man individuell festlegen. Es kann festgelegt werden, ob man vorne nur mit einem Kettenblatt oder lieber mit zwei oder drei Kettenblättern trainieren möchte, hinten kann man sich für eine Kasette mit 9, 10, 11 oder sogar 12 Zahnkränzen entscheiden. Selbst die Größe der Zahnkränze vorne und hinten kann man bestimmen. Das ist insbesondere dann sehr praktisch, wenn man zum Beispiel bei Zwift eine sehr bergige Strecke fahren und hierfür lieber eine einfachere Übersetzung verwenden möchte.

Über die App kann sogar eingestellt werden, ob man die Schalttechnik von Shimano, Sram oder Campagnolo nutzen möchte. Insgesamt sieben verschiedene Schaltungen stehen damit zur Verfügung. So kann man dann mit dem verbauten Rennradlenker auf dem Kickr Bike auf Wunsch ganz genau so schalten, wie mit dem eigenen Rennrad draußen auf der Straße.

Den Gang, in dem man sich gerade befindet, kann man auf dem in der rechten Seite des Oberrohrs verbauten Display, ablesen. Ein wenig amüsant ist, dass das Kickr Bike beim Schalten mit einem „Klicken“ akustisch zurückmeldet, dass der Schaltvorgang erfolgreich war.

Das Gerät ist kompatibel mit Ant+- und Bluetooth-Geräten. So kann es sich mit allen modernen Radcomputern, Sportuhren und Herzfrequenzsensoren verbinden. Distanz, Geschwindigkeit, Trittfrequenz und Leistung misst das Kickr Bike automatisch, ohne dass dafür zusätzliche Sensoren notwendig sind. Benötigt wird nur eine App, eine Software, ein Radcomputer oder eine Sportuhr, mit der die genannten Daten angezeigt und aufgezeichnet werden können. Insgesamt kann der Ergometer mit bis zu drei Bluetooth-Geräten verbunden werden.

Koppeln lässt sich das Kickr Bike zudem mit allen virtuellen Trainingswelten wie Zwift, TrainerRoad, Rouvy, The Sufferfest und wahrscheinlich allen weiteren, derzeit auf dem Markt verfügbaren Anbietern. Die Verbindung mit den entsprechenden Apps erfolgt über Knöpfe am Lenker.

Das Kickr Bike ist mit den Systemen von iOS, Android und Windows kompatibel. So lässt sich das Kickr Bike mit nahezu jedem Smartphone, Tablet oder Computer und einer entsprechenden Trainingsapp oder Software steuern.

Das elektromagnetische Schwungrad soll sehr schnelle Änderungen des Widerstands und ein sehr realistisches Fahrgefühl erzeugen. Besonders realistisch kann das Kickr Bike Abfahrten und Anstiege simulieren.

Fährt man beispielsweise auf Zwift einen Berg hinauf, passt sich die Position dank der integrierten Steigungs-/Gefällesimulation automatisch so an, dass die entsprechende Steigung des Anstiegs auf dem Kickr Bike durch Anheben und Absenken der Front spürbar ist. Die Anpassung der Neigung in Abfahrten und Anstiegen soll sehr schnell und realitätsnah erfolgen - genau so, wie es auch bereits beim Kickr Climb von Wahoo bekannt ist. So kann man auch dann, wenn man keine langen Anstiege vor der eigenen Haustür hat, auf sehr realistische Weise das Fahren in den Bergen trainieren.

Die Lenkereinheit verfügt beidseitig über elektronische Brems-/Schalthebel - wobei ich ehrlich gesagt den Sinn einer Bremse bei einem Indoor Bike nicht ganz verstehe.

Was dem Wahoo KICKR Bike Shift zum vollständigen Aufbau fehlt, sind Pedale. Den Hinweis findet man in der Produktbeschreibung, aber wenn man das überliest, wird man sich beim Aufbau sicher wundern. Grundsätzlich kann man aber auch Mountainbike-Pedale montieren oder was auch immer man zum Training nutzen möchte.

Auf einem Indoor Bike fehlt der Fahrtwind, der draußen so angenehm kühlt. Trotz künstlichem Gegenwind ist Schweiß auf dem Indoor Bike ein Problem. Der tropft nämlich nicht nur auf das Rad (und sollte daher nach jedem Training sorgfältig weggeputzt werden), sondern auch auf den Boden.

Für das Training auf dem Indoor Bike wird man meist eine App nutzen und dafür braucht man einen Bildschirm. Wer sich nicht einen Flatscreen an die Wand hängen will, braucht mindestens eine Ablage für Handy oder Tablet. Bei mir hat sich ein Tablet-Ständer sehr bewährt, der flexibel aufgestellt werden kann und das Bild an die richtige Position bringt. Wahoo bietet aber auch einen Tischständer an, auf dem alles abgelegt bzw.

Obwohl ich früher mal Triathlon gemacht habe, Rennrad fahren für mich also eigentlich nichts Neues ist, braucht es ein paar Wochen, um wirklich auf dem Wahoo Bike anzukommen. Das ging los mit dem Problem des Sitzens (Dauer und Position) und des Abstützens. Wenn man das nicht gewöhnt ist, braucht beides ein wenig Zeit zur Adaption. Auch mit meinen 85 kg hat es sich keine Schwächen erlaubt, war immer absolut stabil und extrem leise.

Der Ventilator ist selbst auf kleinster Stufe wesentlich lauter als das Rad! Dazu kommt noch, dass mir das Training extrem viel Spaß gemacht hat.

Insgesamt wiegt das Gerät ca. 40 kg. Es können max. 2200 Watt Widerstand hergestellt werden. Die max. simulierbare Steigung/Gefälle beträgt -15% und +20%. Grundsätzlich können die wesentlichsten Einstellungen - wie beim Rennrad - frei verändert werden: Rahmenhöhe, Stack & Reach, Sattelhöhe, Setback und Kurbellänge. Ja, der Ergometer ist mit den gängigen Trainingsapps wie Zwift, Rouvy etc. kompatibel. Nutzt man das Gerät nicht virtuell, kann man Steigung und Gefälle am Lenker übrigens manuell einstellen. Auf dem Display am Oberrohr kann man ablesen, wie viel Prozent Steigung und Gefälle betragen. Wenn man nicht möchte, dass sich das Kickr Bike automatisch neigt, kann man die Control-Unit hierfür verriegeln.

Positiv ist auch die Lautstärke des Kickr Bike. Selbst bei sehr hohen Wattzahlen ist nicht mehr zu hören als ein leises Summen, das nicht besonders störend ist. Die Stabilität des Kickr Bike ist sehr hoch. Egal wie fest man tritt, der Stand bleibt immer stabil.

Auffällig am Kickr Bike ist, dass es sogar Bremsgriffe am Lenker hat, mit denen man das 5,9 kg schwere elektromagnetische Schwungrad abbremsen kann. Die Vorderrad- und Hinterradbremsen sollen laut Wahoo die Geschwindigkeit genauso reduzieren lassen, wie die Felgenbremsen am Rennrad auf der Straße.

Alternativen und Fazit

Wenn man das eigene Rennrad im Winter oder bei schlechtem Wetter lieber schonen und nicht auf dem eigenen Rennrad und smartem Rollentrainer auf realistische Art und Weise virtuell trainieren möchte, ist das Wahoo Kickr Bike definitiv eine Überlegung wert. Bedenkt man zudem, dass die Zahl der Radsportler, die größtenteils Indoor trainiert und virtuell an Rennen teilnimmt, immer mehr wächst, kann der Kauf des Kickr Bike durchaus sinnvoll sein. So muss man das eigene Rennrad nicht ständig in den smarten Rollentrainer einspannen und kann sowohl auf der Straße, als auch Indoor jeder Zeit loslegen. Dank der vielen verschiedenen Einstellmöglichkeiten kann das Kickr Bike zudem auch von mehreren Personen genutzt werden.

Als Ergometer benötigt das Kickr Bike etwas mehr Platz als ein Rollentrainer. Das sollte man sich vor einem möglichen Kauf bewusst machen. Praktisch sind allerdings die Rollen an den Füßen, mit denen das Gerät schnell und einfach an einem anderen Ort platziert werden kann.

Das Kickr Bike schnell & v.a. In dieser Übersicht listen wir dir die Shops auf, bei denen du das Bike nicht nur möglichst schnell geliefert bekommst, sondern auch sehr sicher bezahlen kannst (!!).

Wahoo KICKR Bike Shift im Detail

Das Smartbike Wahoo Kickr Bike Shift ist die günstigere Version vom Kickr Bike V2. Ist es schlechter? Auf keinen Fall. Großer Karton und wie beim Kickr Move muss hier stehen: Alles passt zusammen. Die Teile sind in umweltunfreundlichen Softzeugs, aber was will man machen. Zum montieren werden zwar zwei Personen empfohlen, es geht aber auch völlig problemlos alleine. Denn das Kickr Bike ist nicht schwer.

Nachdem alle Teile montiert sind, wird am Indoor Bike die Sattehöhe und Position eingestellt und die Lenkerhöhe und, sozusagen, Vorbaulänge. Wenn Stack, Reach passt, werden nur noch die Pedale angeschraubt. Um die Einstellung zu Erleichtern sind alle Teile mit einem Lineal markiert. Um die perfekte Sitzposition zu errechnen gibt es eine Funktion in der Wahoo App. Köpergröße, Schrittlänge und ob der Sportler entspannt, lange Strecken oder Race fahren möchte.

Die Verkleidung ist sehr nah an der Scheibe der Kurbel. Die Verbindung des Wahoo Kickr Shift erfolgt über eine Junction-Box unter dem Vorbau. Zwei kleine LED zeigen WLAN und Bluetooth an. Vom linken und rechten Lenker verlaufen Kabel zu einem Connector, der mit einem Magnetstecker an der Junction-Box befestigt ist.

In der Wahoo Fitness-App werden die Schalttypen festgelegt. Beim Shift ist kein Display mit der Ganganzeige, wie beim Kickr Bike V2. Die Schaltgriffe sind mit dem klassischen Bremshebel, jeweils zwei Tasten oben und einer Daumentaste. Diese beiden Buttons sind für das Lenken vorgesehen und halten den Avatar in der Ideallinie. Btw. Zwift hat hier schon ein kleines Spielchen mit Aufsammeln von Powerups. Wenn die Camp-Schaltung voreingestellt wird, sind die beiden Innentasten fürs Schalten belegt.

Verbunden wird das Kickr Bike Shift über Ant+, Bluethooth, WLAN und Netzwerkkabel. Also die volle Auswahl. Übertragung sind, das ist keine Überraschung: Watt, Trittfrequenz, Steuerung des Widerstand.

Der Lenker und die Shifter sind analog zu einem Rennrad montiert. Damit ist auch gleich die Frage beantwortet: Was tun, wenn der Lenker für mich zu breit ist? Einfach wechseln! Gut ist dabei auch, dass ein Triathlon-Aufsatz angebaut werden kann. Beim Tacx Neo ist das unmöglich.

Kleiner Wehrmutstropfen für Langstreckensportler bleibt aber auch beim Kickr Bike die fehlende Schaltung am TT-Bar. Das i-Tüpfelchen wäre noch eine Auflage fürs Handy wie beim Stages SB20 Smartbike. Zwift hat so einen Tablet-Halter. Es wäre interessante zu wissen, ob der auf das Kickr Bike passt. Es gibt aber auch ein Tablett für Tablet, dass heißt Zwift Trainertablett.

Den Sattel habe ich getauscht. Nicht, weil der vom Kickr Bike unglaublich schlecht ist, sondern weil ich für Zuhause einen richtig guten Sattel wollte. Im Gegensatz zum Training auf einem Kickr Core ist das Wahoo Shift wie der Vergleich von einem Presslufthammer und einem U-Boot auf Schleichfahrt.

So wie alle anderen Smarttrainer von Wahoo läuft auch das Kickr Bike Shift mit Zwift, TrainerRoad, FullGaz, Kinomap und Systm natürlich sowieso. Die Freundschaft oder Zwangsehe von Wahoo und Zwift ist auch an der Steering-Funktion zu erkennen. Mit dem Kickr-Bike kann nun nach Links und und Rechts gelenkt werden, zumindest dann, wenn Shimano oder Sram als Schaltung ausgewählt ist.

Natürlich hat das Kickr Bike Shift auch die Fähigkeit, strukturiertes Training mit ERG-Modus mitzumachen. Dabei steuerte die App den Widerstand bzw. die Wattzahl am Shift. Den Zeitversatz merkt man nur, wenn man pedantisch darauf achtet.

Ein Grund, warum sich das Kickr Bike Shift fast wie ein echtes Radrennen auf der Straße anfühlt, sind die Schalthebel. Das Taxc hat zwar auch Schaltgriffe, die sind aber wie von Playmobil. Noch schlimmer ist Zwift-Play. Das macht das Playstation-Gefühl nur noch schlimmer. Bei der Wahoo-Schaltung ist dagegen ein echtes Klicken und der Gang wechselt spürbar, zumindest habe ich die Wahrnehmung.

Bewegen tut sich das Shift nicht, außer ein minimales Wackeln nach links und rechts, was aber sicherlich konstruktionsbedingt ist. Das Wahoo Shift Smartbike steht auf einem Y, was vielleicht den Eindruck einer mangelhaften Stabilität vermittelt.

Zwift hält den Widerstand relativ stringent, während TrainerRoad eher einen Bereich vorgibt. Für den Vergleich haben wir Pedale mit Powermeter angeschraubt und sind ein Intervalltraining mit Zwift und TrainerRoad gefahren. Die Linien vom Kickr Bike Shift und den Powerpedalen weichen im 3sekundendurchschnitt nur marginal voneinander ab.

Beide Schnellspanner müssen naturgemäß fest spannen. Wie beim Fahrrad kommt nach fest ab. Von daher: Ein wenig aufdrehen und dann spannen. Das reicht.

Die Lenkerbreite kann bei keinem Smartbike verstellt werden. Weil das Kickr Bike echte Shifter hat, kann der Lenker aber einfach getauscht werden.

Der Rahmen ist grundlegend anderes konstruiert. Während im V2 die Hebel zum Verstellen der Geometrie flach aufliegen, sieht das beim Shift eher funktional aus - was es auch ist. Die Konstrukteure haben wahrscheinlich gar nicht daran gedacht, aber ich mag die Hebel, weil ich mein Handtuch einklemmen kann.

Das geringere Gewicht, 42 kg Wahoo V2 und 36 kg für das Shift, kommt nicht von ungefähr. Beim Oberrohr vom Shift ist es ein wenig schmaler. In Foren wurde ab und zu geschrieben, dass die Oberschenkel den breiten Rahmen vom Kickr Bike V2 berühren.

Am auffälligsten ist die fehlende Climb -Funktion, aber irgendwo muss der günstigere Preis ja herkommen. Die Frage ist sowieso, wie viele brauchen diese Art der Simulation?

Wer nun noch weiter schaut, dem fällt auch die Junction-Box unterm Vorbau auf. Das ist beim V2 auch hübscher gelöst und in einer Art Kasten verbaut, in der auch ein Display die WLAN-Connection, den Neigungswinkel und Gang zeigt. Das ist inzwischen nicht mehr wichtig, weil Zwift den gewählten Gang darstellt. Bei anderen Indooor-Apps ist die gewählte Übersetzung nicht wichtig. Ich habe mir eine günstige Handyhalterung an den Lenker gebaut und lasse die Wahoo App laufen.

Der Climb-Motor, der den Wahoo V2 in einem Winkel bringt, ist nicht lautlos. Es wäre jetzt unfair, diese Funktion herzunehmen um das Shift Smartbike als leiser zu bewerten. Innen hat das Kickr Bike V2 einen elektromagnetischen Antrieb. Der sorgt für Vorschub beim Bergabfahren. Ja und zwar ohne irgendein „aber“.

Auch preislich ist das Wahoo Smartbike Shift kein überteuertes Spielzeug. Nicht nur im Vergleich zum Tacx Neo Bike mit den Playmobil Shiftern, fühlt sich Wahoo Kickr Bike Shift wie ein echtes Rennrad an.

Was die Einstellung der Rahmengröße angeht, kommt momentan einzig das Stages SB20 und Elite Square nah ans Kickr Bike dran.

Wenn die Bremsgriffe nach innen gedreht sind, hat das hier nichts mit Windschnittigkeit zu tun, sondern entspricht der normalen Haltung der Hände.

Probleme mit der Schaltung

Ich bin jetzt mal fünf Minuten Probe gefahren auf Zwift. Leider hat sich durch das Ganze die Schaltung etwas verstellt (das Schalten der Gänge klappt nicht immer). Das war knapp 100 km nach dem Neukaufen des Rades auch so und ist wohl nicht schlimm, ich kann es nur nicht einstellen.

Dir ist bewusst das auf dem kickr eine 11-fach Kassette ist? Schaltung einstellen ist tatsächlich ziemlich easy. Du hast nur zwei Schrauben und musst nur schauen das die Begrenzer an beiden Endpunkten richtig stehen. Also ganz rauf schalten und dann die Schraube so drehen das es gut passt, dann ganz runter schalten und das selbe nochmal. Da gibt's gute Videos auf YouTube. Also bei mir hat das geklappt, ich hatte das bei meiner Rolle auch. Kann aber auch sein das du was ganz anderes machen musst bei dir.

Mein Fahrrad hat ne 11x Schaltung. Was Du beschrieben hast, habe ich versucht. Das hat aber nicht geholfen. Oder ich habe es falsch gemacht.

Als es nach den ersten 100 Kilometern auf dem Rad aufgetreten ist, bin ich in die zum Laden gehörende Werkstatt. Der Mechaniker hat mir kurz erklärt, dass das ganz normal ist und nicht schlimm und warum das bei Neurädern auftritt. Daraufhin habe ich ihn gefragt, ob er es gleich reparieren kann oder ob ich das Bike da lassen muss. Da meinte er, er sei schon längst fertig. Ich habe schon überlegt, wenn hier keiner Tipps hat, mal hinzugehen und dort darum zu bitten, es mir zu erklären. In der Werkstatt sind ja ausreichend Bikes vorhanden und bisher haben Fahrradmechaniker alle einen netten Eindruck bei mir hinterlassen. Und bei armen hilflosen Frauen sind die gleich nochmal netter.

  • Ist der Schnellspanner fest genug gezogen? Beim Festziehen des Schnellspanners kann sich die Schaltung (bzw. Schaltauge & Co) nämlich leicht verziehen und die Schaltung dann anders laufen, als wenn es relativ bzw.
  • Sturz?
  • Schaltzüge noch neu genug? Das passiert meistens dann, wenn das Ritzelpaket etwas anders zur Schaltung "steht", also die Abstände anders sind. (also auf der Achse weiter rechts oder links verschoben).

Eigentlich ist das Einstellen nicht so schwer - wenn du jetzt nicht von 100km gesprochen hättest usw. hätte ich wohl auch eher zum Gang zum Laden geraten. Aber es schadet bestimmt nicht sich da mal schlau zu machen und es selbst zu lernen ;). Vielleicht liegt es ja auch gar nicht an der Schaltung, sondern an den oberen Punkten, bspw. Stärke der Klemmung mit dem Schnellspanner...

Damit konnte ich nichts anfangen. Ich musste ein wenig die Ausrichtung beim großen Ritzel ändern. Gerade bin ich die flache Watopia-Runde Probe gefahren, und es lief gut. Schalten war kein Problem mehr. Ggf. beim Tausch aufs Laufrad dann noch mal die Anschläge überprüfen, damit da nichts schief geht.

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