Abnehmbare Schutzbleche für Mountainbikes: Ein umfassender Test

Besonders sportliche Fahrräder werden oft ohne Schutzbleche verkauft. Steckschutzbleche haben den Vorteil, dass sie den sportlichen Charakter eines Rennrades, Mountainbikes oder Fitness-Rades nicht dauerhaft verändern, sondern nur bei Bedarf angebracht werden. Alle Schutzbleche im Testfeld sind aus Kunststoff, das Material bietet den besten Kompromiss zwischen Stabilität, Gewicht und Kosten.

Was sind abnehmbare Schutzbleche?

Abnehmbare Schutzbleche sind eine flexible Lösung für Radfahrer, die Schutz vor Spritzwasser und Schmutz nur bei Bedarf wünschen. Sie lassen sich leicht montieren und demontieren, was sie ideal für wechselnde Wetterbedingungen macht.

Typen von abnehmbaren Schutzblechen

  • Vorderrad Schutzbleche (Mudguards): Verhindern, dass Spritzwasser und Schlamm auf den Fahrer gelangen.
  • Hinterrad Schutzbleche: Schützen insbesondere den Rücken des Fahrers.
  • Vollschutzbleche: Bieten einen umfassenden Schutz und können sowohl vorne als auch hinten montiert werden.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Vor dem Kauf sollten Sie prüfen, ob Ihr Fahrrad mit dem Produkt kompatibel ist: Die meisten Adapter benötigen eine Bohrung in der Gabel und eine weitere in der Brücke zwischen den Sitzstreben. Fehlen diese bei Ihrem Rad, müssen Sie nach einer anderen Lösung suchen, etwa eine mit Klettbändern. Wichtig ist auch der Abstand zwischen den Gabelrohren und den Sitzstreben. Er entscheidet, welche Maximalbreite das Schutzblech haben darf. Wenn möglich, sollte der Schutz etwa zehn Millimeter breiter sein als die Reifen. Ebenfalls entscheidend für den Kauf ist die Art der Bremse Ihres Fahrrads. Felgenbremsen, vor allem an Rennrädern, haben oft eng sitzende Bremsbügel. Dort passt kein Schutzblech hindurch. Doch auch für dieses Problem gibt es Speziallösungen.

Kompatibilität mit Fahrradtypen

  • Mountainbikes: Breite Reifen erfordern breitere Schutzbleche.
  • Rennräder: Enge Bremsbügel erfordern spezielle Lösungen.
  • Gravel- oder Tourenräder: Schmalere Reifen ermöglichen die Verwendung schmalerer Modelle.

Materialien

  • Kunststoff: Leicht und kostengünstig, ideal für Einsteiger.
  • Aluminium: Robuster und langlebiger, aber schwerer.
  • Carbon: Ultraleicht und extrem stabil, jedoch teuer.

Getestete Modelle und ihre Eigenschaften

Hebie Viper 751

Die Viper von Hebie ist eine Art Klassiker unter den Steckschutzblechen für Mountainbikes. Das Prinzip: Leicht gebogene Winkel aus Stahl werden vorn an die Bohrung der Gabelbrücke und hinten an die Brücke zwischen den Sattelstreben geschraubt. Beide Schutzbleche müssen nach der Montage nur auf die Adapter geschoben werden.

Vorteile:

  • Echte Steckschutzbleche, die fest sitzen und einfach angebracht werden können.

Nachteile:

  • Der Steckmechanismus erfordert eventuell leichtes Nachbearbeiten.

Geeignet für:

  • Mountainbiker, die Steckschutzbleche schnell an- und abstecken wollen.

Ass Savers

Die kleinen Schutzbleche mit dem schönen Namen gibt es für wenige Euro in mehreren Breiten und vielen Farben. Einzigartig ist die Anbringung der kleinen Schützer ohne Adapter oder Klettband: Sie werden unter den Sattel und zwischen das Sattelgestell geschoben. Klappt man nun die etwas breitere Spitze an der vorgestanzten Stelle um, sitzt der Schützer fest.

Details:

  • Mudder Mini: Wird zwischen Gabelbrücke und Reifen gesteckt und mit Klettbändern an der Gabel befestigt.

Nachteile:

  • Die Schutzwirkung des kurzen Kunststoffblattes ist überschaubar.

Topeak D-Flash Serie

Topeak bietet mit der Serie »D-Flash« mehrere Schutzprodukte an. Alle drei Schutzbleche sind aus leichtem Polypropylen (Gesamtgewicht: 116 Gramm) und kommen flach wie ein Stück Papier beim Kunden an. Sie erhalten ihre endgültige Form, wenn man sie an vorgestanzten Linien faltet, ähnlich wie die Ass Savers. Anschließend sind sie erstaunlich stabil, befestigt werden sie mit gummierten Klettbändern.

Vorteile:

  • Schnelle Montage und Demontage.
  • Leicht und kaum bemerkbar während der Fahrt.

Nachteile:

  • Die Schutzwirkung ist vorn aber eher schlecht.

SKS Speedrocker

Die Speedrocker sind ein kompletter Schutzblechsatz für Fahrräder mit Scheibenbremsen. Das Schutzblech hinten wird am Sitzrohr und unten an den Sitzstreben befestigt. Für den perfekten Sitz gibt es in der Länge verstellbare Haltestreben an den Kunststoffblechen. Die Befestigung erfolgt über gummierte Auflagen, die mit Gummibändern fixiert werden.

Vorteile:

  • Lassen sich - nach der Erstmontage - schnell anbringen, passen an fast alle Räder mit Scheibenbremse und bieten sehr guten Schutz.

Nachteile:

  • Mit über 400 Gramm sind die Schützer recht schwer.

Geeignet für:

  • Alle Touren-, Rennrad- und Gravelfahrer mit Scheibenbremse.

SKS Mudrocker

Die Mudrocker sind breite Plastikschutzbleche speziell für Mountainbikes. Befestigt wird der hintere Schutz ausschließlich an den beiden Sitzstreben mit gummierten, etwa zehn Zentimeter langen Haltern sowie gummierten Klettbändern.

Vorteile:

  • Die Mudrocker sehen gut aus und schützen oberhalb der Knie zuverlässig vor hochspritzendem Schmutz.

Nachteile:

  • Das vordere Schutzblech ist etwas zu kurz, so sind die Füße nicht geschützt.

Geeignet für:

  • Für alle Mountainbiker, die ihre Räder auch für Pendlerfahrten nutzen und trotzdem sportlich aussehen möchten.

BBB Roadprotector

Vom Roadprotector gibt es kein Set, sondern je eine Variante für vorn und eine für hinten. Die Bleche werden nicht mit Kraft gesteckt, sondern sanft eingeschoben und mit einem Riegel fixiert. Das funktioniert im Test sehr gut.

Vorteile:

  • Der BBB Roadprotector ist einfach zu handhaben, leicht und schlank.

Nachteile:

  • Anders als bei den meisten anderen Blechen deckt der Schutz nur den Bereich hinter den Bremsen ab.

Mudguards für Mountainbikes im Detail

Ein Mudguard ist ein unverzichtbares Zubehör für Mountainbiker, das einen effektiven Schutz vor Spritzwasser und Schmutz bietet. Doch die erhältlichen Mudguards unterscheiden sich stark. Die mit Abstand wichtigste Anforderung an einen Mudguard ist das Sauberhalten von Gesicht und Augen.

Anforderungen an einen Mudguard

  • Sauberhalten von Gesicht und Augen.
  • Geräuscharmut.
  • Fester Sitz.
  • Schutz der Federgabeldichtungen.
  • Flexibles und stabiles Material.

Montagearten

  • Verzurrt: Mit Kabelbindern oder Klettbändern.
  • Verschraubt: Für Gabeln mit Gewinden.

Die Montage eines Mudguards kann man grundsätzlich in zwei verschiedene Methoden unterteilen: verzurrt oder verschraubt. Bei den verzurrten Mudguards unterscheiden wir zudem noch zwischen Kabelbinder und Klett. So wie alles im Leben hat auch hier jede Variante ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Weitere getestete Mudguard-Modelle

  • RockShox Fender: Minimalistisch, schlechte Schutzwirkung.
  • Riesel Design kol:oss: Klassisches Design, geringere Schutzwirkung.
  • FOX Mudguard: Gute Integration in die Federgabel, durchschnittlicher Schutz.
  • Zéfal Deflector FM30: Guter Schutz bei fairem Preis.
  • Mucky Nutz MugGuard Long: Bester Schutz, Klettstreifen für die Montage.
  • Mudhugger EVO Bolt-On: Verschraubbar, zweitbester Schutz, leichtes Klappern.
  • Slicy Enduro/DH Long Mudguard: Individualisierbar, verschiedene Designs.

MTB Schutzbleche im Vergleich

MTB Schutzbleche bieten mehrere Vorteile, die das Fahrerlebnis erheblich verbessern. Schutzbleche verhindern effektiv das Spritzen von Wasser und Schlamm auf den Fahrer. Dies ist besonders wichtig bei Fahrten durch nasses Terrain oder nach Regenfällen.

Produkt Material Radgröße Befestigung Besonderheiten
SKS Mudrocker Rear Glasfaserverstärkter Kunststoff 27,5 - 29 Zoll Klettstrapsen Integrierter Extender
SKS Shockblade Dark + X-Blade Dark Kunststoff 26 - 27,5 Zoll Quick-Release Einfache Demontage
Unleazhed M02 Recycelter Kunststoff 24 - 29 Zoll Klettbinder Wasserkeil
Topeak Defender M1 & M2 Nylon-Spritzguss - Quick-Release Werkzeuglose Montage
RBRL RL-910F/R - 24 - 29 Zoll Universelle Befestigung Werkzeuglose Demontage

Die richtige Montage

Die Montage eines MTB Schutzblechs gestaltet sich in der Regel einfach, erfordert jedoch Präzision und das richtige Werkzeug.

  1. Benötigte Werkzeuge vorbereiten: Inbusschlüssel und Schraubendreher bereitlegen.
  2. Montageort wählen: Rahmen auf ideale Montageorte prüfen.
  3. Schutzblech montieren: Schutzblech positionieren und fixieren.
  4. Position testen: Stabilität prüfen.
  5. Fahrtest durchführen: Sicherstellen, dass das Schutzblech sicher montiert ist.

Pflege und Wartung

Die Pflege meines MTB Schutzblechs ist unerlässlich, um dessen Lebensdauer zu verlängern und optimale Leistung zu gewährleisten.

  • Reinigung nach jeder Fahrt: Mit Wasser und Bürste reinigen.
  • Überprüfung von Beschädigungen: Auf Risse prüfen.
  • Befestigungen nachziehen: Schrauben regelmäßig prüfen.
  • Schutzbehandlungen anwenden: Geeignete Pflegemittel verwenden.
  • Winterlagerung: Trocken lagern.
  • Fachgerechte Aufbewahrung: Schutzblech vor Druckstellen schützen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0