Die Geschichte von Bauer Motorrad in Bamberg ist reichhaltig und vielfältig. Am 5. Januar 1905 gründeten 20 Motorradfahrer und Kraftfahrer im Café Bauer den MCN unter dem Namen „Erster Nürnberger Motorfahrer-Verein, Ortsgruppe des D.M.V.“ als Ortsgruppe der Deutschen Motorradfahrer-Vereinigung (D.M.V. - später in ADAC umbenannt).
Erster Vorstand war Direktor Hans Schmidt aus Neumarkt, Chef der Express-Werke Neumarkt (Hersteller von Fahrrädern und Motorrädern). Von Anfang an waren motorsportliche Aktivitäten Kern des Vereinslebens. Der Verein änderte häufig seinen Namen, bis er 1929 als Motorsport-Club Nürnberg 1905, Ortsgruppe des ADAC e.V. 1933 wurde der MCN Opfer der Gleichschaltung unter den Nationalsozialisten.
Wie auch der ADAC wurden alle eigenständigen Institutionen und Vereine im Bereich des Kraftfahrzeugwesens aufgelöst und in „Der Deutsche Automobilclub“ (DDAC) zusammengefasst. Das Vermögen des MCN wird eingezogen.
Im Juni 1905 fand eine Gleichmäßigkeitsfahrt mit 30 km Durchschnittsgeschwindigkeit statt (Streckenverlauf: Würzburg-Bamberg-Nürnberg). Mitte August fanden am Reichelsdorfer Keller Schnelligkeits-Rennen für Motorräder statt. Im Rahmen der bayerischen Landesausstellung findet 1906 der 3. Deutsche Motorradfahrertag in Nürnberg statt.
Von 1909 bis 1933 organisierte der MCN für den ADAC-Gau Nordbayern die Bergprüfungen am Würgauer Berg in der Nähe von Bamberg. Es waren Bergrennen auf einer 5 Km langen Strecke mit Steigungen bis 9 %. Die Veranstaltung war offen für Motorräder mit- und ohne Beiwagen, Touren, Sport- und Rennwagen. Die Bergrennen wurden von Jahr zu Jahr beliebter.
Zehntausende Zuschauer strömten zu den Rennen. Zu den Siegern gehörten u.a. Hans Stuck Senior (1932) und Manfred von Brauchitsch. Der MCN nach veranstaltete am 13. September 1931 zusammen mit dem Ardie-Club Nürnberg ein Kilometerrennen. Die ein Kilometer lange Strecke lag im Nürnberger Stadtteil Altenfurt. Sie war einmal zu durchfahren.
Es wurde die Zeit gewertet. Rund 10.000 Besucher verfolgten die Veranstaltung. Es gab fliegende Händler und einen Bierausschank. Rund 40 Starter starteten im 5-Minuten-Abstand. Neben diesen Veranstaltungen führte der MCN Ballon- und Flugzeugverfolgungen durch.
Spende eines BMW Motorrads an das BTZ Bamberg
Die Handwerkskammer für Oberfranken hat für das BTZ Bamberg eine BMW F700 GS im Wert von ca. 9.000€ erhalten. Die kostenlose Überlassung des Fahrzeuges zu Ausbildungs- und Unterrichtszwecken wurde durch die BMW Group ermöglicht. Die Betreuung und Übergabe an das BTZ Bamberg erfolgt durch Timo Raithel vom Motorradcenter Bauer in Bamberg.
Die Geländemaschine wird im BTZ für die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, die Meisterschule und die Fortbildung eingesetzt werden. Bei der Spende handelt es sich um eine BMW F700 GS, mit moderner Sonderausstattung. Über die elektronische Steuerung Ride-by-Wire kann die Gaszufuhr und Gaswegnahme einfacher reguliert werden. Durch den Wegfall der mechanischen Übersetzung wird die Gashand geschont.
Für die Sicherheit beim Bremsen sorgt das serienmäßige kompakte und leichte BMW Motorrad 2-Kanal-ABS. Das optionale ASC (Automatic Stability Control) regelt bzw. optimiert die Kraftübertragung und verhindert das Durchdrehen des Hinterrades z. B. auf nasser Fahrbahn. Im Gelände sind beide Systeme entweder abschaltbar oder können über Fahrmodi Pro im Enduro Mode auf die Anforderungen abseits eingefahrener Wege angepasst werden.
Thomas Koller, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Oberfranken: „Ich bedanke mich herzlich bei BMW und beim Motorradcenter Bauer für diese Spende. Sponsoring, wie in diesem Fall von BMW, trägt ganz wesentlich dazu bei, unsere Schulungen immer auf dem technisch neuesten Stand zu halten.“
BMW R nineT für das BTZ Bamberg
Die BMW Motorradcenter Bauer GmbH und sein Verkaufsleiter Johnny Stamper haben mit Unterstützung der BMW Group aus München, Abteilung Motorrad, dem Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Bamberg eine nagelneue BMW R nineT im Wert von über 14.000 Euro überreicht. „Das haben wir wirklich gerne gemacht“, so Franz Hergenröder, Geschäftsführer der BMW Motorradcenter Bauer GmbH und sein Verkaufsleiter Johnny Stamper unisono.
„Das ist ein großer Schub für unsere Zweitradmechatroniker-Ausbildung in Bamberg“, freute sich Handwerkskammer-Vizepräsident Matthias Graßmann, der gemeinsam mit Wolfgang Wich, Fachbereichsleiter für Kfz-Technik und Zweiradmechatronik an der HWK für Oberfranken, die Übergabe vornahm. „Auch dank solcher Spenden schaffen wir es, den Fuhrpark unserer Kfz- und Zweirad-Schulungswerkstatt auf dem allerneusten Stand zu halten.“
Bei der BMW R nineT handelt es sich um ein High-Tech-Motorrad der Premiumklasse von BMW mit handgeschweißten Alutank und einem luft-/ölgekühlten Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor mit 109 PS, das besonders hochwertig verarbeitet ist. Die Ausbildungsmeister für Kfz-Technik und Zweiradmechatronik im BTZ Bamberg, Heiko Butz und Matthias Motschenbacher, können damit nun ihre Lehrgangsteilnehmer*innen mit den neuesten Prüf- und Messtechnikverfahren vertraut machen und damit auf höchstem Niveau schulen und qualifizieren.
Die Sammelleidenschaft für Bauer-Fahrzeuge
Ein Sammler plant eine Ausstellung von Bauer-Fahrzeugen aus fast sechs Jahrzehnten. Es sind Fahrzeuge aus sämtlichen Produktionsphasen der Bauer-Werke, die von den 1920er-Jahren bis zur Werkschließung 1968 in den Produktionshallen im Hanauer Ortsteil Klein-Auheim gebaut wurden. Schulisch kann zu fast allen seiner Sammlerstücke eine Geschichte erzählen; etwa über das Herren-Rad aus dem Jahr 1943, das ein Freiburger im Jahr zuvor bestellt hatte.
Weil der Mann im Zweiten Weltkrieg gefallen ist, sei das Rad nie gefahren worden. »Die Angehörigen brachten es nach der Anlieferung nie über das Herz, es zusammenzubauen und zu nutzen.« Es schlummerte Jahrzehnte im Keller, bis Schulisch es erwarb. Die Moppedscheune beherbergt seit einigen Wochen zwölf Räder aus dem Nachlass des vor Jahrzehnten aufgelösten Radsportclubs Concordia 09 Bamberg: Radball-Bikes mit Holzfelgen, Ein- und Sporträder, die meisten von Bauer; außerdem Pokale, Bälle und Original-Werkzeug.
Schulisch ist ständig dabei, seine Bauer-Sammlung zu erweitern und zu fokussieren. Um Platz zu schaffen, hat er sich von Produkten anderer Hersteller in seiner Sammlung getrennt. Immer wieder bekommt er Tipps, wenn im Internet ein Bauer-Bike angeboten wird, manchmal wird er auch selbst fündig. Kürzlich brachte ihm eine Familie aus Hannover ein Bauer-Jugend-Rad aus den 1950er-Jahren vorbei.
Ein Vitrinenschrank im Eingangsbereich der Moppedscheune beherbergt kleine Design-Preziosen: Steuerkopfschilder aus allen Bauer-Produktionsphasen, außerdem Metall-Löwen, die bis etwa 1935 die Schutzbleche der Bauer-Räder zierten. Auch einen Bauer-Taschenspiegel aus dem Jahr 1936 und eine Bauer-Wetterstation mit Thermo- und Barometer nennt Schulisch sein Eigen. Jüngst hat er ein Architekturmodell des Klein-Auheimer Produktionsgeländes erworben.
Neben dem regionalen Bezug der nahen Produktionsstätte ist für Schulisch die Qualität wichtig. »Die Räder wurden mit viel Liebe hergestellt«, sagt der Sammler und zeigt auf die kunstvoll verzierte Vermuffung einiger Fahrzeuge, die an Jugendstil-Ornamente erinnern. Und: »Bauer ist Kult!« 1952 wurde mit einem Bauer-Fahrrad die Straßen-Weltmeisterschaft gewonnen.
Daneben schlägt Schulischs Herz für die Mopeds und Motorräder der Firma: Drei der Fahrzeuge sind noch angemeldet: eine B 120 aus dem Jahr 1939, eine B 98 von 1952 und eine B 125 aus den 1950er-Jahren. Mit ihnen unternimmt Schulisch bei schönem Wetter Spritztouren durch den Spessart. Bei Höchstgeschwindigkeit von 60 bis 70 Stundenkilometern werde er sogar von Lastwagen überholt.
Längst in Schulisch mit der Moppedscheune in den Museumsführer des Landkreises Aschaffenburg aufgenommen worden. Sein nächstes Ziel ist ein Eintrag in das Buch der Rekorde, eine Variante des Guinness-Buchs. Jüngst hat er sich das Firmen-Logo als Tattoo auf die Hand stechen lassen.
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