Bobber Motorrad Modelle im Überblick

Bobber erfreuen sich großer Beliebtheit, gerade bei Einsteigern in die A2-Klasse mit maximal 48 PS. Für Fahrer, die die Kombination aus coolen Retro-Designs und moderner Technik suchen, bieten die Bobber-Modelle einen besonders markanten Look mit breiten Reifen, tiefem Sitz und minimalistischem Styling. Im Hinblick auf Leistung und Ausstattung bieten die Modelle für kleines Geld teilweise viel.

In diesem Artikel stellen wir interessante A2-Cruiser vor, die das Bobber-Feeling in unterschiedlichen Preisklassen bieten - vom Bestseller-Modell Honda CMX 500 Rebel bis hin zur neuen Benelli Leoncino Bobber 400.

Was ist ein Bobber Motorrad?

Seinen Ursprung hat das Bobber-Segment in der amerikanischen Tuning-Szene der 1930er-Jahre, als Serien- zu Rennfahrzeugen umgebaut wurden, indem verzichtbare Bauteile wie Schutzbleche gekürzt oder weggelassen wurden. Ein solcher Umbau beim Motorrad wurde Bob-Job genannt (to bob = kürzen), was oft zudem mit dem Verzicht auf eine Hinterradfederung und der Montage eines Einzelsitzes einherging.

Ab den 40er-Jahren wurden Bob-Jobs vornehmlich an weiter für den Straßenverkehr zugelassenen Motorrädern vorgenommen. Die Ästhetik dieser Umbauten unterlag seither wechselnden Moden. Einflüsse im kommerziellen Motorradbau wurden in den 1990er-Jahren sichtbar. Mittlerweile gehören Bobber-Modelle zum Repertoire vieler Hersteller wie Harley-Davidson, Triumph oder Honda.

Oftmals werden sie von Chopper-Modellen abgeleitet. Typische Merkmale sind kurze Schutzbleche, die Abwesenheit von Verkleidungsteilen, eine Lackierung in (Matt)Schwarz, schmale und gerade Lenker, knapp über dem Hinterrad positionierte Einzelsitze oder im Vergleich zum Chopper kleinere Vorderräder mit voluminösen Reifen. Die Hinterradaufhängung moderner Bobber-Modelle beinhaltet in der Regel Federelemente, wobei das Design oft deren Abwesenheit vorgaukelt. Mittlerweile werden Bobber in allen Hubraumklassen angeboten.

Aktuelle Bobber Modelle im Überblick

Benda Napoleon Bob 500

Die Benda Napoleon Bob 500 zeichnet sich durch ihre Hossack-Vorderradführung aus. Ihr flüssigkeitsgekühlter 496-cm³-Zweizylindermotor leistet 50 PS. Ein minimalistisches Design mit kurzem Heck betont den Bobber-Charakter. Informationen zur Markteinführung in Deutschland und zum Preis sind derzeit nicht verfügbar.

Benelli Leoncino Bobber 400

Die Benelli Leoncino Bobber 400 erweitert die Leoncino-Familie um ein stylisches Modell in der A2-Klasse. Angetrieben von einem neu entwickelten V-Twin-Motor mit 384,5 cm³ Hubraum, leistet sie 34,5 PS bei 8.000 U/min und bietet ein Drehmoment von 36 Nm bei 4.500 U/min. Der Riemenantrieb sorgt für eine direkte Kraftübertragung ans Hinterrad. Die niedrige Sitzhöhe von 730 mm, breite 16-Zoll-Reifen (130/90-16 vorn, 150/80-16 hinten) und Lenkerendspiegel unterstreichen das typische Bobber-Feeling. Die Markteinführung in Deutschland ist für Mai 2025 geplant. Preis: 5.999 Euro.

Hanway B40 Bobber

Die Hanway B40 Bobber präsentiert sich als klassischer A2-Bobber mit einem wassergekühlten Reihenzweizylinder-Motor des chinesischen Herstellers Zongshen. Mit einem Hubraum von 401 cm³ leistet sie 44 PS (32 kW) bei 9.500 U/min und bietet ein maximales Drehmoment von 34 Nm bei 8.000 U/min. Die 16-Zoll-Räder sind mit Reifen der Dimensionen 130/90-16 vorn und 150/80-16 hinten ausgestattet. Mit einem Radstand von 1.518 mm und einer niedrigen Sitzhöhe von 690 mm eignet sich die B40 besonders für kleinere Fahrerinnen und Fahrer. Die Markteinführung in Deutschland ist für März 2025 geplant, mit einem Preis von 6.250 Euro zuzüglich 249 Euro Liefernebenkosten.

Honda CMX 500 Rebel

Die Honda CMX 500 Rebel bleibt ein Klassiker unter den A2-Bobbern. Ihr 471-cm³-Zweizylindermotor liefert 46 PS. Mit tiefem Sitz, kurzen Schutzblechen und breiten Reifen bietet sie den typischen Bobber-Stil. Details zur Markteinführung der 2025er-Version in Deutschland und zum Preis sind aktuell nicht bekannt. 2024 kostete die 500er noch 7.340 Euro inklusive Überführung.

Jawa 42 Bobber

Die Jawa 42 Bobber vereint klassisches Design mit modernen Elementen und bleibt ihrer Retro-Ästhetik treu. Angetrieben wird sie von einem 294,7-cm³-Einzylindermotor, der 27 PS bei 6.800 U/min leistet und ein maximales Drehmoment von 27,03 Nm bei 5.750 U/min bereitstellt. Die Kraftübertragung erfolgt über ein 6-Gang-Getriebe. Reifen: 100/90-18 vorn und 140/70-17 hinten. Zur Sicherheitsausstattung gehören eine ABS-unterstützte Scheibenbremse vorn und eine Trommelbremse hinten. Mit einer niedrigen Sitzhöhe von 740 mm ist sie auch für kleinere Fahrer gut geeignet. Die Markteinführung für Deutschland ist noch nicht bestätigt, ebenso fehlt eine offizielle Preisangabe für den deutschen Markt. In anderen Märkten wird sie jedoch für umgerechnet rund 4.000 bis 4.500 Euro angeboten.

Hier eine Übersicht der technischen Daten der 42 Bobber:

  • Motor: 4-Takt, wassergekühlt, 1-Zylinder
  • Hubraum: 334 ccm
  • Bohrung und Hub: 81 mm x 65 mm
  • Max. Leistung: 22,54 kW (7500 U/min)
  • Max. Drehmoment: 32,74 Nm (5500 U/min)
  • Anzahl Gänge: 6
  • Max. Geschwindigkeit: 125 km/h

Kawasaki Eliminator 500

Die Kawasaki Eliminator 500 ist ein A2-Cruiser mit 451-cm³-Zweizylindermotor und 48 PS. Typisch für einen Bobber sind der niedrige Sitz (735 mm), das schlanke Heck und breite Reifen (18 Zoll vorn, 16 Zoll hinten). ABS, Traktionskontrolle und ein digitales Display gehören zur Ausstattung. Der Preis in Deutschland beträgt 6.845 Euro.

Royal Enfield Goan Classic 350 Bobber

Die Royal Enfield Goan Classic 350 Bobber setzt auf einen bewährten 349-cm³-Einzylindermotor mit 20,2 PS. Typische Bobber-Merkmale wie ein Solo-Sattel, breite Reifen und ein reduziertes Design prägen ihr Erscheinungsbild. Informationen zur Markteinführung in Deutschland und zum Preis sind derzeit nicht verfügbar.

Royal Enfield Shotgun 650

Die Royal Enfield Shotgun 650 erweitert die 650er-Reihe mit einem klassischen Bobber. Ihr 648-cm³-Zweizylindermotor leistet 47 PS. Eine gedrungene Silhouette, Solositz und kurze Fender machen sie zum echten Bobber. Preis: ab 7.590 Euro.

Voge CU 525

Die Voge CU 525 ist ein neuer A2-Cruiser mit Bobber-Optik. Ihr flüssigkeitsgekühlter 494-cm³-Zweizylindermotor erzeugt 47,6 PS. Ein minimalistischer Look mit kurzen Kotflügeln und tiefem Sitz unterstreicht das Bobber-Design. Details zur Markteinführung in Deutschland und zum Preis sind aktuell nicht bekannt.

Zongshen Cyclone AQS 401

Die Zongshen Cyclone AQS 401 kombiniert einen 401-cm³-Zweizylindermotor mit 44 PS und ein halbautomatisches Getriebe. Ein tiefer Solositz, kurze Schutzbleche und breite Reifen geben ihr den Bobber-Look.

Die Indian Scout Bobber

Die Scout Bobber ist der perfekte Ausdruck des ikonischen Bobber-Stils mit einer aggressiven Haltung und roher Kraft.

  • IKONISCHES BOBBER-STYLING: Von vorne bis hinten geschwärzt, mit gechoppten Bobber-Kotflügeln und Scheinwerfergondel, lehnt sich die Scout Bobber hart an den authentischen Bobber-Stil an.
  • VERTRAUEN ERWECKENDES FAHRGEFÜHL: Ein Solositz im Bobber-Stil unterstreicht die minimalistische Bobber-Ästhetik - ohne den Komfort zu beeinträchtigen - und gibt Ihnen die Kontrolle über das Motorrad. Die 2"-Federung sorgt für eine etwas niedrigere Sitzhöhe, ohne den aggressiven Custom-Look zu beeinträchtigen.
  • 16"-RÄDER: Die 16-Zoll-Räder und die breiten Reifen unterstreichen das ikonische Styling der Scout Bobber, ohne dass die Leistung darunter leidet - für ein geschmeidiges Fahrverhalten und einen unverwechselbaren Stil.

Egal, ob du auf der Suche nach erstklassigem Stil, erhöhtem Komfort oder spezieller Funktion bist - die Individualisierung ist einfach und gibt dir die Möglichkeit, deine Indian Scout mit über 100 Anpassungsoptionen genau so zu gestalten, wie du es möchtest.

Indian Scout Bobber - Ausstattungspakete

  • STANDARD: Die Standard-Ausstattung bietet Dir alles, was Du für die Straße brauchst, einschließlich einer analogen Anzeige, einer Zündung mit Schlüssel, einem neuen LED-Scheinwerfer, einer neuen Tankanzeige und ABS, das jetzt bei allen Modellen Standard ist.
  • LIMITED: Für diejenigen, die mehr Kontrolle verlangen, bietet die Limited-Ausstattung alles, was die Standard-Ausstattung bietet, zusätzlich einen Tempomat, eine Traktionskontrolle für sicheres, vorhersehbares Fahrverhalten unter allen Bedingungen, drei Fahrmodi (Sport, Standard oder Tour) für maximalen Fahrspaß und ein USB-Ladegerät.
  • LIMITED + TECH: Der 4-Zoll-Touchscreen von RIDE COMMAND mit On-Board-Navigation, intuitiver Suche, Abschlepp- und Auffahrwarnung, Fahrzeugstatus und Fahrzeugortung ist das Ergebnis von Design und moderner Funktion. Darüber hinaus verfügt RIDE COMMAND über sechs Anzeigebildschirme und zwei Messanzeigen, aus denen Du auswählen kannst. Du wirst dich fragen, wie du jemals ohne diese Funktion gefahren bist. Die Ausstattungsvariante Limited +Tech ersesetzt außerdem die Schlüssel - Zündung durch eine schlüssellose Zündung.

Indian Scout Bobber - Wichtige Spezifikationen

Hier sind einige wichtige Spezifikationen der Indian Scout Bobber:

  • MotorTyp: 1250ccm flüssigkeitsgekühlter V-Twin
  • PS: 105 HP/ 79 kW
  • Getriebe: 6-Gang-Getriebe
  • Tankinhalt: 13.0 L
  • Gewicht (in fahrbereitem Zustand): 246 kg

Ausstattung: Ausstattungspaket LIMITED + TECH : ABS, Fahrmodi, USB-Lade-/Datenanschluss, Geschwindigkeitsregler, Traktionskontrolle, schlüssellose Zündung.

Bobber, Chopper, Cruiser und Bagger - Unterschiede im Überblick

Die beschriebenen Stilrichtungen Bobber, Chopper, Cruiser und Bagger gehören definitiv zu den “Neo Classic Bikes”. Außer Harley-Davidson folgen auch andere bekannte Motorradmarken wie zum Beispiel Triumph mit dem Modell Triumph Bonneville Bobber der Old School Richtung. Auch bekannte Marken wie Honda, Suzuki, Kawasaki, Triumph, BMW und Yamaha pflegen ihre Modellhistorie im Bereich moderne Klassiker.

Vor dem Hintergrund der vielfältigen Motorradkultur kann es für Außenstehende eine Herausforderung sein, die Unterschiede zwischen Cruiser, Bobber und Chopper zu erkennen. Ein tieferer Einblick in die charakteristischen Merkmale dieser Motorradtypen hilft dabei, ihre einzigartigen Designs, Fahrstile und kulturellen Hintergründe besser zu verstehen.

Cruiser, Bobber und Chopper repräsentieren unterschiedliche Subkategorien, die sich in Design, Fahrstil und kulturellem Erbe unterscheiden. Cruiser zeichnen sich durch entspannte Bauweisen, breite Lenker, oft ein Windschild und komfortable Sitzpositionen aus, während Bobber eine minimalistische Ästhetik mit gestripptem Design und oft reduzierter Ausstattung verkörpern. Chopper hingegen sind durch ihre gestreckte Silhouette, tiefliegende Rahmen und weit ausladenden Vorderräder gekennzeichnet, mit Ursprüngen in der Nachkriegszeit und einem starken Fokus auf Individualität. Jede Kategorie bietet ein einzigartiges Fahrerlebnis und trägt dazu bei, die Vielfalt in der Motorradkultur zu prägen.

Cruiser: Cruiser-Motorräder zeichnen sich durch ihre entspannte Bauweise aus, die sich ideal für gemütliche Fahrten auf langen, geraden Straßen eignet. Gemütliche Fahrerlebnisse und zeitlose Eleganz sind dabei ebenso charakteristisch für Cruiser wie ihre breite Zielgruppe. Die entspannte tiefe Sitzposition, chromglänzende Elemente, breite Lenker, oft auch ein Windschild und individuelle Lackierungen betonen den unverkennbaren lässigen Stil der Cruiser. Diese Motorräder eignen sich nicht nur für kurze Fahrten in der Stadt, sondern auch für längere Touren auf der Landstraße. Das Fahrgefühl eines Cruisers ist geprägt von einem sanften Gleiten, was sie besonders für Freizeitfahrten und Ausflüge auf offenen Straßen prädestiniert.

Chopper: Chopper sind weltweit bekannt für ihr markantes Design, das durch einen tiefliegenden Rahmen, weit ausladende Vorderräder und oft kundenspezifische Lackierungen geprägt ist. Der minimalistische Ansatz und die reduzierten Teile verleihen Choppern eine unverwechselbare Silhouette. Das Fahrgefühl auf einem Chopper ist einzigartig. Die weit ausgestreckten Lenker und die tiefe Sitzposition erzeugen ein entspanntes fahren, ähnlich wie bei den Cruisern, während der charakteristische V2-Motor für das unverwechselbare tiefe Brummen sorgt. Die Sitzhöhe bei Chopper-Motorrädern ist niedrig, was den lässigen Look unterstützt und einen einfachen Stand ermöglicht.

Bagger: Ein Bagger stellt voller Stolz seine namensgebenden, das Design prägenden und gern im unteren Bereich mit Extensions verlängerten Koffer zur Schau.Dazu kommen eine Verkleidung und ein bequemer Sitz, denn Bagger sind nicht nur coole Designstücke, sondern praxistaugliche Reisemaschinen.

Tipps für Lowrider Anfänger

Als Anfänger in der Welt der Lowrider-Motorräder ist es entscheidend, sich mit den grundlegenden Aspekten vertraut zu machen. Zunächst einmal solltest Du sorgfältig das richtige Lowrider-Modell auswählen, das Deinen persönlichen Vorlieben und Fahranforderungen entspricht. Berücksichtige dabei Faktoren wie Sitzposition, Motorleistung und Design, um sicherzustellen, dass das Motorrad deinen Bedürfnissen gerecht wird.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für Einsteiger ist die behutsame Annäherung an das Fahrgefühl eines Lowriders. Aufgrund ihrer spezifischen Bauweise und des tiefergelegten Rahmens lassen sich Lowrider-Motorräder anders fahren als herkömmliche Modelle. Daher ist es ratsam, sich zunächst mit kurzen Fahrten vertraut zu machen und schrittweise das Fahrverhalten zu erfassen.

Die Lowrider-Kultur hat auch ihre eigenen Codes und Traditionen. Als Neuling ist es sinnvoll, sich darüber zu informieren und Respekt vor der Gemeinschaft zu zeigen. Du könntest Dich mit erfahrenen Lowrider-Fahrern austauschen, um von ihren Erfahrungen zu lernen und wertvolle Tipps zu erhalten.

Schließlich spielt die richtige Ausrüstung eine entscheidende Rolle. Investiere in hochwertige Schutzkleidung und Zubehör, um Deine Sicherheit während der Fahrten zu gewährleisten. Denke daran, dass ein Lowrider nicht nur ein Fortbewegungsmittel ist, sondern auch eine Lebenseinstellung repräsentiert. Mit diesen grundlegenden Tipps kannst Du Deine Reise in die Welt der Lowrider-Motorräder erfolgreich beginnen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0