Im Bereich der Größenbezeichnungen von Fahrradreifen (z.B. Schwalbe, Continental, Michelin, Maxxis etc.) sind vielerlei unterschiedliche Varianten im Umlauf.
Eigentlich sollten die ISO/ETRTO-Größen der universelle Standard sein - jedoch nutzen Mountainbike-Hersteller weiterhin das englische System mit Zoll-Angabe.
Wer schon einmal versucht hat, Reifen selber zu messen, ist schließlich komplett verwirrt, denn dann kommt noch eine ganz andere Größe heraus.
Weder das englische System noch ISO/ETRTO entsprechen anscheinend der tatsächlichen Reifengröße.
Oftmals sind Fahrradreifen nämlich etwas schmaler, als angegeben.
Zuerst hier einmal eine kleine Erläuterung zum Thema verschiedene Größenstandards bei Fahrradreifen. So erfahren Sie, was bzw.
Verschiedene Größenstandards bei Fahrradreifen
Die Größenangaben in Zoll sind teilweise recht verwirrend und Abweichungen von bis zu 5 Millimetern sind möglich.
Zum Beispiel sind 27 Zoll Reifen größer als 28 Zoll Reifen und 29 Zoll ist einfach nur ein dickerer 28 Zoll Reifen.
Es gibt für Fahrradreifen verschiedene Größenanagaben, die zum Teil sehr unterschiedlich aussehen.
Das kann es schwierig machen, für Ihr Fahrrad die richtige Reifengröße zu bestimmen.
Es gibt verschiedene Größenangaben für Fahrradreifen, die sich je nach Sprachraum und Größenbezeichnung unterscheiden.
Meist handelt es sich um eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben, die sich auf den Raddurchmesser und die Reifenbreite beziehen.
Folgende Größenbezeichnungen für Fahrradreifen sind gebräuchlich:
- Zoll
- ETRTO
- Französisch
- Englisch
In der Regel solltest du auf deinem Fahrradreifen die ETRTO Größenbezeichnung (z. B. 37-622) finden.
Es kommt aber auch vor, dass der Reifen alle vier Größenbezeichnungen trägt.
ETRTO-System
Das ETRTO-System ist das in Europa wohl am weitesten verbreitete System.
Diese Größenangabe sieht z.B. wie folgt aus: „37-622“ - die erste Zahl sagt die Reifenbreite aus, die Zahl hinter dem Bindestrich benennt den Innendurchmesser des Reifens.
So sehen Sie immer, ob ein Reifen zur jeweiligen Fahrradfelge passt.
Diese Standard-Variante wurde daher von der ISO (International Organization for Standardization) zum internationalen Standard für Fahrradreifen herausgegeben.
Die ETRTO Größenbezeichnung (z. B. 37-622) gibt die Breite (37 mm) und den Innendurchmesser des Reifens (622 mm) an.
Diese Bezeichnung ist eindeutig und erlaubt eine klare Zuordnung zur Felgengröße.
Die Angabe, die du wohl bei den meisten Fahrradreifen findest, ist die Einteilung der Fahrradreifen-Größen nach der europäischen Reifen- und Felgennorm ETRTO (European Tire and Rim Technical Organization).
Diese Größenbezeichnung (z.B. 55-406) ist besonders eindeutig und ermöglicht eine eindeutige Zuordnung zur Felgengröße, da sie sowohl die Breite des Fahrradreifens (55 mm) als auch den Innendurchmesser (406 mm) berücksichtigt.
Aus diesem Grund ist die ETRTO-Angabe auch eine europaweit gültige Normung für die Angabe von Reifengrößen - auch für Fahrradreifen.
Englisches System
Dennoch ist das englische System weiterhin sehr oft in Gebrauch; im Bereich der MTBs liegt das Monopol quasi beim englischen System.
Sowohl beim englischen System also auch beim ETRTO wird immer die Reifenbreite angegeben, denn diese gilt einer der wichtigsten Punkte bei der Reifenwahl - teils auch sogar bei der Wahl des Fahrrades.
Es muss immer berücksichtigt werden, dass nicht jeder Reifen zu jedem Bike passt.
Wer z.B. ein Gravel- oder Cyclocross-Bike bauen möchte, benötigt einen speziellen Rennradrahmen, welcher auch breitere Reifen unterstützt.
Die englische Größenbezeichnung erfolgt ebenfalls in Zoll.
Es gibt zwei verschiedene Varianten:
- Angaben als Bruch (z. B. 28 x 1 5⁄8 x 1 3⁄8 = ungefährer Außendurchmesser x Reifenhöhe x Reifenbreite)
- Angaben in Dezimalzahlen (z. B. 28 x 1.40 = ungefährer Außendurchmesser x Reifenbreite in Zoll)
Angaben in Zoll sind relativ unpräzise.
So werden beispielsweise Mountainbike-Reifen mit einem Durchmesser von 559 mm, Triathlon-Modelle mit 571 mm und Hollandräder mit 590 mm alle als 26 Zoll bezeichnet.
28-Zoll-Reifen können sowohl 622 als auch 635 mm Durchmesser haben, während 27-Zoll-Reifen auf 630 mm kommen.
Um den Überblick über die Fahrradreifen-Größen zu behalten, ist es daher ratsam, sich an der ETRTO zu orientieren und für die Umrechnung der verschiedenen Fahrradreifenbezeichnungen eine Tabelle mit den unterschiedlichen Größenangaben zur Hand zu nehmen.
Französische Größenbezeichnung
Die französische Größenangabe (z. B. 700 x 35C) gibt den ungefähren Außendurchmesser (700 mm) und die Reifenbreite (35mm) an.
Der Buchstabe am Ende gibt einen Hinweis auf den Innendurchmesser des Reifen.
Das C steht in diesem Fall für 622 mm.
Die französische Bezeichnung gibt es nicht für alle Reifengrößen, so wird sie z. B. verwendet werden oder früher verwendet wurden.
Eine weitere gängige Größenbezeichnung für Fahrradreifen ist die französische Größenbezeichnung.
Ein Beispiel ist 700 x 38C, wobei die dreistellige Zahl (700) den ungefähren Außendurchmesser des Reifens und die zweistellige Zahl (38) die Reifenbreite angibt.
Der Buchstabe gibt die Höhe des Reifens an.
Es gibt die Höhen A (30 mm), B (33 mm) und C (39 mm).
Die französische Größenbezeichnung gibt es jedoch nicht für alle Reifengrößen und wird zum Beispiel nicht für Mountainbike-Größen verwendet.
Warum ist die tatsächliche Reifenbreite oft schmaler als angegeben?
Woran liegt es, dass die tatsächliche Breite eines Fahrradreifens oft etwas schmaler ist als angegeben?
Teils kann es sein, dass der Reifen bis zu 3 mm schmaler ist.
Als erste Information ist es wichtig, zu wissen, dass bei der Produktion von Fahrradreifen ganz andere Größen relevant sind.
Aus maschineller Sicht kommt es eher auf die Innenbreite - also auf das Volumen innerhalb des Fahrradreifens an.
Reifen vom gleichen Hersteller - also auch aus der gleichen Manufaktur - können im Inneren die gleiche Breite haben, sind aber in der äußeren Breite unterschiedlich; obwohl für beide Reifen in der Produktion bei der Vulkanisierung der Reifen das identische Gerät verwendet wurde.
Damit bei der Reifen-Produktion jegliche Verwirrung verhindert wird, geben manche Hersteller bei den Fahrradreifen die gleiche Größenangabe.
Wie breit der Reifen dann tatsächlich wird, kann vor der Reifen-Herstellung schwerlich jemand vorab sagen.
Bei Massenherstellungen von Teilen ist es generell üblich und gängig, dass besagte Teile nicht alle exakt der Größenangabe entsprechen.
Vielmehr geht es um einen bestimmten Toleranzbereich, der eingehalten werden muss.
Bei Metallteilen beträgt die Toleranz weniger als 0,1 mm oder 0,01 mm.
Im Bereich von Gummi sind bei Massenherstellungen deutlich größere Schwankungen absolut normal und vertretbar.
Der Toleranzbereich bezieht sich jedoch ausschließlich ins Negative; nicht ins Positive.
Dies bedeutet, dass ein Fahrradreifen mit der ISO-Angabe gemäß unserem Beispiel oben „37-622“ also maximal 37 mm breit sein.
Durchaus kann der Reifen aber mehrere mm schmaler sein - nur breiter eben nicht.
Bei einem zu breiten Reifen kann die Gefahr bestehen, dass er nicht mehr zum Bike passt vom Platz her und sonst schaben würde.
Anleitung: Größe von Fahrradreifen messen
Möchten Sie einen neuen Mantel oder Schlauch für Ihren Fahrradreifen kaufen, müssen Sie zuvor die Größe messen. Wir zeigen Ihnen, wie's geht.
In den meisten Fällen müssen Sie die Größe gar nicht selbst messen. Die benötigten Maße sind bereits außen am Mantel des Reifens notiert.
Eine gängige Größe für Fahrradreifen ist die 40-622.
Bei der 40 handelt es sich um die Reifenbreite, wenn der Reifen aufgepumpt ist.
Bei der 622 handelt es sich um den Durchmesser des Fahrradreifens.
Den Durchmesser des Reifens messen Sie, indem Sie einen Zollstock einmal quer über den Mantel legen.
Außerhalb von Europa wird ein Maß in Zoll verwendet, zum Beispiel 26 x 1.6.
Die 26 gibt den Durchmesser des Reifens an, die 1.6 die Breite des Reifens.
Die Dicke des Reifens können Sie hingegen anpassen.
War der Reifen zuvor 50 mm breit, können Sie statt 50-622 zu einem 40 mm breiten Reifen mit der Kennung 40-622 greifen.
Entscheiden Sie sich erst für einen Mantel und kaufen Sie dann den Schlauch.
Nicht jeder Schlauch ist mit jeder Mantelbreite kompatibel.
Schlussendlich möchten wir mit diesem Bericht gerne auch eine leicht verständliche Anleitung mitgeben, wie die Breite von Fahrradreifen richtig gemessen wird. So können Sie sicher sein, dass der Größenunterschied nicht nur daran liegt, dass falsch gemessen wurde.
Legen Sie den Messschieber als erstes so eng wie möglich direkt an den Fahrradreifen an.
(Dabei wird der Reifen etwas gequetscht, dies ist normal - hier brauchen Sie sich keine Gedanken machen.
Versuchen Sie nun, den Messschieber mm-weise zu öffnen: Öffnen Sie ihn nach und nach in mm-Schritten bzw. um mm-Bruchteile - solange bis der Messschieber ohne größeren Kraftaufwand auf den Fahrradreifen passt.
Falls die Größenangabe auf dem Reifen nicht lesbar oder keine Kennzeichnung vorhanden ist, kannst du die Breite des Reifens selbst messen.
Hierzu brauchst du ein Lineal oder Maßband.
Miss die Breite des Reifens an der breitesten Stelle von einer Seitenwand zur anderen.
Notiere dir das Ergebnis in Millimetern.
Miss dann den Innendurchmesser des Reifens. Er entspricht ungefähr dem Durchmesser der Felge.
Nun kannst du die richtige Reifengröße in der Fahrradreifen-Größentabelle ablesen.
Fahrradreifen-Größe bestimmen
Die Bestimmung der Fahrradreifen Größe ist relativ einfach.
Diese funktioniert ähnlich wie bei einem Autoreifen.
An der Seitenwand des Fahrradreifens ist die Größe des Reifens in der Form von 40-622 (hier: 40 mm Breite und 622 mm Durchmesser) oder 26 x 1.6 (hier: 26 Zoll der Durchmesser und 1.6 Zoll die Breite) angegeben.
Dabei beziehen sich die Zahlen jeweils auf die Reifenbreite bzw. den Reifendurchmesser.
Mit diesen Maßen könnt ihr nun einen passenden Reifen kaufen oder bestellen.
Wenn ihr nicht sicher seid oder der Reifen so alt ist, das der Aufdruck nicht mehr zu erkennen ist, dann solltet ihr den Reifen abziehen und einen Fahrradhändler aussuchen. Dieser kann euch sicher weiterhelfen.
Am einfachsten lässt sich die Größe eines Fahrradreifens anhand der Reifenkennzeichnung bestimmen.
Auf der Seitenwand des Reifens steht in der Regel eine Größenangabe in der Form "XX-YYY" oder "XX x YYY", wobei XX für die Breite des Reifens in Millimetern und YYY für den Durchmesser des Reifens in Millimetern steht.
Diese Angaben sind jedoch nicht immer einheitlich und können zu Verwirrung führen.
Wenn auf dem Rand Ihres Reifens z. B. Außendurchmesser: 28 Zoll bzw. Breite: ¾ Zoll bzw.
Sie kennen Ihre Fahrradreifen-Größe nicht?
Ist kein Reifen mehr auf Ihrem Rad vorhanden, auf dem Sie nachgucken können, besteht die Möglichkeit, den Durchmesser der Felge auszumessen.
Dieser entspricht in etwa dem Innendurchmesser des Reifens, den Sie benötigen.
Bei einem Innendurchmesser von 305 bis 349 mm handelt es sich z. B.
Hinsichtlich der Reifenbreite haben Sie etwas Spielraum und können so selbst entscheiden, ob Sie lieber schmale oder dicke Fahrradreifen aufziehen möchten.
Wie bereits erwähnt gibt es verschiedene Arten von Bezeichnungen für Fahrradreifen-Größen.
Es gibt viele verschiedene Fahrradreifen-Größen.
Die folgende Liste gibt einen Überblick über die verschiedenen Größenbezeichnungen, die sowohl auf den gängisten Reifengrößen zu finden sind.
| Felgengröße in Zoll | ETRTO-Größe | EN-Größe | FR-Größe |
|---|---|---|---|
| 20 | 40-406 | 20x1,5 | - |
| 20 | 50-406 | 20x2,0 | - |
| 24 | 40-507 | 24x1,5 | - |
| 24 | 50-507 | 24x2,0 | - |
| 26 | 44-559 | 26x1,75 | - |
| 26 | 50-559 | 26x1,95 | - |
| 28 | 54-622 | 29x2.1 | - |
| 28 | 20-622 | 28x3/4 | 700x20C |
| 28 | 28-622 | 28x1 5/8x1 1/8 | 700x28c |
| 28 | 32-622 | 28x1 1/4x1 3/4 | 700x32c |
| 28 | 37-622 | 28x1 5/8x1 3/8 | 700x37c |
| 28 | 40-622 | 28x1,5 | 700x40c |
| 28 | 42-622 | 28x1,6 | 700x42c |
| 28 | 47-622 | 28x1,75 | 700x47c |
Weitere wichtige Aspekte
Zudem entspricht die Reifenhöhe in etwa der Reifenbreite, da der Reifen fast kreisrund ist. Wählt man also bei gleichbleibender Felgengröße einen breiteren Fahrradreifen, vergrößert sich damit der Außendurchmesser des Reifens.
Die maximal verwendbare Reifenbreite wird durch mehrere Faktoren begrenzt: Die Fahrradgabel hat eine bestimmte Weite und gibt damit eine erste technische Limitierung der Reifenbreite vor.
Breitere Fahrradreifen sind zudem höher, daher kann auch der Abstand zur Gabelbrücke zu klein werden.
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