Welche Mountainbike Griffe Sind Die Besten?

Alles voll im Griff: Zwölf fesche Schraubgriffe ab erschwinglichen 20 Euro werben mit der maximalen Kontrolle auf Tour und Trail. Doch welches Gummi gript am besten? MOUNTAINBIKE hat es getestet.

Die Gewinner auf einen Blick

  • Ritchey WCS Trail - 5 von 5 Sternen! Einziger Griff mit Doppelklemmung im Test. Ab ca. 22€
  • Spank Spike Grip 33 - 5 von 5 Sternen! Breitester Griff im Test mit Supergrip. Ab ca. 25€
  • SQLab Griff 70X - 5 von 5 Sternen! Klebt schon fast an den Händen und bietet damit super Grip! Ab ca. 30€

Worauf sollte man bei MTB-Griffen achten?

Mountainbike-Griffe sollen dem Fahrer den besten Halt bieten und keine Schmerzen an der Hand verursachen. Auf der Suche nach einem neuen Griff für sein Mountainbike stellt sich vielleicht die Frage, ob die Neuen klassisch rund oder doch ergonomisch sein sollen, sowie aus welchem Material. Runde Griffe bieten maximale Kontrolle über das Bike, wohingegen ergonomische Griffe in der Regel hauptsächlich auf ausgedehnten oder sogar mehrtägigen Touren komfortabler sind.

Dein Bike erfüllen sollte. Denn Grip bedeutet Sicherheit und Performance. Doch welche sind die richtigen? richtig auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten. erhöhen. bei vielen Marken sind beispielsweise Mikro-Diamant Griffmuster, genauso gut sind Rillen, Wabenmuster, usw. Für besonderen Komfort sorgt außerdem die Form des Griffs. ausgestattet sind und Deine Hände entlasten können. passen muss. Ob man dickere oder dünnere Griffe kaufen sollte, hängt einerseits von der Größe der eigenen Hand ab. Auf der anderen Seite ist es reine Geschmackssache. werden, das sogenannte Lock-On-System. Sicherheit nach Stürzen sind zwei wichtige Vorteile der verschraubbaren MTB-Griffe. Lenkerendkappen sind deutlich stabiler als die normalen Enden der meisten Griffe.

Arten von MTB-Griffen

Je nachdem, welche Mountainbike-Disziplin man bevorzugt, macht der ein oder andere Griff mal mehr, mal weniger Sinn. Sportliche Cross-Country-Racer bevorzugen meist einen leichten und runden Griff aus Moosgummi. Auch bei den Disziplinen Enduro oder Downhill finden meist runde Griffe mit guter Klemmung Anwendung. Bei ausgedehnten All-Mountain- oder Trail-Touren, Marathons oder auch beim Bikepacking, also bei all jenen Disziplinen, bei denen man viele Stunden im Sattel sitzt, macht ein ergonomischer Griff Sinn.

Diese vergrößern um bis zu ca. 30 Prozent die Handauflagefläche, was das Handgelenk stützt und den Karpaltunnel und den Ulnarnerv entlastet. Auch sollte die Gummimischung nicht außer Acht gelassen werden. Dazu kann der Biker zwischen leicht ergonomisch geformten MTB-Griffen wie dem Ergon GA3 oder auch auch stark ergonomischen Griffe wie dem SQlab 710 wählen. Teilweise gibt es eine Kombination aus Griff und Barend, umgangssprachlich auch Lenkerhörnchen genannt, wie die Ergon GP3.

Es sei aber gesagt, dass ergonomische MTB-Griffe nur entlastend wirken. Sollte die Hand schon nach wenigen Kilometern taub werden oder kribbeln, dann kann das nicht nur an den Griffen liegen, sondern auch an einer falschen Sitzposition oder gar an einer komplett falschen Rahmengröße.

Gerade Griffe aus Gummi weißen meist eine strukturierte Oberfläche auf, welche für Komfort und Grip sorgen soll.

Montage von MTB-Griffen

Bei der Montage der Griffe kann so manches schiefgehen. Deshalb sollte man eine gewisse Sorgfalt walten lassen, damit die Griffe nicht ständig am Lenker verrutschen oder den Lenker gar beschädigen. Ergonomische MTB-Griffe erfordern zudem etwas Geduld beim Einstellen der richtigen Neigung. Bevor die neuen Griffe aufgezogen werden können, sollte der Lenker sauber sein.

Einfache Griffe aus Gummi lassen sich mit einem Spritzer Isopropanol oder Bremsreiniger gut über den Lenker ziehen. Der Vorteil: Die flüchtige Flüssigkeit verdampft innerhalb von wenigen Sekunden und die Griffe sitzen unmittelbar fest am Lenker. Von dem Tipp, Seifenwasser zu verwenden, würden wir abraten. Ein dünner Seifenfilm bleibt dann zwischen Lenker und Griff zurück, und wenn es regnet, kann Wasser dank des Kapillareffekts eindringen. Die Griffe können sich so leichter wieder lösen bzw.

Bei Lock-On-Griffen ist es wichtig zu beachten, dass diese vollständig auf den Lenker gesteckt werden müssen, bevor man sie mit dem richtigen Drehmoment anzieht. Bei Carbonlenkern sollte vorher geprüft werden, ob die Lock-On-Griffe dafür geeignet sind. Zwischen der Metallschelle und dem Lenker muss ein Plastikschutz vorhanden sein. Dies ist in der Regel bei allen namhaften Herstellern der Fall. Günstige No-Name Griffe sollten hier genau geprüft werden.

Uns ist aufgefallen, dass teilweise kein ausreichender Schutz vorhanden war und die Schellen scharfe Kanten aufwiesen. Einmal am Lenker angezogen, kann der Lenker beziehungsweise die Carbonfaser Schaden nehmen, was im schlimmsten Fall zu einem Lenkerbruch während der Fahrt führen kann.

Ausgewählte MTB-Griffe im Detail

Hier werden einige der getesteten MTB-Griffe detaillierter betrachtet:

Ergon GA3

Die Flügelgriffe Ergon GA3 haben es in unserem Test zum Testsieger geschafft. Im Lieferumfang sind neben den beiden MTB-Griffen noch jeweils eine Lenkerendkappe sowie eine kurze Anleitung enthalten. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet. Hier gibt es weder unschöne Überbleibsel am Gummi durch die Herstellung noch scharfe Kanten an den beiden innenliegenden Metallschellen. Die Montage ist sehr einfach.

Den Griff auf den zuvor geputzten Lenker stecken, die gewünschte Neigung einstellen und die Schraube mit dem entsprechenden auf der Schelle abgebildeten Drehmoment anziehen. Am Ende noch die Lenkerendkappe aufstecken, sollte diese beim Aufstecken herausgefallen sein, und fertig. Das Schöne bei dem GA3 ist, dass nicht nur der äußere Handballen aufliegt, sondern auch die Handmitte. So verteilt sich das Gewicht auf einen breiten Bereich, wodurch ein punktuell starker Druck auf die Hand vermieden wird.

Somit ist, dank der im Vergleich zu anderen MTB-Griffen im Test eher schlanken Flügelform, kein unangenehmes Gefühl zu spüren und das auch bei langen Touren. Aufgrund der Form liegt der Griff gut in der Hand, wodurch die Kontrolle erhöht wird und er vermittelt selbst bei technischen oder schnellen Abfahrten ein sicheres Gefühl. Die Dämpfung des Griffes ist ebenfalls hervorragend. Er ist weder zu weich und schwammig noch zu hart. Auch der Grip ist gut.

Mit Handschuh ist kein Verrutschen zu spüren, aber auch ohne Handschuh liegt der GA3 fest in der Hand und das sowohl bei Nässe als auch nach einem anstrengenden Uphill und schwitzigen Händen. Alles in allem können wir den Ergon GA3 wirklich jedem Biker empfehlen, egal ob Tourenfahrer, Racer oder All-Mountain-Biker.

RaceFace Chester

Die RaceFace Chester sind klassische Lock-on-Griffe, die besonders mit Handschuhen ordentlich Grip und ein Minimum an Komfort liefern. Die Montage ist sehr simpel. Die Griffe werden auf den zuvor gesäuberten Lenker bis zum Anschlag aufgesteckt und die Schraube in der Schelle mit zwei Newtonmeter angezogen. Die Endkappen sind bereits an den Griffen integriert.

Die RaceFace Chester sind leicht konisch geformt und weißen somit eine leicht ergonomische Form auf. Im Daumenbereich ist der Durchmesser des Griffkörpers etwas kleiner und vergrößert sich um zwei Millimeter bis zum Lenkerende. Im Daumenbereich sind außerdem die Lamellen leicht erhöht. Durch die daraus resultierende leicht ergonomische Form bietet der Griff nicht nur guten Komfort, sondern auch eine für diese Griff-Klasse recht gute Dämpfung. Hier hat die kanadische Firma einen guten Kompromiss gefunden.

Während der Testfahrten sind der Komfort und das Fahrgefühl spürbar, und der Chester ist für einen klassisch runden Griff recht komfortabel und macht Spaß. Laut RaceFace soll die parallel in Fahrtrichtung verlaufende Lamellenstruktur für guten Grip sorgen. Bei trockenen Fingern oder mit Handschuhen ist der Grip sehr gut, bei feuchten Händen werden die Lamellen schnell rutschig.

Genau dies soll laut Hersteller die Lamellenstruktur jedoch verhindern, da sie die Feuchtigkeit ableiten soll. Mit den RaceFace Chester bekommt man sehr gute und klassische Griffe. Sie bieten erstaunlich viel Komfort, ein direktes Fahrgefühl und sind recht griffig, zumindest bei Trockenheit. Auch die Verarbeitung stimmt.

Die Griffe sind unserer Meinung nach gut für alle Mountainbike-Disziplinen geeignet, egal ob im Bikepark oder auf einer ausgedehnten Allmountain-Tour.

Ergon GP3

Der Ergon GP3 ist sehr angenehm zu greifen. Die Auflagefläche ist breit und aus hochwertigem Material gefertigt und somit besonders bei langen Ausfahrten die richtige Wahl. Die Barends lassen sich unabhängig vom Griff verstellen und bieten eine zusätzliche bequeme Möglichkeit zum Griffwechsel. Im Lieferumfang sind die Griffe, die Barends, die Lenkerendkappen und eine kurze Anleitung enthalten. Die Montage ist einfach, aber von allen MTB-Griffen im Test am langwierigsten.

Auf den zuvor gereinigten Lenker werden die Griffe einschließlich der Barends gesteckt und die gewünschte Neigung eingestellt. Das Schöne an den GP3 ist, dass die Neigung der Barends unabhängig eingestellt werden kann. Ist alles in Position, können die Schrauben mit dem abgebildeten Drehmoment angezogen und die Endkappen aufgesteckt werden.

Durch die große Auflagefläche sind die MTB-Griffe auch nach langer Fahrt sehr angenehm, und von einem tauben Gefühl oder Schmerzen fehlt jede Spur. Dank der Barends kann die Handposition am Lenker geändert werden, was einem Ermüden der Handmuskulatur weiter entgegenwirkt.

Allerdings sind die breiten GP3 für All-Mountain- oder Enduro-Biker eher ungeeignet, da sie eben aufgrund der breiten Bauform nicht mit den ganzen Händen umschlossen werden können. Dies ist wichtig um maximale Kontrolle über das Bike zu besitzen, auch in brenzlichen Situationen. Die GP3 bieten zu jeder Zeit eine griffige Auflagefläche. Weder bei Nässe noch bei schwitzigen Händen sind die Griffe rutschig.

Letztlich sind die Ergon GP3 sehr komfortabel und gerade bei sehr langen oder mehrtägigen Tour zu empfehlen, kosten aber ihren Preis.

Lizard Skins DSP Grip

Die Lizard Skins DSP Grip sind die einzigen MTB-Griffe aus einem Polymer im Test. Im Lieferumfang befinden sich die Griffe selbst sowie zwei Kunststoffendkappen. Auch eine kurze, aber völlig ausreichende Montageanleitung sowie die zur Montage notwendigen doppelseitigen Klebebänder sind enthalten. Die Montage ist sehr einfach und geht schnell.

Den Lenker reinigen und entfetten, nach Anleitung das doppelseitige Klebeband auf den Lenker kleben und die MTB-Griffe überziehen. Zum Schluss noch die Endkappen in den Lenker stecken und fertig. Wir würden empfehlen, nicht gleich nach der Montage eine Tour zu beginnen, sondern lieber noch eine Nacht zu warten, sodass der Kleber bzw.

Auf Tour machen die Lizard Skins DSP Grip einen guten Eindruck. Sowohl mit als auch ohne Handschuh hat man stets einen guten Grip, auch wenn es mal regnet oder die Hände nach einem anstrengenden Uphill feucht sind. Hier saugt das Material die Feuchtigkeit ein Stück weit auf, und ein Verrutschen der Hände war nie ein Thema.

Generell sind die Griffe auch bei längeren Touren bequem, doch auf schnellen und längeren Schotterfahrten verspürt man am Ende ein leichtes Kribbeln in den Händen. Aber auch nur dann, wenn man ohne Handschuh unterwegs ist. Der für einfache MTB-Griffe etwas höhere Preis gibt kleine Abzüge.

Mit den Lizard Skins DSP Grip kann man wenig falsch machen und sie sind für jede Art von Fahrrad geeignet, egal ob City- oder Mountainbike.

SQlab 711

Im Lieferumfang sind die Griffe, die Endkappen und eine kurze Montageanleitung enthalten. Die MTB-Griffe sind durchaus gut verarbeitet. Hier gab es von uns nichts zu bemängeln. Die grundsätzliche Montage ist sehr einfach. Wie bei jedem ergonomischen Griff empfiehlt es sich, zu Beginn ein Werkzeug mitzunehmen, um bei der ersten Ausfahrt die Neigung der Griffe noch etwas verändern zu können.

Die 711 werden an den Enden etwas dicker und zeigen zum Fahrer. So wird die Auflagefläche vergrößert, was den Druck in der Hand auf eine größere Fläche verteilen bzw. minimieren soll. Allerdings ist es uns nie ganz gelungen, die Neigung perfekt einzustellen. Das dickere Ende drückte stets mehr oder weniger unangenehm in den Handballen, während die mittlere Handfläche nicht ganz auf dem Griff auflag. Auch ist der Griff, in der richtigen Position montiert, an der Handauflagefläche mäßig gedämpft, aber an den restlichen Stellen, wie zum Beispiel an den Fingerspitzen, stärker.

Davon abgesehen ist der Halt auf den Griffen ordentlich. Insgesamt ist der SQlab ein solider Griff mit leicht ergonomischer Form, der aber hier und da seine Schwächen hat und nicht unbedingt unter jede Hand passt. Wer den SQlab 711 in Betracht zieht, sollte diesen zuvor austesten.

SQlab 710

Die SQlab 710 sind die zweiten MTB-Griffe von SQlab im Test. Im Lieferumfang sind eine kurze Montageanleitung und die Griffe enthalten. Die Montage ist sehr einfach. Einfach über den vorbereiteten Lenker stecken und in gewünschter Position festschrauben.

Während der Fahrt wirken die Griffe zunächst sehr angenehm. Am äußeren Ende sind sie deutlich ausgeprägter, damit der äußere Handballen großflächig aufliegen kann. Nach einiger Zeit verspürten wir aber ein leichtes Kribbeln im kleinen Finger, sodass wir die Griffe deutlich verdrehen mussten und der Handballen fast nicht mehr auflag. Auch werden die MTB-Griffe mit schwitzigen Händen rutschig.

Bei einer stärkeren Bremsung kann dann die Hand auf den Griffen verrutschen, was uns nicht gefallen hat. Hier waren die 711 oder die Ergon GP3 deutlich griffiger. Insgesamt können wir die 710 von SQlab nur bedingt empfehlen.

ODI Longneck

Die ODI Longneck sind klassische und einfache Gummigriffe, welche mit 166 Millimeter besonders lang sind. Neben den einfachen Gummigriffen sind noch die entsprechenden Lenkerendkappen im Lieferumfang enthalten.

Das Aufziehen der MTB-Griffe mit etwas Isopropanol oder Bremsreiniger ist schnell und einfach durchgeführt und die Endkappen sind schnell in den Lenker gesteckt. Möchte man die kompletten Griffe aufziehen, müssen gegebenenfalls die Schalt- und Bremshebel nach innen geschoben werden.

Unter der Fahrt sind die Griffe sehr komfortabel, wirken aber aufgrund der Lamellenstruktur etwas schwammig, was gerade auf einem schnellen oder technischen Trail unangenehm sein kann. Bei feuchten Händen oder bei Nässe bieten sie einen guten Grip, wobei ein leichtes Rutschen ohne Handschuhe zu bemerken war.

Insgesamt sind die ODI Longneck gute und einfache MTB-Griffe und alles zu einem fairen Preis.

Aaron Fit

Die Aaron Fit Fahrradgriffe sehen ähnlich wie die Ergon GA3 aus und lassen sich dadurch gut miteinander vergleichen. Im direkten Vergleich würden wir aber eher zu den GA3 raten, da beide MTB-Griffe preislich nahezu identisch sind. Im Lieferumfang ist neben den Griffen noch eine kurze Montageanleitung enthalten. Die Verarbeitung ist vernünftig.

Die Montage ist schnell und einfach, jedoch ist weder bei den MTB-Griffen noch in der Anleitung eine Angabe über das Drehmoment der Schrauben zu finden. In der Regel liegt bei solchen Griffen das Drehmoment bei 3 - 5 Nm. Auch während der Fahrt überzeugen die MTB-Griffe nicht wirklich.

Insgesamt ist der Gummi recht hart und auch die Form der breiteren Auflagefläche ist nicht optimal. Am breitesten Stück der Griffe laufen sie spitz zu, was bei längerer Fahrt und in Verbindung mit dem etwas härterem Gummi unangenehm in der Mitte der Handfläche drückt. Bei Nässe oder schwitzigen Händen sind sie zudem recht rutschig.

Weitere Getestete Griffe

Es wurden zahlreiche weitere Griffe getestet, darunter Modelle von Hasagei, Fifty-Fifty, REETEE, SOLODRIVE, Velo, ESI Grips, GD GRIP Division, PLATT und GUB.

Wichtige Faktoren bei der Auswahl

Die Ergon GS1 Evo haben uns von allen Fahrradgriffen im Test am meisten überzeugt. Sowohl für Touren-Mountainbiker als auch für ausgedehnte Radreisen bietet der Ergon GS1 Evo erstaunlich viel Komfort und sicheren Halt. Die Fahrradgriffe sind »Made in Germany«, medizinisch geprüft und beugen verlässlich Schmerzen und Taubheitsgefühlen vor.

Die SQlab 702 sind noch ein Stück komfortabler als unser Testsieger. Wer also Wert auf angenehmes Greifen während langer Trekkingtouren oder Radreisen sucht, wird mit den SQlab 702 bestimmt glücklich werden. Die Ergon GT1 heben sich bereits rein optisch aus dem Testfeld hervor. Trotz ihres ungewohnten Äußeren bieten sie erstaunlich guten Komfort, optimale Dämpfung und sind mitunter die bequemsten Fahrradgriffe in unserem Test. Die Oberfläche der Griffe ist selbst bei schweißnassen Händen noch griffig. Sie eignen sich daher hauptsächlich für ausgedehnte Touren oder Radreisen.

Klassisch oder Ergonomisch?

Die Frage, ob man lieber klassisch runde oder ergonomische Fahrradgriffe kaufen sollte, kann man mit einem klaren »es kommt darauf an« beantworten. Je nachdem, welche Fahrrad-Disziplin man betreibt oder bevorzugt, macht der eine oder andere Griff mal mehr, mal weniger Sinn. Tourenradler, egal ob mit E-Bike oder klassischem Tourenrad, die eher gemütlich, aber dafür viele Stunden im Sattel sitzen, legen hauptsächlich Wert auf maximalen Komfort. Deshalb greifen sie in aller Regel zu ergonomisch geformten Griffen mit ausgeprägter Auflagefläche.

Manche Hersteller bieten ergonomisch geformte Fahrradgriffe in verschiedenen Größen an. Hier sollte darauf geachtet werden, dass man zu seiner Handgröße die richtigen Griffe wählt, um maximalen Komfort zu gewährleisten. Sportliche Radler wie Mountainbiker oder Bikepacker bevorzugen meist einen runden oder leicht ergonomischen Griff, um bei bestmöglichem Komfort auch die maximale Kontrolle über das Bike zu haben.

Auch bei nur kurzen oder gelegentlichen Radtouren muss es nicht unbedingt ein ergonomischer Lock-On-Griff sein, auch weil diese oft teurer sind als einfache Gummigriffe, die nur auf den Lenker geschoben werden. Als Lock-On-Griffen bezeichnet man übrigens jene Griffe, die nicht nur auf den Lenker geschoben, sondern auch mit bis zu zwei Klemmschellen am Lenker befestigt werden. Gerade bei ergonomischen Griffen ist das sinnvoll, da durch die Handauflageflächen ein Drehmoment erzeugt wird und nur aufgeschobene Griffe unter Umständen verdrehen können.

Zudem bedeutet dies ein Plus an Sicherheit, wenn die Fahrradgriffe gegen ein Verdrehen gesichert sind. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Griffe nach den Herstellerangaben montiert werden.

Weitere Aspekte

  • Passform: Die Dicke des Griffs sollte analog zur Handgröße gewählt werden.
  • Material und Struktur: Die meisten Griffe verfügen über eine Art Struktur, wie z.B. das Waffel-Design, das den Fingern guten Halt gibt.
  • Klemmung: Die meisten aktuellen Griffe werden an der Lenkerinnenseite geklemmt.
  • Ergonomie: Alle Ergo-Griffe versuchen, über Dellen, Ecken oder Abflachungen, den Händen mehr Halt und eine größere Auflagefläche zu bieten.

Messungen und Tests

Im Test wurden nicht nur die Shore-Härte gemessen, sondern alle Griffe ausgiebig in der Praxis auf Griffigkeit und Komfort hin untersucht. Bei den ergonomischen MTB-Griffen wurde zusätzlich die Druckverteilung mit Hilfe einer Druckmessfolie ermittelt.

Problematische Griffe

Neulich fuhr ich mit einem Bike aus dem Testfuhrpark in die Stadt. Kurzer Termin am Morgen. Schnell den Sattel eingestellt. Luftdruck überprüft. Passt. Doch schon nach ein paar Hundert Metern drückten die Griffe derart in meine Handflächen, dass ich den Lenker für den Rest der Fahrt nur noch mit Daumen und Zeigefinger festhielt - nicht ganz ungefährlich im Großstadtgetümmel.

Ergebnisse des Tests

Die Ergebnisse des Tests haben vor allem eine Erkenntnis aus vergangenen Tests bestätigt: Griffe mit Flügeln nehmen zwar spürbar Druckspitzen von den Händen, sind aber für technisches Gelände nur bedingt geeignet und daher eine Ausnahme im Testfeld.

Zusammenfassung der Empfehlungen

Abschließend lässt sich sagen, dass die Wahl des richtigen MTB-Griffs von verschiedenen Faktoren abhängt, einschließlich der Art des Fahrens, der persönlichen Vorlieben und der Handgröße. Die getesteten Modelle bieten eine breite Palette an Optionen, sodass jeder Fahrer den passenden Griff finden kann.

Tabellarische Übersicht

Griffmodell Preis (ca.) Gewicht Besondere Merkmale Testurteil
Ritchey WCS Trail 22€ 116 g Doppelklemmung 5/5 Sterne
Spank Spike Grip 33 25€ 123 g Breitester Griff 5/5 Sterne
SQLab Griff 70X 30€ 119 g Super Grip 5/5 Sterne
Ergon GA3 30€ 115 g Ergonomisch, UV-stabil Sehr Gut
RaceFace Chester 25€ 127 g Leicht konisch,Lamellenstruktur Gut
Ergon GP3 30€ - Ergonomisch, Barends Sehr Gut
Lizard Skins DSP Grip 30€ 100 g Polymer, Doppelseitiges Klebeband Gut
ODI Longneck - - Klassisch, einfach Gut

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