Der Alpe-Adria-Radweg: Eine Reise von Salzburg nach Grado

Imposante Bergpanoramen, tosende Wasserfälle und beruhigendes Meeresrauschen - der Alpe-Adria-Radweg verspricht ein unvergessliches Erlebnis. Seit 2012 befahrbar und als grenzüberschreitendes Projekt umgesetzt, verbindet dieser Radweg auf 415 km und in 8 Hauptetappen Salzburg in Österreich mit Grado in Friaul-Julisch Venetien.

Die Etappen des Alpe-Adria-Radweges

Deine Reise beginnt in Salzburg. Hier folgst du der Salzach bis zum Pass Lueg, wo es erstmals nach oben geht. Von Bischofshofen fährst du zunächst nach St. Johann im Pongau. Der Salzach folgend geht es weiter bis nach Schwarzach, wo es wiederum nach oben geht bis ins Gasteinertal. Nach Bad Gastein musst du durch den Alpenhauptkamm hindurch. Dafür steigst du am Bahnhof Böckstein am Ende des Gasteinertales in einen Zug, der etwa stündlich durch den Tauerntunnel nach Mallnitz fährt. Von Mallnitz geht es zunächst steil ins Mölltal hinunter. In Villach wechselst du vom Drauradweg auf den Gail-Radweg und fährst bis nach Arnoldstein. Ab hier wird der Weg wieder steiler und du fährst hoch bis an die österreichisch-italienische Grenze. Von Travisio bis nach Resiutta fährst du auf alten, stillgelegten Trassen durch das Kanaltal und das Eisental. Freue dich auf alpine Highlights in der Bergwelt Österreichs, genussvolle Strecken entlang der Flussströme und das mediterrane Flair der Adria, der grandiose Abschluss der Tour.

Highlights entlang der Strecke

Salzburg

Die historische Altstadt ist wunderbar zu Fuß zu erkunden: die Festung Hohensalzburg, Mozarts Geburtshaus, den Salzburger Dom, die Getreidegasse, das Schloss Mirabell mit dem Mirabellgarten sollten Sie gesehen haben. Die ältere linke Altstadtseite zählt seit 1997 sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Gollinger Wasserfall

Kurz nach Golling machen wir einen Abstecher zum Gollinger Wasserfall, der mit seiner beeindruckenden Fallhöhe von 76 Metern zu einem der höchsten Wasserfälle Österreichs zählt. Ein Wanderweg führt bis zum Ursprung des Schwarzenbaches, zur sogenannten „Quellhöhle“.

Burg Hohenwerfen

Hinter der nächsten Kurve erblicken wir die Burg Hohenwerfen. Wie sie aus dem Nichts auftaucht begeistert uns - Fotostopp!

Liechtenstein Klamm

Unser erster Zwischenstopp an diesem Tag ist die Liechtenstein Klamm. Es soll die schönste Klamm Österreichs und gleichzeitig eine der längsten und tiefsten der Alpen sein. Aufgrund des großen Andrangs ist ein zeitiger Besuch empfehlenswert. Nach einem leichten Einstieg und kurzem Anstieg folgt eine 30 Meter in die Tiefe ragende Wendeltreppe, die nah zu den tosenden Wassermassen führt. Die Felswände stehen eng beieinander. Manchmal ist nur ein schmaler Streifen Himmel zu sehen. Ein herrliches Licht- und Schattenspiel!

Bad Gastein

Durch den weltbekannten Kur- und Wintersportort rauscht der Gasteiner Wasserfall, das Wahrzeichen des im Nationalpark Hohe Tauern liegenden Kaiserbades. Besonders fasziniert sind wir von der Bauweise der sich an den Berg schmiegenden Hotels und Villen.

Schloss Porcia

In Spittal machen wir einen kurzen Stopp am Schloss Porcia, einem der schönsten Renaissancebauten südlich der Alpen.

Villach

Am Nachmittag erreichen wir die pittoreske Stadt im Dreiländereck Österreich - Italien - Slowenien. Ein Stadtbummel führt uns durch die Fußgängerzone, die zum Flanieren durch die Boutiquen und Verweilen in einer der hippen Bars einlädt. Auf dem Hauptplatz gefallen uns die hübsch renovierten bunten Häuser, die sich aneinanderreihen. Dass Villach kreativ ist zeigen die Lampenschirme, die über den Passanten baumeln. Sie sollen Villach zum gemütlichsten Wohnzimmer Kärntens machen.

Pontebbana-Eisenbahnstrecke

Auf der stillgelegten alten Pontebbana-Eisenbahnstrecke zwischen Tarvisio nach Resiutta wurde mit Mitteln der EU ein Radweg angelegt. Es geht stetig bergab vorbei an alten Bahnhofshäuschen, über Eisenbahnbrücken, die den Fluss Fella queren, vorbei an herabstürzenden Wasserfällen und durch zahllose Tunnel, deren Bewegungsmelder für das Licht allerdings oft recht spät reagieren.

Venzone

In Venzone parken wir unsere Räder und bummeln durch die Stadt. Unvorstellbar, dass 1976 zwei Erdbeben fast den gesamten Stadtkern, die Stadtmauer und den Dom zerstörten. Anstelle irgendwelche Häuser wieder aufzubauen, machten sich die Einwohner stark, ihren Ort in seinem ursprünglichen Glanz puzzleartig wiederherzustellen.

Udine

Es ist eine Stadt wie im italienischen Bilderbuch: pittoreske Häuserfassaden, venezianische Bauwerke mit romantischen Balustraden und Blumenschmuck, schnuckelige Boutiquen, zum Verweilen einladende Plätze, die sowohl von Einwohnern als auch von Touristen für einen Aperitif am späten Nachmittag rege genutzt werden.

Palmanova

Der Grundriss dieser Planstadt aus dem 16. Jahrhundert ist beeindruckend. Der Stadtkern wird noch heute von einer neunzackigen Festungsmauer umgeben. Und auch die drei Stadttore sind erhalten geblieben. Der zentrale Platz ist verhältnismäßig riesig, es soll einer der schönsten Plätze der Region sein.

Aquileia

Rechts und links des Radwegs sind immer wieder Reste der römischen Stadt sowie Ausgrabungen zu bestaunen, ein wahres Freilichtmuseum. Die mittelalterliche Basilika Santa Maria Asunta, UNESCO-Weltkulturerbe, ist bekannt für ihr aus dem 3. Jahrhundert stammendes Fußbodenmosaik.

Grado

Die als Seehafen von den Römern gegründete Stadt hat sich zu einem beliebten Urlaubsort entwickelt. Nach 406,98 Kilometern liegt die Adria in leuchtendem Blau vor uns.

Weitere Tipps und Informationen

  • Beste Reisezeit: Die beste Reisezeit für den Alpe-Adria-Radweg ist zwischen Juni und September.
  • An- und Abreise: Die An- als auch Abreise gestalten sich besonders einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Schwierigkeitsgrad: Du musst kein Profisportler sein, um den Alpe-Adria-Radweg in seiner Gesamtlänge zu schaffen. Eine durchschnittliche Fitness und gute Grundkondition sind Voraussetzung, um den Fernradweg in 8 Etappen á ca.
  • Geeignete Fahrräder: Der Alpe Adria Radweg verläuft vorwiegend über gut befestigte Radwege. Einzelne Passagen am Alpe Adria Radweg sind für Renn- oder Stadträder ungeeignet.
  • Familienfreundlichkeit: Ja, der Alpe Adria Radweg ist ab dem Jugendalter mit ausreichend Kondition gut schaffbar. Unbedingt auf ausreichend Proviant, Sonnen- & Wetterschutz achten.
  • Hunde: Grundsätzlich ja, informiere dich vorher bei den gewählten Unterkünften, ob Hunde erlaubt sind.

Das Wetter entlang des Radweges

Die nächsten 14 Tage gestalten sich im Wechsel freundlich, bewölkt oder aufgelockert. Es gibt vielfach trockene Abschnitte und teils leichten Regen. Mit Werten zwischen 25 und 27 Grad wird es oft sehr warm, anfangs teils auch warm oder angenehm.

Alternativen für Mountainbiker und Rennradfahrer im Salzburger Land

Das Salzburger Land ist mit 5.000 Kilometer MTB-Strecken und mehreren Bikeparks ein Traum-Revier für Mountainbiker. Vom Salzburger Seenland bis hin zum Dachstein erstreckt sich die neue Rennradregion SalzburgerLand Salzkammergut mit 20 detaillierten Routen.

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