Zell am Ziller ist ein wahres Paradies für Mountainbiker. Die Region bietet mit ihren vielfältigen MTB-Touren, atemberaubenden Landschaften und spannenden Bikeparks alles, was das Herz eines jeden Radfahrers höherschlagen lässt. Die Besonderheit von Zell am Ziller liegt in seiner atemberaubenden Naturkulisse. Umgeben von hohen Gipfeln und grünen Tälern bietet die Region eine beeindruckende Landschaft, die perfekt für Mountainbike-Enthusiasten geeignet ist. Die zahlreichen Berge und Hügel bieten sowohl Anfängern als auch erfahrenen Fahrern vielfältige Herausforderungen und Routen.
Die besten Jahreszeiten zum Mountainbiken in Zell am Ziller sind der Frühling, Sommer und Herbst. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehm mild und ermöglichen somit optimale Bedingungen für ausgedehnte Touren durch das Gelände. Es gibt viele Orte in Zell am Ziller, an denen man radfahren kann. Eine beliebte Option sind die zahlreichen Mountainbikestrecken rund um den Ort selbst. Hier finden sich verschiedene Schwierigkeitsgrade, so dass sowohl Anfänger als auch erfahrene Fahrer auf ihre Kosten kommen.
Mountainbike-Touren rund um Zell am Ziller
Schnappt euch eure Bikes und startet direkt vom Fräulein Nannerl aus ins große Abenteuer der Zillertal Arena, ohne auch nur einen Meter mit dem Auto zu fahren. Entdeckt das weit verzweigte Netz der Bikeregion Zell-Gerlos, wo 325 km an speziell angelegten Wegen euch durch die Herzstücke der Bergwelt führen. Jeder Kilometer ist gespickt mit Panoramaausblicken und beeindruckendem Naturschauspiel, die das Herz zum Singen bringen.
Eine unvergessliche Biketour erlebt man auf dem Rundweg von Gerlos nach Zell am Ziller - der absolute Radel-Geheimtipp von Fräulein Nannerl Gastgeberin Stefanie. Diese Route bietet spektakuläre Ausblicke und führt euch vorbei an kristallklaren, wunderschönen Bergseen.
Die Zillertaler Höhenstraße
Unmittelbar vom Parkplatz neben dem Freizeitpark im Ortszentrum von Zell fahren wir auf den geteerten Radweg, der uns flußaufwärts parallel zum Ziller nach Süden führt. Nach etwa dreihundert Metern führt rechts eine Fußgängerbrücke über den Ziller hinweg ans gegenüberliegende Ufer. Dort biegen wir rechts ab, folgen dem schmalen Radweg etwa sechzig Meter nach Norden um anschließend links in die Zufahrt zur Zillertaler Höhenstraße, eine beliebte Mautstraße in den Tuxer Alpen, einzubiegen.
Mit durchschnittlich zwölf Prozent Steigung verläuft die asphaltierte Bergstraße nun von der Gemeinde Zellbergeben über die Fraktion Zellberg bergauf. Vorbei an zahlreichen, am Hang gelegenen Häusern erreichen wir nach etwa zweieinhalb Kilometern das Gasthaus Schulhaus (852m). Nur etwa dreihundert Meter später gabelt sich der Weg. Ein Schild "Auffahrt zur Zillertaler Höhenstraße" weist uns den Weg und so halten wir uns links. Weiter geht es kontinuierlich bergan, begleitet von einer immer besser werdenden Aussicht über den sich bis hinein in den Zillertaler Talschluss schlängelnden Ziller.
Nach etwa zwei Kilometern biegen wir in Burbach gemäß Beschilderung "Zillertaler Höhenstraße" links ab. Weitere vier Kilometer schlängelt sich die geteerte Mautstraße nun durch das teilweise bewaldete Gebiet bis in den Weiler Furteben und weiter bis zu einer scharfen Linkskehre. An dieser Stelle verbindet sich eine alternative Auffahrtsroute von Aschau, Ried und Kaltenbach kommend, mit dem Hauptweg der Höhenstraße.
Schön angeschrieben, folgen wir auch hier der Beschilderung weiter entlang der Zillertaler Höhenstraße in Richtrung Grünalm (1800m) und Hirschbichlalm (1822m). Tritt um Tritt geht es weiter durch den Wald unserem Ziel entgegen. Nach circa eineinhalb Kilometern halten wir uns in einer Linkskurve erneut auf dem Hauptfahrweg und lassen die Abzweigung zur Söggenaste (1783m) unbeachtet. Noch etwa einen Kilometer bei rund fünfzehn Prozent Anstieg an der Abzweigung zur Grünalm (1800m) rechter Hand vorbei und wir haben unser Etappenziel erreicht - den Alpengasthof Hirschbichlalm (1840m), gefolgt vom Almgasthaus Zellberg Stüberl (1840m) liegen vor uns.
Weil das Zellberg Stüberl das Heimathaus der "Zellberg Buam" - einer bekannten, volkstümlichen Musikgruppe - ist, werden die Besucher auf der aussichtsreich gelegenen Terrasse des Almgasthauses an der Zillertaler Höhenstraße regelmäßig mit Live-Musik unterhalten. Und auch auf der benachbarten Hirschbichlalm treten wöchentlich Musikgruppen aus dem Zillertal auf. Kein Ort also, an dem man nach der beschwerlichen Auffahrt garantierte Bergruhe genießen kann. Ein Ort jedoch, an dem das Panorama sowie die angebotenen Speisen und Getränke für die Strapazen entlohnt.
Wer konditionell noch Reserven vorzuweisen hat, sollte die Einkehr in eine der beiden Gasthöfe vorerst aufschieben und der Höhenstraße weiterhin folgen. Vorbei an der Krössbrunnalm (1850m) und der Pigneidalm Niederleger (1853m) führt die Zillertaler Höhenstraße etwa zweieinhalb Kilometer teilweise leicht bergab und später wieder bergauf um die Senke des Talbachs herum. Wir gelangen an eine Abzweigung. Von dort folgen wir dem Kiesweg hinauf in das unbewaldete Gebiet rund um den Kraxentrager (2423m). Nicht ganz drei Kilometer und knapp zweihundert Höhenmeter später erreichen wir den landwirtschaftlich genutzten Pigneidalm Hochleger (2160m). Bald danach verläuft der Weg dann schließlich im Nirgendwo.
Rundtour Isskogel
Vom Achensee kommend über die Kanzelkehre hinunter ins Inntal, überqueren wir Autobahn und Inn. Wir fahren weiter geradeaus tief hinein ins Zillertal. Der Zillertal-Straße folgend umfahren wir schließlich Zell am Ziller und biegen alsbald in die Gerlosstraße ein. Nach wenigen hundert Metern biegen wir links ab und folgen der Straße hinauf in Richtung Büchl und Rohrberg.
Die als Panoramatour deklarierte Genussroute entlang des Isskogels starten wir am Alpengasthof Enzian und folgen zu Beginn der geteerten Straße etwa einen Kilometer weit mit stellenweise leichtem Gefälle in östlicher Richtung. Bei Gerlosberg biegen wir schließlich an einer Verzweigung links ab und nehmen dabei die ersten Höhenmeter an Steigung in kauf. Bereits zu diesem Zeitpunk lässt sich erahnen, dass die Tour zu einem wahrlich aussichtsreichen "Biker-Schmankerl" werden dürfte.
Etwa eineinhalb Kilometer weiter verzweigt die Straße ein weiteres mal, wir folgen der Linkskurve bergan und befinden uns alsbald auf einer Kiesstraße, die uns die nächsten Kilometer durch den Bergwald führt. An der nächsten Abzweigung etwa fünfhundert Meter weiter halten wir uns rechts. Mit durchschnittlich zwölf Prozent Steigung geht es durch den Wald, vereinzelte Blicke auf benachbarte Täler und Gipfel wie die Ahornspitze (2973m) versüßen dabei die Auffahrt. Nachdem sich der Weg ein weiteres Mal nach links wendet flacht die Steigung ein wenig ab, wir halten uns im weiteren Verlauf rechts und folgen dem Weg anschließend durch eine Rechtskurve.
Von der Kreuzwiesenalm verläuft der Weg nun meist oberhalb der Waldgrenze an der Südflanke des Isskogel (2263m) entlang. Mit abwechselnd positiver und negativer Steigung geht es kurzweilig voran - stets mit einem Auge auf der Strecke während das andere beeindruckt von der Kulisse der Berge abschweift und in die Ferne blickt. Auf etwa zehn Kilometern Distanz überqueren wir Bachläufe, passieren kleine Almansiedlungen und erfreuen uns an der Idylle der alpinen Landschaft. Aufgrund des abwechslungsreichen Steigungsverlaufs sollte man sich jedoch nicht zu sehr vom traumhaften Panorama ablenken lassen und bei kurzen Anstiegen lieber bedacht in die Pedale treten - kurz vor Ende der weitläufigen Passage zur Latschenalm erwartet einen noch ein letztes steiles Stück, ehe man den höchstgelegenen Punkt der Tour erreicht.
Die Latschenalm (1950m) liegt nahe der Bergstation der Isskogelbahn inmitten des Skigebiets Zillertal-Arena und ist daher auch in den Sommermonaten bequem für Touristen aller Art erreichbar. Wie könnte es bei dieser Tour anders sein, erwartet einen auf der Latschenalm ebenso ein atemberaubendes Panorama bis hin zu den schneebedeckten Gletschern auf der gegenüberliegenden Seite des Tals.
Wie bereits erwähnt folgen wir dem von der Hinfahrt bereits wohlbekannten Weg abwechselnd bergauf bergab zurück in Richtung Kreuzwiesenalm und biegen nahe dieser schließlich der Beschilderung folgend rechter Hand in Richtung Kreithütte und Rosenalm ein. Etwa einen Kilometer führt uns der Weg nochmals bergauf durch ein Waldstück, ehe die Steigung abfällt und sich gute acht Kilometer Genussabfahrt hinunter ins Tal vor uns erstrecken. Vorbei an den Liftanlagen des Skigebiets bieten sich hier entlang der Abfahrtsstrecke trotz des fehlenden Schnees und zweier Räder unterm Sattel statt Ski oder Snowboard einige Einkehrmöglichkeiten zum wohlverdienten Erholungeinkehrschwung an.
Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual und so bieten sich Simon's Skistadl (1724m), die Kreithütte-Rosenalm (1700m) und einige hundert Meter weiter talwärts schlussendlich die Wiesn Alm (1339m) als Etappenziele an.
MTB-Tour zum Kreuzjoch
Miche, Jonas und ich kommen aus dem Staunen nicht heraus, wie wir auf dem 10er Weg Richtung Kreuzjoch radeln. Es geht erst in gemächlicher Steigung an der Gründlalm und der Legeralm vorbei, bevor der Weg zur Kreuzjochalm anzieht. Was heißt "anzieht", wir bewegen uns ständig am Rand einer Schipiste. Dass wir dabei hin und wieder aus dem Sattel raus müßen ist kein Problem, so haben wir mehr von der traumhaften Fernsicht, die wir heute bewundern können. Kurz vor dem Übergangsjoch kommt noch ein Schnapperer.
Am Übergangsjoch (2507 m) sperren wir unsere Bikes zusammen und machen uns zu Fuß auf den Weg Richtung Kreuzjoch (2558 m). Leider ist der Gipfel des Kreuzjochs mit Wanderern überfüllt. Wir beschließen auf der Hälfte der Strecke Pause zu machen und dann wieder zu den Bikes zurück zu gehen. Nach Abwägen von Stimmung bei den Jungs, Kondition, Wetter, Strecke und Zeit entscheiden wir zusammen, die Runde, Richtung Wilde Krimml Alm fortzusetzen. Alternative wäre am Übergansjoch gewesen, auf dem Aufstiegsweg wieder abzufahren und eventuell über die Karspitze zu biken. Über gröbstes Geröll rollen wir vom Übergangsjoch runter zur Wilde Krimml Alm. Nach ein paar hundert Metern wird der downhill auch wieder leichter. Und nach weiteren paar hundert Meter ist der downhill auch schon wieder vorbei. Es geht fahrbar hinauf zur Innerertenskaralm und zur Innerertensalm.
Respekt an Miche und Jonas. Weiter geht es auf dem Panoramaweg. Fast zehn Kilometer lang radeln wir oberhalb der Baumgrenze durch wunderbares Almgelände mit spektakulären Ausblicken auf die Zillertaler Berge und ihre Gletscher. Schade nur, dass ich es am Übergangsjoch, point of no return, verpasst habe, in die Karte zu schaun. Hätte ich das gemacht, hätte ich vielleicht erkannt, dass sehr lange Zeit keine bewirtschaftete Alm auf dem Weg liegt. So hält sich die Begeisterung der Jungs für das wunderbare Almgelände usw. "Wann kimt denn endlich a Alm wo s wos zum essn gibt? höre ich nicht nur einmal. Nach dem letzten Anstieg, von der Außerertensalm hoch zur Kreuzwiesenalm, haben wir es geschafft. Käsespätzle und Spaghetti retten uns an der Kreuzwiesenhütte vor dem nahen Hungertod. Das war knapp...
Bikeparks und MTB-Trails in Zell am Ziller
Für diejenigen, die gerne anspruchsvollere Trails befahren möchten, gibt es in Zell am Ziller auch eine Auswahl an MTB-Trails. Diese bieten steilere Abhänge und technisch anspruchsvolle Passagen für ein adrenalingeladenes Fahrerlebnis. Ein weiteres Highlight für Mountainbiker sind die Bikeparks in Zell am Ziller. Hier können sich Freunde des Extremsports austoben und verschiedene Sprünge, Drops und Hindernisse überwinden. Die Bikeparks bieten somit eine ideale Möglichkeit, um seine Fähigkeiten zu verbessern und neue Tricks auszuprobieren.
Wiesenalm Trail
Der Wiesenalm Trail bei Zell am Ziller sticht ein wenig aus der Masse gebauter Trails heraus. Pumptrack mal anders: Im oberen Teil sind die Doubles sehr weit angelegt. Selbst Pros werden ihre Mühe haben, sie komplett zu überspringen. Dabei lohnt sich selbst für die besten unter uns das Wegdrücken. Dann nämlich verwandelt sich der Wiesenalm Trail in einen Pumptrack mit Gefälle. Wer richtig pumpt, dabei die Nerven behält und die Bremse offen lässt, fliegt bald schon mit Lichtgeschwindigkeit durch den Wald. Und vielleicht klappt dann ja auch der ein oder andere Double?
Im Mittelteil ändert sich ein wenig der Charakter. Hier wird ein steiles Geländestück mit sehr regelmäßig aufeinander folgenden, stark überhöhten Kehren überwunden. Ein bisschen wie Wedeln im Skilehrer-Style, nur halt auf dem Bike.
Bergauf zum Start geht’s dabei ganz bequem mit der Isskogelbahn. Der Start ist für alle gleich - die verschiedenen Varianten bieten dann aber Trailvergnügen für alle Könnerstufen, das alle Biker glücklich macht.
Isskogel Singletrails
Die süße Qual der Varianten-Wahl fällt insofern leicht, als der Trail-Name der Varianten jeweils Programm ist. Der Iss-Flow gilt als Hauptlinie, auf der sich Einsteiger und Könner warmfahren. Am Weg ins Tal eröffnen sich vom Iss-Flow dann vielen Abzweigungen, die immer wieder neue MTB-Möglichkeiten, schier endlose Kurven und Traversen bieten. Bereits nach der ersten Kurve bietet sich die Möglichkeit, eine schwierigere Variante zu wählen. Doubles? Eine fahrtechnisch relativ einfache Freeride Line, die sich auch für Einsteiger gut eignet. Nur im letzten Drittel sind die Trails etwas rauer, und der Schwierigkeitsgrad steigt etwas an.
Zusätzliche Tipps
- Im Bikepark Gerlos treffen sich die Mutigen und die Wagemutigen.
- Schwingt euch auf ein E-Bike und lasst die Berge von Gerlos zu euren Verbündeten werden! Die elektrische Unterstützung hilft euch, auch die steilsten Anstiege mühelos zu bewältigen und die Schönheit der Alpen aus neuen Perspektiven zu genießen. Perfekt für alle, die das Panorama ohne Schweiß genießen möchten.
- In Gerlos ist der Radverleih so unkompliziert wie das Eintauchen in die Bergwelt selbst. Egal, ob ihr euch für ein E-Bike oder ein Mountainbike entscheidet, bei zahlreichen Sportshops im Ort findet ihr die perfekte Ausstattung für eure Touren.
In Bezug auf touristisch relevante Sehenswürdigkeiten gibt es in Zell am Ziller viel zu entdecken. Eine beliebte Attraktion ist beispielsweise das Schloss Freundsberg, das hoch oben auf einem Hügel thront und einen spektakulären Blick über die Stadt bietet. Darüber hinaus können sich Radfahrer an den charmanten Dorfkirchen erfreuen oder durch die engen Gassen des historischen Stadtkerns schlendern.
Hinweis: Diese Tour wurde vom Autor selbst gefahren und nach bestem Wissen und Gewissen aufbereitet, eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben wird dennoch nicht gegeben. Das Befahren erfolgt stets auf eigene Gefahr. Wir stehen für ein respektvolles Miteinander von Mountainbikern und Wanderern. Wir bedanken uns recht Herzlich!
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