Beule im Fahrradreifen: Ursachen und Reparatur

Wenn Sie Ihrem Bike nach vielen gefahrenen Kilometern ein neues Gummi gönnen möchten, erwarten Sie natürlich, zu Recht ein optimales und fehlerfreies Ausgangsprodukt. Ist der neue Fahrradreifen dann geliefert worden, kann es schon mal zu Irritationen kommen: Sie öffnen voller Vorfreude die Verpackung und erspähen Dellen oder Verformungen an Ihrem neuen Fahrradreifen. Ist der Artikel minderwertig oder gar gebraucht? Die gute Nachricht ist: In den allermeisten Fällen besteht überhaupt kein Grund zur Besorgnis!

Die qualitativ hochwertigen Artikel der namhaften Markenhersteller durchlaufen eine strenge Qualitätskontrolle. Das Wichtigste zuerst: Normalerweise können Sie Ihren Reifen bedenkenlos montieren. Dellen, Druckstellen oder Verformungen weisen nicht auf einen Karkassenbruch hin und sagen auch keinen baldigen Platten voraus.

Ursachen für Verformungen und Dellen

Die Veränderungen entstehen zumeist durch die Art der Lagerung und aufgrund des verwendeten Materials. Da auch kein Reifen dem anderen gleicht, kann auch die Ausprägung der vermeintlichen „Mängel“ sehr unterschiedlich ausfallen und sogar mal extrem sein. Aber schließlich erwarten Sie auch je nach Art der Reifennutzung (MTB, City, Trekking, etc.) bestimmte Eigenschaften (Pannenschutz, Rollwiderstand, Grip usw.). Diese werden zum Beispiel durch den Aufbau und die Materialzusammensetzung bestimmt.

Reifen werden für gewöhnlich in Verpackungseinheiten, beispielsweise im 25er Verbund, gelagert. Das spart Platz und sie bleiben transportfähig. Durch das stramme Zusammenbinden können die erwähnten Druckstellen oder Verformungen entstehen, der Reifen passt sich an. Eine Eigenschaft, die beim späteren Gebrauch ja durchaus erwünscht ist.

Fachgerechte Montage ist essentiell

Essentiell wichtig aber ist die absolut fachgerechte Montage eines neuen Fahrradreifens. Verwenden Sie beim Einbau unbedingt Montagefluid. Nur so ist gewährleistet, dass sich die Decke beim Aufpumpen des Schlauchs ordnungsgemäß in die Felgenkanten drückt und der Reifen sich anpasst. Er nimmt seine gewünschte Form wieder an.

Wenn Sie beim Fahrradfahren ein "Eiern" eines der Reifen feststellen, muss dies nicht zwingend an einer "Acht" in der Felge liegen, sondern oft ist der Reifen bzw. Mantel an sich schuld. Aber keine Sorge, wahrscheinlich ist nichts kaputt. Das "Eiern" rührt durch eine Unwucht des Reifens her. Nicht, weil er fehlerhaft produziert wurde, sondern weil der Fahrradreifen nicht optimal auf der Felge sitzt. Dieses kommt je nach Reifen und/oder Felge häufiger vor.

Sitzt der Pneu recht stramm auf der Felge, kann es sein, dass sich das Gummi durch den Reibungswiderstand nicht 100%ig um die Felge gelegt hat. Um das lästige "Eiern" zu beheben, sollten Sie zur Reifenmontage eine sogenannte Reifenmontagepaste oder Montage-Flüssigkeit bzw. Montagefluid benutzen. Damit schmieren Sie die Reifenwulst ein und montieren dann den Fahrradreifen. Sie werden sehen, dass er nun sehr leicht auf die Felge rutscht. Beim Aufpumpen wird er selbständig seine richtige Position auf der Felge finden. Oft hört man dabei auch ein mehrfaches "Ploppen". Der Fahrradreifen sollte nun gleichmäßig anliegen und das "Eiern" der Vergangenheit angehören. Die Montageflüssigkeit am Reifen wird sich in kurzer Zeit verflüchtigen und nicht mehr zu sehen sein.

Tritt die Unwucht weiterhin auf, ist auch an eine Delle, "Acht" bzw. Unwucht in der Felge zu denken. Nehmen Sie den Reifen ab und schauen sie sich die Felge genau an oder geben Sie sie zur Kontrolle bzw.

Was man bei der Montage vermeiden sollte

In diversen Fahrrad-Foren kursieren Haushaltstipps, anstatt eines Montagefluids einfach billig herzustellende Seifenlauge (etwas Spülmittel und Wasser) auf die Reifenwulst zu schmieren. Davon raten wir allerdings ab. Der Reifen flutscht zwar hiermit auch ganz leicht auf die Felge und die Unwucht ist damit in der Regel auch beseitigt, die Seifenlauge ergibt aber einen rutschigen Schmierfilm am Pneu und auf der Felge. Die Reifendecke kann sich auf der Felge drehen. Es droht unter Umständen ein Ventilabriss. Außerdem lässt ein schmieriger Film aus Seifenlauge die Felgenbremsen schlecht bzw. gar nicht greifen. Genauso schlecht ist der Haushaltstipp mit Babypuder. Der Puder erfüllt zwar seinen Zweck, lässt aber auf Dauer Reifen und Schlauch regelrecht zusammenkleben.

Reifenverschleiß und Laufleistung

Beim Fahrradreifen hat das Profil weit weniger Bedeutung als z. B. beim Autoreifen. Der Reifen ist abgefahren und muss ersetzt werden, wenn auf der Lauffläche die Pannenschutzeinlage oder Karkassenfäden sichtbar werden. Häufig gehen die Seitenwände der Fahrradreifen kaputt, bevor die Lauffläche abgefahren ist. Das Profil ist weg.

Bei Rennradreifen ist die Stärke des Laufflächengummis ein wichtiger Faktor für Performance und Sicherheit. Unsere high-end Rennradreifen der Schwalbe Pro One Serie sind aus diesem Grund mit besonderen Verschleißindikatoren ausgestattet. Kleinste Einbuchtungen in der Lauffläche zeigen an, wie weit ein Profil abgefahren werden kann, bevor der Reifen gewechselt werden sollte. Insgesamt vier dieser Indikatoren sind über die Lauffläche eines Schwalbe Pro One Rennradreifens verteilt. Die genaue Position der Indikatoren wird auf der Seitenwand des Reifens über Pfeile und das Kürzel "T.W.I." gekennzeichnet. Die Abkürzung T.W.I.

Es ist sehr schwierig hierüber eine Aussage zu machen, denn die Laufleistung wird sehr stark von Reifendruck, Belastung, Fahrbahnuntergrund, Umgebungstemperaturen und dem Fahrstil beeinflusst. Bei hohen Temperaturen, großer Belastung und rauem Asphalt verschleißen Reifen z. B. Als grobe Orientierung kannst Du von Schwalbe Standardreifen eine Laufleistung von 2.000 bis 5.000 km erwarten. Die Reifen der Marathon-Familie halten in der Regel zwischen 6.000 und 12.000 km. Marathon Supreme ist diese etwas geringer (ca. 5.000 bis 9.000 km).

Leider erreichen viele Reifen nicht die mögliche Kilometerleistung, weil sie dauerhaft mit zu wenig Luftdruck betrieben werden. Ohne ausreichenden Luftdruck kann der Reifen die Last nicht richtig tragen. Der Reifen muss sich beim Abrollen übermäßig verformen, was er nur eine begrenzte Zeit mitmacht.

Anzeichen für falschen Luftdruck

Abbildung 1 zeigt die typischen Ermüdungsrisse, die durch zu wenig Luftdruck entstehen. Wenige große Risse im oberen Bereich der Seitenwand. Das zweite Bild zeigt dagegen normale Alterungsrisse (aufgrund von Überalterung). Diese Risse sind eher klein und über die komplette Seitenwand verteilt.Auch die Bilder 3 und 4 zeigen eindeutige Anzeichen für dauerhaft unzureichenden Luftdruck. Typische Abriebspuren: Der Reifen ist nicht in der Mitte am stärksten abgefahren, sondern links und rechts daneben.

  1. Wenige große Risse im oberen Bereich der Seitenwand (Ermüdungsrisse durch zu wenig Luftdruck).
  2. Kleine Risse über die komplette Seitenwand verteilt (normale Alterungsrisse).
  3. Abriebspuren nicht in der Mitte, sondern links und rechts daneben (unzureichender Luftdruck).
  4. Abriebspuren nicht in der Mitte, sondern links und rechts daneben (unzureichender Luftdruck).

Spezielle Hinweise für Dreiräder und Anhänger

Unsere Reifen sind - in der Regel - für Fahrräder konzipiert und damit für mehrspurige Fahrzeuge wie z. B. Anders als bei einem (einspurigen) Fahrrad kann sich ein Dreirad üblicherweise nicht in die Kurve neigen. In der Kurve „schiebt“ das Fahrzeug dann quer zur Fahrtrichtung über die eingelenkten Vorderräder (Untersteuern). Bei extrem hohem Verschleiß, z. B. wenn der Reifen bereits nach weniger als 1.000 km abgefahren ist, liegt die Ursache meist darin, dass die Spur des Fahrzeugs nicht korrekt eingestellt ist. Selbst bei Geradeausfahrt erzeugen die zur Fahrtrichtung „schief“ stehenden Reifen erhöhte Reibung und somit übermäßigen Verschleiß.

Das Gleiche gilt auch für Anhängerreifen. An einem Fahrradanhänger müssen die Reifen in Regel weder Antriebs- noch Lenkkräfte übertragen. Deswegen ist der Abrieb normalerweise sogar deutlich geringer als an einem Fahrrad.

Lagerung von Fahrradreifen

Du kannst einen Schwalbe-Fahrradreifen problemlos 5 Jahre lagern. Nach Möglichkeit sollten Reifen stets kühl, trocken und vor allem dunkel gelagert werden. Montierte Reifen sollten immer aufgepumpt sein, oder das Rad sollte hängend gelagert werden.

Der richtige Luftdruck

Hast du dich schon mal gefragt, warum der Luftdruck bei deinem Fahrradreifen so wichtig ist? Er hilft nicht nur Reifenpannen zu minimieren, sondern auch den Rollwiderstand zu reduzieren. Doch wie oft solltest du den Luftdruck prüfen? Welche Werkzeuge helfen dir dabei? Und wie findest du den optimalen Luftdruck für dein Gewicht? Keine Lust auf Reifenpannen? Mit hochwertigen Reifen und einem zuverlässigen Pannenschutzgürtel bist du bereits auf dem richtigen Weg!

Was tun bei einer Beule nach dem Schlauchwechsel?

Der Stahldraht im Reifenwulst hat sich bei dir vermutlich so ausgedehnt, dass der Reifen sich jetzt nicht mehr auf Anhieb sauber in den Felgensitz schmiegt (Das Problem habe ich auch. Der Mantel lässt sich bei mir mittlerweile ganz easy ohne jedes Werkzeug von der Felge nehmen.).

Du musst den montierten Reifen zunächst mit so wenig Luft aufpumpen, dass der Reifen zwar gut gefüllt ist, sich aber noch gut verdrücken lässt. (Bei mir hilft als Orientierung der weiße Reflektorstreifen der seitlich auf dem Reifen verläuft). Dann gibst du nach und nach mehr Luft dazu und überzeugst dich durch erneutes Verdrücken des Reifens, dass der Mantel seinen Sitz in der Felge findet und keine Luftbeule mehr entsteht. Wenn das nicht auf Anhieb klappt, musst du den Vorgang wiederholen.

Lass noch mal die Luft ab und löse eine eventuell vorhandene Mutter am Ventil, die dieses in der Felge fixiert. Drücke das Ventil so weit in die Felge, dass es nicht hereinrutscht. Pumpe den Reifen etwas auf, sodass der Schlauch innen im Reifen anliegt, aber noch nicht zu viel Druck hat. Walke den Reifen einmal rundherum durch, sodass er sich setzen kann. Der Schlauch muss ohne Verdrehungen eingelegt werden (leicht aufgepumpt). Die Fixierschraube für das Ventil darf erst angezogen werden, wenn der Schlauch sitzt und aufgepumpt ist. Wenn auch dann der Reifen noch nicht ohne Unwucht sitzt, kann man versuchen, ihn mit einem Gleitmittel (Schmierseife z.B.) einzusetzen. Kann auch die Karkasse vom Mantel fällig sein...

Ist mein Schlauch zu groß?

Wir erhalten regelmäßig Fragen zu Reifengrößen. Das ist natürlich schon eine Studie für sich. Häufig kommt es vor, dass Leute ein 28-inch-Rad haben und einen 28-inch-Schlauch kaufen, der anschließend zu groß zu sein scheint. In 9 von 10 Fällen ist es so, dass die Leute den Schlauch aufpumpen und ihn neben das Rad halten. Der Schlauch scheint nun viel zu groß zu sein. Dies liegt daran, dass er aus Gummi gefertigt ist und sich dehnt, wenn man ihn aufpumpt.

Häufig hören wir auch, dass Leute einen platten Reifen haben und diesen selbst flicken. Anschließend stellen sie fest, dass der Schlauch doppelt im Reifen liegt. Dennoch ist dies eigentlich nie der Fall. Es ist nämlich nicht möglich, einen doppelt gefalteten Schlauch aufzupumpen. Dies würde dazu führen, dass der Reifen wieder von der Felge gedrückt wird oder eine enorme Beule im Reifen entsteht. Aber wie kommt das dann? Dies kann zwei Gründe haben. Wenn man mit einem Fahrrad mit einem platten Reifen läuft oder fährt, kann es sein, dass der Schlauch zusammengerollt wird.

Die oben genannten Probleme werden oft dem Fahrradmechaniker angelastet, der den Reifen eingebaut hat. In Wirklichkeit ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert, nahezu null bis fast unmöglich. Möchtest du das trotzdem noch einmal überprüfen? Auf dem Schlauch steht eigentlich immer eine Größe. Überprüfe den Schlauch genau und suche nach einer Reifengröße.

Nein, das ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Der Schlauch dehnt sich aus, wenn du ihn aufpumpst. Dies liegt daran, dass der Schlauch aus Gummi gefertigt ist und sich dehnt, wenn du ihn aufpumpst. Wenn der Schlauch doppelt im Reifen liegt, würdest du dies beim Aufpumpen bemerken. Der Reifen würde von der Felge abgedrückt werden oder es entsteht eine Beule im Reifen. Wenn du den Schlauch herausnimmst, kann es scheinen, als ob er doppelt liegt. Dies kann passieren, wenn der Schlauch beim Gehen oder Fahren mit einem platten Reifen zusammengerollt wird.

In den meisten Fällen wird ein Fahrradmechaniker keinen falschen Schlauch montieren. Dies ist fast unmöglich, da der falsche Schlauch gar nicht in den Reifen passen würde.

Wenn du denkst, dass dein Schlauch zu groß ist, überprüfe zunächst, ob du ihn richtig montiert hast. Der Schlauch scheint oft größer als das Rad zu sein, wenn du ihn nur aufpumpst. Wenn der Schlauch doppelt zu liegen scheint, wenn du ihn herausnimmst, kann dies durch das Zusammengerolltsein während des Gehens oder Fahrens mit einem platten Reifen kommen.

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