Zuschuss für Elektroroller kaufen: So sparen Sie beim Kauf

Elektromobilität wird immer beliebter, und Elektroroller sind eine hervorragende Möglichkeit, umweltfreundlich und kostengünstig unterwegs zu sein. Allerdings schreckt der höhere Kaufpreis im Vergleich zu herkömmlichen Motorrollern viele Käufer ab. Glücklicherweise gibt es verschiedene Förderprogramme, die den Kauf eines Elektrorollers attraktiver machen.

Warum auf Elektromobilität setzen?

In E-Mobilität zu investieren ist umweltschonend, nachhaltig, langfristig günstiger und wird immer beliebter. Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt ist die Anzahl der zugelassenen Elektrofahrzeuge in Deutschland innerhalb von 10 Jahren von 2.300 (2011) auf über 365.000 Autos gestiegen. Elektromobilität gehört zu den ressourcenschonenden Fortbewegungsmöglichkeiten, mit denen wir zumindest dabei helfen können, den menschengemachten Klimawandel etwas zu verlangsamen. Außerdem ist E-Roller fahren eine wirklich günstige Variante zu Bus, Bahn und Auto. Pro 100 km zahlst du mit den durchschnittlichen Stromtarifen nicht mal 1 € pro Akkuladung.

Welche Zuschüsse gibt es für Elektroroller?

Elektromobilität bezieht sich auch in Deutschland schon lange nicht mehr nur auf Elektroautos. Elektroroller, Elektroscooter und andere umweltschonende und flexible Fortbewegungsmittel werden immer beliebter und dementsprechend von Bund und Ländern bezuschusst. Es gibt Kaufprämien für elektrische Lastenräder, finanzielle Unterstützung beim Kauf von E-Scootern und auch immer mehr Förderungsmöglichkeiten für Elektroroller. Obwohl die Förderprogramme für Elektroroller noch nicht so vielfältig sind wie die für E-Autos, gibt es ein paar Anlaufstellen, an die du dich vor dem Kauf eines E-Rollers wenden kannst.

Förderprogramme auf verschiedenen Ebenen

Die Bezuschussung erfolgt auf Länder-, Kommunen- und Städteebene, auch viele Unternehmen (in erster Linie Stromanbieter) unterstützen dich beim Kauf deines neuen E-Rollers. Welche Orte und Firmen mit Prämien locken, kannst du unserer aktualisierten Liste entnehmen. Viele Städte zahlen bares Geld beim Kauf eines E-Rollers, während andere Vorteile durch Kooperationen anbieten. Auch etliche Energieversorger (vor allem Stromanbieter) bieten ihren Kunden Zuschüsse an. So belohnen regionale Versorgungsunternehmen den Kauf von Elektrorollern oder Ladestationen. Es empfiehlt sich daher, beim lokalen Energieversorger nach entsprechenden Angeboten nachzufragen.

Hier einige Beispiele für Förderprogramme in verschiedenen Städten:

  • Aachen: Die Stadtwerke Aachen fördern deinen Elektroroller Kauf mit 10 % der Anschaffungskosten bis max. 500 Euro.
  • Karlsruhe: Die Stadtwerke Karlsruhe fördern den Erwerb eines Elektroroller mit 200 Euro.
  • Mainz: Die Stadt Mainz fördert den Erwerb eines Elektroroller mit 150 Euro.
  • Marburg: Die Stadtwerke Marburg fördern den Erwerb eines E Roller mit 150 Euro.

THG-Quote: Zusätzliche Prämie für E-Roller-Halter

Seit Anfang dieses Jahrs lässt sich mit der Treibhausgasminderungsquote, kurz THG-Quote, Geld beim Kauf eines Elektrofahrzeugs verdienen. Die THG-Quote verpflichtet Mineralölunternehmen, den CO₂-Ausstoß ihrer Produkte zu kompensieren. Dem gegenüber stehen Halter von Elektrofahrzeugen, die ihr eingespartes Treibhausgas an die Konzerne „verkaufen“ können. Seit Anfang des Jahres steht diese Möglichkeit auch Privatpersonen offen, inklusive Besitzern von elektrischen Leichtkrafträdern und E-Motorrädern.

Die THG Prämie (Treibhausgas Prämie) erhält ein Nutzer eines Elektrofahrzeuges für die jährliche Nutzung seiner Elektromobilität. Die THG Quote des Umweltbundesamtes wird entsprechend des jeweiligen E-Fahrzeug Typs berechnet und liegt aktuell bei rund 230,- bis 350,- Euro pro Jahr. Relevant für die Zertifizierung der THG Quote ist der Wert „Elektro“ im Feld P.3 eurer Zulassungsbescheinigung. Wenn in eurer Zulassungsbescheinigung im Fahrzeugschein in Zeile J die Klasse L3e, L3e-A2, L3e-A3, L4e, L4e-A2, L4e-A3, L5e-A oder L5e-B vermerkt ist, dann seit Ihr zum Erhalt der Prämie berechtigt. Ab dem 29.07.2025 sind lediglich zulassungsfreie Fahrzeuge von der Förderung ausgeschlossen. Das gilt auch für 2025! (Stand 18.01.2025).

Am besten beantragt ihr die THG-Quote über einen Anbieter wie Elektrovorteil.de. Zuerst müsst ihr euch auf deren Webseite registrieren, dann wird euch in dem Anmeldeprozess erklärt, welche Angaben für eine erfolgreiche Auszahlung benötigt werden. Ein unerlässliches Dokument sind Vorder- und Rückseite von eurem Fahrzeugschein. Im zweiten Schritt werden eure Eingaben strukturiert und geprüft. Nachdem sie beim Umweltbundesamt als Sammelantrag eingereicht worden sind, werden sie dort erneut geprüft. Ist das Ergebnis positiv, werden die erfolgreich zertifizierten THG Quoten an die Mineralölgesellschaften vermarktet, die ihre Emissionen reduzieren müssen. Zwischen dem Hochladen von eurem Fahrzeugscheins und der Auszahlung der THG-Prämie können mehrere Wochen ins Land ziehen. Ihr müsst insgesamt mit einer Dauer von 10 bis 12 Wochen rechnen. Im letzten Schritt bekommt ihr eine Prämie. Und zwar unabhängig davon, wie viele Kilometer ihr mit eurem E Fahrzeug unterwegs seid. Elektrovorteil.de behält davon einen geringen Anteil, meist sind das 15 %. Euch wird ein Betrag in Höhe von mindestens 350 Euro ausgezahlt. Bei steigendem Quotenpreis erhöht sich eure Prämienauszahlung. Und das beste: Die Prämie gibt es jährlich für euch!

THG-Quote: Wichtige Informationen

  • Die THG-Quote ist eine jährliche Prämie für die Nutzung von Elektromobilität.
  • Die Höhe der Prämie wird entsprechend des Fahrzeugtyps und der THG-Quote des Umweltbundesamtes berechnet.
  • Um die Prämie zu erhalten, muss der Wert "Elektro" im Feld P.3 der Zulassungsbescheinigung stehen.
  • Die Beantragung erfolgt am besten über Anbieter wie Elektrovorteil.de.
  • Die Auszahlung kann bis zu 12 Wochen dauern.

Was ist bei der Beantragung von Förderprogrammen zu beachten?

In den meisten Fällen stellen die Förderprogramme bestimmte Bedingungen an die Bewerber:innen. Wichtig für dich: Der Antrag auf Förderung sollte bei fast allen Förderprogrammen vor dem tatsächlichen Kauf des Elektrorollers gestellt werden. Deshalb ist es nie zu früh, dich genauestens zu informieren, ob du in deiner Stadt unterstützt wirst und welche Voraussetzungen du dafür erfüllen musst. Falls du schon weißt, dass für dich kein Weg an einem neuen Elektroroller vorbeiführt, können wir dir nur raten: Reiche deinen Antrag auf Förderung direkt ein und warte nicht zu lange. Die Bearbeitung des Antrags nimmt einiges an Zeit in Anspruch. Solltest du dir vor Genehmigung deines Antrages einen E-Scooter kaufen, verfällt in vielen Fällen dein Anspruch auf den Zuschuss. Bring am besten etwas Geduld mit und kümmere dich frühzeitig um alles.

Was gibt es zu beachten: Bei zahlreichen Initiativen ist vorgeschrieben, dass ein Antrag auf Förderung bereits vor dem Kauf des Fahrzeugs gestellt werden sollte. Kaufen Sie vor Genehmigung des Antrags einen E-Roller, verfällt leider oft der Anspruch auf eine Förderung. Informieren Sie sich deshalb vorab über die genauen Voraussetzungen einer Fördermaßnahme.

Förderprogramme für Unternehmen

Auch für dein Unternehmen lohnt es sich, auf Elektroroller zu setzen und diese als Dienstfahrzeuge oder zur Auslieferung zu nutzen. Um die Investition für Konzerne attraktiver zu machen, gibt es auch in diesem Bereich Unterstützungsmöglichkeiten - mehr Informationen zu den Elektroroller-Zuschüssen für dein Business findest du hier. Für Unternehmen kann es sich durchaus lohnen, E-Roller als Dienstfahrzeuge zu nutzen. Neben Fördermaßnahmen greift hier auch die Bedeutung einer nachhaltigen Firmenstrategie. Zunehmend mehr Städte gewähren einen Umweltbonus sowie E-Mobility Subventionen für Unternehmen. So lassen sich Anschaffungskosten reduzieren oder Unterhaltskosten einschränken. Welche Städte einen Umweltbonus bzw. Förderprogramme anbieten, bringen Sie auf deren Webseiten in Erfahrung.

Elektrofahrzeuge und somit auch Elektroroller, deren Erstzulassung bis zum 31. Dezember 2025 erfolgt, sind bis zum 31.12.2030 von der KFZ-Steuer befreit. Damit sind bei einem Umstieg auf E-Roller innerhalb der Firmenflotte Einsparungen im Firmenbudget möglich. Darüber hinaus ist der Umstieg auf Elektromobilität Ausdruck einer innovativen Unternehmensausrichtung. Nachhaltige Werte werden dabei auch von Kunden geschätzt und wirken sich langfristig positiv auf das Markenimage aus.

Elektromobile für Menschen mit Einschränkungen

Elektromobile sind für Menschen mit alters- oder krankheitsbedingten Einschränkungen ein wichtiges Instrument für Eigenständigkeit, Mobilität und Lebensqualität. Deshalb stellt sich hier die Frage: Gibt es von der Krankenkasse eine Förderung bei der Anschaffung eines E-Scooters? Elektromobile gelten als anerkannte Hilfsmittel und sind unter bestimmten Voraussetzungen verordnungsfähig. Damit eine Krankenkasse die Kosten für ein Elektromobil übernimmt oder teilweise bezuschusst, muss eine medizinische Notwendigkeit vorliegen. Ihr Arzt kennt Ihre gesundheitliche Situation am besten und kann einschätzen, ob ein Elektromobil für Sie notwendig ist.

Ein Elektromobil sollte sich angenehm fahren lassen und genau zu Ihren Bedürfnissen passen. Machen Sie eine Probefahrt, um das beste Modell für sich zu finden. Achten Sie darauf, ob das Elektromobil eine Hilfsmittelnummer hat - das kann den Antrag bei der Krankenkasse erleichtern. Sobald Sie sich für ein Elektromobil entschieden haben, sollten Sie die Modellbezeichnung und - falls vorhanden - die Hilfsmittelnummer an Ihren Arzt weitergeben. Damit kann er Ihnen nun eine detaillierte ärztliche Verordnung ausstellen, die für die Antragstellung bei der Krankenkasse notwendig ist.

Wenn Sie das Elektromobil über ein Sanitätshaus beziehen, übernimmt dieses in der Regel die komplette Beantragung und Abrechnung mit der Krankenkasse. Da Sanitätshäuser Verträge mit den Krankenkassen haben, ist dieser Weg oft einfacher und die Erfolgsaussichten höher. Das Sanitätshaus prüft, ob das gewählte Modell für Sie geeignet ist, erstellt den Kostenvoranschlag und reicht die Unterlagen direkt für Sie ein. Falls Sie das Elektromobil über einen Händler ohne Krankenkassenvertrag kaufen möchten, müssen Sie den Antrag selbst bei der Krankenkasse einreichen. In diesem Fall erhalten Sie vom Händler einen Kostenvoranschlag, den Sie zusammen mit der ärztlichen Verordnung einreichen können.

Die Krankenkasse prüft Ihren Antrag sorgfältig und kann den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) hinzuziehen, um Ihre Situation individuell zu bewerten. Falls Ihr Antrag abgelehnt wird, lassen Sie sich nicht entmutigen - oft lohnt sich ein Widerspruch.

Sollte Ihr Antrag auf Bezuschussung durch Ihre Krankenkasse abgelehnt werden, könnten Sie sich auch an Ihre Pflegekasse wenden. In einigen Fällen gewährt die Pflegekasse Zuschüsse auf Elektromobile. Auch die Unfallversicherung kann als Kostenträger in Betracht kommen, falls die Mobilitätseinschränkung auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen ist.

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