Zündapp Fahrrad Geschichte: Eine Ikone des Fahrradbaus

Zündapp, eine Marke mit einem reichen Erbe und einer beeindruckenden Geschichte, hat sich als eine der Ikonen in der Welt des Fahrradbaus etabliert. Gegründet 1917 in Nürnberg, Deutschland, begann Zündapp zunächst als Hersteller von Motorrädern und hat sich im Laufe der Jahrzehnte einen festen Platz in der Fahrradindustrie gesichert.

Nach der Gründung im Jahr 1917 in Nürnberg wurde 1958 der Firmensitz von Zündapp nach München verlegt. Dort rollten bis in die 1970er Jahre unzählige Zweiräder vom Band, die bis heute Kultstatus genießen und zahlreiche Zündappianer, Fans und Liebhaber*innen bei Oldtimer-Treffen zusammenbringen. So fand 2017 zum Anlass “100 Jahre Zündapp” eine große internationale Zusammenkunft statt.

Ein Meilenstein in der Geschichte von Zündapp war die Einführung bahnbrechender Technologien, die das Fahrerlebnis revolutionierten. Diese Hingabe zur Innovation zeigt sich in der Entwicklung robuster Rahmen und zuverlässiger Antriebssysteme, die Zündapp-Räder zu einem Symbol für Qualität und Handwerkskunst gemacht haben.

Zündapp hat nicht nur zur technischen Weiterentwicklung von Fahrrädern beigetragen, sondern auch die Fahrradkultur maßgeblich beeinflusst. Mit einem Auge für Details und einem unerschütterlichen Engagement für Exzellenz hat die Marke eine Kollektion von Fahrrädern geschaffen, die sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für anspruchsvolle Touren geeignet sind.

Die Vielfalt der Zündapp Fahrrad Produktpalette

Das Unternehmen Zündapp hat einige Produkte rund um das Fahrrad im Sortiment.

  • Zündapps E-Bikes sind ideal für die, die die Freiheit des Radfahrens mit der Unterstützung eines Elektromotors kombinieren möchten. Diese Bikes sind mit leistungsstarken Motoren und langlebigen Batterien ausgestattet, die längere Strecken und anspruchsvolle Anstiege zum Kinderspiel machen.
  • Für Offroad-Abenteuer sind die Zündapp Mountainbikes die perfekte Wahl. Diese Fahrräder sind mit stabilen Rahmen, breiten Reifen und hochwertigen Federungssystemen ausgestattet, die auch die rauesten Trails sicher bewältigen.
  • Zündapp Stadträder bieten eine stilvolle und praktische Lösung für den urbanen Pendler. Mit ergonomischen Designs und leichten Rahmen sind sie ideal für den täglichen Weg zur Arbeit oder das entspannte Cruisen durch die Stadt.

Neben einer vielfältigen Auswahl an Fahrrädern bietet Zündapp auch ein umfassendes Sortiment an Zubehör an.

Für ihr exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis sind die Zündapp Fahrräder bekannt, die sowohl Alltagsradler als auch ambitionierte Radfahrer anspricht. City-Bikes und Falträder befinden sich oft im mittleren Preissegment und bieten praktische Features für den urbanen Gebrauch.

Viele kennen Zündapp-Pedelecs sicherlich aus Angeboten bei Discountern oder Baumärkten wie Lidl, Netto, Globus und Co.

Der Vertriebspartner Pentagon Sports bietet die beliebten E-Bikes von Zündapp neben einigen anderen Marken im Onlineshop an. Daneben findest du die Räder auf diversen Marketplaces von Lidl, Netto, Globus, Hagebau, Otto oder Kaufland. Wer gerne persönlich beraten werden möchte, kann sich seit 2023 allerdings auch im Zündapp-Store in München umsehen.

Preislich starten die Pedelecs im Pentagon Sports-Store bei 879 Euro für ein Citybike mit tiefem Einstieg, Ananda-Motor und V-Brakes. E-Trekkingbikes mit starkem Bosch-Antrieb und Scheibenbremsen liegen bei einem Preis von 3.999 Euro. Premium-Modelle wie das Zündapp TX630 E-Fully punkten mit Brose-Antrieb und sind für 5.499 Euro zu haben.

Die Ära der Zweiräder und der Wandel

Zündapp Fahrräder verkörpern eine tiefe Leidenschaft für innovative Mobilitätslösungen, die Menschen gezielt mit ihren Produkten verbinden. Ihre Produkte spiegeln jahrzehntelange Erfahrung und technologischen Fortschritt wider, wodurch sie zu einem vertrauenswürdigen Begleiter werden.

Angefangen hat alles 1917 mit dem Bau von Rüstungsgütern, damals unter der Firma Zünder-Apparatebau-GmbH. Nach Kriegsende folgte ein Umstieg auf Zweiräder, insbesondere Motorräder. In den 1950er-Jahren wurden zunehmend leichtere Mofas, Mopeds und Mokicks gebaut. Oldtimer aus diesen Zeiten erfreuen noch heute die Zündapp-Fanherzen.

Die Mofas, Mokicks, Mopeds und Leichtkrafträder wie “Falconette”, “Bergsteiger”, “KS50” oder “Bella” erfreuten sich als Inbegriff von Unabhängigkeit und aufgrund ihrer Erschwinglichkeit und Zuverlässigkeit großer Beliebtheit. Bis zu 1700 Menschen arbeiteten in den Fabrikhallen auf dem Zündapp Gelände und hinterließen ein Stück Industriegeschichte.

In den 1970ern stockte die Nachfrage schließlich, als japanischer Viertakt-Maschinen und PKWs zu den Vorreitern wurden. Die Fertigung wurde eingestellt und 1984 das Werk schließlich geschlossen. Die gesamten Fabrikationsanlagen wurden bis auf die letzte Schraube abgebaut und mit der Transsibirischen Eisenbahn und per Schiff nach China transportiert.

Über 30 Jahre später gab es das Comeback: Der Zweirad-Produzent vergibt seine Markenrechte und eine Vertriebsgesellschaft wagte erfolgreich den Einstieg in die Fahrradbranche und fokussiert sich heute auf den E-Bike-Markt.

Ob durch reine Tretkraft oder mit Motor-Unterstützung: Das E-Bike-Sortiment reicht vom Klapprad über City- und Trekking-Bikes bis zum Fully. Ein praktischer E-Bike-Finder lotst dich durch die verschiedenen Varianten, die in Einstiegsmodelle, Mittelklasse und Premium eingestuft sind.

Die einfacheren Modelle erhalten einen Ananda-Antrieb, der mit 250 W Motorleistung und einem maximalen Drehmoment von 40 Nm aufwartet. Auch einige Trekking-Bikes von Zündapp bekommen starke Bosch-Motoren verpasst. Dort ist sogar der Bosch PerformanceLine CX-Mittelmotor mit 85 Nm eingebaut.

Der eigene Zündapp-Kundendienst bietet Unterstützung bei Ersatzteillieferung, Rückholservice oder Vor-Ort-Reparaturen. Außerdem findest du unter dem Button „Service“ Betriebsanleitungen, Erklärvideos, FAQs und einen Rahmenrechner, um bequem die passende Rahmengröße zu ermitteln.

Abschied von einem historischen Ort und Neuanfang

Wo sich ehemals die Zündapp-Werke befanden, entwickelt sich bereits seit den 90ern das bunte Münchener Werksviertel mit Räumen für Kunst und Kultur, Ateliers, Büros und Gewerbeflächen stetig weiter. Jetzt soll auf dem Areal der letzten Zündapp-Halle, erbaut 1959, neuer Wohnraum entstehen. Die Zündapp Vertriebs GmbH feierte am 10. Januar 2024 ein letztes Mal den geschichtsträchtigen Ort und nahm gebührend Abschied, bevor das Gebäude abgerissen wird.

Bei der Veranstaltung konnten die Besuchenden ein letztes Mal Zündapp-Luft schnuppern und die Oldtimer bestaunen, die an diesem Abend an den Ort ihrer Geburt zurückkehren durften. Anhand eines Modells der neuen Wohngebäude wurde die geplante Umgestaltung des Geländes veranschaulicht. Der Hallenabriss beendet aber keinesfalls die Erfolgsgeschichte von Zündapp in der bayerischen Landeshauptstadt: Die Marke stieg in die Herstellung von Fahrrädern und E-Bikes ein und 2023 wurde der erste Markenstore in München eröffnet, über den wir berichteten.

Neben den Kult-Mofas wurden bei dem Event moderne Elektrofahrräder wie das Z810 Trekkingbike, das X20 E-Faltrad oder das Zündapp Ruffian präsentiert.

Zündapp - eine Traditionsmarke mit einem weithin bekannten Namen. Und wechselvoller Geschichte. Schon 1917 in Nürnberg gegründet fokussierte sich das junge Unternehmen zunächst auf den Bau von Zweirädern und erreichte später in den 50er-Jahren mit seinen Motorrädern sogar Kultstatus.

Was Zündapp besonders auszeichnet: Immer wieder gelang es den Firmeninhabern sich dem Wandel der Zeit und Kundenwünschen anzupassen und mit neuen Angeboten die Fahrradfans zu begeistern. So konzentriert sich Zündapp angesichts des wachsenden Umweltbewusstseins seit dem neuen Jahrtausend auf die Produktion von E-Bikes. Die Modelle werden ständig weiterentwickelt, um das passende Angebot für die jeweiligen Kundenbedürfnisse bereitzuhalten.

Die Geschichte Zündapps im Überblick

Die fast 70ig jährige Geschichte Zündapps zeigt den Aufstieg und Niedergang einer deutschen Firma, die von einem ehrgeizigen und antriebsstarken Gründer aufgebaut und erfolgreich durch Kriegswirren geführt wurde, in zweiter Generation zu einem der führenden Zweiradfabrikanten Deutschlands aufstieg, um dann in dritter Generation und an der Entwicklung hin zum Automobil und der damit einsetztenden zweiten Motorradkrise zu scheitern.

Kapitel 1 - Gründung und Aufbau

Die Gründung des Unternehmens ging auf den 1875 geborenen Fritz Neumeyer zurück, der 1903 die in Konkurs geratene Spiel- und Metallwarenfabrik Köllisch in Nürnberg übernahm. Er taufte sein neues Unternehmen "Metallwarenfabrik Neumeyer" und stellte fortan Spielwaren und Dampfmaschinen her. 1917 gründetet er zusammen mit der Firma Friedrich Krupp A.-G., Essen und der Werkzeugmaschinen Fabrik Thiel eine neue Firma namens "Zünder - Apparatebau - Gesellschaft m.b.H." in Nürnberg. Die Frima Zündapp war geboren.

  • 1918: Bis Kriegsende 1918 werden Zünder für die Deutsche Heeresverwaltung hergestellt.
  • 1919: Umstellung auf Friedensproduktion. Die Frima Krupp A.-G. scheidet aus der Frima aus, die ihren Namen in "Zündapp-Gesellschaft für den Bau von Spezialmaschinen m.b.H." ändert.
  • 1921: "Zündapp" beginnt mit dem Bau von Motorrädern. Das erste Modell Z 22 erschien.
  • 1922: Das "Motorrad für jedermann" setzt sich in ganz Deutschland durch. Im Oktober Fertigstellung der 1000. Maschine. Die Produktionszahlen führen in steiler Kurve aufwärts.
  • 1924: Bandfabrikation wird eingeführt. Das 10 000. Motorrad verläßt das Werk.
  • 1925: der zeite große Schlager: das "Einheitsmodell" kommt in Zehntausenden von Maschinen auf den Markt.
  • 1928: Mit dem Bau einer neuen Fabrik in der Dieselstraße wird "Zündapp" eines der modernsten Motorradwerke.
  • 1929: übernimmt der Sohn des Gründers, Hans-Friedrich Neumeyer die Firma und die Leitung der Zündapp-Werke G.m.b.H. Nürnberg-München.
  • 1933: das 100 000. Motorrad rollt vom Band. Die neuen "Zündapp-Modelle" werden von der Fachwelt und dem Publikum als "Meisterwerke der Technik" bezeichnet.
  • 1936: das 150 000. Motorrad wird fertiggestellt.
  • 1938: die 200 000. "Zündapp", eine DS350 ist da - Zündapp erlangt Weltruf! Die Firma ändert den Namen in "Zündapp-Werke G.m.b.H."
  • 1939: das Werk baut seinen ersten Sport-Flugmotor mit 50PS und stellt damit in den ersten 8 Monaten 7 neue Weltrekorde auf!
  • 1941: geht das Modell "KS 750", die überschwere Geländemaschine, in Serie.
  • 1942: am 13. März ist eine "KS 750" die 250 000. Maschine.

Kapitel 2 - Wiederaufbau und Nachkriegsjahre

  • 1945: der Wiederaufbau des Werkes wird mit 170 Mann Belegschaft begonnen. Man baut Müllereimaschinen, da an Motorradfertigung vorerst micht zu denken ist.
  • 1948: "Zündapp" nimmt die Fabrikation von Nähmaschinen auf. Gleichzeitig läuft die Fabrikataion von Motorrädern wieder an.
  • 1950: ständig anwachsende Monatsfabrikation übersteigt bereits 2500 Maschinen. Am 13. Juli feiert man die Fertigstellung der 300 000. "Zündapp", eine DB 201
  • 1951: Werk München entsteht und beginnt mit dem Bau von Haushaltsnähmaschinen. Die Zündapp-Modelle sind richtungsweisend für die gesamte Nähmaschinenindustrie. Im Werk Nürnberg geht die "KS 602" in Serie.
  • 1951/52: wächst die Belegschaft auf 2300 Arbeiter und Angestellte an. Die Monatsproduktion beträgt bereits rund 3000 Motorräder.
  • 1952: wurde im Werk München mit dem Bau von Kleinmotoren begonnen. Nun wird dort unter der Leitung von Direktor Dr. Eitel Friedrich Mann, dem Gatten der Tochter des Gründers, mit einer Belegschaft von fast 2000 Mitarbeitern neben den formschönen Zündapp-Nähmaschinen, der mehr als 100 000fach bewährten Zündapp-Combimot Motor gefertigt. Dieser Kleinmotor findet Verwendung im eleganten Moped Zündapp Combinette, im Bootsmotor Delphin, im Zündapp-Stromerzeuger und im Fertigungszweig der stationären Motoren.

Kapitel 3 - Die Bella rollt an

  • 1953: wird der Motorroller "Bella" vorgestellt und die Produktion läuft an. Zwar kommt der Roller deutlich später als seine Konkurrenz auf den Markt, dennoch gilt die Bella als einer der fortschrittlichsten Roller seiner Zeit. Die Bella avanciert zum "meistverkauften Roller seiner Klasse in der Welt"!
  • 1953: Als Fahrrad mit Hilfsmotor entstand in diesem Jahr das Combimot KM48 mit einem sehr geringem Gewicht von nur 6,3kg.
  • 1954: feiert Generaldirektor H.F. Neumeyer sein 25jähriges Dienstjubiläum. Anfang Dezember verläßt das 500 000.
  • 1955: erscheinen die sportlichen Typen 200 und 175s. Rekordumsatz beider Werke beträgt in diesem Jahr 100 Millionen DM. Das Werk München baut eine neue und nach den modernsten Erkenntnissen eingerichtete Fertigungshalle. Ende 1955 beträgt die Gesamtbelegschaft beider Werke bereits fast 4000 Mitarbeiter.
  • 1955/56: Die "Combinette 405" erblickt das Licht der Welt und gilt als eine der ersten Vorreiter des "modernen" Mopeds.
  • 1956: Die 200S wird weiterentwickelt und in kleinerer Version als 175S / 175 Trophy S mit 245ccm, 14,5PS und ca. 110km/h Spitzengeschwindigkeit vorgestellt. Mit der 250 S / 250 Trophy S erscheint im selben Jahr ein hubraum- und leistungsstärkeres Modell der S-Reihe, in der unter anderem auch eine neuartige Langschwinge, die mit geschobenen mit ölgedämpften Federbeinen ausgestattet ist, Verwendung findet.
  • 1956-1960: Weitere Verbesserte Modelle der Combinette folgen u.a mit neuem Zentralrohrrahmen, neuem aus Druckguß gefertigtem Teil des Hinterteils, komplettem Rahmen aus Druckguß, geschlossenem Kettenkasten und weiteren Änderungen.
  • 1958: Die neue 200er Bella 204/ R 204 erscheint! Der Motor der 200S mit 12PS und 198ccm soll sie auf bis zu 95km/h Spitze bringen.
  • 1961: Die Bella 175 S / R 175 S wird vorgestellt, mit 174ccm, starken 12PS und ca. 90km/h Spitze. Im wesentlichen auf Basis der Bella R204 aber mit dem Zylinder des Motorrad-Modells 175S.
  • 1962-76: Den 1961 mit der Falconette KS50/510 eingeschlagenen Weg in der Entwicklung von Kleinkrafträdern setzt man mit der KS50 Super/ 515 fort. Auffälligstes Merkmal ist die neue Teleskopgabel. Es sollen noch viele Weiterentwicklungen dieser Modellpalette folgen, bis zur modernen wassergekühlten KS50 TT/530, die 1976 vorgestellt wird. Wassergekühlter Motor, Leichtmetallfelgen, Blinker vorne und hinten sowie Cockpit mit Tachometer/Drehzahlmesser seien nur einige genannte Innovationen.
  • 1963: Eine Klasse höher wird die KS100/514 mit 100ccm gebracht. Etwas mehr als 8PS treiben dieses Kleinmotorrad an.
  • 1964: Ein neuer Cityroller wird geboren, der Roller 50/ 561 mit 49ccm, 2,9PS wahlweise 4,6PS und ca. 40km/h Spitze. Es ist ein Roller in völlig neuer Optik, der mit der Bella scheinbar nichts mehr gemein hat.

Kapitel 4 - Ein neuer Zeitgeist

  • 1966-77: Auch in der Mofaentwicklung steht die Zeit nicht still und aus der 1953 vorgestellten CombiMot KM48 mit seinen vielen Weiterentwicklungen zur Combinette wird schließlich mit dem Mofa 25/434 eine neue, dem modernen Zeitgeist entsprechende "Fahrad mit Hilfmotor - Klasse" geschaffen. Gebläsegekühlter Zweigangmotor und Allradfederung mit unglaublicher Steigfähigkeit von ca.30% zeichnen dieses Modell aus. Es folgen im Laufe der Jahre noch viele weitere Entwicklungen bis zum ZR20/447 das 1976 erscheint und 1977 schließlich auch in einer Automatikversion als ZR30/447 zu haben ist.
  • 1977: In der oberen KS Serie löst die KS175/521 die KS125 Sport ab. Aus den ehemals 100ccm und 8 PS der KS100 mit 4 Gang Getriebe entwickelt man sich bis nunmehr wassergekühlterm 5 Gang Motor mit 163ccm und 17PS. Ein Maximalgeschwindigkeit von 125km/h sind dadurch machbar.
  • 1978-84: Der wichtige Produktzweig "Mofa" erfährt weitere Verbesserungen mit dem ZD25TS. Ein neuer Druckgußrahmen wird eingesetzt, der auch in weiteren Modellen dieser Kategorie z.B. dem Sport Mofa 446-420 mit 3 Gängen, verwendung findet.
  • 1980: Mit einer interesanten Enduroversion eines Mofas, dem Hai 25 Enduro versucht man neue Wege zu gehen. Ein kurzweiliges Abenteuer!
  • 1981: Mit der neuen 80er Führerscheinklasse entsteht aus der KS50er Serie die neue 80er Moped Klasse. Mit der KS80 als erstes Model, erhält sie einen wassergekühlten Motor mit 5 Gang Getriebe. Weitere Modelle unter anderem eine Enduroversion und eine Touring Version folgen.

Kapitel 5 - Der Niedergang

  • Herbst 1981: Der Geschäftführer, Dr. Dieter Neumeyer, beruft einer Besprechung mit den Abteilungsleitern und Hauptabteilungsleiter ein um ihnen mitzuteilen, dass die Gesellschafter eine Aufspaltung von ZÜNDAPP in eine Immobilien-Besitzgesellschaft und eine Betriebsgesellschaft mit ca. 10 Millionen DM als Stammkapital beschlossen haben. Ende 1981 werden die ZÜNDAPP Beschäftigten von 1466 Mitarbeitern auf 1177 reduziert.
  • 01.01.1982: Die neue ZÜNDAPP Werke GmbH nimmt ihre Arbeit auf.
  • 1982-1984: Weitere Reduzierung der Belegschaft von 1177 auf 740 Mitarbeiter.
  • 1982: Die neue KS 80 Super/537-010 mit 78ccm, 7KW und ca. 80km/h Spitze gilt als bestes Leichtkraftrad auf dem deutschen Markt. Sie enthält einen neuen Doppelschleifenrahmen mit 5fach verstellbarem Zentralfederbein.
  • 1983: Als Anpassung an die niedrigen Produktionszahlen werden Abteilungen zusammengelegt und geschloßen.
  • 1983: Es erscheint die neue Enduro SX 80/540-150mit einer vorderen flüssigkeitsgedämpften Teleskopgabel mit 200mm Federweg. Hinten enthält sie eine Langschwinge mit 5fach verstellbarem hydraulisch gedämpften Zentralfederbein.
  • 1984: Das letzte Zündapp Mofa Star2/462 kommt heraus. Ein neuer Motor mit liegendem Zylinder findet verwendung und noch mehr Chrom und Edelstahl sollen den Wert der Marke wiederspiegeln.
  • 1984: Die GTS 50/540-180 erblickt das Licht der Welt. Sie sieht wie die KS 80 aus und erhält nun ebenso eine Cockpitverkleidung.
  • 1984: Mit der KS 80 Super-Sport bringt Zündapp einen ultimativen Strassenflitzer in Rennoptik. Leider kann dieses Modell den Niedergang der Zündapp Werke auch nicht mehr stoppen.
  • Juli 1984: Die Zündapp Werke GmbH kämpft mir Schwierigkeiten und es finden Verhandlungen mit Kaufinteressenten statt. Und noch während sich die Belegschaft im Sommerurlaub befindet, stellt Dr. Dieter Neumeyer am 10.08.1984 den Antrag auf ein gerichtliches Vergleichsverfahren. Im weiteren Verlauf kann Zündapp die Gehälter und die Miete an die Immobiliengesellschaft nicht mehr zahlen, was zum Ende der ZÜNDAPP Werke GmbH führt. Ein Konkursverfahren wird am 19.09.1984 eröffnet. Durch den Verkauf der Produktionseinrichtung der ZÜNDAPP Werke GmbH nach China, fließt jedoch noch einmal Geld in die Konkursmasse der Zündapp Werke und so kann den Mitarbeitern das noch ausstehende Gehalt gezahlt werden.

Zündapp heute

"Grüner Elefant", "Bella" oder "Janus" - noch heute sind die Modelle der Nürnberger Motorrad-Firma Zündapp vielen Zweiradfans ein Begriff. Auf der Überholspur wurde Zündapp zum Marktführer, doch 1984 kam der wirtschaftlichen Totalschaden: Insolvenz.

2017 feierten Fans der fränkischen Motorradmarke den 100. Geburtstag von Zündapp. Mehr als 1.200 Zündappianer aus der ganzen Welt trafen sich dazu in Sigmaringen am Bodensee, wo es ein eigenes Zündapp-Museum gibt. Auch in Nürnberg und München, den einstigen Unternehmensstandorten, wurde der Motorradmarke gedacht.

Zündapp ist eine der führenden Marken im Fahrrad- und E-Bike-Segment und sucht noch weitere starke Partner, die die hochwertigen Modelle vertreiben oder den Service für Zündapp-Kunden übernehmen wollen.

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