Die Wahl des richtigen Fahrrads für Kinder ist oft eine Herausforderung. Neben der Größe spielen auch Design, technische Parameter, Sicherheit und Gewicht eine wichtige Rolle. Besonders bei Mountainbikes für Kinder im Alter von etwa 10 bis 14 Jahren sind diese Aspekte entscheidend. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über 26-Zoll-Mountainbikes, speziell für Kinder, und hilft Eltern, die beste Wahl zu treffen.
Die Bedeutung der richtigen Fahrradgröße
Mit dem Schuleintritt und somit für Kinder ab etwa 6 Jahren passt meist ein Fahrrad mit 20 Zoll, sofern das Kind nicht überdurchschnittlich groß oder klein ist. Für ältere Kinder und Jugendliche kann ein 26-Zoll-Mountainbike die richtige Wahl sein. Zwischen 140 und 165 cm Körpergröße sollte dein Kind auf dieses Bike passen.
Wichtige Aspekte beim Kauf eines 26-Zoll-Mountainbikes
Neben der Größe ist aber auch das Design ein wichtiger Aspekt beim Kauf: Schließlich wollen Kinder ihr Fahrrad auch voller Stolz den Schulfreunden präsentieren können. Dennoch sollten Eltern auch die technischen Parameter im Blick haben - schließlich soll ein Fahrrad nicht nur optisch ansprechen, sondern auch sicher sein und verlässlich funktionieren.
Gewicht und Ausstattung
Ein zu hohes Gewicht erschwert Anstiege oder längere Touren für Kinder. Außerdem macht es das komplette Handling des Bikes träge und damit weniger intuitiv. Für ein 26 Zoll Bike ist ein Komplettgewicht von 10,5 kg ein sehr guter Wert.
Obwohl Federgabeln bei niedrigem Körpergewicht nicht immer Sinn machen, wollen viele Kinder eine solche haben. Auch die Spinner Gabel im 26 MTB Disc lässt sich nur schlecht auf das niedrige Gewicht von Kindern einstellen.
Wie sicher sich ein Bike fahren lässt, hängt maßgeblich auch mit den Reifen zusammen. Die schmalen Kenda Reifen sparen Gewicht, schmälern aber auch den Einsatzbereich. Im Gelände kommen sie schnell ans Limit.
Kinder haben sehr wenig Kraft in den Händen. Leichtgängige Bremsen erhöhen also die Fahrsicherheit im Gelände und auf der Straße. Mit den hydraulischen Scheibenbremsen ist relativ wenig Handkraft nötig, um zum Stehen zu kommen. Außerdem lassen sie sich sehr gut dosieren.
Die zehnfach Shimano Schaltung funktioniert auf sehr hohem Niveau. Mehr Bandbreite bedeutet einen großen der Unterschied zwischen kleinstem und größtem Gang. Mit einer großen Gangspreizung können Kinder also exzellent Berge hoch- und runterkurbeln. Und mit 382 % fällt die Bandbreite der Shimano extrem hoch aus. So haben Kinder immer den richtigen Gang an Board.
Ergonomie und Sicherheit
Ein Kinderfahrrad sollte leicht, sicher zu bedienen und günstig sein. Für Kinder im Grundschulalter spielt das Fahrrad eine wichtige Rolle, mit dem sie endlich selbst zum Sportplatz oder zur Schule fahren können.
Dabei sollten Bremsgriffe, Position und Erreichbarkeit der Klingel so eingestellt werden, dass sie vom Kind möglichst einfach bedient werden können.
Erste Übungsfahrten mit Kindern sollten bestenfalls auf einem abgesperrten Gelände durchgeführt werden.
Ein Fahrradhelm sollte jederzeit getragen werden, auch hier gelten die Eltern als Vorbilder.
Testergebnisse und Empfehlungen
Gemeinsam mit der Stiftung Warentest hat der ADAC zwölf Kinderfahrräder in den Kategorien Handhabung, Fahren, Eignung für das Kind, Sicherheit und Haltbarkeit sowie Schadstoffe getestet. Das knapp zwölf Kilogramm leichte Kinderfahrrad hielt allen Stresstests stand. Sein tief geschwungener Rahmen erleichtert den Einstieg, die 3-Gang-Nabenschaltung ist ausreichend und lässt sich auch im Stand bedienen. Negativ fielen beim Testsieger unter anderem rutschige Pedale und der fehlende Schnellspanner am Sattelrohr auf.
Die Anschaffungskosten der Testkandidaten lagen zwischen 430 Euro und 575 Euro. Das City Bike 20 Zoll D4 Rock von Decathlon wurde mit 270 Euro als Preisbrecher aufgenommen. Umso erfreulicher, dass damit auch das günstigste Kinderrad im Test das ADAC Urteil "gut" erreichte. Neben seinen guten Fahreigenschaften überzeugte das Decathlon mit dem besten Licht inklusive Standlicht vorn und hinten.
Zu den Verlierern im Vergleich gehören die Räder von Bulls, Raymon und S'cool. Sie verfehlen im Test die von der Norm geforderten Mindestverzögerungswerte auf dem Bremsenprüfstand. Dabei muss mit einer definierten Handkraft am Bremshebel des Vorderrads eine ausreichende Bremswirkung bei unterschiedlichen Beladungszuständen (60 Kilogramm und zul. Ebenfalls "mangelhaft" schneidet das Kinderrad der österreichischen Marke Woom ab. Das Leichtgewicht eignet sich dank seiner Fahreigenschaften eigentlich besonders gut für Kinder. Allerdings traten wiederholt Risse an der Tretkurbel auf, weshalb das Woom im ADAC Urteil abgewertet wurde.
Bei sieben Fahrrädern wurden auch Schadstoffe im Sattel festgestellt. Meistens handelte es sich um den Weichmacher DPHP (kurz für Dipropylheptylphthalat), der Kunststoffen zugesetzt wird, um diese elastisch zu machen. Der Weichmacher DPHP schädigte in Tierversuchen Schilddrüse und Hypophyse. Ein Verbot gibt es bisher nicht, das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt aber, ihn nicht einzusetzen. Im Test wurde der Weichmacher DPHP in den Sätteln von Raymon, S‘cool, Victoria, Bulls, KTM und Woom nachgewiesen.
Im Sattel des Puky Cyke wurden sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (kurz PAK) gefunden. Auch diese sind nicht verboten. Der Grenzwert wird hier knapp unterschritten.
Mit dem ADAC Newsletter immer top informiert!
Checkliste für den Kauf
Fahrradgröße: Ein 20 Zoll-Fahrrad ist für Kinder mit einer Schrittlänge von ca. 50 cm bzw. einer Körpergröße ab 120 cm geeignet. Das entspricht Kinder im Alter ab etwa 6-7 Jahren. Entscheidend sind beim Kauf aber letztendlich die exakten Herstellerangaben zu Alter bzw. Körpergröße.
Rahmen: Ein tiefer Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen enorm - ist aber bei größeren Kindern nicht besonders beliebt, weil die Form ein wenig an ein Damenfahrrad erinnert. Deshalb müssen die Eltern entscheiden: Kinder, die bereits sehr sicher unterwegs sind, brauchen nicht mehr zwingend einen tiefen Rahmen. Bei Anfängern sollte die Entscheidung aber noch in Richtung „Sicherheit“ gehen - was für einen tiefen Einstieg spricht.
Gewicht: Ein geringes Gewicht ist bei Kinderfahrrädern nicht nur für Anfänger wichtig, auch geübte Radfahrer wollen beim Treten „vom Fleck“ kommen und nicht unnötigen Ballast stemmen. Ein 20-Zoll-Rad sollte wie auch andere Kinderfahrräder 1/3 bis maximal die Hälfte des Körpergewichtes wiegen- je leichter, desto besser! Ein durchschnittlich schweres, 7-jähriges Kind wiegt etwa 26 kg, womit ein Kinderfahrrad zwischen 8 und 12 kg wiegen sollte.
Weitere Empfehlungen und Tipps
Die leichten, konfigurierbaren und hochwertigen Räder von KU Bikes kommen aus dem Allgäu und begeistern mittlerweile aber Kinder in ganz Deutschland. Wie bei allen KU Bikes gibt es auch beim 26 MTB Disc zahlreiche Custom Optionen.
Das 26 MTB Disc lässt keine Zweifel über den Einsatzbereich aufkommen: Es wurde entwickelt, um dem Nachwuchs Fahrspaß auf der Straße und im leichten Gelände zu vermitteln. Die Anbauteile und die Verarbeitung des Bikes hinterlassen einen wertigen Eindruck.
So hat der ADAC getestet:
- Kinderfahrräder 20 Zoll (keine Mountainbikes)
- Bekannte Marken
- Freilauf und Rücktrittbremse gemischt
- Produkte sowohl aus dem Fachhandel als auch aus dem Internet
Gebrauchs- / Montageanleitung:
- Montage des Kinderfahrrads, Einstellen und Anpassen
- Aufsteigen / Absteigen / Aufheben (täglicher Gebrauch)
- Fahren
- Reinigung / Reparatur
Anthropometrische Maße und Größenzuordnung: Die Kinderräder sind auf ihre besonderen die Bezeichnung "Kinderrad" rechtfertigenden, ergonomischen Konstruktions- und Ausstattungsmerkmale hin zu untersuchen.
Die Kinderfahrräder sollen getragen werden. Zu beurteilen sind die Griffmöglichkeiten, Schwerpunktlage und das Gewicht. Bei der Untersuchung werden vor allem von Kindern und Erwachsenen berührbare Bauteile wie z.B.
IMTEST Ergebnisse für 24-Zoll-Fahrräder
IMTEST hat fünf Modelle mit 24-Zoll-Reifen getestet. Darunter befinden sich die Marken Bocas, BBF, Decathlon, Specialized und S‘cool. Preislich liegen die Räder zwischen 329 Euro und 699 Euro.
Die richtige Größe fürs Fahrrad finden
Während Kinder ein Fahrrad oft nach ihrer Lieblingsfarbe auswählen, gibt es beim Kauf jedoch einige wichtige Punkte bezüglich Größe, Ausstattung und Sicherheit zu beachten. Um das passende Fahrrad zu finden, sollte man sich nach der Körpergröße richten. Selbst innerhalb dieser Testgruppe gibt es große Unterschiede. Die fünf Modelle sind je nach Rahmen-Geometrie ab 112 cm Körpergröße (Specialized) bis zu einer Einstiegs-Körpergröße von 135 cm (Decathlon) empfohlen. Wenn die Beinlänge passt, sollten Eltern prüfen, ob die Griffe samt Bremshebel problemlos erreichbar sind. Bei allen Modellen lässt sich der Bremshebelabstand an die Kinderhände individuell anpassen. Beim D4 Rock von Decathlon kann man darüber hinaus den Vorbau im Winkel justieren.
Die Räder im Testparcours
Für das Kind ist es wichtig, dass das Wunschfahrrad leicht und intuitiv bedienbar ist, es schnell auf- und absteigen kann und es beim Fahren gut zurecht kommt. Um die fünf Modelle zu testen, ist IMTEST mit einem Fahrrad-begeisterten Kind auf den Verkehrsübungsplatz der Verkehrswacht Hamburg gefahren. Hier zeigte sich deutlich, dass das Kind mit den leichten Fahrrädern wie dem von Specialized (10 kg) oder von S‘cool (12.35 kg) viel einfacher umgehen konnte. Den Fahrradparcours mit Slalom, Wippe und engen Passagen meisterte es mit den leichten Modellen müheloser und fehlerfreier. Die anderen drei Räder sind mit 14-16 kg teils schwerer als ein normales Erwachsenenrad, was sich natürlich auch im Antritt, in Kurvenlagen und auf Kopfsteinpflaster bemerkbar machte. Ebenso fiel es dem Testfahrer-Kind schwer, diese Räder eine Stufe zu tragen.
Schaltungen: Weniger ist oft mehr
Ohne Probleme kam es mit fast allen Gangschaltungen zurecht. Einzig Schwierigkeiten bereitete das D4 Rock von Decathlon mit 21 Gängen und Schaltmöglichkeiten an beiden Lenkerseiten. Hier ist weniger sicher mehr, wie die anderen Modelle zeigen: Die Räder von Bocas, BBF und S‘cool haben nur sieben, das Specialized acht Gänge. Zudem lässt sich erwähnen, dass alle Räder bis auf das Specialized eine sogenannte Grip Shift Schaltung verwenden. Hier schaltet der Fahrer durch Drehen am Griff den Gang hoch oder runter. Das Specialized hat hingegen zwei Schalthebel für Daumen und Zeigefinger (Rapid Fire).
Kurze Checkliste für Eltern beim Fahrradkauf
- Auf passende Größe achten: Kind soll mit den Füßen noch den Boden berühren können, ebenso müssen die Bremshebel gut erreichbar sein
- Idealerweise hat das Fahrrad drei Bremsen: Zwei am Lenker und die Rücktrittbremse
- StVZO-konforme Ausstattung für den Alltagsgebrauch
- NabDynamo: So besteht nicht die Gefahr, dass der Nachwuchs die Anstecklichter vergisst oder der Akku leer ist
- Keine Hörnchen am Lenker, das birgt zusätzliche Verletzungsgefahr
- Auf scharfe Ecken und Kanten achten
- Probefahrt machen
So sicher sind die Kinderräder
Das Thema Sicherheit ist für die meisten Eltern der wichtigste Aspekt bei einem neuen Fahrrad. Bis auf das Jett von Specialized haben alle Modelle ab Kauf eine komplette straßenverkehrskonforme Ausstattung. Dazu zählen unter anderem zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen, eine Klingel, ein Großflächenrückstrahler mit dem Buchstaben „Z“, Front- und Rücklicht, zwei Rückstrahler je Pedal sowie Laufrad-Reflektoren.
Um noch mehr sicherheitsrelevante Daten zu erhalten, hat Hansecontrol im Auftrag von IMTEST die Bremsleistung der Vorder- und Hinterbremsen unter trockenen und nassen Bedingungen gemessen und die allgemeine Beschaffenheit des Rades sowie Stabilität in mehreren Falltests überprüft. Beim Bremstest hat sich keines der Räder richtig positiv hervorgehoben. Das Rad von BBF liegt immerhin noch mit befriedigenden Werten hier klar vorne, während das Rad von Decathlon die schlechtesten Ergebnisse lieferte. Alle Kinderräder im Test sind mit einer V-Brake-Bremse ausgestattet, die direkt an der Felge bremst.
Da Kinderfahrräder im täglichen Gebrauch so einiges aushalten müssen und auch häufiger mal umfallen, hat Hansecontrol zudem geprüft, ob und wie stark die Räder durch Stürze in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Erfreuliche: Keines der Testräder wurde so beschädigt, dass es funktionsuntüchtig wurde. Bis auf das Rad von BBF, das komplett unversehrt geblieben ist, haben die anderen vier Räder mehr oder weniger große Blessuren davon getragen. Dazu zählen beispielsweise ein eingedrückter Griff oder leichte Schrammen an Sattel und Pedale. Das Rad von Decathlon hat darüber hinaus beim Sturztest den Schutzblechspoiler verloren.
Ebenso hat Hansecontrol untersucht, ob die Kinderräder scharfe Ecken, Kanten oder Rohrüberstände haben, die zu potenziellen Verletzungen führen könnten. Nur bei den Modellen von Specialized und Bocas ist den Prüfern nichts aufgefallen. Die anderen Räder haben teils scharfkantige Kabelbilder (S’cool und Decathlon) oder Gewindeüberstände (BBF).
Testergebnisse im Detail
Hier eine Zusammenfassung der Testergebnisse für die getesteten 24-Zoll-Fahrräder:
| Platz | Modell | Testergebnisse im Detail | IMTEST Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 1. | BBF Outrider | Ausstattung (15%): befriedigend (2,8) Handhabung, Wartung & Sicherheit (35 %): befriedigend (2,8) Fahreindruck (20%): befriedigend (2,7) Bremsen (20%): befriedigend (3,4) Service (10%): gut (2,2) | befriedigend 2,8 |
| 2. | S’cool XXlite 24-7SL | Ausstattung (15%): befriedigend (2,8) Handhabung, Wartung & Sicherheit (35 %): befriedigend (3,5) Fahreindruck (20%): gut (1,9) Bremsen (20%): ausreichend (4,4) Service (10%): gut (2,2) | befriedigend 3,1 |
| 3. | Decathlon City Bike D4 Rock 24″ | Ausstattung (15%): gut (2,3) Handhabung, Wartung & Sicherheit (35 %): ausreichend (3,8) Fahreindruck (20%): befriedigend (2,7) Bremsen (20%): mangelhaft (4,7) Service (10%): gut (2,0) | befriedigend 3,4 |
| 4. | Specialized Jett 24 Multispeed | Ausstattung (15%): befriedigend (2,8) Handhabung, Wartung & Sicherheit (35 %): ausreichend (4,3) Fahreindruck (20%): gut (1,7) Bremsen (20%): ausreichend (4,5) Service (10%): gut (2,2) | befriedigend 3,4 |
| 5. | Bocas Emily 24-7 | Ausstattung (15%): befriedigend (2,8) Handhabung, Wartung & Sicherheit (35 %): ausreichend (4,0) Fahreindruck (20%): gut (2,5) Bremsen (20%): ausreichend (4,5) Service (10%): befriedigend (2,6) | befriedigend 3,5 |
Verwandte Beiträge:
- Fahrradkauf leicht gemacht: Die besten Mountainbikes, Citybikes & Kinderräder im ultimativen Test!
- Bocas Fahrrad 26 Zoll Test – Der ultimative Guide für dein perfektes Bike!
- Fahrrad Bocas 28 Zoll Test: Ultimative Kaufberatung & Top Leistung Enthüllt!
- Die besten 18 Zoll Mountainbikes mit Gangschaltung im großen Test – Top Modelle im Vergleich!
- Radweg Schweden Südküste: Die schönsten Routen & Tipps
Kommentar schreiben