Liegerad E-Bike Tests: Ein umfassender Überblick

Liegeräder erfreuen sich wachsender Beliebtheit, insbesondere Liegedreiräder, die auch bei jüngeren Menschen immer besser ankommen. Verantwortlich dafür sind u.a. die sportlich ausgerichteten Modelle wie das HP Velotechnik Scorpion, ICE VTX und ICE Sprint X. Für uns ist es die Kombination aus sportlichem Fahrverhalten und sehr hohem Komfort.

Überblick über Liegerad Modelle

Hier ist ein Überblick über einige der getesteten Liegeradmodelle:

  • KMX Cobra X: Ein Liegerad für Einsteiger, das durch solide Ausstattung und robuste Bauweise überzeugt.
  • ICE FULL Fat: Das Liegerad fürs Grobe, ideal für Offroad-Abenteuer.
  • Scorpion fs26 Enduro von HP Velotechnik: Temporeich über Feld- und Waldwege mit 26 Zoll Laufrädern und Vollfederung.
  • ICE VTX: Das Rennrad unter den Liegerädern, besonders leicht und puristisch.
  • ICE Sprint X: Ein alltagstauglicher Sportwagen mit Federung und vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.
  • ICE Adventure: Ein Liegerad für lange Touren mit aufrechter Sitzposition und Innovationen im Bereich Fahrwerk, Federung und Ergonomie.
  • ICE Adventure HD: Ein Liegedreirad mit verstärktem Rahmen für größere und schwerere Fahrer.
  • KMX K-3: Ein Liegedreirad für Kinder ab 1,00 m Körpergröße.
  • KMX Kompact R: Für Kinder und Jugendliche mit einer Körpergröße von 1.35 m bis 1,75 m.

Vor- und Nachteile von Liegerädern

Vorteile

  • Aerodynamischer Vorteil: Durch die tiefe Position ist der Luftwiderstand sehr gering.
  • Bequeme Sitzposition: Schalen- oder Netzsitz machen Sitzprobleme auf einem Sattel vergessen.
  • Entlastung: Arme, Hände und Handgelenke müssen kein Körpergewicht tragen.
  • Sicherheit: Aufgrund des niedrigen Schwerpunkts ist es beinahe unmöglich, bei einem Unfall über den Lenker „abzusteigen“.
  • Anpassbarkeit: Sie lassen sich an unterschiedliche Körpergrößen anpassen.
  • Komfort: Für uns ist es die Kombination aus sportlichem Fahrverhalten und sehr hohem Komfort. Zudem wecken diese Spezialräder Kindheitserinnerungen.

Nachteile

  • Platzbedarf: Liegeräder benötigen mehr Platz als herkömmliche Fahrräder.
  • Gewicht: Das höhere Gewicht zeigt sich an Anstiegen deutlich.
  • Hindernisse: Die kleinen Raddurchmesser können es unmöglich machen, Bordsteine ab einer gewissen Höhe zu überfahren.
  • Sicht: Durch die niedrige Sitzposition ist der Überblick über den Verkehr eingeschränkter.
  • Preis: Liegeräder werden nicht in großer Zahl produziert, daher sind sie recht teuer.

Liegeradtypen

Kurzlieger

Kurzlieger sind beliebt, weil sie ähnlich kompakt sind wie herkömmliche Fahrräder. Das Tretlager liegt vor dem Vorderrad. Der Oberkörper ist mäßig zurückgelehnt und erlaubt eine komfortable Kopfhaltung.

Sesselräder

Sesselräder sind eine Variante der Kurzlieger. Ihr Sitz liegt hoch, die Rückenlehne steht aufrecht und ein Obenlenker erhöht den Komfort zusätzlich.

Langlieger

Langlieger sind Liegeräder, bei denen sich das Tretlager zwischen den Laufrädern befindet. Durch den langen Radstand vermitteln sie eine enorme Laufruhe, sind aber alles andere als wendig.

Tieflieger

Tieflieger werden vor allem für den sportlichen Einsatz oder lange Strecken genutzt. Da sich der Sitz nur knapp über dem Boden befindet, ist das Gefährt extrem flach und windschnittig. Das Tretlager befindet sich wie beim Kurzlieger vor dem Vorderrad.

Liegedreirad oder Trike

Liegedreiräder gibt es entweder mit zwei Rädern vorn oder hinten. Sie geben viel Sicherheit, der Ein- und Umstieg fällt auf ihnen leicht. Die Seitenwindanfälligkeit ist geringer, aber sie sind deutlich sperriger als zweirädrige Liegeräder. Sind die Laufräder vorne, handelt es sich um sportliche Modelle, die in Kurven nicht so leicht kippen.

Velomobile

Velomobile sind verkleidete Liegeräder. Ihre ausgezeichnete Aerodynamik und der Wetterschutz machen sie eigentlich zum idealen Pendlerfahrzeug für längere Strecken.

Worauf man beim Kauf eines Liegerads achten sollte

  1. Lass dich nicht vorschnell verführen!
  2. Probefahrt ist ein Muss
  3. Informiere dich über die verschiedenen Anbieter
  4. Bedenke den Einsatzzweck
  5. Überlege, wo du fahren wirst
  6. Preis-Leistungs-Verhältnis

Reifenverschleiß bei Liegerädern

Viele Liegeräder und Trikes neigen zu einem hohen Reifenverschleiß. Die Gründe sind verschieden und häufig durch eine bessere Reifenwahl oder einfach die Einstellung des Bikes zu beheben. Typische Asphalt-Fahrer sind mit Marathon Plus, Durano Plus oder ähnlichen Reifen bestens ausgestattet. Wer Wald- und Feldwege fährt, kann mit dem Marathon Plus noch gut bedient sein, sollte aber den Blick auf Reifen mit mehr Profil nicht vergessen.

Sportliche Fahrweise sorgt beim Trike vorne für einen erhöhten Verschleiß. Die Reifen nutzen sich vor allem durch Untersteuern in Kurven ab. Zu viel Luftdruck fördert Untersteuern ebenfalls. Prinzipiell ist Untersteuern normal und zur sportlichen Fahrweise gehört es dazu.

Easy Sport Liegedreirad Testsieger

Das sportliche Dreirad Easy Sport stach bei der Tender Test Kommission besonders heraus da es viele individuelle Einstellungen bietet, die sicherstellen, dass dieses Liegefahrrad für den einzelnen Benutzer angepasst werden kann. Des Weiteren, besitzt das Easy Sport eine gute Sitzhöhe, welchesfür eine gute Mobilität für Personen mit eingeschränkter Mobilität bietet da auch der Sitz sowie die Rückenlehne separat eingestellt werden können und an Ihre Bedürfnisse angepasst werden können. Die Sitzposition gibt ein Sichereres und stabiles Gefühl, da sie nah an den Hinterrädern liegt. Die vorhandene Feststellbremse sorgt dafür, dass das Liegefahrrad stabil stehen bleibt und der Fahrer z. B. bei Gleichgewichtsproblemen leicht auf- und absteigen kann.

Das Easy Sport verfügt optional zudem über eine individuelle Tretunterstützung, welche eine sehr gute Unterstützung bieten und vielseitige Einsatzmöglichkeiten vorweist. Auffallend war, das sich der Motor schnell einschaltetbeim Treten und das Van Raam System eine gute Unterstützung bietet. Die Tretunterstützung ist über das Display am Lenker des Easy Sport zu bedienen.

Zusätzliche Informationen

Gewicht von Liegerädern

Viele Modelle wiegen zwischen 13 bis 16 kg. Wenn es eine reine Rennmaschine sein soll, kommt man auch an die 10 kg heran. Mit einem Gewicht ab 13 kg solltest du rechnen. Wenn du beispielsweise einen Elektromotor möchtest, darfst du weitere 6 bis 11 kg Zusatzgewicht rechnen.

Geschwindigkeit von Liegerädern

Ja, denn auf dem Liegerad ist der Gegenwind deutlich reduzierter. Bevor dieser Vorteil eintritt solltest du aber etwas Geduld haben. Die Fahrt auf dem Liegerad beansprucht andere Muskeln als auf dem Fahrrad. Diese müssen sich erst an die neue Belastung gewöhnen.

Bergauffahren mit Liegerädern

Selbstverständlich. Viele Liegeradler und auch ich, sind sogar der Meinung, dass du steilere Berge schaffst als mit dem normalen Rad. Du sitzt ja in einem richtigen Sitz und hast die Rückenlehne als Widerstand.

Sichtbarkeit von Liegerädern im Straßenverkehr

Wer im Straßenverkehr vorausschauend unterwegs ist, wird auf dem Liegerad ebenso gut gesehen wie auf einem normalen Fahrrad. Durch die besondere Erscheinung nehmen die meisten Autofahrer sogar noch viel mehr Rücksicht auf Liegeräder.

ADFC - Ihr Partner für Radfahrer

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 240.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubtem Parken schützen.

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