Fahrradreifen 28 Zoll: Kosten und Vergleich

Der 28-Zoll-Fahrradreifen ist die populärste Größe für Trekkingräder, Citybikes sowie Rennräder. Wenn Sie einen Fahrradreifen 28 kaufen wollen, dann brauchen Sie aus verschiedenen im Handel vorhandenen Breiten wählen. Die 28 Zoll Fahrradreifen sind sehr häufig benutzt. Doch was bedeutet diese Reifenbezeichnung?

Größenbezeichnungen: Zoll vs. ETRTO

Traditionell gibt es zwei nationale Maßsysteme, so kann ein 28 Reifen ganz verschiedene Breiten haben. Es ist empfehlenswert, sich an dem eventuell vorhandenen Aufdruck von alten 28 Fahrradreifen zu orientieren. Erste Variante ist die Zollbezeichnung. Ein Fahrradreifen 28 Zoll mit der Bezeichnung 28 x 1.50 lässt sich wie folgt interpretieren: einen ungefähren Reifenaußendurchmesser × Reifenbreite.

Heutzutage existiert auch andere erweiterte Variante der Zollbezeichnungen wie z.B. Die Zollbezeichnung ist leider ungenau. Es wurde ein exakteres System ETRTO-Norm entwickelt. Die eindeutigen Maßen sind in Form Reifenbreite-Felgendurchmesser (oder Innendurchmesser des Reifens) angegeben, z.B. 40-622 entspricht einem Fahrradmantel 28 mit 40 mm Breite und dem Innendurchmesser des Reifens gleich 622 mm.

Im Internet kann man die Tabellen finden, die möglichen Kombinationen aus Felge und Reifen darstellen, um möglich entstehende Schäden an Felge oder Reifen zu vermeiden.

Die passende Reifenbreite zur Felge

Es ist sehr wichtig, dass die Reifenbreite zur Felge passt. Wegen der schmalen Felgen bei Rennrädern werden entsprechend schmale Reifen benutzt. Typische Werte für 15 mm innere Felgenbreite sind 23-32 mm Reifenbreiten. Für Trekkingräder liegen diese Werte im Bereich von 25-62 mm Reifenbreiten für 17-21 mm Felgenbreiten.

Verwendet man zu breiten Reifen, dann kann er durch zu starke Belastung der Felge bei hohen Fahrradreifendruck oder bei der Belastung der Reifenflanken durch starke Walkarbeit beschädigt werden. Wählt man einen zu schmalen Fahrradreifen, dann wird er sich auf der Felge kaum halten.

Sicherheit und Fahrgefühl

Die Sicherheit beim Fahren wird nicht nur durch gut funktionierende Bremsen aber auch durch passende Bereifung von 28 Zoll Reifen gewährleistet. Hier spielen Material und Profil wichtige Rolle für das Fahrgefühl und den Pannenschutz. Das Profil muss zum Untergrund passen. Hier gilt die Regel: mehr Profil für Gelände, weniger oder gar kein für asphaltierte Straßen. Auch auf den richtigen Luftdruck muss man achten. Beim zu niedrigen Luftdruck werden die Reifen 28 Zoll zu schnell abgenutzt.

Zubehör für 28-Zoll-Fahrradreifen

Beachte, dass dein Schlauch mit deinem Reifen verschleißt! In unserem Webshop findest du zahlreiche Sorten und Größen an Fahrradschläuchen für dein 28 inch Fahrrad. Alle Speichenöffnungen sollten vollständig durch ein passendes Felgenband verdeckt sein. Das Felgenband sollte das gesamte Felgenbett abdecken. Eine Mini Luftpumpe ist ideal für unterwegs. Eine Co2 Luftpumpe ist die beste Lösung für längere Fahrradtouren oder Fahrradrennen.

Empfehlungen und Testberichte

Im Folgenden werden einige empfohlene 28-Zoll-Fahrradreifen und ihre Eigenschaften basierend auf verschiedenen Tests und Kundenmeinungen vorgestellt:

Continental Ride Tour

Die Continental Ride Tour Fahrradreifen sind strapazierfähig und vielseitig einsetzbar. Mit ihrer Gummiverstärkung sind sie sehr pannensicher und bieten sicheren Grip auf jedem Untergrund. Aufgrund ihrer durchschnittlichen Preisklasse sind sie eine erschwingliche Option für Fahrradfahrer, die regelmäßig fahren und einen robusten Reifen benötigen. Insgesamt ein zuverlässiges und solides Produkt, das sich hervorragend für Pendler, Tourenfahrer und Freizeitradler eignet.

Schwalbe Marathon GreenGuard

Der Schwalbe GreenGuard Fahrradreifen ist ein sehr gutes Produkt, das mit einem passenden Schlauch geliefert wird. Der Reifen bietet einen hohen Grip, was bedeutet, dass er auf jedem Untergrund eingesetzt werden kann. Der GreenGuard ist eine zuverlässige Wahl für alltägliches Radfahren oder auch für längere Touren.

Schwalbe Marathon Plus

Im Umfeld der Fahrradreifen sticht das Schwalbe Marathon Plus SET durch seine ungewöhnlichen Eigenschaften hervor. Durch sein raffiniertes Pannenschutzsystem, das in Kombination mit einem griffigen Profil und der umweltfreundlichen Materialauswahl für eine solide Option sorgt, hat es uns überzeugt. Beim Vergleich mussten wir feststellen, dass dieses Produkt besonders für Radfahrer geeignet ist, die Wert auf ein sicheres Fahrerlebnis legen.

Continental Grand Prix 4-Season

Unser Fazit zu Continental's Grand Prix 4-Season Rennrad-Reifen: Ein hochpreisiges Produkt, das mit seinem Gewicht von nur 280 g und seiner außerordentlich hohen Reißfestigkeit überzeugt. Besonders beeindruckend ist das qualitativ hochwertige Polyamid-Gewebe, das die Seitenwand des Reifens effektiv schützt. Wir haben auch bemerkt, dass der Reifen für erfahrene Fahrer entwickelt wurde, die ein robustes und langlebiges Produkt suchen.

Fincci Fahrradreifen

Die Fincci Paar-Fahrradreifen bieten dank ihrer 29 Zoll Größe eine außergewöhnliche Pannensicherheit und einen hervorragenden Grip. Sie sind eine großartige Wahl für alle, die in unterschiedlichen Geländebedingungen fahren, da sie eine sichere Fahrweise gewährleisten. Durch ihre hohe Qualität sind sie langlebig und bieten einen hervorragenden Fahrkomfort.

Schwalbe Reifen 40-622

Der Reifen 40-622 von Schwalbe erweist sich als solide Wahl für Fahrradfahrer. Mit seinem sehr guten Grip bleibt man auch auf schwierigem Untergrund sicher unterwegs. Die erhöhte Pannensicherheit ist ein weiteres Plus und sorgt für eine sorgenfreie Fahrt. Besonders praktisch ist, dass der Reifen inklusive des passenden Schlauchs geliefert wird, was den Austausch erleichtert. Wir empfehlen ihn allen Radfahrern, die Wert auf Zuverlässigkeit und Langlebigkeit legen.

Fincci bp-t26h

Ob in der Stadt oder im Gelände, mit den Fincci Fahrradreifen kann man überall sicher unterwegs sein. Das Set enthält zwei Reifen mit Sclaverandventil und einer Größe von 26 Zoll. Die 3 mm starke Pannenschutzschicht aus Gummi und Nylon bewahrt das Rad vor unliebsamen Zwischenfällen. Wir mögen besonders die Langlebigkeit der Reifen, die für alle Radfahrer geeignet sind.

Schwalbe Marathon Green Guard

Mit einer Breite von 37 mm präsentiert sich der Schwalbe Marathon Tyre überraschend fähiger Fahrradreifen. Entwickelt für Asphalt und leichtes Gelände, verdient er definitiv einen Platz ganz vorne. Besonders beeindruckend ist das angemessene Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Produkt hat bei unserem Vergleich auf jeden Fall einen positiven Eindruck hinterlassen. Es ist ideal für Radfahrer, die auf der Suche nach einem robusten und dennoch erschwinglichen Reifen sind.

Kenda Fahrradreifen 28 Zoll

Bei der Suche nach einem langlebigen und stabilen Reifen stößt man unweigerlich auf den Kenda Fahrradreifen. Die Einbindung von Schlauch und Drahtkern in einem Produkt ist lobenswert und die hohe Laufleistung spricht für seine Qualität.

Kujo Resul 37-622

Die Fahrradreifen von Kujo überzeugen mit ihrem hohen Grip und bieten...

Pannenschutz

Ein platter Reifen vermiest jede Radtour im Handumdrehen. Doch bei der riesigen Auswahl fällt es schwer, den richtigen Fahrradreifen zu finden. Reifen mit integriertem Pannenschutz sind hier eine clevere Wahl: Eine spezielle Lage zwischen Mantel und Schlauch wehrt Scherben und andere spitze Objekte zuverlässig ab.

Die „unplattbaren“ Marathon PLUS 14 Draht Reflex Fahrradreifen von Schwalbe in 28 Zoll bestehen zum Teil aus recyceltem Naturkautschuk und sind auch für E-Bikes bis zu 50 km/h geeignet. Dank der fünf Millimeter dicken SmartGuard-Einlage versprechen sie eine hohe Pannensicherheit bei gleichzeitig geringem Rollwiderstand - eine Holperfahrt über Scherben und Granulat sollten die Fahrradreifen also überstehen. Der Hersteller empfiehlt, den Reifendruck aufgrund der speziellen Reifenkonstruktion mit einem Manometer einzustellen - eine Druckkontrolle per Daumen reicht hier nicht aus. Die passenden Schläuche müssen allerdings hinzugekauft werden. Einige Rezensionen bemängeln zudem eine relativ lange Lieferzeit.

Dank des robusten Pannenschutzes und der extra Kautschuklage zeichnen sie sich durch eine hohe Haltbarkeit aus.

Dank des Tubeless-Systems verfügt er über eine hohe Pannensicherheit. Die sogenannte Dichtmilch oder Tubeless-Milch, womit der Reifen anstelle eines Schlauchs gefüllt ist, härtet bei Luftkontakt aus - somit werden kleine Löcher oder Schnitte im Reifen sofort beseitigt. Dementsprechend gut zeichnet sich auch seine Haltbarkeit aus.

Kaufberatung

Neben der richtigen Reifengröße und dem passenden Profil gibt es weitere Eigenschaften, die ein guter Fahrradreifen aufweisen sollte. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Punkte einmal zusammengetragen:

  • Größe: Die Größe von Fahrradreifen lassen sich in der Regel in drei verschiedenen Größenbezeichnungen angegeben: in ETRTO, in Zoll (englische Bezeichnung) und in Millimeter (französische Bezeichnung). Heutzutage wird vorrangig die Europäische Reifen- und Felgennorm (ETRTO) verwendet.
  • Reifenbreite: Die Breite des Reifens kann variieren und beeinflusst zudem das Fahrverhalten. Breitere Reifen versprechen gewöhnlich mehr Komfort und bieten eine bessere Haftung, während schmalere Reifen in der Regel einen geringeren Rollwiderstand aufweisen.
  • Reifenprofil: Beim Reifenprofil sollten Sie darauf achten, auf welcher Art von Untergrund Sie hauptsächlich fahren. Für Straßen sind meist glattere Profile geeignet, da der Rollwiderstand geringer ist, wie zum Beispiel bei Rennrad- oder Citybike-Reifen. Für Geländefahrten oder Schotterwege sind Mountainbike-Reifen mit stärkerem Profil besser geeignet.
  • Reifentyp: Es gibt unterschiedliche Reifentypen, wie z. B. Drahtreifen, Faltreifen oder Tubeless-Reifen. Jeder Typ hat seine Vor- und Nachteile, wie Gewicht, Pannensicherheit, Montage und Preis.
  • Ventilart: Bei den Ventilarten unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Ventilen: Auto-Ventil, Presta-Ventil und Dunlop-Ventil.
  • Maximaler Luftdruck: Je nachdem, für welchen Fahrradreifen Sie sich entscheiden, sollten Sie auf den empfohlenen Luftdruck achten. Der Luftdruck kann für den selben Reifen sogar von Hersteller zu Hersteller variieren.
  • Pannenschutz: Einige Reifen verfügen über eingebaute Schutzschichten, um die Wahrscheinlichkeit von Pannen zu reduzieren. Das kann besonders für Pendler oder Langstreckenfahrer interessant sein.

Reifengrößen

Die zeitgemäße Bezeichnung ist nach der Europäischen Reifen- und Felgennorm (ETRTO), die englische und französiosche Bezeichnung ist allerdings ebenfalls noch häufig zu finden.

  • ETRTO: Hierbei handelt es sich um eine europäische Reifen- und Felgennormgröße, welche die Breite und den Innendurchmesser des Reifens in Millimeter angibt.
  • Zoll: Die etwas veraltete Größenbezeichnung in Zoll ist bei Fahrradreifen immer noch weit verbreitet. Diese Maßeinheit gibt sowohl den Außendurchmesser des Fahrradreifens, sowie auch die gesamte Größe des Fahrrads an.
  • Französische Bezeichnung in Millimeter: Die ebenfalls veraltete französische Größenbezeichnung wird in Millimetern angegeben. Sie gibt den Außendurchmesser und die Reifenbreite an.
  • Englische Bezeichnung in Zoll: Bei der englischen Bezeichnung wird die Größe des Reifens ebenfalls in Zoll angegeben.

Reifentypen

In der Regel lassen sich folgende Arten von Fahrradreifen unterscheiden:

  • Drahtreifen: Diese Reifen haben starre Stahl- oder Kevlar-Drähte, die in die Kante des Reifens eingearbeitet sind und auf der Felge sitzen. Sie sind in der Regel günstiger, aber auch schwerer und schwieriger zu montieren.
  • Faltreifen: Faltreifen sind vom Aufbau ähnlich wie Drahtreifen, allerdings besitzen sie biegsame Kevlar-Drähte, was sie leichter und einfacher zu transportieren macht, da sie faltbar sind.
  • Tubeless Reifen: Diese Reifen werden ohne Schlauch gefahren und benötigen eine spezielle tubeless-kompatible Felge. Sie bieten Vorteile bei der Pannensicherheit und können mit geringerem Luftdruck gefahren werden, was mehr Komfort und besseren Grip ermöglicht.

Wann sollte man den Fahrradreifen wechseln?

Ein Wechsel des Fahrradreifens steht generell dann an, wenn er entweder beschädigt oder stark abgenutzt ist. Spätestens wenn auf der Lauffläche bereits die Pannenschutzeinlage durchscheint, sollte der Reifen gewechselt werden.

Unser Tipp: Überprüfen Sie möglichst einmal im Monat Ihren Reifendruck mit einem Manometer, da ein zu geringer Luftdruck den Verschleiß am Reifen stark erhöhen kann.

Der richtige Luftdruck

Für den idealen Luftdruck kommt es laut dem ADAC neben dem Fahrradtypen auf viele verschiedene Faktoren an, wie zum Beispiel die Reifengröße, das Gewicht der aufsitzenden Person und den Untergrund, auf dem man fährt. Ein guter Indikator ist vor allem die Herstellerangabe - an diese sollten Sie sich möglichst halten. Der ideale Luftdruck liegt normalerweise zwischen dem angegebenen Mindest- und Höchstwert und wird meistens in bar oder psi gemessen. Generell kann man sich jedoch an dieser Faustregel orientieren: je breiter der Reifen, desto geringer der Luftdruck.

Anleitung zum Wechseln eines Fahrradreifens

Haben Sie einen Platten? Dann haben wir nachfolgend eine Anleitung, wie Sie Ihren Fahrradreifen schnell und einfach wechseln können. Am besten halten Sie folgende Gegenstände bereit: einen Reifenheber, Flickzeug oder einen neuen Schlauch, eine Luftpumpe und ggf. einen Eimer Wasser und Seife.

Zunächst lassen Sie die restliche Luft aus dem Reifen, indem Sie das Ventil öffnen. Nun nehmen Sie im besten Fall einen Reifenheber zur Hand und versuchen, einen Reifenwulst über den Felgenrand zu hebeln. Haben Sie eine Seite des Reifens geschafft, verfahren Sie mit dem restlichen Reifen genauso, bis der gesamte Reifen von der Felge gelöst ist.

Anschließend ziehen Sie den Schlauch heraus. Nun geht es auf Spurensuche: Überprüfen Sie den Schlauch und den Reifen auf Löcher oder Einkerbungen. Dies gelingt am besten, indem Sie den Reifen Aufpumpen und in Wasser tauchen. Anhand der aufsteigenden Luftblasen erkennen Sie das Loch. Wenn das Loch relativ klein ist, können Sie es mit einem Fahrradflickset reparieren. Hierzu rauen Sie die Stelle um das Loch herum an, tragen den Kleber auf, lassen ihn kurz antrocknen und drücken dann den Flicken fest darauf an. Ist der S...

Testkriterien für Fahrradreifen

Damit ein Reifen bestmöglich mit allen Ansprüchen und Bedingungen zurecht kommt, ist immer ein Kompromiss nötig. Um Ihnen daher den bestmöglichen Überblick zu verschaffen, haben wir einen Praxis- und Prüfstandtest durchgeführt. Dabei erfolgt der Praxistest auf zahlreichen Testfahrten im Alltag, beim Pendeln und Wochenendtouren.

Beim Tausch der Reifen sollten auch gleich die Schläuche mitgewechselt werden, denn sie unterliegen ebenfalls einem Verschleiß. Zudem sollte man einen Blick auf die verschiedenen Materialien Butyl, Latex und TPU werfen. Weiterhin spielt auch das Felgenband eine wichtige Rolle, denn es verdeckt die Speichennippel-Löcher und dichtet somit die Felge ab.

In der Praxis stammen die häufigsten Pannen nicht von Kanten, Steinen oder Dornen, sondern sind auf einen zu niedrigen Luftdruck zurückzuführen. Dadurch walken Schlauch und Reifen viel stärker, was sie über Gebühr verschleißt und rissig werden lässt. Kippt der Reifen in der Kurve etwa über die Felge, kann die Kontrolle über das Vorderrad schlagartig verloren gehen, was zu gefährlichen Fahrsituationen führen kann. Daher sollte der Luftdruck regelmäßig überprüft werden, im besten Fall alle zwei Wochen. Mit einer soliden Standpumpe geht das zuhause schnell und einfach.

Da die Hersteller beim Luftdruck eher auf Nummer sicher gehen, empfehlen wir, sich eher am Minimalwert zu orientieren. Wer schwerer ist oder viel Gepäck mitschleppt, sollte den Druck aber noch leicht erhöhen.

Beim Montageverhalten montieren wir alle Reifen auf verschiedene Laufräder und achten im Detail auf den Kraftaufwand, die Notwendigkeit eines Reifenhebers und wie schnell sich die Reifen richtig im Felgenbett setzen. Das Handling der meist starren Trekkingmodelle ist hingegen umständlicher und benötigt oft die Hilfe von Reifenhebern. Nach der Montage vermessen wir die Reifen und vergleichen die Werte mit der Herstellerangabe. Dabei fällt auf, dass die meisten Reifen nur wenig abweichen.

Pannenschutztests

Beim Pannenschutz setzen die Hersteller auf zwei verschiedene Systeme:

  • Hochdichte, engmaschige Gewebe sind besonders leicht und flexibel, sind aber teuer und schützen nicht so effizient vor Durchschlägen. Sie werden meist bei Gravelreifen und eher teuren Trekkingreifen eingesetzt.
  • Dicke Gummieinlagen unter der Lauffläche agieren als Abstandhalter, erhöhen aber das Gewicht und teils den Rollwiderstand recht deutlich.

Beim Schutz gegen Durchstiche werden drei Tests durchgeführt.

  • Dabei wird im ersten Test die Sicherheit gegen Dornen, Nägel oder Draht überprüft und ein spitz zulaufender Metalldorn durch die Lauffläche gedrückt.
  • Beim zweiten Test simuliert ein flacher Prüfdorn die Abwehr gegenüber scharfkantigen Glasscherben oder Steinen.
  • Der dritte Test überprüft die Widerstandsfähigkeit der Flanken, um gegen Kanten, große Steine oder Äste am Boden gewappnet zu sein.

Beim Durchschlag, auch Snake Bite genannt, simuliert eine stumpfe Guillotine Kanten, wie sie in der Praxis durch Bordsteine, Gullydeckel oder Wurzeln vorkommen. Dann fällt ein 14 Kilogramm schweres Gewicht in stetig ansteigender Höhe auf das Reifen-Laufradsystem, bis dem Reifen die Luft ausgeht.

Praxistest

Am Ende zeigt die echten Fahrqualitäten nur der Praxistest. Dazu wurden die Testmodelle auf Fahreindruck, Laufgeräusche, Komfort, Dämpfungsverhalten und Traktion überprüft. Für die Fahrdynamik besonders wichtig ist ein geringes Gewicht. Schließlich muss der Reifen nach jedem Ampelstopp oder einer Kurve wieder in Fahrt gebracht werden.

Während das Gewicht eher nur beim Beschleunigen wichtig ist, spielt der Rollwiderstand immer eine große Rolle. Beim Abrollen des Reifens entsteht nämlich zwischen den verschiedenen Reifenkomponenten sowie zwischen Reifen und Schlauch ein Walkeffekt, der Energie vernichtet. Ein geringer Rollwiderstand sorgt also für ein zügiges Vorankommen und eine gute Agilität, der Fahrer spart zudem Energie.

Beim Fahrkomfort arbeiten zwei Punkte Hand in Hand: Der Komfort selbst wird durch eine geschmeidige Reifenkonstruktion erzielt. Bei der Traktion ist ein Ergebnis nicht zwingend nur am Profil auszumachen, denn sie ergibt sich aus der Griffigkeit der Gummimischung, dem Profil und der Geschmeidigkeit der Karkasse.

Zubehör

Hochwertige Felgenbänder reduzieren schon ab Werk das Pannenrisiko. Wichtig ist dabei die ideale Breite, die grob „Felgenmaulweite plus 3 bis 5 Millimeter“ betragen sollte. Geklebte Versionen verrutschen zudem nicht. Für Butylschläuche hat sich Flickzeug von TipTop stehts bewährt. Schneller geht’s allerdings mit Schnellklebeflicken, etwa von Syncros. Haucht der Reifen die Luft nur langsam aus, ist das Loch teils schwer zu finden. Beste Performance gibt’s nur mit dem richtigen Luftdruck. Ein kompakter Luftdruckprüfer hilft bei der regelmäßigen Kontrolle. Wenn störrisch aufzuziehende Reifen nicht in ihre Endposition springen wollen, hilft Schwalbe EasyFit. Intelligente Reifenheber wie der Maxalami NoodLever können mehr: Er hebelt nicht nur, sondern hat auch eine clevere De- und Montagefunktion. Ist der Schaden an Tubelessreifen oder Schlauch zu groß, hilft oft nur ein Ersatzschlauch. Butylschläuche gibt es auch in leicht, etwa von Continental. Gepflegte Reifenflanken sehen besser aus und lassen Dreck nur schwer anhaften. Nur auf der Lauffläche hat das Mittel nichts zu suchen! Die große Standpumpe ist ideal für Werkstatt, Garage und Auto und macht das Aufpumpen zum Kinderspiel. Dank großer Manometer lässt sich auch der Luftdruck perfekt ablesen. Wer mit Schlauch fährt, sollte die Reifen-Innenwand wie auch den Schlauch mit Talkum benetzen. Dadurch agieren beide geschmeidiger und können nicht aneinander verkleben. Sie steht bei Tubeless-Systemen für den bekannten Selbstheilungseffekt während der Fahrt. Zuständig dafür sind kleine Dichtpartikel, die die Schadstelle von innen verstopfen und damit reparieren. Für Tubeless-Systeme benötigt man spezielles Reparaturwerkzeug. Dazu zählt eine kleine Gabel und sogenannte Dichtwürste.

Schlauchlos-Reifen

Schlauchlos-Reifen sind leichter, rollen geschmeidiger und sind besser vor Pannen gefeit als Schlauchmodelle. Neue Materialien bringen den „Clincher“ aber wieder zurück auf die Bühne.

Bei den Reifengrößen hat sich eine merkwürdige Entwicklung vollzogen. Wenn etwa vom 28-Zoll-Fahrradreifen die Rede ist, können ganz unterschiedliche Benennungsphilosophien dahinter stehen. Die Ursache dafür liegt traditionell darin begründet, dass sich seit jeher die unterschiedlichen nationalen Maßsysteme etablieren konnten. Die Zollbezeichnung gibt entweder den Außendruchmesser des Reifens - nicht: des Laufrades - preis und steht entweder im Verbund mit der Reifenbreite in Zoll; oder sie ist mit gleich zwei weiteren, zollbasierten Maßbezeichnungen zu lesen, die Höhe und Breite des Reifens bezeichnen. Ein 28-Zoll-Reifen kann also ganz unterschiedliche Breiten haben.

Um am Beispiel eines 28er-Reifens zu bleiben: Es kann einem Käufer ein 28 x 1,50-Zoll-Reifen angeboten werden, ein Modell mit der Kurzform 28 x 1 1/8 Zoll oder mit der Langform 28 x 1 5?8 x 1 1?8 Zoll. Als nähme der Schrecken kein Ende, gibt es für einen ungefähr 28 Zoll durchmessenden Reifen auch noch die französische Maßbezeichnung. Am Beispiel: Bei 700 x 35C bezeichnet die erste Zahl den Außendurchmesser des Reifens, die zweite die Breite - jeweils in Millimeter. Der Buchstabe C wiederum gibt einen Hinweis auf den Reifeninnendurchmesser. Ironischweise sind sämtliche Zahlen im Grunde nur Näherungswerte - man spricht in jedem Fall nur vom „ungefähren“ Außendurchmesser.

Bleibt also nichts anderes übrig, als sich die Unterschiede einzuprägen und grob im Hinterkopf zu behalten, dass 28 × 1,50 Zoll eine völlig andere Größe als 28 × 11/2 Zoll ist und beides daher nicht untereinander austauschbar. Oder man vertraut auf die Fachberatung im Handel und staunt, dass beim Verlangen nach einem „28er-Rad“ ein ambitionierter Auskenner beginnt, über das komplexe Zusammenspiel des Reifeninnendurchmessers mit dem Felgenschulterdurchmesser einerseits und der Reifenbreite mit der Felgenmaulweite andererseits zu schwadronieren. Wer lieber in Ruhe online nach Wegen des Durchblicks sucht - und zum Beispiel auf die Homepage von Schwalbe navigiert - , der erfährt, dass dieser besonders gern breite Reifen baut, die wiederum Einfluss auf die Kompatibilität mit den Fahrradtypen und Rahmen haben. Spätestens dann wird dem Einsteiger bewusst, warum der Durchschnittsradler sich doch lieber am Sprachgebrauch orientiert und auf die Frage, welche Reifengröße er fahre, schweigend auf seine „28er“ zeigt. Erleichterung verschafft ihm am Ende des Tage die Antwort, dass sich 28- und 29-Zöller den gleichen Innendurchmeser von 622 Millimeter teilen und daher auf die gleichen Felgen montiert werden können. ETRO hat also doch seine Berechtigung da sie eindeutige Werte bringt.

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