Endurowandern und Zelten gehören für viele zusammen. Auch viele Kunden reisen mit Zelt an und berichten nach der Tour von ihren Erfahrungen. Diese Tipps werden in diesem Artikel weitergegeben.
Die richtige Ausrüstung
Wer "Moto-Camping" einmal selbst erleben möchte, ist auf der Suche nach einem ganz besonderen Zelt, das ganz eigenen Ansprüchen gerecht werden muss. Denn allein schon die Tatsache, dass ein Motorrad-Zelt auf ebendiesem mittransportiert werden muss, schränkt die Auswahl an tauglichen Zelten stark ein.
Das Zelt
Lasst euch bloß nicht zum Kauf eines billigen Zeltes vom Discounter verleiten. Man erkennt billige Zelte nicht nur am Preis, sondern oft auch an einem Gestänge aus Glasfiber. Das taugt absolut nichts, Gestänge sind heute aus Aluminium. Gute Markenzelte gibt es schon für weniger als 200 €. Besonders empfehlenswert sind Kuppelzelte. Sie sind sehr stabil und auch ganz allein einfach aufzubauen. Das Innenzelt wird mit Clips am Gestänge befestigt und eine Firststange bringt das Zelt auf Spannung.
Ein Gedanke noch zur Farbe des Zeltes. Wenn ihr auch wildcampen wollt, solltet ihr vielleicht nicht gerade eine Leuchtfarbe aussuchen, die sogar auf Google Earth zu erkennen ist.
Das Zelt sollte schnell auf- und abzubauen und in sich windstabil sein, denn es kann durchaus windig werden auf der Insel. Der Untergrund könnte mal steinig sein und im Frühjahr oder Herbst kann es kühl werden.
Worauf du beim Kauf achten solltest:
- Packmaß: Das A und O eines Moto-Camping-Zelts ist die Größe, die es zusammengefaltet in Seitenkoffer, Hecktasche einnimmt.
- Größe: Ebenso wichtig wie die Frage, wie viel Platz das Zelt auf dem Motorrad wegnimmt ist die Frage, wie groß das Zelt an sich sein muss. Das kommt nicht nur auf die Personenzahl an, sondern wie viel Ausstattung und Zubehör, etwa Helm, Schutzkleidung oder auch ein Motorrad-Navi, trocken und blickgeschützt im Zelt aufbewahrt werden sollen.
- Gewicht: Leichtbau siegt! Schließlich soll das Motorrad nicht überladen werden. Aber hier gilt, abzuwägen: Je leichter das Zelt, desto schlechter oft auch die Wärmeisolierung und Wasserdichte.
- Wassersäule: Wasserdicht sollte das Zelt bei Kompaktheit und Leichtigkeit allerdings dennoch sein, daher ist auf die Wassersäule zu achten. Je höher der angegebene Wert (in mm), desto mehr Regen hält der Camping-Unterschlupf aus.
Empfehlenswerte Zelte:
Ein kompaktes Zelt ist das Goalpine Eskapade II:
- Zeltart: Kuppelzelt
- Personenzahl: 2
- Packmaß (L/B/H): k. A.
Schlafsack und Isomatte
Nimm keinen reinen Sommerschlafsack, sondern im Zweifel lieber einen Schlafsack mit einem Komfortbereich ab 5 Grad Celsius aufwärts. Das kann ein Daunen-Schlafsack sein, oder ein Kunstfaser-Schlafsack. Daune kannst du kleiner packen, aber sie mag keine Feuchtigkeit. Kunstfaser ist da unempfindlicher, aber sie packt größer.
Man brauch ein vernünftiges Zelt einen guten Schlafsack und einer super Isomatte, dann ist das kein Problem auch für den Rücken.
Früher hatte ich Kochgeschirr dabei, heute würde ich das nicht mehr tun. Den Platz kannst du sparen. Und das Gewicht auch. Du findest überall Cafés und Supermärkte, wo du alles bekommst, was du für ein Frühstück brauchst und am Abend kannst du gut und nicht teuer im Pub essen. Aber die Wahl liegt ja bei dir.
Weiteres Zubehör
Wie auch bei den Zelten gilt auch für Zubehör: Kompakt muss es sein! Dennoch soll beim Moto-Camping auch der Komfort nicht zu kurz kommen.
Stühle
Wenn man mit dem Motorrad kampieren möchte, ist nicht viel Platz für Gepäck übrig. Große Stühle kann man wirklich auf dem Motorrad nicht mitnehmen, du kannst wohl auf einem Plaid auf dem Boden sitzen, aber wenn du einige Wochen unterwegs bist, kann das auf die Dauer unangenehm werden. Es gibt kleine und kompakte Stühle mit Rückenlehne, auf denen man prima sitzen kann!
Kochen
Zum Kochen gibt es kleine Gaskocher. Vorteil von diesem System: Du kannst den kleinen Gastank loskoppeln, und wieder neu montieren. Das vereinfacht das Einpacken. In Süd-Westeuropa sind diese kleinen Gastanks überall erhältlich.
Gepäck
Während der Fahrt verpacken wir die losen Teile (Schlafsäcke, Plaid usw.) in Gepäckrollen, die wind- und wasserfest sind. Ideal! Diese binden wir mit einem Spannband ans Motorrad.
Sprechfunkgerät
Früher haben wir miteinander kommuniziert mit einem Sprechfunkgeräts. Heutzutage haben wir einen Helm mit integriertem Bluetooth-Kommunikationsset von Sena. Ein großer Vorteil von Sena ist, dass es sich sehr leicht mit anderen kombinieren lässt, die ebenfalls Sena haben.
Packliste - Don't forget Checklist Gepäck:
- Ducktape und Tyre-Wraps, sind immer nützlich!!!
- Reserve Spannband
- Ein Liter Öl für das Motorrad
- Reserve Lampen-Set
- Verbandskasten (in einigen Ländern Pflicht)
- Vignette (Nur in der Schweiz oder in Österreich auf der Autobahn notwendig)
Die Wahl des Campingplatzes
Dass man sein Zelt nicht in einer Senke aufstellt, in der sich bei Regen das Wasser sammelt, ist sicher jedem klar. Aber wie sieht es mit Schatten aus? Soll mein Zelt bei Sonnenaufgang im Schatten stehen, damit ich länger schlafen kann, oder soll es morgens in der prallen Sonne stehen, damit es schneller abtrocknet? Ich stelle mein Zelt so auf, dass es morgens gleich von der Sonne beschienen wird. Während ich mich dann um den Kaffee und den Waschraum kümmere, können mein Zelt und der Schlafsack schon in der Sonne trocknen. Und woher weiß ich, wo morgens Schatten sein wird?
Die Sonne geht im Osten auf und wandert im Uhrzeigersinn über den Himmel. Also muss man das Zelt so aufbauen, dass es nach Osten freie Sicht auf den Himmel hat. Und woher weiß ich, wo Osten ist? Die Wetterseite ist Westen und die kann man gut daran erkennen, dass Bäume und auch Holzhütten an der Westseite das meiste Moos, bzw. die stärkste Verwitterung aufweisen.
Wildcampen
Wild campen ist in Irland im Allgemeinen verboten - wie in Deutschland auch. Du kannst aber immer einen Bauern fragen, ob du auf seinem Land zelten darfst. Tatsächlich siehst du immer wieder wilde Zelte irgendwo herumstehen, meist am Rande der Strandparkplätze. Das wird meistens geduldet, wenn du nur eine Nacht bleibst und deinen Müll unbedingt wieder mitnimmst!
Weitere Tipps
- Flexibilität: Niemand zeltet gerne im Regen und wenn es möglich ist, dann nehme ich auch lieber eine Hütte oder ein trockenes Zimmer für die Nacht. Solange es aber nur vereinzelte Schauer sind, ist es kein Problem zu zelten. Man braucht nur eine Regenpause abzuwarten und baut dann in Windeseile das Zelt auf, wirft das Gepäck hinein und richtet sich danach in aller Ruhe und vor allem im Trockenen gemütlich ein.
- Sicherheit: Mein wichtigster Grundsatz auf Reisen lautet, warm, trocken und gesund zu bleiben, denn wenn es mir selbst körperlich gut geht, kann ich alles andere prima regeln.
- Komfort: Es ist auch gut, wenn du ab und zu mal ein B&B zur Übernachtung nutzt - zum Duschen, zum Sachen trocknen und vielleicht sogar zum Wäsche waschen.
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