Die Fahrradkette ist das Bauteil am Rad, das besonders oft Pflege braucht. Schmiermittel verringern den Verschleiß der Kette, schonen die Zahnräder und erleichtern das Treten. Klassischerweise kommen Öle, Sprays oder Kettenfett zum Einsatz.
PFAS in Kettenölen
PFAS − per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen − bauen sich in der Umwelt extrem langsam ab und können sich auch im Körper von Menschen und Tieren anreichern. Für einige PFAS sind Gesundheitsrisiken nachgewiesen. „Think Chemicals“, eine Initiative des dänischen Verbraucherrats, hat im Jahr 2023 in etlichen Kettenölen PFAS nachgewiesen. Nur in sieben Produkten steckten weder PFAS noch andere umweltschädliche Substanzen.
Da die öffentliche Aufmerksamkeit für die schädlichen Wirkungen der Fluorchemikalien in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, kann es sein, dass seit dem dänischen Test auch einige der PFAS-haltigen Kettenöle und -sprays verändert wurden. In der Liste der Inhaltsstoffe sollten Begriffe wie „Fluoropolymer“, „Fluorinated compound“ und auch „Teflon“ nicht auftauchen.
Der Umwelt zuliebe raten wir, bereits gekaufte Produkte mit PFAS nicht zu verwenden. Obendrein bieten manche Hersteller inzwischen auch noch Öle und Schmiermittel auf Nano-Partikel-Basis sowie Spezial-Produkte mit Zauber-Zutaten wie Graphen. Kostenpunkt: schlappe 129,95 Euro für 140 Milliliter.
Wachs als Alternative
Das Wachs gibt es zum Auftropfen, aber auch als Heißwachs: Das Wachs wird geschmolzen, dann wird die zuvor komplett entfettete Kette darin gebadet. Enthalten auch Heißwachse fürs Fahrrad häufig PFAS? Silca, MSpeedWax, Optimize, R.S.P, FinishLine und Rex versicherten uns, dass ihre Produkte heute PFAS-frei seien.
Kettenöl-Test: Gute Schmierung muss nicht teuer sein
Die schiere Flut an Produkten für die Fahrradkette lässt Köpfe wie Kurbeln kreiseln. Doch brauchen Ketten wirklich all diese Spezial-Mittelchen, um geschmeidig über die Kassette zu gleiten und den Verschleiß am Antrieb so gering wie möglich zu halten? Wir gehen der Frage auf den Grund und testen 18 Allround-Schmierstoffe für die Fahrrad-Kette der wichtigsten Hersteller am Markt.
Unser aufwändiger Labortest gibt Aufschluss über die tatsächlichen Qualitäten der Schmiermittel und zeigt: gute Schmierung muss nicht teuer sein. Schon ab 4,40 Euro pro 100 Milliliter finden sich am Markt hochwertige Produkte, die der Kette ein langes Leben ermöglichen.
Um alle Kettenöle bestmöglich miteinander vergleichen und die jeweiligen Kriterien in Relation zur Praxis werten zu können, nehmen wir eine Gewichtung vor. Bei der Humanverträglichkeit geht es um die Toxikologie von Schmierstoffen. Diese können Organismen angreifen, die Haut reizen, wassergefährdend, entzündlich oder entflammbar sein.
Die Komplexität eines Kettenöls im Test abzubilden, war gar nicht so einfach. Doch die Ergebnisse lassen sich gut miteinander vergleichen und Rückschlüsse auf die jeweiligen Testkriterien zu. Im Detail gibt es oft große Unterschiede, die wir teils selbst nicht erwartet hätten.
Die Öle von Holmenkol und MucOff gehören bei Verschleißschutz und Schmierverhalten zur absoluten Spitze und heimsen dadurch eine Empfehlung ein. Den Preis-Leistungstipp erarbeitet sich bei den Tropfflaschen Atlantic, bei den Aerosolflaschen TipTop. Testsieger in beiden Kategorien mit nur minimalen Abzügen im Detail werden die Öle von F100.
Testergebnisse im Detail
Hier eine Übersicht einiger getesteter Kettenöle und ihre Bewertungen:
- Antidot Kettenöl:
- Preis: 8,72 Euro (50 ml)
- Gesamtnote: 2,5
- Fazit: Vorbildlich schmierfähig, gute Viskosität, aber sehr geringer Rostschutz und mittelmäßiges Kriechverhalten.
- Atlantic Dry11:
- Preis: 9,41 Euro (125 ml)
- Gesamtnote: 3,2
- Fazit: Schmierfilmriss, Fresser. Hoher Lösemittelgehalt. Sehr guter Korrosionsschutz.
- Ballistol Keramik-Kettenöl:
- Preis: 5,09 Euro (65 ml)
- Gesamtnote: 2,0
- Fazit: Das Mineralöl mit Keramikfeststoffen schmiert gut, die Partikel bremsen aber den Leichtlauf. Es kriecht passabel, der Rostschutz ist top.
- Dr. Wack F100 Trocken-Schmierstoff:
- Preis: 8,76 Euro (50 ml)
- Gesamtnote: 2,2
- Fazit: Solide Schmierfähigkeit im oberen Mittelfeld. Ausgewogenes Verhältnis zwischen Korrosionsschutz, Kriechverhalten und schneller Abbindung.
- Finish Line Kettenöl Synthetisch:
- Preis: 6 Euro (60 ml)
- Gesamtnote: 3,0
- Fazit: Schmiert sehr gut, kriecht aber schlecht und schützt kaum vor Korrosion. Nur einzelne Bestandteile sind synthetisch.
- Hanseline Kettenwachs:
- Preis: 7,50 Euro (100 ml)
- Gesamtnote: 3,4
- Fazit: Die Wachspartikel benötigen relativ lange, bis sie eingelaufen sind und Schmierwirkung erzeugen. Die Reibwerte fallen relativ hoch aus. Nur gering ausgeprägter Rostschutz.
Weitere getestete Produkte sind:
- Holmenkol Performance Lube
- Kettenwixe Duraglide
- Motorex Dry Power Performance Lube
- Muc-Off Kettenöl für Trockenheit
- Pedro's Syn Lube
- R.S.P. Red Oil
- Sonax Bike Silikon Kettenpflegeöl
- Tunap Chain Oil Ultimate
- Wash'n Roll Bio-Antriebsöl
- WD-40 Bike Kettenöl Dry
- Weldtite Sport Kettenfluid
- Zéfal Chain Wax Extra Dry
Details zu ausgewählten Kettenölen
- Sonax Bike Silikon Kettenpflegeöl: Silikonzusätze verursachen hohe Reibung zu Messbeginn, was sich dann auf akzeptablem Niveau einläuft. Schmutzabweisung, Rostschutz und Kriechverhalten unter dem Durchschnitt. Handliches Fläschchen, gut für unterwegs, prima dosierbar, sehr zähfließend.
- Tunap Chain Oil Ultimate: Gute Schmierfähigkeit bei hervorragend niedrigem Reibwert. Kriecht nur mäßig und zieht Schmutz an, dafür sehr hoher Korrosionsschutz. Prima zu dosieren und aufzubringen dank langer Tülle; zähe, gut zu kontrollierende Tropfen.
- WD-40 Bike Kettenöl Dry: Stark lösungsmittelhaltig. Abbruch durch Schmierfilmabriss im ersten Durchgang; mittelhoher Reibwert. Kriecht und schützt relativ gut gegen Rost. Sehr dünnflüssig, stark tropfend. Auslass-öffnung zu groß, schlecht dosierbar.
- Weldtite Sport Kettenfluid: Relativ hoher Reibwert, doch gute Trenn-und Schmierwirkung. Stark lösungsmittelhaltig. Kriecht prima, jedoch schwacher Korrosions- und Schmutzschutz. Durchsichtige Flasche, kindersicherer Verschluss. Gut dosierbar, zieht gut ein.
- Zefal Chain Wax Extra Dry: Beide Testläufe brachen nach 40 und 50 Sekunden ab; Wachs- und keramische Partikel in der milchigen Lösung hielten dem Prüfdruck nicht stand. Nur schwach kriechfähig, doch akzeptable Schmutzabweisung und Korrosionsschutz.
Bio-Kettenöle im Test
Ein Tropfen Erdöl kann 600 bis 1000 Liter Wasser verunreinigen. Wir Biker sollten daher umdenken und umweltfreundliche Schmierstoffe für die Fahrradkette verwenden. Wenn Biker durch den Wald fräsen, läuft ihre Kette zwar meist geschmeidiger und leiser, aber viel zu selten auf einem Schmierfilm aus biologischem Öl.
Das Angebot an Öko-Fahrradkettenölen wächst zwar, doch nur langsam. Wir haben 14 als “Bio” ausgelobte Schmierstoffe getestet.
Der Begriff Bio ist dabei dehnbar wie Kaugummi und nicht in jedem Öl steckt ausreichend davon. Als biologisch leicht abbaubar - und das ist die Grundvoraussetzung, die ein modernes Bio-Schmiermittel erfüllen muss - gelten Produkte, die spätestens nach 28 Tagen zu mindestens 60 Prozent abgebaut sind.
Getestete Bio-Kettenöle
Diese 14 Bio-Kettenöle wurden getestet:
- Antidot Kettenöl
- Atlantic Bio-Kettenöl
- Danico Biotech Ketten Kaiser
- Dr. Wack F100 Bio Kettenöl
- Dynamic Bio Allround Lube
- Hanseline Bio MTB Oil
- Motorex Chainlube Allround
- Muc Off Wet Weather Lube
- Pedro’s Go!
- Rohloff Oil of Rohloff
- Toniq Chain Oil All Weather
- Tunap Eco Kettenöl
- Wash ‘n’ Roll Bio-Antriebsöl
- Weldtite Pure Wet Lube
Das wichtigste Argument für Biker aber, in Zukunft auf Bio-Schmierstoffe zu setzen, sind die Ergebnisse aus unserem aufwändigen Test: Die besten Bio-Produkte schmieren nämlich mindestens so gut wie die Gewinner aus unserem letzten Vergleich 2020 - und, kleiner Seitenhieb auf die Forst-Fraktion, auch deutlich besser als Kettensägenöl.
Was ist BIO?
Der Begriff Bio ist nicht geschützt. Nur, weil ein Produkt als umweltfreundlich angepriesen wird, ist es noch lange nicht unbedenklich.
Das sagt die Norm - OECD 301 (A-F): Ein Schmierstoff ist für die Umwelt weniger gefährlich, wenn er sich bei Kontamination des Erdreichs in kurzer Zeit biologisch abbaut. Gemäß OECD 301 (A-F) muss der Schmierstoff innerhalb von 28 Tagen zu mindestens 60 Prozent abgebaut sein, um als leicht biologisch abbaubar zu gelten.
Die unterschiedlichen Basisöle
Bei den Grundölen unterscheidet man Mineralöle, synthetische Öle und Pflanzenöle. Wobei synthetische Öle sowohl auf Mineralölbasis als auch auf Pflanzenbasis erzeugt werden können. Synthetische Öle fossilen Ursprungs sind nach heutigem Stand der Technik NICHT leicht biologisch abbaubar. Mineralöle per se nicht.
Um das Siegel “Bio” zu verdienen, sollte ein Fahrrd-Kettenöl natürlich nach OECD 301 biologisch leicht abbaubar sein. Zudem sollte es keine Farb- und Duftstoffe enthalten und ungefährlich für die Natur sein. Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit sollten Verpackung und Label aus einem Rezyklat bestehen, also aus recyceltem Kunststoff.
So testet BIKE
- Schmierfähigkeit: Im Labor von Bremer & Leguil, dem Hersteller von Antidot, haben wir alle Schmierstoffe auf einer Optimol-SRV5-Prüfmaschine testen lassen. Dabei werden Reibwert, Schmierungskoeffizient und Verschleiß in Anlehnung an DIN ermittelt.
- Kriechfähigkeit: Eine definierte Menge Schmierstoff wird auf die Kante zweier entfetteter, leicht versetzt aufeinanderliegender Glasplatten aufgetragen. Durch Kapillarkraft wandert der Schmierstoff 15 Minuten lang zwischen die Platten.
- Korrosionsschutz: Im Labor von Bremer & Leguil wurden in Anlehnung an DIN ISO 7120 zylindrische Prüfkörper aus Stahl 24 Stunden lang in einem Gemisch aus 300 ml des zu prüfenden Öls und 30 ml 0,5-prozentiger NaCl-Lösung getaucht.
- Handhabung der Schmierstoffe: Mehrere Testpersonen haben die praktische Handhabung beim Auftragen der Schmierstoffe bewertet. Die Mittel und Verpackungen unterscheiden sich dabei stark voneinander.
Interview mit Stefan Mitterer, Geschäftsleiter bei OELCHECK GmbH
Sind Bio-Kettenöle völlig unbedenklich für die Umwelt? Stefan Mitterer: Nein. Die offiziellen Tests zur Abbaubarkeit (z. B. OECD, CEC) sollen keinen Freischein darstellen. In Fällen wie Schlauchplatzern an Maschinen oder Verlustschmierung (Kette, Motorsäge) sind diese in der Umwelt besser abbaubar, sollten dennoch nicht in größerer Menge ins Erdreich oder Wasser gelangen.
Manche Kettenöle bestehen nachweislich zu einem großen Teil aus Weißöl und werden trotzdem als Bio deklariert. Da der Begriff Bio in diesem Zusammenhang nicht geschützt ist, sollte geprüft werden, ob die Auslobung “Bio” mit einem entsprechenden Test oder Erfüllung eines offiziellen Standards einhergeht (Prüfung des Etiketts, Datenblattes). Ansonsten kann man lediglich marketing-technische Gründe nicht ausschließen.
Im Test schneiden viele der Bio-Produkte sehr gut ab. Gibt es auch Nachteile gegenüber mineralischen Ölen? Je nach Aufbau des Schmierstoffs können sogenannte Bio-Schmiermittel eher zum Verharzen führen und sind in der Industrie oftmals teurer als klassische Mineralöle.
Ergebnisse des großen Kettenöl-Tests
Ausgewählte Bio-Kettenöle im Test
- Antidot Kettenöl:
- Umweltverträglichkeit: 9 von 10 Punkten
- Schmierfähigkeit: 10 von 10 Punkten
- Kriechfähigkeit: 4 von 10 Punkten
- Korrosionsschutz: 7 von 10 Punkten
- Handhabung: 9 von 10 Punkten
- BIKE-Urteil: sehr gut
- Labor: Vorbildliche Schmierfähigkeit und passabler Korrosionsschutz, angenehme Viskosität, aber geringe Kriechfähigkeit.
- Praxis: Fein dosierbar durch sämige Konsistenz. Die handliche, feste Flasche drückt sich etwas schwer. Kappe mit Kindersicherung. Keine Nachfülloption und relativ teuer.
- Atlantic Bio-Kettenöl:
- Umweltverträglichkeit: 9 von 10 Punkten
- Schmierfähigkeit: 7 von 10 Punkten
- Kriechfähigkeit: 5 von 10 Punkten
- Korrosionsschutz: 4 von 10 Punkten
- Handhabung: 10 von 10 Punkten
- BIKE-Urteil: gut
- Labor: Mäßiger Verschleißschutz und geringer Korrosionsschutz, bei geringen Kräften solide und anhaltende Schmierleistung.
- Praxis: Handliche Flasche mit feiner Tülle, leicht zu drücken und sauber punktuell aufbringbar. Etwas klebrig. Inzwischen mit recycelter Verpackung erhältlich.
- Danico Biotech Ketten Kaiser:
- Umweltverträglichkeit: 10 von 10 Punkten
- Schmierfähigkeit: 7 von 10 Punkten
- Kriechfähigkeit: 4 von 10 Punkten
- Korrosionsschutz: 10 von 10 Punkten
- Handhabung: 10 von 10 Punkten
- BIKE-Urteil: sehr gut
- Labor: Schmierstoff auf Basis von Sonnenblumenöl. Bei Reibung und Verschleiß im Mittelfeld, überzeugend bei Korrosionsschutz. Hohe Viskosität mit mäßigem Kriechverhalten.
- Praxis: Sehr fein aufzutragen und dabei nicht zu klebrig. Verpackung mit geringem Recycle-Anteil, beim Händler nachfüllbar.
- Dr. Wack F100 Bio Kettenöl:
- Umweltverträglichkeit: 9 von 10 Punkten
- Schmierfähigkeit: 10 von 10 Punkten
- Kriechfähigkeit: 4 von 10 Punkten
- Korrosionsschutz: 7 von 10 Punkten
- Handhabung: 10 von 10 Punkten
- BIKE-Urteil: sehr gut
- Labor: Durchgehend solider Reibwert und sehr guter Verschleißschutz. Schützt noch gut vor Korrosion, kriecht aber nur mäßig.
- Praxis: Mit eine der besten Tropfflaschen im Vergleich, zudem zum großen Teil aus Recycling-Material. Dank mittlerer Viskosität auch ohne Tropfen leicht und sauber aufzutragen.
- Dynamic Bio Allround Lube:
- Umweltverträglichkeit: 7 von 10 Punkten
- Schmierfähigkeit: 6 von 10 Punkten
- Kriechfähigkeit: 4 von 10 Punkten
- Korrosionsschutz: 10 von 10 Punkten
- Handhabung: 8 von 10 Punkten
- BIKE-Urteil: gut
- Labor: Bei Schmierfähigkeit nur im hinteren Bereich, auch der Verschleiß ist eher hoch. Dafür schützt das Öl zuverlässig vor Korrosion. Kriecht trotz geringer Viskosität nur mäßig.
- Praxis: Tropft schon beim Kippen leicht aus der Flasche, aufgrund der dünnflüssigen Konsistenz weniger sauber dosierbar.
Tipps zur Kettenpflege
Vor dem erneuten Einölen sollte die Fahrradkette gereinigt werden. Dazu kann ein normaler Lappen genutzt werden, mit diesem wird die Fahrradkette abgeputzt. Eine Methode für eine einfache Reinigung ist: Das Fahrrad auf den Kopf stellen und den Lappen an einer Stelle der Kette halten. Jetzt wird mit der Pedale eine Tretbewegung ausgeführt. Die Kette gleitet nun durch den Lappen und reinigt sich.
Ist die Kette von Schmutz und altem, verklebten Fett befreit, muss die Fahrradkette wieder mit Öl beschmiert werden. Befindet sich ein leichter Ölfilm auf den Gliedern, kann Feuchtigkeit die Kette nur schwer angreifen. Gleichzeitig können sich die Kettenglieder besser bewegen und die Reibung und Abnutzung wird verringert. Dies ist übrigens auch der Grund, wieso man beim Reinigen mit dem Hochdruckreiniger vorsichtig sein sollte.
Damit das Kettenöl auch jede Stelle an der Kette erreicht, sollte es von der Viskosität leichtgängig sein und nicht „harzen“ oder kleben. Auch sollte darauf geachtet werden, dass das Fahrrad Kettenöl für niedrige Temperaturen geeignet ist. Öle neigen bei Minusgraden dazu zu verdicken.
Das neue Kettenfett kann entweder ebenfalls mit einem Lappen oder mit einer Sprühflasche aufgetragen werden. Es wird dabei oftmals wesentlich weniger Fett benötigt, als man denkt. Steht das Fahrrad noch auf dem Kopf oder ist es im Fahrrad Montageständer eingespannt, kann die Fahrradpedale wieder gedreht werden.
Achtung: Es ist darauf zu achten, dass beim Einölen der Fahrradkette kein Schmiermittel (Fahrradöl) auf die Felgen oder Bremsbeläge gelangt. Wer mit seinem Rad nur bei gutem Wetter fährt und wenig durch Regen fahren muss, der kann ein Kettenöl für trockene Bereiche wählen.
BIKE Magazin Kettenöl Test
Das BIKE Magazin hat in seiner aktuellen Ausgabe insgesamt 15 Kettenöle unter die Lupe genommen. Dabei wurden nur Produkte ausgewählt, die als ökologisch oder biologisch abbaubar beschrieben werden. In diesem Fahrrad-Kettenöl Test ist das antidot. kettenöl als Testsieger hervorgegangen.
Der Begriff „Bio“ ist nicht geschützt. Daher besteht bei „Bio“-Produkten immer die Möglichkeit, dass diese längst nicht so umweltfreundlich sind, wie angepriesen. Viele Unternehmen nutzen die Bezeichnung, um Greenwashing zu betreiben: Für den guten Ruf werden Produkte und Marken als nachhaltig ausgegeben.
Die Bewertungskriterien im Detail
Das antidot. kettenöl setzt nachweislich 100 % biologisch abbaubare Inhaltsstoffe ein. Es ist nach OECD geprüft, über 70 % der Inhaltsstoffe bauen sich nach 28 Tagen ab. In den folgenden Tagen bauen sich auch die übrigen Stoffe vollständig ab. Wir verzichten zudem komplett auf Farbstoffe, Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Festschmierstoffanteile.
Um beim Kriterium „Umweltverträglichkeit“ gut zu punkten, sollte das Schmiermittel für die Fahrradkette im Test nach OECD 301 biologisch leicht abbaubar sein. Mineralöle und synthetische Öle fossilen Ursprungs erfüllen diese Voraussetzung nicht. Darüber hinaus sollte das Kettenschmiermittel im Test keine Farb- und Duftstoffe enthalten - oder andere Inhaltsstoffe, welche die Umwelt belasten.
Für eine optimale Kettenpflege ist es wichtig, dass sich der Schmierstoff gut auftragen und verteilen lässt. Für den Fahrrad-Kettenöl Test hat BIKE daher alle Öle an einer speziellen Prüfmaschine getestet. Hierbei wurde geprüft, wie stabil der Schmierfilm unter Druck über 60 Minuten bleibt.
Die Kriechfähigkeit gibt an, wie gut ein Kettenöl von A nach B „kriecht“. Dies ist vor allem für Stellen wichtig, auf denen eine punktuelle Anwendung nicht möglich ist, da sie sich nicht erreichen lassen.
Damit Deine Fahrradkette möglichst lange gut und sicher läuft, sollte das beste Kettenöl fürs Fahrrad auch vor Korrosion schützen. Das verlängert die Lebenszeit der Bike-Kette.
Fazit: Das beste Schmiermittel für Fahrradketten finden
Ob Rennrad oder E-Bike, Alltagsrad oder Gravel-Bike: Eine sorgfältige und regelmäßige Fahrrad-Pflege ist unverzichtbar, wenn Du die Performance und Lebensdauer von Deinem Bike maximieren willst. Neben der Reinigung gehört dazu selbstverständlich auch die Schmierung. Entscheide Dich hierbei nicht für irgendein Produkt, sondern für das beste Schmiermittel für Fahrradketten im Test.
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