Zündapp Moped Modelle: Ein Überblick über die Kult-Töfflis

Wer sich wundert, warum eingefleischte Töfflimeitli und Töfflibuebe ein versonnenes Lächeln oder auch ein breites Grinsen nicht verbergen können, wenn die Namen Bergsteiger und Belmondo fallen, der sollte weiterlesen. Denn dieses Rätsel können wir auflösen.

Es ist nicht die Begeisterung für den Alpinismus und auch nicht der Enthusiasmus für Nouvelle Vague-Filme mit Jean-Paul Belmondo, der die Mienen von Töfflimeitli und Töfflibuebe aufhellt. Es ist die Erinnerung an zwei der wohl beliebtesten, schönsten und zuverlässigsten Mofamodelle, die das goldene Töffli-Zeitalter in den 1970er-Jahren massgeblich prägten: das Zündapp-Bergsteiger-Mofa und die legendäre Belmondo-Perle.

2-Takt mit Kultstatus

Wie kommt es, dass diese Töfflis bis zum heutigen Tag unvergessen sind? Und warum konnten sich die Zündapp-Hödis bis heute - über 50 Jahre nachdem die ersten Exemplare vom Band liefen - auf den Schweizer Strassen halten?

Grund dafür ist die sprichwörtliche Zündapp-Zuverlässigkeit. Beide Modelle zeichnen sich durch eine unverwüstliche Konstitution aus, sie sind zuverlässig und robust - selbst in dem fortgeschrittenen Alter, in dem sich die 1965 bzw. 1971 erstmals ausgelieferten Hödis mittlerweile befinden. Ausserdem bezirzen sie Töfflimeitli und Töfflibuebe gleichermassen mit ihrer attraktiven Optik und dem unwiderstehlichen Retro-Charme damals wie heute.

2-Takt und Zweirad - die gesegnete Nürnberger Zweifaltigkeit

Natürlich zeichnet die sprichwörtliche Zündapp-Zuverlässigkeit nicht nur die Bergsteiger- und Belmondo-Töfflis aus. Jedes Töfflimeitli und jeder Töfflibuebe, der oder die auf einem Mofa mit einem Motor vom Typ 247 oder einem anderen Aggregat der Zündappwerke unterwegs ist, weiss die Zuverlässigkeit und Lauffreudigkeit der Nürnberger Mofamotoren zu schätzen.

Kein Wunder, denn als in den 1960-er-Jahren die ersten Mofamodelle von den Bändern der Zündappwerke liefen, blickte der Hersteller bereits auf über drei Jahrzehnte Erfahrung in der Zweiradfertigung zurück. Die Nürnberger Ingenieure und Mofaschmiede wusste also ganz genau, wie man ein zuverlässiges Töffli baut.

Gründungsjahre des legendären 2-Takt-Spezialisten

Ihren Anfang nimmt die wechselhafte Geschichte des Herstellers allerdings in einer der düstersten Zeiten der Geschichte. Mitten im Ersten Weltkrieg gründet Fritz Ludwig Neumeyer in Nürnberg die Zünder-Apparatebau-Gesellschaft m.b.H.

Tatsächlich verlassen zu dieser Zeit keine Zweiräder die Werkshallen, vielmehr werden überwiegend Zünder für Artilleriezwecke hergestellt - Nomen est omen. Nach dem Ende des schrecklichen Krieges orientiert sich der Hersteller zum Glück um und spezialisiert sich auf den Zweiradbau. Genauer gesagt konzentriert man sich auf den Bau sogenannter „Gebrauchsmotorräder“.

Ein typischer Vertreter dieser besonders wartungsarmen und vergleichsweise günstigen Motorräder wie der Top-Seller Z 22. Dieses Motorradmodell war auch eines der ersten Motorräder des Herstellers, die mit Kickstartern und Getriebemotoren ausgerüstet wurden. Bei Zündapp stellte man schon in diesen Jahren die Weichen auf 2-Takter.

Von den insgesamt 40 unterschiedlichen Motorradmodellen, die bis 1945 gefertigt wurden, waren 30 waschechte 2-Takter. Die Spezialisierung auf diesen Motortyp sollte sich für die Nürnberger Zweiradkonstrukteure nach Ende des Zweiten Weltkriegs auszahlen.

Leichtkrafträder und die ersten Mofa-Modelle

Denn auch als nach Kriegsende in den 1950er-Jahren der Trend zu kleinen, leichtmotorisierten Zweitaktmaschinen geht, ist Zündapp einer der Innovationsführer auf diesem Gebiet. Der damalige Trend zu 2-Takt-Leichtmotorrädern setzt sich in den Folgejahren fort und führt in vielen europäischen Ländern zur Einführung und Entwicklung einer neuen Fahrzeugklasse: Es ist die Geburtsstunde des Töfflis.

Die ersten Mofa-Modelle von Zündapp leiden aufgrund der langen Erfahrung mit der 2-Takt-Technik nicht an Kinderkrankheiten und müssen nicht mühsam Laufen respektive Fahren lernen, wie das bei einigen Konkurrenzherstellern Mitte der 1960er-Jahre der Fall war.

Innovative Modelle wie das High Riser Mofa 444-04 - ausgestattet mit Hochlenker - und die ersten Versionen des legendären Bergsteiger-Töfflis - je nach Motorisierung auch schlicht M25, M30 und M50 genannt - erblickten das Licht der Welt.

Legendäre Perle: das Bergsteiger-Töffli

Dass ein Hödi, das mit dem Versprechen beworben wurde, auch Steigungen mit bis zu 30 % Gefälle spielend zu bewältigen, bei Schweizer Töfflimeitli und Töfflibuebe Interesse wecken würde, ist aufgrund der Schweizer Topografie nicht überraschend. Dass sich zwischen dem Zündapp-Hobel und Schweizer Töfflimeitli und Töfflibuebe aber eine so innige und langjährige Liebe entwickeln würde, war damals, im Jahr 1965, noch nicht abzusehen.

Das Bergsteiger-Töffli war das erste Modell, das Zündapp speziell für die neue Fahrzeugklasse Mofa entwickelt hatte. Um die besonderen gesetzlichen Regelungen der Schweiz zu erfüllen, brachten die Nürnberger Mofakonstrukteure die M30-Version auf den Markt.

Wie die Varianten M25 und M50 war diese Perle mit dem gebläsegekühlten 1-Zylinder-Zweitakt-Motor Typ 247 ausgestattet. Beatmet wurde das Aggregat von einem Bing 1/9/54 Vergaser. In Bergsteigfähigkeit stand es den anderen Varianten in nichts nach, erreichte aber nur eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 30 Kilometern pro Stunde.

Aus heutiger Sicht mutet der damalige Werbeslogan: „Dieses Mofa lässt sich nicht umbringen“, wahrhaft prophetisch an. Dank des Einsatzes und der Leidenschaft unermüdlicher Töfflimeitli und Töfflibuebe, die an ihren Bergsteiger-Töfflis schrauben, nach seltenen NOS-Teilen suchen und die Perlen mit Hingabe pflegen, sieht man tatsächlich noch heute einige dieser unverwüstlichen Hödis auf Schweizer Strassen.

Längst Legende: das Belmondo-Mofa

Einige Jahre nach dem M30-Bergsteiger - im Jahr 1971 - erblickte ein absolutes Kultmofa das Licht der Welt: das legendäre Belmondo-Töffli. Heissbegehrt, innig geliebt und mitunter abgöttisch verehrt - so lässt sich die Beziehung zahlreicher Töfflimeitli und Töfflibuebe zu diesem besonderen, exklusiv für die Schweiz gefertigten Hödi beschreiben.

Optisch begeisterte das Modell mit eleganter Linienführung und dem markanten Lenker. Technisch überzeugte das Belmondo-Töffli damals mit dem Zündapp-Motor Typ 247, der sich erneut als äusserst zuverlässig und robust erwies.

Insgesamt wurden etwa 23 000 dieser Kulttöfflis in zwei unterschiedlichen Serien hergestellt, bis im Jahr 1977 die Produktion eingestellt wurde. Trotz dieser vergleichsweisen hohen Stückzahlen ist es für Töfflimeitli und Töfflibuebe nicht immer einfach, geeignete Ersatzteile für diese Perle aufzutreiben.

Originale NOS-Teile sind nach der Insolvenz der Zündapp-Werke leider kaum noch aufzutreiben. Ein Lichtblick für alle Belmondo-Besitzer ist hier unser Shop-Sortiment, in dem wir nicht nur hochwertige Nachbauteile anbieten, sondern auch einige echte NOS-Schätze speziell für dieses echte Kulttöffli.

NOS und Nachbauteile für dein Zündapp-Mofa

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Zündapp Bergsteiger

Der M25 und der M50 waren die ersten Krafträder von Zündapp, welche für die Fahrzeugklasse Mofa entwickelt wurden. Über 10 Jahre wurden diese Mofas gebaut. Legendär sind die Qualitäten am Berg, die dem Töffli auch den Namen Bergsteiger einbrachten.

Bis heute erfreut sich die Bergziege grosser Beliebtheit, was nicht verwundert, denn dieses Mofa ist robust, zeitlos und schön. Bei mofakult life erfährst du alles zur Geschichte dieses Töfflis.

Die Geschichte Zündapps

Die fast 70ig jährige Geschichte Zündapps zeigt den Aufstieg und Niedergang einer deutschen Firma, die von einem ehrgeizigen und antriebsstarken Gründer aufgebaut und erfolgreich durch Kriegswirren geführt wurde, in zweiter Generation zu einem der führenden Zweiradfabrikanten Deutschlands aufstieg, um dann in dritter Generation und an der Entwicklung hin zum Automobil und der damit einsetztenden zweiten Motorradkrise zu scheitern.

Kapitel 1 - Gründung und Aufbau

Die Gründung des Unternehmens ging auf den 1875 geborenen Fritz Neumeyer zurück, der 1903 die in Konkurs geratene Spiel- und Metallwarenfabrik Köllisch in Nürnberg übernahm. Er taufte sein neues Unternehmen "Metallwarenfabrik Neumeyer" und stellte fortan Spielwaren und Dampfmaschinen her.

1917 gründetet er zusammen mit der Firma Friedrich Krupp A.-G., Essen und der Werkzeugmaschinen Fabrik Thiel eine neue Firma namens "Zünder - Apparatebau - Gesellschaft m.b.H." in Nürnberg. Die Frima Zündapp war geboren.

  • 1918 Bis Kriegsende 1918 werden Zünder für die Deutsche Heeresverwaltung hergestellt.
  • 1919 Umstellung auf Friedensproduktion. Die Frima Krupp A.-G. scheidet aus der Frima aus, die ihren Namen in "Zündapp-Gesellschaft für den Bau von Spezialmaschinen m.b.H." ändert.
  • 1921 "Zündapp" beginnt mit dem Bau von Motorrädern. Das erste Modell Z 22 erschien.
  • 1922 Das "Motorrad für jedermann" setzt sich in ganz Deutschland durch. Im Oktober Fertigstellung der 1000. Maschine. Die Produktionszahlen führen in steiler Kurve aufwärts.
  • 1924 Bandfabrikation wird eingeführt. Das 10 000. Motorrad verläßt das Werk.
  • 1925 der zeite große Schlager: das "Einheitsmodell" kommt in Zehntausenden von Maschinen auf den Markt.
  • 1928 Mit dem Bau einer neuen Fabrik in der Dieselstraße wird "Zündapp" eines der modernsten Motorradwerke.
  • 1929 übernimmt der Sohn des Gründers, Hans-Friedrich Neumeyer die Firma und die Leitung der Zündapp-Werke G.m.b.H. Nürnberg-München.
  • 1933 das 100 000. Motorrad rollt vom Band. Die neuen "Zündapp-Modelle" werden von der Fachwelt und dem Publikum als "Meisterwerke der Technik" bezeichnet.
  • 1936 das 150 000. Motorrad wird fertiggestellt.
  • 1938 die 200 000. "Zündapp", eine DS350 ist da - Zündapp erlangt Weltruf! Die Firma ändert den Namen in "Zündapp-Werke G.m.b.H."
  • 1939 das Werk baut seinen ersten Sport-Flugmotor mit 50PS und stellt damit in den ersten 8 Monaten 7 neue Weltrekorde auf!
  • 1941 geht das Modell "KS 750", die überschwere Geländemaschine, in Serie.
  • 1942 am 13. März ist eine "KS 750" die 250 000. Maschine.

Kapitel 2 - Wiederaufbau und Nachkriegsjahre

  • 1945 der Wiederaufbau des Werkes wird mit 170 Mann Belegschaft begonnen. Man baut Müllereimaschinen, da an Motorradfertigung vorerst micht zu denken ist.
  • 1948 "Zündapp" nimmt die Fabrikation von Nähmaschinen auf. Gleichzeitig läuft die Fabrikataion von Motorrädern wieder an.
  • 1950 ständig anwachsende Monatsfabrikation übersteigt bereits 2500 Maschinen. Am 13. Juli feiert man die Fertigstellung der 300 000. "Zündapp", eine DB 201
  • 1951 Werk München entsteht und beginnt mit dem Bau von Haushaltsnähmaschinen. Die Zündapp-Modelle sind richtungsweisend für die gesamte Nähmaschinenindustrie. Im Werk Nürnberg geht die "KS 602" in Serie.
  • 1951/52 wächst die Belegschaft auf 2300 Arbeiter und Angestellte an. Die Monatsproduktion beträgt bereits rund 3000 Motorräder.
  • 1952 wurde im Werk München mit dem Bau von Kleinmotoren begonnen. Nun wird dort unter der Leitung von Direktor Dr. Eitel Friedrich Mann, dem Gatten der Tochter des Gründers, mit einer Belegschaft von fast 2000 Mitarbeitern neben den formschönen Zündapp-Nähmaschinen, der mehr als 100 000fach bewährten Zündapp-Combimot Motor gefertigt. Dieser Kleinmotor findet Verwendung im eleganten Moped Zündapp Combinette, im Bootsmotor Delphin, im Zündapp-Stromerzeuger und im Fertigungszweig der stationären Motoren.

Kapitel 3 - Die Bella rollt an

  • 1953 wird der Motorroller "Bella" vorgestellt und die Produktion läuft an. Zwar kommt der Roller deutlich später als seine Konkurrenz auf den Markt, dennoch gilt die Bella als einer der fortschrittlichsten Roller seiner Zeit. Die Bella avanciert zum "meistverkauften Roller seiner Klasse in der Welt"!
  • 1953 Als Fahrrad mit Hilfsmotor entstand in diesem Jahr das Combimot KM48 mit einem sehr geringem Gewicht von nur 6,3kg.
  • 1954 feiert Generaldirektor H.F. Neumeyer sein 25jähriges Dienstjubiläum. Anfang Dezember verläßt das 500 000.
  • 1955 erscheinen die sportlichen Typen 200 und 175s. Rekordumsatz beider Werke beträgt in diesem Jahr 100 Millionen DM. Das Werk München baut eine neue und nach den modernsten Erkenntnissen eingerichtete Fertigungshalle. Ende 1955 beträgt die Gesamtbelegschaft beider Werke bereits fast 4000 Mitarbeiter.
  • 1955/56 Die "Combinette 405" erblickt das Licht der Welt und gilt als eine der ersten Vorreiter des "modernen" Mopeds.
  • 1956 Die 200S wird weiterentwickelt und in kleinerer Version als 175S / 175 Trophy S mit 245ccm, 14,5PS und ca. 110km/h Spitzengeschwindigkeit vorgestellt. Mit der 250 S / 250 Trophy S erscheint im selben Jahr ein hubraum- und leistungsstärkeres Modell der S-Reihe, in der unter anderem auch eine neuartige Langschwinge, die mit geschobenen mit ölgedämpften Federbeinen ausgestattet ist, Verwendung findet.
  • 1956-1960 Weitere Verbesserte Modelle der Combinette folgen u.a mit neuem Zentralrohrrahmen, neuem aus Druckguß gefertigtem Teil des Hinterteils, komplettem Rahmen aus Druckguß, geschlossenem Kettenkasten und weiteren Änderungen.
  • 1958 Die neue 200er Bella 204/ R 204 erscheint! Der Motor der 200S mit 12PS und 198ccm soll sie auf bis zu 95km/h Spitze bringen.
  • 1961 Die Bella 175 S / R 175 S wird vorgestellt, mit 174ccm, starken 12PS und ca. 90km/h Spitze. Im wesentlichen auf Basis der Bella R204 aber mit dem Zylinder des Motorrad-Modells 175S.
  • 1962-76 Den 1961 mit der Falconette KS50/510 eingeschlagenen Weg in der Entwicklung von Kleinkrafträdern setzt man mit der KS50 Super/ 515 fort. Auffälligstes Merkmal ist die neue Teleskopgabel. Es sollen noch viele Weiterentwicklungen dieser Modellpalette folgen, bis zur modernen wassergekühlten KS50 TT/530, die 1976 vorgestellt wird. Wassergekühlter Motor, Leichtmetallfelgen, Blinker vorne und hinten sowie Cockpit mit Tachometer/Drehzahlmesser seien nur einige genannte Innovationen.
  • 1963 Eine Klasse höher wird die KS100/514 mit 100ccm gebracht. Etwas mehr als 8PS treiben dieses Kleinmotorrad an.
  • 1964 Ein neuer Cityroller wird geboren, der Roller 50/ 561 mit 49ccm, 2,9PS wahlweise 4,6PS und ca. 40km/h Spitze. Es ist ein Roller in völlig neuer Optik, der mit der Bella scheinbar nichts mehr gemein hat.

Kapitel 4 - Ein neuer Zeitgeist

  • 1966-77 Auch in der Mofaentwicklung steht die Zeit nicht still und aus der 1953 vorgestellten CombiMot KM48 mit seinen vielen Weiterentwicklungen zur Combinette wird schließlich mit dem Mofa 25/434 eine neue, dem modernen Zeitgeist entsprechende "Fahrad mit Hilfmotor - Klasse" geschaffen. Gebläsegekühlter Zweigangmotor und Allradfederung mit unglaublicher Steigfähigkeit von ca.30% zeichnen dieses Modell aus. Es folgen im Laufe der Jahre noch viele weitere Entwicklungen bis zum ZR20/447 das 1976 erscheint und 1977 schließlich auch in einer Automatikversion als ZR30/447 zu haben ist.
  • 1977 In der oberen KS Serie löst die KS175/521 die KS125 Sport ab. Aus den ehemals 100ccm und 8 PS der KS100 mit 4 Gang Getriebe entwickelt man sich bis nunmehr wassergekühlterm 5 Gang Motor mit 163ccm und 17PS. Ein Maximalgeschwindigkeit von 125km/h sind dadurch machbar.
  • 1978-84 Der wichtige Produktzweig "Mofa" erfährt weitere Verbesserungen mit dem ZD25TS. Ein neuer Druckgußrahmen wird eingesetzt, der auch in weiteren Modellen dieser Kategorie z.B. dem Sport Mofa 446-420 mit 3 Gängen, verwendung findet.
  • 1980 Mit einer interesanten Enduroversion eines Mofas, dem Hai 25 Enduro versucht man neue Wege zu gehen. Ein kurzweiliges Abenteuer!
  • 1981 Mit der neuen 80er Führerscheinklasse entsteht aus der KS50er Serie die neue 80er Moped Klasse. Mit der KS80 als erstes Model, erhält sie einen wassergekühlten Motor mit 5 Gang Getriebe. Weitere Modelle unter anderem eine Enduroversion und eine Touring Version folgen.

Kapitel 5 - Der Niedergang

  • Herbst 1981 Der Geschäftführer, Dr. Dieter Neumeyer, beruft einer Besprechung mit den Abteilungsleitern und Hauptabteilungsleiter ein um ihnen mitzuteilen, dass die Gesellschafter eine Aufspaltung von ZÜNDAPP in eine Immobilien-Besitzgesellschaft und eine Betriebsgesellschaft mit ca. 10 Millionen DM als Stammkapital beschlossen haben.
  • Ende 1981 werden die ZÜNDAPP Beschäftigten von 1466 Mitarbeitern auf 1177 reduziert.
  • 01.01.1982 Die neue ZÜNDAPP Werke GmbH nimmt ihre Arbeit auf.
  • 1982-1984 Weitere Reduzierung der Belegschaft von 1177 auf 740 Mitarbeiter.
  • 1982 Die neue KS 80 Super/537-010 mit 78ccm, 7KW und ca. 80km/h Spitze gilt als bestes Leichtkraftrad auf dem deutschen Markt. Sie enthält einen neuen Doppelschleifenrahmen mit 5fach verstellbarem Zentralfederbein.
  • 1983 Als Anpassung an die niedrigen Produktionszahlen werden Abteilungen zusammengelegt und geschloßen.
  • 1983 Es erscheint die neue Enduro SX 80/540-150mit einer vorderen flüssigkeitsgedämpften Teleskopgabel mit 200mm Federweg. Hinten enthält sie eine Langschwinge mit 5fach verstellbarem hydraulisch gedämpften Zentralfederbein.
  • 1984 Das letzte Zündapp Mofa Star2/462 kommt heraus. Ein neuer Motor mit liegendem Zylinder findet verwendung und noch mehr Chrom und Edelstahl sollen den Wert der Marke wiederspiegeln.
  • 1984 Die GTS 50/540-180 erblickt das Licht der Welt. Sie sieht wie die KS 80 aus und erhält nun ebenso eine Cockpitverkleidung.
  • 1984 Mit der KS 80 Super-Sport bringt Zündapp einen ultimativen Strassenflitzer in Rennoptik. Leider kann dieses Modell den Niedergang der Zündapp Werke auch nicht mehr stoppen.
  • Juli 1984 Die Zündapp Werke GmbH kämpft mir Schwierigkeiten und es finden Verhandlungen mit Kaufinteressenten statt. Und noch während sich die Belegschaft im Sommerurlaub befindet, stellt Dr. Dieter Neumeyer am 10.08.1984 den Antrag auf ein gerichtliches Vergleichsverfahren. Im weiteren Verlauf kann Zündapp die Gehälter und die Miete an die Immobiliengesellschaft nicht mehr zahlen, was zum Ende der ZÜNDAPP Werke GmbH führt. Ein Konkursverfahren wird am 19.09.1984 eröffnet. Durch den Verkauf der Produktionseinrichtung der ZÜNDAPP Werke GmbH nach China, fließt jedoch noch einmal Geld in die Konkursmasse der Zündapp Werke und so kann den Mitarbeitern das noch ausstehende Gehalt gezahlt werden.

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