Abrollumfang Fahrradreifen: Tabelle, Berechnung und wichtige Informationen

Wenn Sie sich einen neuen Fahrradcomputer bestellt haben, ist es wichtig, diesen korrekt einzustellen. Hierbei ist Obacht geboten, wenn Sie den Radumfang eingeben müssen - hierfür sind mehrere Vorgehensweisen möglich. Auch wenn Ihr Fahrradcomputer falsche Werte anzeigt, ist dieser Artikel sicherlich nützlich.

Montage des Fahrradcomputers

Zuerst ist es wichtig, den Fahrradcomputer korrekt zu montieren. Im Prinzip lassen sich fast alle Fahrradcomputer ohne Werkzeug montieren.

Im Verkaufsset liegen dem Fahrradcomputer im Normalfall ein Magnet und ein Sensor bei. Befestigen Sie den der Lieferung beigefügten Magneten an den Speichen. An welcher Position dieser montiert wird, ist nicht entscheidend. Achten Sie aber darauf, dass Magnet und Sensor sich auf gleicher Höhe befinden. Außerdem darf der Abstand dazwischen nicht zu groß sein; ca. Wenn Sie einen Fahrradcomputer mit Kabel besitzen, legen Sie das Kabel vom Fahrradcomputer am Lenker zum Sensor an der Gabel.

Experten-Tipp: Kaufen Sie Kabelbinder zur Montage; diese sind beim Anbau wirklich hilfreich. Teils sind im Lieferumfang aber auch bereits Kabelbinder enthalten. An sich wird der Sensor des Computers mit einem oder auch mit mehreren Gummis an der korrekten Position gehalten. Anfangs funktioniert dies auch meist recht gut. Jedoch kann es im Laufe der Zeit durchaus passieren, dass die Gummis teils brüchig werden.

Einstellung des Fahrradcomputers

Nachdem Sie Ihren neuen Fahrradcomputer optimal montiert haben, heißt es im nächsten Schritt, diesen korrekt einzustellen. Das Kurbelix-Team erklärt hier zuerst die Variante „den Radumfang mit Reifenumdrehung messen“. Bei dieser Variante werden sowohl Ihr Gewicht, als auch der Reifenzustand inkl. Luftdruck mitberücksichtigt.

Mit dieser sehr genauen Methode ermitteln Sie per Messung den Reifenumfang. An der Position, an welcher das Rad genau nach unten zeigt, machen Sie am Fahrradmantel und am Boden - z.B. mit einem Kreidestück - eine entsprechende Markierung.

Um den korrekten Radumfang zu ermitteln, muss nicht unbedingt gemessen werden. Wenn Sie am Fahrradcomputer den Radumfang eingestellt haben, können nun sowohl die Distanz als auch die Geschwindigkeit korrekt erfasst und ausgegeben werden.

Wie wird ein Fahrrad-Computer genau auf die Radgröße mit Reifen eingestellt? Dazu wird zunächst der genaue Radumfang benötigt: Für die Ermittlung dieses „Abrollumfangs“ werden die Reifen entsprechend normaler Gewohnheiten aufgepumpt, das Ventil steht exakt unten auf dem Boden und man rollt dann mit seinem Körpergewicht auf dem Rad sitzend gerade an einem entfalteten Zollstock eine Radumdrehung entlang, bis das Ventil wieder genau unten steht. Bremse ziehen und vorsichtig absteigen: Das wieder senkrecht stehende Ventil am Zollstock zeigt dann den Radumfang in Millimetern.

Es lohnt sich diesen Wert digital in der Smartphone-Cloud zu notieren, denn spätestens, wenn der Akku des Fahrrad-Computers leer ist muss die Messung mühsam wiederholt werden - für jedes Fahrrad.

Ein Fahrradtacho ist ein ziemlich genaues Messinstrument, viel genauer als ein Pkw- oder Motorradtacho und wird neben dem GPS gern bei Rekordversuchen eingesetzt.

Radumfang berechnen

Um den richtigen Radumfang zu ermitteln, muss man diesen nicht zwangsläufig vermessen. So wird der Umfang wie folgt berechnet: U=2·π·r eine zweite Variante wäre es übe den Durchmesser des Rads zu berechnen, dies ist am Ende jedoch dieselbe Formel, nur ungekürzt: U=2·π·(d/2) Weil man mit Pi so schwer im Kopf rechnen kann, haben wir einen kleinen Rechner für euch aufgesetzt, hier müsst ihr lediglich den Radius (in cm) eingeben und auf „senden“ klicken, ihr erhaltet dann den Umfang in mm. Hinweis: Der Radius ist der halbe Durchmesser.

Radumfang messen

Wer noch genauer vorgehen möchte, der legt sich ein Maßband auf den Fußboden, stellt sein Fahrrad neben das Maßband, wählt sich einen Fixpunkt am Reifen und schiebt sein Rad solange vorwärts bis der Fixpunkt wieder an derselben Stelle ist. Jetzt die Entfernung ablesen und der Umfang ist ermittelt. Es kann dazu am Reifen ein kleiner Strich mit dem Kugelschreiber markiert oder das Ventil als Anhaltspunkt genommen werden.

Mit dieser Methode wird der Reifenaußendurchmesser bzw. der Abrollumfang ermittelt. Es kommt nicht darauf an ob es sich um ein E-Bike, Rennrad oder Cityrad handelt, die Methode passt zu jedem Fahrradtyp.

Radumfang aus Tabelle ablesen

Wer nicht extra den Zollstock aus dem Werkzeugkoffer holen möchte, der kann den Radumfang auch aus einer Tabelle ablesen. Hier wird aufgelistet wie der Radumfang 28 Zoll oder auch der Radumfang für 26 oder 24 Zoll ist.

Einige Hersteller haben dabei Ihre eigenen Tabellen. Um zum Beispiel den Sigma Radumfang einzustellen, kann einfach in der Bedienungsanleitung der Wert abgelesen werden. Wer diese nicht mehr hat, der wirft einen Blick in die ETRTO Tabelle.

Die ETRTO ist eine europäische Reifen und Felgen Sachverständigenorganisation. Der Weg der Tabelle ist nicht immer der genauste Weg. Der Tatsächliche Radumfang beim Fahrradreifen hängt vom Mantel, der Felge und dem richtigen Reifendruck ab.

Nachfolgend zeigen wir die ETRTO Tabelle vom Hersteller Schwalbe Tech-Sheet.

ZollETRTOCa. U / mmZollETRTOCa. U / mm
1650-30512652635-5591990
35-349132540-5592030
37-349138047-5592050
1840-355138050-5592075
50-355144057-5592120
2035-406151060-5592160
40-40615402837-5902100
40-406158020-6222100
50-406160023-6222125
54-406162025-6222135
60-406165028-6222150
2447-507190030-6222160
50-507191032-6222170
54-507193035-6222185
57-507195537-6222170
60-507198040-6222220
62-50719952842-6222230
2847-622225050-6222280
54-622229560-6222330
32-630220040-6352250

Quelle Tabelle: Tech Info Fahrradreifen Schwalbe

Als Nachteil ist zu sehen, dass das Ermitteln des Radumfangs durch die ETRTO Tabelle nicht die beste und korrekteste Methode ist. Sie dürfen die ermittelten Werte tatsächlich nur als Annäherung sehen. Es gibt einige wichtige Faktoren, die bei der exakten Ermittlung des Radreifen-Umfangs eine große Rolle spielen - aber hier eben nicht berücksichtigt werden. So z.B.

Reifengrößen und Bezeichnungen

Um den richtigen Radumfang zu ermitteln, muss man diesen nicht zwangsläufig vermessen. Zum einen die Reifengröße, die meist in Zoll angegeben wird zum Beispiel 20 x 1,75. Die erste Zahl ist dabei die circa Angabe des Reifenaußendurchmessers und die zweite Zahl die ungefähre Reifenbreite.

Auf einigen Reifen findet man auch die französische Bezeichnung, die wie folgt aussieht: 700 x 20C. Die erste Zahl steht dabei wieder für den Außendurchmesser des Reifens aber in mm nicht in Zoll (das wäre sonst ein Riesenrad). Die zweite Zahl gibt die Reifenbreite an und der Buchstabe steht für die Reifenhöhe. Buchstabe A entspricht ca. Eine weitere Größe ist die ETRTO Angabe (Europäische Reifen- und Felgen-Sachverständigenorganisation).

Je nachdem welche Angabe auf dem Reifen aufgebracht ist, kann man dann in der Tabelle die dritte wichtige Größe ablesen, den Radumfang in mm.

ETRTO-Angaben

ETRTO Angabe: ETRTO bedeutet übersetzt „Europäische Reifen- und Felgen-Sachverständigenorganisation“. Die ETRTO-Angaben setzen sich wie folgt zusammen: Zum Beispiel bei 47-406 - das Format ist immer identisch; die erste Zahl, hier also die 47, benennt die Reifenbreite in mm.

Der ungefähre Radumfang - die dritte und wichtigste Größe. Je nach Reifen sind hier verschiedene Angaben eingeprägt, so können Sie schließlich in der Tabelle die dritte wichtige Größe nachlesen und zwar den Radumfang in mm. Oftmals haben die Reifenhersteller, wie z.B. Sigma Sports eigene Tabellen-Varianten für den Radumfang in der ETRTO Tabelle.

Die European Tire and Rim Technical Organization - kurz ETRTO gibt mit der ersten Zahl die Reifenbreite und mit der zweiten den Innendurchmesser des Pneus in Millimetern an. Dadurch stellt das ETRTO-Maß sicher, dass die Reifen auch wirklich genau auf die Felge passen. Früher sprang ein Reifen beim Aufpumpen auch gern mal von der Felge oder ließ sich kaum zerstörungsfrei aufziehen, weil der Innendurchmesser zu klein war. Das sollte durch die ETRO-Norm besser geworden sein.

27,5 Zoll-Radumfang

Die Wahrheit des 27,5 Zoll-Radumfangs aus meiner Sicht: Dem Massentrend der breiteren und damit auch höheren (!) Reifen für Cyclocross, Gravel, Endurance usw. folgend wollte man nicht alle Rahmen und Gabeln ändern, sondern produzierte einfach etwas kleinere Laufräder, damit die voluminöseren Pneus wieder genug Luft zwischen den Rahmenteilen haben.

Der Innendurchmesser von 27,5 Zoll-Reifen beträgt 584 mm und ist damit gleich der veralteten französischen Größenangabe „650B“. Gab es also schonmal. War das Revival dieser neue Größe zwischen den bewährten 26- und 28 Zoll Rädern wirklich nötig?

29 Zoll-Radumfang

Vor ein paar Jahren erfand die Fahrradindustrie das 29 Zoll-Rad fürs Mountainbike. Der nur zwei Zoll größere, äußere Radumfang sorgte real für größere MTB’s, mit etwas weniger Rollwiderstand und einem ruhigerem Laufverhalten. Optimal für größere Menschen oder solche, die auf Waldwegen einen unaufgeregten Fahrstil bevorzugen.

Diese Räder rollen mit ihrem größeren Radumfang besser über Unebenheiten, sind aber im engen Gelände und in der Stadt nicht mehr so agil und etwas schwerer - samt dem physikalischen Rattenschwanz der größeren, rotierenden Massen mit all seinen Nachteilen. Je nach Einsatzzweck haben diese größeren Fahrräder meiner Meinung nach ihre volle Daseins-Berechtigung.

Was man bei 28- und 29-Zoll Reifen wissen muss: Die Reifen haben den gleichen Innendurchmesser von 622 Millimetern! Also das gleiche, zweite ETRTO-Maß. Trotzdem erzeugt ein Gravelbike mit voluminöseren Reifen ein anderes Fahrgefühl, als beispielsweise ein Rennrad oder Cyclocrosser.

20 Zoll-Radumfang

In den siebziger Jahren hatten fast alle Klapp- und Kinderräder 20 Zoll. Damit bin ich groß geworden. Es war eine heilige Standardgröße wie die Konservendose. Sie wurden selbst vom Bonanza-Rad und selbst vom BMX-Rad noch adaptiert. Außerdem war sie sehr beliebt bei einfachen, preiswerten Damenrädern mit niedrigem Durchstieg. Der wurde durch die kleinen Radumfänge automatisch noch niedriger.

Dann wurde es zwei Jahrzehnte ganz still um die kleinen Räder, weil sie natürlich nicht so schön rollten, wie die Großen. Erst mit der Neuentdeckung des Faltrads und der Lastenräder - neudeutsch Cargobikes - sah man sie wieder öfter live auf der Straße. Beim Lastenrad sorgen sie für einen gewollten, tiefen Schwerpunkt und mildern das recht unhandliche Längenmaß dieser Zweirad-LKWs etwas ab.

Auch hier lässt sich das gewünschte Fahrgefühl mit voluminösen Breitreifen oder schmalen Slicks je nach Einsatzzweck deutlich optimieren. Der kleine Radumfang erzeugt jedenfalls keinen riesengroßen Rollwiderstand. Im direkten Vergleich von einem 20 Zoll- zu einem 28 Zoll Rad spürt man diesen bei längeren Touren aber schon etwas.

Trotzdem kann mit 20 Zoll-Rädern in einem hochwertigen Bike kräfteschonend und schnell geradelt werden. Aber die Reifen nutzen sich naturgemäß eher ab, die Bremsen blockieren schneller und Schlaglöcher kommen viel direkter im Lenker und Sattel an.

Weitere Faktoren, die den Radumfang beeinflussen

Auch die Felgenbreite (die sogenannte „Maulweite“) trägt dazu bei, den Radumfang, das Abrollverhalten und das Fahrgefühl in Kurven zu beeinflussen. Schmalere Felgen sind im Gelände und beim harten Bordsteinüberfahren besser geschützt. Breitere Felgen führen den Reifen dafür präziser. Nicht umsonst haben leistungsstarke Motorräder extreme Niederquerschnitts-Breitreifen, um die Motorleistung auch in Kurven noch auf die Straße zu bringen.

Etwas anders dimensionierte Reifen auf der gleichen Felge können beim Zweirad ein komplett anderes Fahrgefühl erzeugen. Wer mit dem Rad in Asien, Südamerika oder Afrika fahren möchte, greift gern auf die klassischen, 26 Zoll großen Laufräder zurück, da es dafür garantiert Ersatzteile gibt.

Abhängig von der Bauform und der Innenmaulweite der Felge kann dieses Maß jedoch variieren. Daher nutzen die meisten Reifenhersteller bei der Angabe der Reifenmasse den zulässigen Toleranzbereich von (+/- 3mm) in den meisten Fällen nach unten aus. Ein frisch montierter Reifen kann sich mit der Zeit noch ein wenig ausdehnen und weiten, ebenso spielt auch der Luftdruck eine Rolle. Bei maximalem Luftdruck wird der Reifen breiter als bei geringem Druck.

Bitte habe Verständnis dafür, dass wir bei der Vielzahl an Fahrradmodellen nicht alle Rahmen auf die Kompatibilität zu den verschiedenen Reifen überprüfen können. Ein sehr viel schmalerer Reifen reduziert den Abstand zwischen Pedalen und dem Untergrund, wohingegen ein breiterer Reifen möglicherweise am Rahmen oder den Anbauteilen schleifen kann.

Der Reifeninnendurchmesser muss mit dem Felgenschulterdurchmesser übereinstimmen. Die Reifengröße 37-622 passt z. B. Außerdem müssen Reifenbreite und Felgeninnenmaulweite aufeinander abgestimmt sein.

Reifendruck

Erst durch einen ausreichenden Luftdruck ist der Reifen in der Lage, das Fahrrad zu tragen. Auf der Straße gilt: Je höher der Luftdruck, desto geringer der Rollwiderstand des Reifens. Auch die Pannenanfälligkeit ist bei hohem Druck geringer.

häufig zum vorzeitigen Verschleiß des Reifens. Rissbildung an der Seitenwand ist die typische Folge. Auch der Abrieb ist dann unnötig hoch.

Radumfang Rechner

Um einen Fahrradcomputer zu programmieren, muss man den genauen Radumfang des Fahrradreifens eingeben. Allerdings variiert der Radumfang abhängig von Felge, Luftdruck und Gewichtsbelastung. Aus diesem Grund kann man hier keinen absolut exakten Radumfang eingeben. Ein rechnerisches Ergebnis ist mit nachfolgendem Umfangrechner möglich.

Die benötigten Werte sind die ETRTO Angaben auf der Reifenflanke (siehe Beispielbilder). Bitte achten Sie auf korrekt Eingabe die Felder Breite und Innendurchmesser. Ein Reifen mit den Abmessungen 47-507 ist 47mm breit und für eine Felge mit 507mm Durchmesser gedacht. Die tatsächliche Breite kann je nach verwendeter Felge auch etwas grösser oder kleiner ausfallen. Eine Fahrradreifengrößen Tabelle finden Sie weiter unter.

Fahrradreifen Größenbezeichnung ETRTO und Zoll

Die Größen von Fahrradreifen werden heute nach der Europäischen Reifen- und Felgennorm ETRTO (European Tire and Rim Technical Organization) bezeichnet. In der Praxis werden aber auch die älteren, englischen und französischen Bezeichnungen verwendet.

Die ETRTO Größenbezeichnung (z. B. 37-622) gibt die Breite (37 mm) und den Innendurchmesser des Reifens (622 mm) an. Diese Bezeichnung ist eindeutig und erlaubt eine klare Zuordnung zur Felgengröße.

Die Zollbezeichnung als dezimal (z. B. 28 x 1.40) gibt den ungefähren Außendurchmesser (28 Zoll) und die Reifenbreite (1.40 Zoll) an.

Die Zollbezeichnung als bruch (z. B. 28 × 1 5/8 × 1 3/8) gibt den ungefähren Außendurchmesser (28 Zoll), die Reifenhöhe (1 5/8) und die Reifenbreite (1 3/8) an

Die sogenannte französische Bezeichnung (z. B. 700 × 35C) gibt den ungefähren Außendurchmesser (700mm) des Reifens in Millimeter, die Breite des Reifens (35mm) und die Reifenhöhe (C) an. Der Buchstabe benennt den dazu passenden Felgen-Nenndurchmesser und gibt somit indirekt einen Hinweis auf die Höhe des Reifens. Buchstabe A entspricht ca. 30mm, Buchstabe B ≈ 33 mm und C≈ 39 mm.

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