Biken ist in! Immer mehr Deutsche lassen ihr Auto am Morgen in der Garage stehen und schwingen sich lieber auf Ihr Fahrrad, um rechtzeitig in die Arbeit zu kommen. Und auch wer auf dem Weg zum Geld verdienen doch lieber auf vier statt auf zwei Räder setzt, macht am Abend oder am Wochenende ganz gerne mal eine etwas ausführlichere Tour mit seinem Drahtesel. Die Anforderungen an ihr Bike sind dabei jedoch nicht gering.
Denn wer an die wichtigsten und größten Verschleißteile an seinem Bike denkt, kommt zunächst vielleicht auf die Reifen oder sogar auf die Bremsen - ganz sicher jedoch nicht auf die Fahrradkette. Dabei sind die Anforderungen an dieses wichtige Teil des Gesamtkonstruktes so hoch wie bei kaum einem anderen Teil Ihres Fahrrads. Für Sie als ambitionierter Biker oder Hobby-Fahrer ist es also sehr wichtig, die Kette an Ihrem Bike regelmäßig auf Verschleißspuren oder andere Defekte zu überprüfen.
Aber beachten Sie bitte: Nur weil die Fahrradkette an Ihrem Rad kaputt ist, heißt das noch lange nicht, dass Sie Ihr teures und vielleicht lieb gewonnenes Bike verschrotten müssen. Stattdessen müssen Sie lediglich schauen, dass Sie das verschlissene Teil von Zeit zu Zeit austauschen und erneuern. Sonst denken Sie vielleicht mitten in einer Fahrradtour, wenn Ihre Kette versagt: „Hätte ich mal lieber früher als später die Kette erneuert!“ Aber hätte, hätte, Fahrradkette: Jetzt wissen Sie Bescheid! Lieber ein wenig zu früh tauschen, als irgendwann mit kaputter Kette in den Bergen zu hängen. Dann ist der Spaß nämlich leider ganz schnell vorbei.
Unser Fahrradkette Test sagt Ihnen im folgenden Ratgeber, welche Funktionen so eine Kette überhaupt übernimmt, welche Größen es für welche Bikes gibt und alles weitere rund um dieses wichtige Fahrradzubehör.
1. Die Funktion der Fahrradkette
Fahrradketten werden bereits seit dem 19. Jahrhundert verwendet und sind seitdem in ihren Grundfunktionen quasi unverändert. Die Kette ist ein zentrales Bauteil des Fahrrads und hat die Hauptaufgabe, die Kraft, welche beim Treten des Pedals entsteht, auf die Hinterachse weiterzugeben. Unser Fahrradkette Test erklärt Ihnen, wie diese Kraftübertragung aussieht: Das größere Zahnrad, in welches die Kettenglieder greifen, wirkt auf das kleinere hintere Ritzel. So wird das Rad angetrieben.
Dabei hat sich die Fahrradkette im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt. Heutzutage ist sie in vielen Fällen schon ein echtes High-Tech-Produkt. Die Faktoren Gewicht und Laufstabilität sind dabei für die Qualität des Produkts und auch den Fahrradkette Preis entscheidend, wenn Sie eine Fahrradkette kaufen wollen. Die mittlerweile am häufigsten eingesetzten Ketten sind Hülsenketten für Bikes mit Nabenschaltung (City- und Trekkingräder) und Lagerkragenketten bei solchen mit Kettenschaltung (Mountainbikes).
2. Die richtige Kette für Ihr Bike
Dabei ist Kette jedoch nicht gleich Kette. Wenn Sie eine Fahrradkette kaufen wollen, sollten Sie darauf achten, dass Sie den richtigen Typ für Ihr Bike erwischen. Und wie schaffen Sie das? Indem Sie beim Kauf des Modells ganz einfach darauf achten, ob dieses für Ihr Fahrrad kompatibel ist. Fragen Sie zur Not auch gerne beim Hersteller einer der obigen Produkte nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
So erfordern etwa Kettenschaltungen wie bei einem ganz normalen Mountainbike je nach Anzahl der Gänge eine unterschiedliche Kettenbreite. Das Gewicht der Kette variiert dabei je nach Anwendungsfall und Länge. Sie können bei einer Kettenschaltung von etwa 300 bis 350 Gramm ausgehen.
3. Größe und weitere wichtige Aspekte
Die Größe ist zwar wichtig - aber längst nicht alles, was Sie beachten müssen, wenn Sie sich eine neue Kette anschaffen wollen. Die Fahrradkette wird durch ein sogenanntes Kettenschloss verbunden, welches Sie daran erkennen, dass es anders befestigt ist. Dabei hakt das Schloss in zwei Glieder der Kette ein und wird dann durch die Spannung auf der Kette eingerastet und fest verhakt. Um Kettenschlösser zu öffnen oder zu schließen, benötigen Sie ein spezielles Werkzeug.
Einige der Radketten werden auch vernietet, wofür Sie einen Nietstift benötigen. Gerade bei Rennrädern oder professionelleren Bikes wird diese Methode bevorzugt. Besonders wichtig ist es, die richtige Länge einzustellen. Bei der korrekten Kettenlänge ist der Kettenspanner an Ihrem Schaltwerk optimal angesetzt. Zu lange Kette: Hier kann der Lauf über die kleinen Ritzel nicht richtig erfolgen. Wichtig: Achten Sie also immer darauf, dass Ihre Kette richtig eingestellt ist.
4. Pflege und Wartung
Wenn Sie auf die korrekte Spannung achten, haben Sie den ersten Schritt des Pflegeprogramms bereits erledigt. Beim Ölen der Kette ist es wichtig, zu beachten, dass man diese auch zu sehr ölen kann. Denn zu viel oder falsches Öl führt zu einer reduzierten Gängigkeit. Alternativen zu Öl gibt es einige, etwa Schmiermittel aus Silikon oder Teflon. Dieses haben jedoch alle das gleiche Problem: Bei Regen werden sie abgewaschen. Somit müssen diese Alternativmittel immer wieder nachgefüllt werden.
Je nach Pflege und Schaltungsart kann so eine Kette dann unterschiedlich viele Fahrten mitmachen. Im Prinzip ist es so: Viele Schaltungen und Schmutz auf der Kette reduzieren die Laufleistung. Grundsätzlich sollte aber jede Kette, egal welches Material und welche Art, mindestens 1.000 Kilometer mitmachen. Wichtig: Reinigen Sie Ihre Fahrradkette bitte niemals (!) mit einem Hochdruckreiniger.
5. Kettenverschleiß und Austausch
Mit ein bisschen Zuwendung, vor allem regelmäßiger Schmierung, verrichtet die Kette ihre Arbeit in der Regel unauffällig. Man bekommt dabei kaum mit, dass sich der Gliederstrang langsam, aber sicher längt. Dies geschieht, weil beim Ein- und Ausschwenken der Kette in die Zahnräder Reibung zwischen den Bolzen der Kette und den Kettenlaschen auftritt und Material abgetragen wird. An diesen kleinen Gleitlagern nagt der Zahn der Zeit. Besonders dann, wenn das Rad im Alltagsbetrieb bei jedem Wetter oder im Gelände bewegt wird und Dreck in die Gelenke dringt. Radeln mit Motor fördert den Verschleiß ebenfalls, denn E-Bikes bringen mehr Power auf die Kette als die Waden.
Die angeschlissene Kette ändert ihre sogenannte Teilung. Die Abstände von Bolzen zu Bolzen, im Neuzustand gleichmäßig, ändern sich zu kurz- lang-kurz. Das wiederum stresst die Ritzel und Kettenblätter und sorgt auch dort für verstärkten Verschleiß. Heimtückisch: Davon spürt man zunächst nichts. Eine gelängte Kette verändert die Zahnprofile aber so, dass eine neue Kette darauf irgendwann nicht mehr läuft. Dann wird der Service teuer, weil neben der Kette auch Kettenblatt (vorn) und Ritzel (hinten) ausgetauscht werden müssen. Bei hochwertigen Rädern empfiehlt es sich daher, die Kette rechtzeitig zu wechseln, dann halten die Zahnräder zwei bis vier Ketten lang.
Die absoluten Kilometerleistungen können dabei gewaltig schwanken. Ein sportlich betriebenes E-Bike kann eine Kette auf 1000 Kilometer hinrichten. Am gepflegten Schönwetterrad hält die gleiche Kette auch 7000 Kilometer und mehr.
E-Bike Ketten
Sollte man am E-Bike also besondere Ketten mit dem Zusatz „E“ verwenden? Und lohnt es sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und die Top-Modelle zu kaufen? Der Test auf dem Prüfstand fördert erhebliche Unterschiede im Verschleißverhalten zutage. Während manche Exemplare nach dem Testmarathon noch nicht austauschpflichtig wären, sind andere schon extrem gelängt. Auffällig ist, dass zwei ausgewiesene E-Bike-Ketten im Test - von KMC und von Miché - besonders schlecht abschneiden. Extrem haltbar sind hingegen alle Shimano-Ketten, auch die ganz günstigen, sowie die KMC X10. Auch die Wippermann-Ketten zeigen eine ordentliche Performance, fallen aber durch stärkeren Rollenverschleiß auf. Die teurere Edelstahlkette längt sich dabei etwas weniger als die einfacheren Modelle. Auch bei SRAM ist die teurere PC 1071 deutlich haltbarer als die billige PC 1031.
Unterm Strich lernen wir, dass das Attribut „E-Bike-tauglich“ keine Qualitätsaussage ist. Auch der Preis gibt nur bedingt Auskunft über die Qualität einer Kette. Durch die Bank glänzend sind die Ergebnisse der Shimano-Ketten. Auch die günstigste, die HG 54, schneidet sehr gut ab. Punktabzug gibt es nur durch das umständliche Handling mit dem Verschlussbolzen. Den Testsieg holt sich KMC mit der günstigen X10, die mit einem Kettenschloss montiert wird.
Die schlechtesten Fahrradketten im Test verschlissen siebenmal schneller als die Top-Modelle. Wie lange Ketten insgesamt halten, hängt auch von der Pflege ab. Regelmäßig gereinigte und geölte Ketten halten deutlich länger als verschmutzte.
Rennradketten
Ein offen liegendes Getriebe mit zwölf Ritzeln, wie es heute am Rennrad üblich ist, ist eigentlich verrückt. Aber es funktioniert! Sogar ziemlich gut. Jedenfalls mit exakt arbeitender elektronischer Schaltung und penibel ausgerichtetem Schaltauge. Wie lange das Getriebe problemlos arbeitet, hängt vor allem an der Kette, deren Pflege und Schmierung. Denn Rennradketten verschleißen unweigerlich - und dann nehmen auch die teuren Kettenblätter und Ritzel Schaden; Letztere sind, im Falle von SRAM, untrennbar zu einer Einheit verbunden und nicht einzeln zu ersetzen.
Bei der teuren Top-Gruppe Red ist die ganze Kassette sogar aus einem Stück Stahl gefräst. Diese Bauweise ist sehr leicht, nimmt die Ritzel aber in Sippenhaft. Ist eines hin, muss eine neue Kassette her - und die kostet bei der Red bis zu 300 Euro. Shimano und Campagnolo bieten Ritzel auch einzeln an, eines kostet zwischen 6 und 30 Euro.
Kleine Ritzel sind für Verschleiß gefährdeter als große, denn die wenigen Zähne sind öfter dran, wenn die Rennradkette über sie hinwegschnurrt. Außerdem spielt für die Abnutzung eine Rolle, wie groß das vordere Kettenblatt ist. Je kleiner, umso größer sind die Kettenkräfte, desto mehr Verschleiß ist zu erwarten. Unter diesem Blickwinkel ist das Verkleinern der Ritzel und Kettenblätter wie bei SRAMs AXS-Konzept keine gute Idee. Besonders benachteiligt sind Einfach-Antriebe mit kleinem Blatt. Wer verschleißarm schalten will, sollte immer auf Gänge achten, bei denen möglichst viele Zähne eingreifen.
Die Verschleißmechanik des Kettengetriebes findet vor allem im Inneren des Kettengelenkes statt. Die Innenlaschen der Rennradkette bewegen sich relativ zu den Kettenbolzen bei jedem Ein- und Ausschwenken aus den Zahnrädern. Die Antriebskraft wird dabei über eine winzige, linienförmige Kontaktfläche übertragen. Der Bolzen widersteht diesen Kräften nur, wenn er extrem hart ist und gut geschmiert wird. Mit speziellen Härteverfahren versuchen die Hersteller dies zu erreichen. Bricht die gehärtete Randschicht ein, ist dem weiteren Verschleiß des Bolzens Tür und Tor geöffnet. Denn die Bolzen sind im Inneren weniger hart.
Die Kette ändert aufgrund des Bolzenabriebs dann ihre sogenannte Teilung. Aus dem gleichmäßigen Bolzenabstand wird ein Lang-kurz-lang, das die Kette an den Zahnflanken hochrutschen lässt und Material abträgt. Kette und Ritzel passen sich einander an - was längere Zeit gut gehen kann, aber die Betriebssicherheit mindert. Eine neue Rennradkette ist auf stark eingelaufenen Ritzeln aber nicht mehr fahrbar, sie springt beim Antritt über die Zahnspitzen. Deshalb sollte man den Kettenverschleiß im Auge behalten und rechtzeitig wechseln, bevor die Zahnräder leiden. Zum Vermessen der Kette dienen Lehren, die in die Kette geschwenkt werden.
Testergebnisse und Empfehlungen
Wir testen die Rennradketten mit einer Maschine. Hohe Kettenkraft, Sand und vorsätzlich unzureichende Schmierung mit einfachem Motoröl belasten die Ketten extrem. So lässt sich der Verschleiß im Zeitraffer begutachten. Im echten Rennradleben können die besten Ketten bei optimaler Pflege 10000 Kilometer und mehr erreichen. Auf dem Prüfstand lassen wir die Ketten 36 Stunden laufen. Eine Zwischenmessung nach 20 Stunden zeigt, wie sich der Verschleiß anbahnt.
Das Ergebnis ist eindeutig: Unter den großen drei Herstellern baut Shimano die haltbarsten Ketten. Dura-Ace und Ultegra zeigen im Testzeitraum nur minimale Ansätze von Verschleiß. Die Bolzen sind demnach extrem verschleißfest. Die günstigere 105er-Kette zeigt etwas mehr Abrieb, ist nach dem Test aber auch nicht verschlissen. Campagnolos Ketten liegen auf vergleichbarem Niveau. SRAM zeigt den stärksten Verschleiß.
Insbesondere die Rival-Kette ist schwach, verschleißt rasant, ist nach 20 Stunden schon knapp austauschpflichtig und nach 36 Stunden völlig ausgeleiert. Die Force-Kette verschleißt langsamer, reißt aber mehrfach, was auf Probleme mit der Herstellungscharge hindeutet. Nach unserer Recherche (siehe unten, Bruchgefahr?) kommt das in der Praxis nur selten vor. Die SRAM Red liegt im Verschleiß auf Force-Niveau und hält.
Unterm Strich bietet die Ultegra das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber Achtung: SRAM-Fahrer können nicht auf Shimano zurückgreifen, die AXS-Gruppen sind nicht mehr kompatibel.
Hochgerechnete Betriebskosten pro Kilometer
Shimanos Ultegra verursacht nach unserer Kalkulation die niedrigsten Kilometerkosten, was den Antrieb betrifft. Schlechte Pflege oder zu später Kettentausch können die Kosten allerdings vervielfachen. Schwächere Ketten und sehr teure Kassetten treiben bei SRAM die erwarteten Betriebskosten.
Die wahren Betriebskosten kennen nur die Betreiber großer Flotten, beispielsweise Verleihstationen auf Mallorca; unsere Hochrechnung beruht auf plausiblen Annahmen. Wir haben die beste Kette im Test mit 10000 Praxiskilometern angesetzt und den Rest entsprechend hochgerechnet, plus einen Aufschlag von 1000 Kilometern für niederschwellige Belastungen. Zu den Zahnrädern müssen wir weitere Annahmen treffen. Wir haben je nach Bauart nach zwei bis vier Kettenleben eine neue Kassette kalkuliert und nach drei neuen Kettenblättern.
Detaillierte Testergebnisse
Nachfolgend finden Sie eine detaillierte Übersicht der Testergebnisse verschiedener Rennradketten:
Campagnolo Chorus
- Marktpreis: 45 Euro
- Verschluss: Nietstift
- Gewicht: 243 Gramm
- Gliederzahl: 114
- Gewicht pro Glied: 2,13 Gramm
- Breite: 5,17 Millimeter
- Längung pro Gelenk: 0,026 Millimeter
- Beschreibung: Die Campa-Kette mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Sehr gute Schalteigenschaften, die Haltbarkeit ist ebenfalls gut und identisch zur Super Record. Einzig durch den Verzicht auf die Hohlbolzen ist sie etwas schwerer. Ein Kettenschloss wäre ein Gewinn.
- Bewertung Haltbarkeit: 4 von 5 Sternen
Campagnolo Super Record
- Marktpreis: 60 Euro
- Verschluss: Nietstift
- Gewicht: 224 Gramm
- Gliederzahl: 114
- Gewicht pro Glied: 1,96 Gramm
- Breite: 5,17 Millimeter
- Längung pro Gelenk: 0,024 Millimeter
- Beschreibung: Nomen est omen: Die Record hält den Gewichtsrekord. Hohle Bolzen schinden 19 Gramm gegenüber der Chorus. Die Haltbarkeit ist gut, erreicht aber nicht ganz das Niveau von Shimano. Das Handling leidet unter dem Verschluss per Nietstift und erfordert Spezial-Werkzeug.
- Bewertung Haltbarkeit: 4 von 5 Sternen
Shimano 105
- Marktpreis: 30 Euro
- Verschluss: Einmal-Kettenschloss
- Gewicht: 258 Gramm
- Gliederzahl: 116
- Gewicht pro Glied: 2,22 Gramm
- Breite: 5,27 Millimeter
- Längung pro Gelenk: 0,028 Millimeter
- Beschreibung: Äußerlich kaum von der Ultegra zu unterscheiden, auch ausdauernd, aber messbar weniger haltbar als die teurere Schwester. Laut Spezifikation sind die Innenlaschen nicht chromiert. Das Schaltverhalten ist identisch zu den teureren Ketten. Kettenschloss ist nur einmal verwendbar.
- Bewertung Haltbarkeit: 4 von 5 Sternen
Shimano Ultegra
- Marktpreis: 40 Euro
- Verschluss: Einmal-Kettenschloss
- Gewicht: 258 Gramm
- Gliederzahl: 116
- Gewicht pro Glied: 2,22 Gramm
- Breite: 5,27 Millimeter
- Längung pro Gelenk: 0,013 Millimeter
- Beschreibung: Das Arbeitstier aus dem Sortiment des Marktführers wird auch am Mountainbike eingesetzt (XT-Gruppe) und besticht durch exzellente Ausdauer. Chromierte Innenlaschen und extraharte Bolzen machen die Kette standfest. Durch Einmal-Kettenschloss gut im Handling.
- Bewertung Haltbarkeit: 5 von 5 Sternen
Shimano Dura-Ace
- Marktpreis: 60 Euro
- Verschluss: Einmal-Kettenschloss
- Gewicht: 248 Gramm
- Gliederzahl: 116
- Gewicht pro Glied: 2,14 Gramm
- Breite: 5,26 Millimeter
- Längung pro Gelenk: 0,015 Millimeter
- Beschreibung: Das Top-Modell paart exzellente Ausdauer mit Leichtbau und findet auch in der XTR-Offroad-Gruppe Verwendung. Der Unterschied zur Ultegra sind die hohlen Bolzen, die die Kette 10 Gramm leichter machen. Der Aufpreis von rund 20 Euro für den kleinen Gewichtsvorteil ist sportlich.
- Bewertung Haltbarkeit: 5 von 5 Sternen
SRAM Rival
- Marktpreis: 20 Euro
- Verschluss: Einmal-Kettenschloss
- Gewicht: 271 Gramm
- Gliederzahl: 120
- Gewicht pro Glied: 2,25 Gramm
- Breite: 5,00 Millimeter
- Längung pro Gelenk: 0,014 Millimeter
- Beschreibung: Enttäuschende Haltbarkeit. Äußerlich gleicht die Kette der Force, läuft aber deutlich schneller ein. Schon bei der Zwischenmessung nach 20 Stunden starker Verschleiß. Die Schalteigenschaften sind sehr gut. Durch den größeren Rollendurchmesser nicht kompatibel mit Shimano.
- Bewertung Haltbarkeit: 1 von 5 Sternen
SRAM Force
- Marktpreis: 31 Euro
- Verschluss: Einmal-Kettenschloss
- Gewicht: 271 Gramm
- Gliederzahl: 120
- Gewicht pro Glied: 2,25 Gramm
- Breite: 5,00 Millimeter
- Längung pro Gelenk: 0,039 Millimeter (bis zum Bruch)
- Beschreibung: Die Kette bricht mehrfach an den Innenlaschen - ungewöhnlich, da die Lasten im Versuch weit unter der Reißkraft liegen. Der Verschleiß auf halber Strecke ist identisch zur Red, besser als bei der Rival, aber unter den Erwartungen. Das Kettenschloss ist gut, aber nur einmal verwendbar.
- Bewertung Haltbarkeit: 3 von 5 Sternen
SRAM Red
- Marktpreis: 40 Euro
- Verschluss: Einmal-Kettenschloss
- Gewicht: 261 Gramm
- Gliederzahl: 120
- Gewicht pro Glied: 2,18 Gramm
- Breite: 5,00 Millimeter
- Längung pro Gelenk: 0,066 Millimeter
- Beschreibung: Das Spitzenmodell bleibt im Verschleiß hinter den Erwartungen und erreicht nicht das Niveau der besten MTB-Ketten von SRAM. Die Hohlbolzen mindern das Gewicht gegenüber der Force um 10 Gramm. Sehr gute Schalteigenschaften. Gutes Kettenschloss für einmalige Nutzung.
- Bewertung Haltbarkeit: 3 von 5 Sternen
Zusätzliche Informationen
Damit Biken Spaß macht, muss die Kette einen flüssigen Tritt ermöglichen und zuverlässig in den gewünschten Gang springen. Gut funktioniert beides allerdings nur, wenn die Kette erstens zum Ritzelpaket passt und zweitens regelmäßig gepflegt wird.
Auf die Breite kommt es an
Den Aufbau einer Kette erkennt man im Regelfall an den Zollangaben ("Zahl x Zahl"), wobei sich das erste Maß auf den fast immer identischen Abstand zwischen den Gelenken (1/2 '') und das zweite auf den Abstand zwischen den Innenlaschen, also die Breite bezieht. Typische Werte sind hier etwa 1/8'', 3/32'' oder 5/64''. Generell sollte die Kette tendenziell umso dünner sein, je mehr Ritzel verbaut sind. Umgekehrt sind breitere Ketten für kleinere Ritzelpakete in aller Regel besser geeignet. Ebenfalls wichtig: Schmalere Ketten sind häufig schaltfreudiger, gleichzeitig jedoch anfälliger für Verschleißerscheinungen. Man sollte deshalb Wert auf gründliche Pflege legen.
Ohne Pflege geht es nicht
Überhaupt ist die Pflege überaus wichtig. Wird sie vernachlässigt, leiden darunter die Funktionsfähigkeit und die Lebensdauer der Kette. Im Idealfall trägt man an der Innenseite regelmäßig etwas Öl auf, wobei hier etwas Vorsicht angesagt ist. Denn: Überschüssiges Öl bindet Staub und Dreck und lässt nach einer gewissen Zeit kleine Klümpchen entstehen, die kaum noch zu entfernen sind. Die Kette sollte deshalb nur mit einem leichten Film überzogen sein. Bewährt haben sich etwa Trockenschmierstoffe auf Wachsbasis. Sie sind schmutzabweisend, bleiben allerdings nur dann wirklich haften, wenn die Kette richtig sauber ist. Zudem werden sie bei Regen relativ schnell ausgewaschen. Klassische Öle und Nassschmierstoffe indes haben dieses Problem nicht, dafür ziehen sie meist mehr Schmutz an.
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