Der Ostseeküsten-Radweg ist wohl einer der abwechslungsreichsten Radwege, die man nehmen kann.
Ein besonders spannendes Stück liegt zwischen Wismar und Warnemünde - 85 Kilometer, machbar in zwei oder drei Tagen.
Der Radweg macht seinem Namen alle Ehre und bietet dem Radler eine ganze Palette unterschiedlicher Küstenformen.
Entlang der Küste führt der Radweg größtenteils durch ebenes Gebiet.
Abschnittweise gibt es jedoch einige Hügel mit kurzen, stärkeren Steigungen.
Vor allem, wenn der Fernradweg in das Landesinnere führt, muss man einige Steigungen überwinden.
Route und Verlauf
Der Ostseeküsten-Radweg verläuft überwiegend auf ruhigen Landstraßen, asphaltierten oder wassergebundenen Radwegen und gut zu befahrenen Wald- und Feldwegen.
Es gibt jedoch auch Streckenabschnitte mit ortstypischen Betonplattenwegen und vereinzelt auch Kopfsteinpflasterstraßen.
Der Ostseeküsten-Radweg ist in Mecklenburg-Vorpommern nahezu durchgängig ausgeschildert.
Startpunkt der Tour ist Lübeck-Travemünde.
Durch die verträumte Hügellandschaft des Klützer Winkels erreichen Radfahrer die UNESCO-Welterbe-Stadt Wismar.
Weiter geht es über Stove, Blowatz und Groß Strömkendorf, wo sich die Möglichkeit bietet, einen Abstecher auf die Insel Poel zu machen.
Ein Ausflug auf die Insel Poel? Kein Problem, denn diese Insel ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden.
Der beschilderte Radweg führt - neu ausgewiesen - um eine Halbinsel entlang der Wismarer Bucht.
Nach zwei weiteren Kilometern auf dem gut ausgebauten Radweg sind Sie in "Blowatz".
Nach "Rerik" verlassen Sie die flache Landschaft am Salzhaff.
Durch eine schöne Uferlandschaft - jetzt entlang der Ostsee - radeln Sie nach Kühlungsborn.
Dieser Eindruck setzt sich auch in den weiteren Orten wie Heiligendamm fort.
Durch einen romantischen Wald erreichen Sie über Nienhagen die Stadt Warnemünde.
Auf dem Steilufer geht es ins Seebad Warnemünde.
Sie überqueren den "Alten Strom", das war früher die Zufahrt nach Rostock.
Nach Norden öffnet sich der "Neue Strom" zur Ostsee.
Sehenswürdigkeiten entlang des Radwegs
Im Laufe der Zeit entstanden zahlreiche Prachtbauten, von der Backsteingotik über die Renaissance bis zur Moderne. Auch das macht das UNESCO Welterbe aus.
Angekommen am Markplatz mit dem Rathaus, der Wasserkunst und den vielen beeindruckenden Gebäuden rings um den Markplatz herum, sollte man auch ausreichend Zeit einplanen, um die restliche Hansestadt zu besichtigen.
Es warten der Marienkirchturm sowie die Nikolai- und die Georgenkirche mit ihrer Backsteingotik, ebenso wie die Schweinsbrücke und das Schabbelhaus auf dem Weg Richtung Hafen darauf, bestaunt zu werden.
Durch das Wassertor hindurch gelangt man zum Alten Hafen, wo sich die lange Seefahrergeschichte der Hansestadt am besten erleben lässt.
Während man ein frisches Fischbrötchen direkt vom Kutter genießen kann, lassen sich die hanseatische Kogge sowie zeitweise große Kreuzfahrtschiffe bestaunen.
Wismar:
- Backsteingotik
- Heiligen Geist
- Marienkirche
- St. Georgenkirche
Blowatz: Hier steht etwas abseits der Straße eine Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde im Laufe der Zeit noch umgebaut, der Kern ist aber nach wie vor der alte.
Über Blowatz erreichen Sie die sehr gut erhaltene Windmühle in Stove und fahren nach Boiensdorf - immer mit schönem Blick auf das Salzhaff und die davor liegenden riesigen Getreidefelder.
Stove: Die Windmühle Stove war seit ihrer Erbauung im Jahre 1889 nahezu ununterbrochen in Betrieb. Bis zum Jahre 1976 war der Müller Hans Mirr am Werk. Heute betreibt ein Verein die Mühle und präsentiert das Mahlen.
In Rerik wartet die Backsteingotikkirche aus dem 12.
Rerik:
- St. Laurentius Kirche
Kurz danach können Großsteingräber (Dolmen), die älter als 3000 Jahre sind, bestaunt werden.
Einen guten Kilometer hinter der Ortsgrenze weist ein Schild zu einem Steingrab.
Ein besonders großes Ganggrab liegt am Radweg. Die Kammer ist über 2,80 lang und 1,5 Meter breit.
Kühlungsborn: Am Ostseeufer kann man die typischen Strandkörbe mieten. Aber auch in Bereichen in denen sich die Wege nähern, ist alles geregelt.
Der Ort Heiligendamm ist das älteste deutsche Seebad.
Schnell wurde es von zahlreichen Adligen und Königsfamilien besucht und man konnte die Finanzierung der teuren Bauten durch die Einnahmen der Pacht der Spielbank sicherstellen.
Warnemünde: Die heutige Kirche wurde 1874 im neugotischen Stil erbaut und erhielt zahlreiche Ausstattungen der Vorgängerkirche. So steht dort auch ein geschnitzter gotischer Altar in Danziger Schule aus dem 15. Jahrhundert, die alte Kanzel und weitere Heiligenfiguren.
Weitere Informationen
Die Stadt Wismar selbst wurde erst Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet.
Nach dem 30-jährigen Krieg wurde Wismar schwedisch und zur großen Festung ausgebaut.
Das Fachwerkhaus "Gewölbe" aus dem 17. Jahrhundert überspannt den Fluss "Grube".
Die Marienkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Nach einem Bombenangriff im 2. Weltkrieg stürzte das Dach der Kirche ein. Die Kirche wurde als dreischiffige Backsteinkathedrale erbaut. Der Turm war ursprünglich über 120 Meter hoch. Auffallend ist das sehr hohe Mittelschiff. Mit 37 Metern ist es eines der höchsten in Deutschland.
Beim alten Hafen von Wismar liegt der Ziegenmarkt.
In der Wismarer Bucht liegt die kleine Insel "Walfisch".
In der Bucht liegt auch ein gestrandetes Betonschiff. Es wurde im letzten Kriegsjahr in Betonschalenbauweise erbaut. In den 60-er Jahren versuchte man das unfertige Schiff nach Wismar zu schleppen, dabei lief es auf eine Sandbank auf. Heute ist es eigentlich schon das Wahrzeichen von Redentin.
Das Salzhaff entstand durch die vorgelagerten Halbinseln Wustrow und der "Boiensdorfer Werder" als abgetrennter Wasserbereich von der Ostsee.
Dort passieren Sie ein historisches Hallenhaus aus dem 18. Jahrhundert. Dort zweigen Sie nach links auf die "Dorfstraße" ab und folgen ihr zunächst.
Schon 3500 v. Chr war die Gegend besiedelt. Eine Burg ist urkundlich seit dem Jahre 1230 erwähnt. Die frühgotische Backsteinkirche stammt auch aus dieser Zeit. Zwischen 1250 und 1270 wurde sie erbaut. Das Innere ist heute barock.
Heute ist "Rerik" ein moderner Erholungsort am Rande des Salzhaffs mit vielen Freizeitmöglichkeiten.
Die Stadt Kühlungsborn entstand 1938 durch Vereinigung der Dörfer Brunshaupten-Fulgen und Arendsee. Die bestanden schon seit dem 12. Der Badebetrieb entstand Mitte des 19. Im Jahre 1913 gab es schon 10 mal so viele Gäste, wie Einwohner.
Herzog Friedrich Franz I. Schnell wurde es von zahlreichen Adligen und Königsfamilien besucht und man konnte die Finanzierung der teuren Bauten durch die Einnahmen der Pacht der Spielbank sicherstellen.
Auf der Landseite liegt der "Conventer See" und gleich danach der Ort "Börgerende-Rethwisch".
Hinter Nienhagen wird die Steilküste flacher und der Strand ist einfacher zu erreichen. Hier gibt es natürlich ebenfalls Strandkörbe.
Warnemünde wurde von friesischen Fischern um das Jahr 1200 gegründet.
Früher, bis ins 19. Jahrhundert, bestand Warnemünde nur aus zwei Häuserreihen, eine Reihe "Vörreeg" und eine "Achterreeg".
"Markgrafenheide" gehört zu "Warnemünde". In Stoßzeiten ist es hier draußen, etwas abseits vom Trubel, stressfreier ein freies Zimmer für eine Nacht zu finden.
Nicht vergessen sollte man hier oben an der Ostsee die leckere Küche. Mit etwas Glück erwischt man sogar Lokale mit umfangreichem Weinangebot unter dem Motto: Fisch und Wein - Gemeinsam schmeckt es besser.
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