Bei risikoreichen Sportarten denkt man vielleicht an hohe Geschwindigkeiten, Felsabgründe und Motoren. Das kann alles gefährlich sein - doch unter den Top 15 sind auch unerwartete Kandidaten. Du suchst nach einem Adrenalinkick, möchtest mal etwas Neues ausprobieren oder deine persönlichen Grenzen austesten? Dann ziehen dich möglicherweise Sportarten an, die mit einer gewissen Gefahr verbunden sein können.
Die Frage, ob Reiten oder Motorradfahren gefährlicher ist, wird oft diskutiert. Um dir das zu verdeutlichen machen wir das mathematisch. Ein Fall von einem Pferd reicht aus, um sich das Genick zu brechen. Aber wie viel Energie ist das? Wir gehen von einem 70kg Menschen aus und einer Fallhöhe von 2 Metern. Und nun machen wir das für einen 70kg Motorradfahrer beim nicht unüblichen Tempo von 120km/h auf der Straße. Die kinetische Energie beträgt bei einem Aufprall auf ein Hindernis mit dem Tempo 38811 Joule, also mehr als die 28 fache Energie. Beides ist gefährlich.
Jedoch gibt es bei Motorradunfällen mehr tödliche als beim Reiten.Ich selbst hatte schon viele Reit- aber noch keinen Motorradunfall.Beim Reiten sitzt man auf einem Tier mit einem eigenen Willen, das diesen auch durchsetzen kann. Pferde sind Fluchttiere, was zu gefährlich Situationen führt.Beim Motorrad hat man selbst die volle Kontrolle. Kann man so nicht sagen. Ein Motorrad an sich ist berechenbar und an sich unter Kontrolle, außer der Fahrer überschätzt sich.
Während beim Pferd aber einfach immer ein Risiko der Unberechenbarkeit bleibt - und es sich uU gar nicht mehr händeln lässt, egal, was der Reiter macht. Man kann nicht vom Gas gehen, wenn es brenzlig wird. Bei umsichtiger „Nutzung“ bleibt beim Pferd die Tiergefahr, die ich für wesentlich kleiner ansehe , als die Gefahr, von Autofahrern übersehen zu werden. Auch ist es wohl ein Unterschied, ob man im Fall des Falles mit 200 über die Straße schlittert oder mit 30 im Sand…Das gefährlichste an Pferden ist ja weniger das Reiten an sich, als der Umgang drumherum. Da jedoch ist natürlich das Kraftrad „braver“.
Statistiken und Studien zum Reitsport
Reiten gehört zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Amerikaner, aber auch in Deutschland suchen immer mehr Menschen das Glück auf dem Pferderücken. Dass es nicht nur Glückssache ist, einen Sturz vom Pferd unbeschadet zu überstehen, machen Kevin Mutore von der University of Texas Rio Grande Valley und sein Team mit einer aktuellen Studie deutlich. Hier hatte von 24.791 beim Reiten verunfallten erwachsenen Patienten fast ein Viertel eine Verletzung an Kopf oder Hals erlitten.
Die Fälle stammen aus der National Trauma Data Bank in den USA. Dabei hatten Mutore und sein Team Reitunfälle untersucht, die zwischen 2007 und 2016 gemeldet worden waren. Neben den genannten Verletzungen waren mit 26% auch solche an den Gliedmaßen häufig.
Was Mutore und Kollegen überraschte: Mit einer stationären Aufnahmerate von 88% lagen die Reitunfälle sogar deutlich vor den gemeldeten Motorradunfällen. Von der Notaufnahme war die Hälfte aller Patienten einer Normalstation zugewiesen worden, fast 40% jedoch waren entweder direkt in den OP oder auf die Intensivstation gelangt. Verstorben waren insgesamt 50 Patienten.
Wichtige Erkenntnisse aus der Studie:
- Thoraxverletzungen sind am häufigsten.
- Die höchsten Mortalitätsraten treten nach Kopf-Hals-Verletzungen auf.
Reiten ist ein beliebter Sport: Allein in den USA messen sich jedes Jahr mehr als 30 Millionen Menschen in ihrer Freizeit oder professionellen im sportlichen Wettbewerb. Auch in Deutschland geht die Zahl laut dem Portal Statista in die Millionen. 1,19 Millionen reiten regelmäßig, 2,8 Millionen gelegentlich. Darüber, wie hoch das Verletzungsrisiko von Reiterinnen und Reitern ist, war aber bisher wenig bekannt. Deshalb hat ein medizinisches Forschungsteam der University of Texas - Rio Grande Valley jetzt etwas Licht ins Dunkel gebracht.
Für die Analyse hat das Forschungsteam auf Daten aus einer landesweiten Trauma-Datenbank zurückgegriffen, in der solche Verletzungen verzeichnet sind - auf die sogenannte US National Trauma Data Bank (NTDB). Insgesamt haben sie dort rund 24.800 Datensätze im Zeitraum zwischen 2007 und 2016 gefunden, bei denen es sich um Reitverletzungen handelte. Am häufigsten haben sich die Betroffenen demnach im Brustbereich verletzt (37 Prozent), gefolgt von Verletzungen an Armen und Beinen (26,5 Prozent) und am Kopf (23 Prozent). Letztere seien besonders problematisch, so die Forschenden.
Bei 3,5 Prozent der verletzten Reiterinnen und Reitern sei es zu schweren neurologischen Schäden gekommen - insbesondere bei den Personen, die an Kopf oder Hals verletzt worden sind. Ein Großteil der verletzten Reiterinnen und Reiter habe ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Dort mussten sie durchschnittlich viereinhalb Tage verbringen, so die Studie. Ältere Reiterinnen oder Reiter mussten die Traumazentren häufiger aufsuchen: Einer von vier Verletzten war demnach im Alter von 50 bis 59 Jahren. 22 Prozent der Betroffenen waren sogar über 60 Jahre alt.
Zusammengenommen deuten diese Daten darauf hin, dass die Gefahren des Reitsports stark unterschätzt wurden. Natürlich passieren beim Fußball oder in der Leichtathletik etwa beim Laufen insgesamt mehr Unfälle. Trotzdem ist das Risiko ins Krankenhaus zu müssen dem Forschungsteam zufolge beim Reiten für den einzelnen insgesamt sogar höher als beim Fußball, Auto- und Motorradrennen und Skifahren. Sie betonen deshalb, wie wichtig Schutzkleidung in diesem Sport ist.
Studien hätten gezeigt, dass ein großer Teil der Personen, die sich beim Reiten verletzt hatten, zum Zeitpunkt des Unfalls keinen Helm getragen hatten. Deshalb müsse im Reitsport mehr für das Verletzungsrisiko sensibilisiert werden. Außerdem fordern sie verstärkte Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Kopfverletzungen.
Nach Angaben der Gesellschaft für orthopädisch-traumatologische Sportmedizin (GOTS) e.V. in Jena gibt es jedes Jahr bei uns rund 40.000 Reitunfälle, die ärztlich behandelt werden müssen. Anders als in den USA sind dabei die meisten Kopfverletzungen gefolgt von Verletzungen der Arme. Die Inzidenz tödlicher Reitunfälle beträgt 1 auf 10.000 Reiter pro Jahr, so die Gesellschaft. Bei Frauen ist damit Reiten an erster Stelle der Todesfallstatistiken im Sport. Die meisten dieser Todesfälle passieren nicht bei professionellen Reitern, sondern im Freizeitbereich.
Einer Datenanalyse aus den USA zufolge, ist das Reiten eine gefährlichere Sportart als das Skifahren oder der Motorsport. Es gibt weltweit unzählige Reiter. Allein in den USA gibt es 30 Millionen Menschen, die regelmäßig reiten. In Deutschland beläuft sich die Zahl auf rund 1,19 Millionen Reiter. Trotz dieser hohen Anzahl, gibt es kaum Forschungen dazu, wie hoch das Verletzungsrisiko im Reitsport ist.
Ein medizinisches Forschungsteam der University of Texas - Rio Grande Valley hat sich genau jetzt mit diesem Thema beschäftigt. Die Daten waren von durchschnittlich 47-jährigen Patienten und etwa gleich vielen Männern wie Frauen. Die Untersuchungen ergaben, dass die häufigsten Verletzungen im Brustbereich aufgekommen sind (37 Prozent). Bei rund 3,5 Prozent der Betroffenen, die insbesondere an Hals oder Kopf verletzt worden sind, kam es zu schweren neurologischen Schäden. Der Großteil von ihnen musste im Krankenhaus behandelt werden und verbrachte im Durchschnitt viereinhalb Tage dort. Außerdem starben im Untersuchungszeitraum etwa 320 Personen an ihren Verletzungen. Ältere Menschen trifft es anscheinend am schlimmsten. Einer von vier Verletzten in Traumazentren war zwischen 50 bis 59 Jahre alt. 22 Prozent waren über 60 Jahre alt.
Über die Ergebnisse der Analyse sagten die Forscher, dass die Gefahren des Reitsports stark unterschätzt werden. Das Reiten sei nämlich für viel mehr Krankenhauseinweisungen verantwortlich, als andere risikoreiche Sportarten. Aufgrund der Ergebnisse betonen die Forscher noch einmal, dass die richtige Schutzkleidung lebensrettend sein kann. Anderen Studien zufolge trägt ein Großteil der Personen, die sich beim Reiten verletzen, keinen Helm. Deshalb fordert das Forschungsteam mehr Sensibilisierung für das Verletzungsrisiko und verstärkte Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Kopfverletzungen.
Die Gesellschaft für orthopädisch-traumatologische Sportmedizin (GOTS) e.V. in Jena berichtet, dass es in Deutschland jährlich rund 40.000 Reitunfälle gäbe, die ärztlich versorgt werden müssen. Laut Angaben würde jährlich 1 von 10.000 Reitern an seinen Verletzungen erliegen. Diese Todesfälle würden primär bei den Freizeitreitern auftreten. Todesursache ist in den häufigsten Fällen der Rotationssturz.
Sicherheitsmaßnahmen und Prävention
Solche teilweise lebensbedrohlichen Verletzungen könnten vermieden oder zumindest abgemildert werden, wenn beim Reiten entsprechende Schutzkleidung - Helm und Weste - getragen würde, betonen Mutore und sein Team. Die Studienautoren fordern Aufklärungskampagnen, um auf die Gefahren des Reitsports hinzuweisen.
Reithelm dringend empfohlen„Unsere Studie legt nahe, dass das Tragen von Schutzkleidung, unter anderem von Helmen, dazu beitragen könnte, die Verletzungsrate beim Reiten zu senken“, lautet das Fazit der Autoren. Insbesondere die Mortalität ließe sich deutlich reduzieren, indem man das Bewusstsein der Reiter für das Verletzungsrisiko steigere und Maßnahmen zum Schutz vor Kopfverletzungen propagiere.
Bist du richtig gesichert und weißt du, was du tust, können einige Sportarten auch Nervenkitzel und Herausforderung bieten - ohne dass du dich und/oder andere dabei in Gefahr bringst. Beachte, dass die Reihenfolge nicht definitiv ist. Todesfälle und Verletzungen lassen sich beispielsweise unmöglich gegeneinander aufwiegen, sodass eine objektiv richtige Einschätzung der Gefahr nicht möglich ist.
Die gefahrengeneigte Sportart Reiten, bei der es häufig zu schweren Verletzungen mit Brüchen, Kopfverletzungen und Brustkorberletzungen kommen kann. Das Pferd wiegt ca. 600kg, es wird um die 50 km/h schnell und sein Tritt hat eine ungeheure Energie. Häufig sind Kopfverletzungen trotz Helm, die kombiniert mit Thoraxverletzungen lebensgefährlich sein können. Durch Überrollverletzungen beim Sturz mit dem Pferd sind schwere Beckenverletzungen häufig, die ebenfalls kritisch sein können.
Im Rahmen von Stürzen beim Reiten entstehen dann aber vor allem Verletzungen von Kopf und Extremitäten, häufiger der Arme als der Beine. Beißen und Treten sind die Verteidigungswaffen des Pferdes. Bisse erleiden leider oft Kinder und Unerfahrene im Umgang mit Pferden. Deswegen gilt: Nur von der flachen Hand darf gefüttert und gestreichelt werden. Es passiert auch immer wieder, dass Pferde den Menschen einquetschen.
Der Reithelm gehört seit vielen Jahren zur Standardausstattung von umsichtigen Reitern, inzwischen ist er auch bei einer Vielzahl von Wettbewerben durch nationale und internationale Regeln Pflicht. Gute Reithelme bestehen aus einer stabil-elastischen Hülle aus faserverstärktem Kunststoff, in den eine Polystyrolhalbkugel eingelassen ist. Die Kunststoffhülle kann mit Leder oder anderem Material bezogen sein, sie dient vor allem dem Schutz der Schädeloberfläche, indem er spitze Gegenstände und raue Oberflächen (z.B. Strassenasphalt) am Kontakt mit dem Kopf des Patienten hindert. Das erklärt auch die Notwendigkeit, nach jedem Aufprall den möglicherweise strukturell geschädigten Helm auszutauschen.
Die ebenfalls immer im Hirn wirksamen Rotationskräfte bleiben weitgehend ungedämpft oder werden seltenen Fällen durch den Helm sogar verstärkt: Das bedeutet, was wir immer wieder erleben (Beispiel Michael Schumacher), dass es trotz eines sicheren Helms zu schweren Schädelhirntraumen kommen kann. Auch leichte Kopfverletzungen wie Gehirnerschütterungen (Concussion) werden durch den Helm nicht verhindert, dazu sind die Helme zu steif! Das heißt, der Helm kann die Unfallfolgen einer Kopfverletzung mindern, er kann aber auch Teil des Problems werden und die Unfallfolgen verstärken. Das muß man als Reiter im „Kopf“ haben. „Helm auf“ bedeutet nicht absolute Sicherheit vor schweren Kopfverletzungen.
Helmnormen erlauben sachliche Unterscheidung zwischen Helmen, die die Prüfbedingungen erfüllen und denen, die sie nicht erfüllen. Es werden damit funktionelle Ergebnisse abgeprüft, keine Material- oder Designempfehlungen gegeben.
Ein weiteres wichtiges Sicherheitsutensil im Reitsport ist die Sicherheitsweste. Sie schützt im wesentlichen den Brustkorb mit den enthaltenen Organen Herz, Lunge und die großen Gefäße. Sind vitale Organe bei einem Unfall verletzt, erhöht sich die Schwere der Verletzung massiv; tödlich Verletzte haben meist neben dem schweren Schädelhirntrauma noch ein schweres Thoraxtrauma. Natürlich schützen alle Westen auch vor Rippen- und Schlüsselbeinbrüchen.
Da gibt es unterschiedliche Dämpfungsklassen, durchgesetzt hat sich international die BETA Kategorie level 1° bis 3°, wobei 3° die stärksten Dämpfungseigenschaften bietet. Kinder können auch von diesem Schutz profitieren, man muss aber beachten, dass das relativ steife Material und die oft für Kinder „auf Zuwachs“ gekauften Westen ein dynamisches und sensibles Reiten behindern. Diese Nachteile der Standardweste haben zur Entwicklung von sogenannten Airbag-Westen geführt, die seit circa zehn Jahren verfügbar sind: Ein großvolumiges Schlauchsystem ist in eine widerstandsfähige Stoffweste eingelegt. Bei einem Sturz werden die Schläuche explosionsartig in Millisekunden mit Kohlendioxid-Gas aus einer Kartusche gefüllt. Der Schutz der Airbagwesten entspricht im aktivierten Zustand der Wirkung von BETA3-Westen. Alle scharfen oder stumpfen einwirkenden Kräfte, selbst das Körpergewicht von Pferden, werden deutlich abgedämpft. Selbst die gefährdete Halswirbelsäule wird durch luftgefüllte Krägen stabilisiert. Viele Geländereiter und Jagdreiter schwören inzwischen auf diese Technik. Vorgeschrieben ist sie aus unterschiedlichen Gründen noch nicht, es bleibt dem Reiter die Entscheidung überlassen. Außerdem ist der Auslösemechanismus, der mechanisch durch Zug an einem am Sattel befestigten Kabel erfolgt, nicht in jeder Situation ausnahmslos korrekt: Es kann durch Reiten am Limit zu hohen oder hinteren Positionen aus dem Sattel kommen, die unbeabsichtigt auslösen. Das ist auch der Grund, warum Reiter vor dem ersten Einsatz dieser Westen eine Testauslösung durchführen sollten, um den Wirkungsmechanismus zu erleben. Andererseits wird besonders beim gefürchteten Rotationssturz der Reiter fast bis zum Aufprall im Sattel bleiben. Diese beiden mechanisch bedingten Auslösefehler können durch die in Entwicklung befindliche elektronische Auslösung der Westen behoben werden. Beachtet werden muss beim Kauf einer Airbagweste, dass neben den Kammersystemen um den Brustkorb auch ein gasgefüllter Nackenschutz existiert.
Wichtig ist, daß mit einer Regelmäßigkeit trainiert wird und das mit einem erfahrenen und geduldigen Reitlehrer (schreiende Reitlehrer sind out). Besonders bei Kindern sollte man Unterricht bei einem Profi nehmen.
Ein ruhiges erfahrenes Pferd mit Hilfe eines Fachmanns aussuchen, regelmäßig trainieren mit Reitlehrer, korrekter respektvoller Umgang mit dem Pferd, Reitunterricht und Reiten unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten, Tragen von Sicherheitszubehör (Helm und ggf. Pferdeflüsterei.
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