Die Geschichte der italienischen Motorräder ist reich und vielfältig, geprägt von Innovation, Leidenschaft und unverkennbarem Design. Diese Tradition wird durch Marken wie Wendel verkörpert, deren Entwicklung eng mit dem Motorsport und dem technischen Fortschritt verbunden ist.
Italjet: Eine Verbindung von MZ-Motoren und italienischem Design
Die italienische Firma Italemmezeta, die später zu Italjet wurde, begann ab 1959 mit MZ-Motoren Motorräder zu fertigen. Ein solches Exemplar konnte man zufällig beim Verlassen der Veranstaltung draußen am Eingang sehen.
Leopoldo Tartarini, der große Erfolge als Rennfahrer bei der Motogiro d' Italia und eine Weltumrundung mit einer Ducati für sich verbuchen konnte, Sohn des Rennfahrers Egisto Tartarini, gründete 1957 die Firma Italemmezeta und baute da MZ-Motoren in eigene Fahrwerke ein. Ab 1959 wurden komplette Motorräder gebaut. Ab 1961 entstand dann die Firma Italjet.
MV Agusta: Eine Ikone des Motorsports
MV Agusta - eine Festung im Strom der Motorsport-Geschichte. Vom 30. August bis 01. September war der Club mit einem herrlichen Stand und den neuesten Motorräder von MV Agusta bei der Veranstaltung zu Gast auf dem Glemseck 101. Die Vorstellung und Repräsentation einiger MV Agusta-Rennmaschinen ließ Vorfreude aufkommen auf Sonderläufe am Rennwochenende in St. Wendel.
Einige weitere sehr außergewöhnliche Motorräder wurden auf der St. Wendeler Renngeschichte - Ausstellung gezeigt, so z.B. die BMW R26 mit einem 6-Zylinder-Sternmotor! Auf der Bühne war ein "Fahrerlager" dargestellt, in dem auch eine MV Agusta 350 auf den Einbau des Motors wartete.
Georg Denfeld: Vom Fahrradrennfahrer zum Sattel-Fabrikanten
Geboren am 29. März 1901 in Kirdorf, begann Georg Denfeld 1915 eine Ausbildung bei der mechanischen Werkstatt Gebr. Jäger. Nachdem sein Chef zum Militär eingezogen wurde, war der Lehrling zugleich Geselle und Meister.
Schon bald wurde er auch ein begeisterter Motorradfahrer, der in seinem Betrieb Motorräder der italienischen Marke "GD" baute. Er nahm an vielen nationalen und internationalen Rennen teil, wobei er seine Sättel und Gepäckträger selbst entwickelt und gebaut hatte. Freunde, Bekannte und andere Motorradsportler waren so begeistert von seinen Sätteln, dass er immer wieder gebeten wurde, sie nachzubauen. Das ermutigte Georg Denfeld 1925, auf den Sattelbau umzusteigen. Der "Sattel-Denfeld" war bald weit über die Grenzen Bad Homburgs für seine Produkte bekannt.
Die Firma wurde der größte Hersteller von Sätteln und Gepäckträger in Europa. Er erweiterte seine Firma auf die Herstellung von Kofferträgern und Fußrasten. Georg Denfeld sah es stets als seine Verpflichtung an, sich zum Wohle Kirdorfs zu engagieren. Dank seiner eigenen Leitungen und seines Könnens und Wissens, was er sich selbst erworben hatte, hat er viel in seinem Leben erreicht.
Motorsport-Revivals und Veranstaltungen
Das New Stadtpark-Revival ist eine Hommage an die historischen Rennen im Stadtpark von 1934 bis 1952. Wo gibt es sonst noch eine Motorsportveranstaltung auf einer Rennstrecke mitten in der Großstadt in Deutschland, bei den heutigen Umweltauflagen? Nur noch in Hamburg! Der besondere Flair macht diese Veranstaltung aus!
Vom 30. August bis 01.September war der Club mit einem herrlichen Stand und den neuesten Motorräder von MV Agusta bei der Veranstaltung zu Gast auf dem Glemseck 101. Hier einige Eindrücke von Reinhold Burkart.
Die Rückkehr des Motorsports nach dem Zweiten Weltkrieg
Gehen wir rund 60 Jahre zurück in die Zeit kurz nach der Währungsreform (20.6.1948) und das Land, das manche Trizonesien nannten, als Bezugsscheine, Kompensation, Maggeln, Hamstern und Klinkenputzen allmählich weniger wurden. Im Jahr 1951 beendeten die USA offiziell den Kriegszustand mit Deutschland und Ludwig Erhardt begründete die soziale Marktwirtschaft, die sich zum Wirtschaftswunder weiter entwickelte.
Durch die Rückkehr Deutschlands in die internationalen Sportverbände wie z.B. die FIM, gab es Bedarf an und Chancen für Profis wie auch Amateure bzw. Nachwuchsfahrer. Zudem flammte die Motorsportbegeisterung der Vorkriegsjahre wieder voll auf und löste einen großen Boom aus.
Die ersten Rennen nach dem zweiten Weltkrieg fanden bereits 1946 statt (z. B. Neuwied), im Jahr 1948 wurde der Grenzlandring bei Wegberg fertiggestellt und eröffnet. Die damit verbundene Rennsportbegeisterung der Teilnehmer und Zuschauer wurde nach dem zweiten Weltkrieg sehr bald wieder aufgenommen und fand bei den verantwortlichen Militärbehörden schnell Zustimmung.
Die Glockenspitzrennen in Krefeld
Da wundert es nicht, dass auch bald der Gedanke aufkam, in Krefeld Motorrennsport zu betreiben. Die ortsansässigen Motorsportclubs arbeiteten dazu eng zusammen. Selbst für die damalige Zeit ist es erstaunlich, dass die Veranstalter die Genehmigung von den städtischen Behörden erhielten, eine der Hauptverbindungen in bzw. ausRichtung Düsseldorf und Duisburg an einem Wochenende für eine Motorsportveranstaltung zu sperren.
Die Ausschreibung richtete sich in Bezug auf die Motorradklassen nur an die sogenannten Ausweisfahrer, also Amateure oder Nachwuchsfahrer, heute würde man von vielleicht Breiten- oder Amateursportrennen sprechen. Die verwendeten Motorräder sind ein Spiegel der damaligen Zeit. Aus deutscher Produktion stammten Adler, Ardie, AWD, Bismark, BMW, DKW, Dürkopp, Hoffmann, Horex, Maico, NSU, Rixe, Triumph-Nürnberg, Victoria. Aus britischer Produktion stammten AJS, BSA, Matchless, Norton, Rudge und Triumph.
Die Renndauer betrug demnach 20 bis ca. Es wurde auf Serienmaschinen mit Straßenzulassung oder auf Rennmaschinen gefahren. Es wurden die damals üblichen Rennklassen zur Teilnahme aufgerufen. Andererseits sind einige Fahrer von 1951 zu 1952 in die Lizenzklasse „aufgestiegen" und waren so bei den Nachwuchs- bzw. Ausweisfahrern nicht mehr startberechtigt. Insofern hat das erste Rennen seinen Zweck der Nachwuchsförderung erfüllt.
MCW Motorsport Historiker St. Wendel e.V.
Die MCW Motorsport Historiker St. Wendel e.V. in St. Da wir nächstes Jahr vom 07. bis 09. August in St. Wendel unser nächstes Jahretreffen unter der Obhut der "Motorsporthistoriker St. Wendel e.V." abhalten werden, hat sich unser Club mit einer eigenen Repräsentation in St. Wendel dem zukünftigen Publikum im August 2020 vorgestellt. Unsere Position war direkt am Eingang zur eigentlichen Ausstellung im großen Saal im Saalbau, wir waren also nicht zu übersehen !
Fritz Röth: Ein Pionier des Motorrad-Imports
Tief im Odenwald, im malerischen Hammelbach importierte Fritz Röth als Erster die Marke Honda. Was 1873 als Gemischtwarenladen in Hammelbach begonnen hatte und später dann in eine NSU Fahrrad- und Motorradhandlung mündete, baute Fritz Röth (Jahrgang 1939) zu einem Motorrad-Import Imperium aus.
Mehr als einmal fuhr Röth in der Folge kurzentschlossen nach Mandello am Comer See, um Ersatzteile für die Moto Guzzi zu holen. Als er 1969 in Japan Kontakte zu Suzuki knüpfen konnte, verschaffte ihm dies die Stellung des Generalimporteurs für die Marke. Vor allem die italienische Marke Ducati rückte in den Fokus. Neben vielen sportliche Aktivitäten unterstützte Röth Egid Schwemmer, der auf einer ZR Ducati 900 SS in den Jahren 1978/79 Deutscher Meister werden konnte.
Triumph-Adler: Von Fahrrädern zu Büromaschinen
Das 2014 als Triumph-Adler GmbH firmierende Unternehmen machte seit seiner Gründung im Jahre 1896 einen erstaunlichen Wandlungsprozess durch. Mitte der 1890er Jahre beschloss, wegen der guten Absatzerfolge von Fahrrädern auf dem europäischen Festland eine Niederlassung in Deutschland zu errichten, fiel die Standortwahl auf Nürnberg.
Als drittes deutsches Unternehmen, nach der NSU Motorenwerke AG und der Wanderer-Werke AG, nahm Triumph 1903 die Produktion von Motorrädern auf. Zwar wurde diese Produktionslinie 1907 zunächst wieder stillgelegt, an sie konnte jedoch in den 1920er Jahren wieder angeknüpft werden.
Nach Ende der Inflationszeit zeichnete sich ein Ende des Booms in der Fahrradproduktion ab. Das Unternehmen reagierte mit der Wiederaufnahme der Motorradfertigung. Bemerkenswerte Details an dem im Stil der Neuen Sachlichkeit mit Elementen des Expressionismus und des Heimatstils versehenen Neubau sind die bossierten Torpfosten, die spitzbogige Durchfahrt ins Werksgelände sowie das über der Einfahrt angebrachte Merkur-Relief. Seit Mitte der 1950er Jahre zeigte die Branche jedoch Krisensymptome. Während mehrere der traditionsreichen Nürnberger Zweiradhersteller, wie die Mars-Werke AG, die Ardie GmbH oder die Victoria-Werke AG, in Konkurs gingen oder sich nur durch Fusion retten konnten, stellte Triumph 1957 die gesamte Zweiradproduktion ein und baute den Bereich der Büromaschinen zur tragenden Säule des Unternehmens aus.
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