„These boots are made for walking”… oder “these shoes are made for cycling”? Spezielle Schuhe zum Radfahren haben ihre Daseinsberechtigung. Egal, ob du dein erstes Paar Radschuhe suchst oder dich nach einem neuen Paar umschauen möchtest - wir haben in diesem Ratgeber eine große Übersicht aktueller Modelle speziell für das Gravelbiken zusammengestellt und getestet. Wir wollen dir bei der Suche nach dem passenden Radschuh helfen. Zudem haben wir auch zwei Modelle im Test, die sich besonders für breite Füße eignen sollen.
Wichtige Aspekte bei der Auswahl von MTB-Schuhen
Radschuhe haben unterschiedlich steife Sohlen - je nach Einsatzzweck und Preisklasse. Beim Pedalieren soll die Kraft möglichst direkt auf die Pedale übertragen werden. Eine zu weiche Sohle kann zu viel Kraft schlucken. Allerdings kann es besonders bei Graveltouren mal passieren, dass das Fahrrad für ein Stück geschoben werden muss. Dann soll die Sohle rutschfest sein und auch auf matschigen Untergründen Traktion bieten. Ein Steifigkeitsindex gibt häufig an, wie hart die Sohle ist. Den entwickeln die meisten Hersteller aber selbst, deswegen lassen sich Schuhe verschiedener Marke untereinander nicht vergleichen. Oft haben die Einstiegsmodelle etwas weichere Sohlen, während die höherpreisigen Schuhe durch Carbonsohlen mit großer Steifigkeit und leichtem Gewicht für den Renneinsatz punkten.
Die richtige Schuhgröße und Breite
Natürlich ist auch die Schuhgröße wichtig bei einem Radschuh. Da der Fuß beim Pedalieren aber keine Abrollbewegung wie beim Laufen macht, brauchen die Zehen weniger Platz im Vorderbereich. Die Zehen sollen trotzdem vorne nicht anstoßen. Anprobieren ist hierbei unerlässlich. Bedenke auch, dass Füße abends und bei Hitze und langen Fahrten zusätzlich anschwellen. Die richtige Breite der Gravelschuhe ist entscheidend für Komfort und Leistungsfähigkeit.
Bei einer Umfrage in unserer Instagram-Community haben wir einige Rückmeldungen bekommen, dass ihr mit breiten Füßen Schwierigkeiten habt, passende Schuhe zu finden. Klassische Schuhleisten sind oft zu schmal und entsprechen nicht der natürlichen Form des Fußes, was zu einer Einengung im Vorfußbereich führen kann. Diese Enge kann Druckstellen verursachen und die Durchblutung beeinträchtigen. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch die Kraftübertragung auf das Pedal beeinträchtigen. Tipp: Einfach mal die Innensohle aus dem Schuh nehmen, auf den Boden legen und sich mit dem Fuß draufstellen. So ist es gut zu erkennen, an welchen Stellen und wie sehr der Fuß breiter ist als der Schuh.
Ein Radschuh soll eng und stabil am Fuß sitzen, trotzdem soll der Fuß nicht eingeengt und seiner natürlichen Form beraubt werden. Folgen von zu engen Schuhen können Schmerzen, Taubheitsgefühle und Kribbeln sein.
Verschlusssysteme
Klettverschluss, Schnürsenkel oder ein Drehverschluss: Verschlussysteme für Radschuhe gibt es viele und sind letztendlich eine Frage der persönlichen Vorlieben und des Preises. Bei den Einstiegsmodellen werden die Schuhe häufig mit Klettverschluss geschlossen, was auch ausreichend ist, um den Schuh stufenlos an den Fuß anzupassen. Für einen klassischen Look sorgen Schnürsenkel. Damit lässt sich der Schuh ebenso individuell anpassen, kann aber nicht so schnell gelockert oder fester geschnürt werden wie bei den anderen Systemen. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass sich die losen Schnürsenkel nicht im Kettenblatt verfangen.
Drehverschlüsse wie das BOA-System erlauben schnelle und einfache Anpassungen selbst während der Fahrt. Es besteht aus einem Drehknopf, der mit einem dünnen, aber starken Draht verbunden ist.
Klicksysteme
Beim Kauf von Radschuhen ist die Wahl des richtigen Klicksystems entscheidend, da es den Kontaktpunkt zwischen Schuh und Pedal bestimmt und somit die Effizienz und Kontrolle beeinflusst. Bei der Auswahl an Fahrradschuhmodellen gibt es drei gängige Systeme: Schuhe ohne Klicksystem für Plattformpedale, 2-Loch und 3-Loch. Vor dem Schuhkauf solltest du dich schon für ein Pedalsystem entschieden haben, da ansonsten Adapter verwendet werden müssen. Auf dem Gravelbike werden hauptsächlich Schuhe mit dem 2-Loch-System verwendet. Es zeichnet sich durch seine beidseitig einrastenden Cleats und eine Bauweise mit in der Sohle versenkten Cleats aus, die das Gehen im Gelände erleichtert.
Außerdem funktioniert der Einrastmechanismus auch bei verschmutzten Cleats und Pedalen. Beliebte 2-Loch-Systeme sind SPD* von Shimano und das Easy Release-System* von Crankbrothers. Das 3-Loch-System wie Shimanos SPD-SL ist hingegen für den Rennradbereich konzipiert. Das Match-System optimiert das Einrasten für Crankbrothers-Klick-Pedale, während die erweiterte 35-mm-Cleat-Schiene die Kompatibilität mit anderen gängigen Pedalen gewährleistet. Der Anti-Rutsch-Bereich in der Fußmitte soll auch nicht eingeklickt für Sicherheit sorgen.
Testberichte einzelner Modelle
Crankbrothers Candy Lace
Die Candy Lace Radschuhe fallen eher schmal aus. Optisch überzeugt mich der Schuh, alles wirkt sehr gut verarbeitet. Das Verschlusssystem funktioniert so gut, wie man eben eine Schleife binden kann. Der Crankbrothers Candy Lace hat mir von der ersten Sekunde an gefallen. Das Material wirkt hochwertig und gut verarbeitet und man kann auch mal das Rad auf die Schulter nehmen und einen Trail sicher begehen.
DMT GK1
Robert hat den GK1 von DMT in black/ocra getestet. Der Aufbau aus Strickmaterial macht den Gravelschuh einzigartig, denn das Material soll ihn sehr leicht und atmungsaktiv machen. Zusätzlich passt sich der elastische Strickstoff gut an die Fußform an. Mir gefällt die sportliche, aber unübliche Strickoptik des Schuhs. Das Strickmaterial ist luftig, aber auch sehr robust. Die Schnürsenkel muss ich sorgfältig binden, sodass die Enden nicht versehentlich im Kettenblatt landen.
Die Sohle von Michelin ist steif, bietet beim Gehen durch etwas „Flex“ aber auch Komfort. Die Stollen sind grob und haben besonders auf Waldboden guten Grip. Leider ist der GK1 für meine Füße in der passenden Größe etwas zu schmal. Ich habe arge Probleme in den Schuh einzusteigen. Wenn der Fuß drin ist und ich die Original-Sohle nutze, habe ich keine Druckprobleme. Aber einsteigen und aussteigen sind mühsam. Die Innensohle, die ich seit meinem Bike Fitting in den meisten Schuhen nutzen, passt in diesen Schuh nicht hinein.
Vorteile:
- Der Fuß ist beim Fahren wirklich fest mit dem Schuh verbunden und die Kraftübertragung ist sehr gut.
- Bei Trockenheit und vor allem bei Hitze ist die Belüftung richtig toll.
Nachteile:
- Einstieg und Ausstieg in und aus dem Schuh sind nicht leicht. Ich habe keine überdurchschnittich breiten Füße, aber trotzdem komme ich nur schwer hinein und hinaus, auch mit äußerst dünnen Socken.
Der DMT GK1 ist ein schöner Sommerschuh und ich empfehle den Gravelschuh allen, die im Sommer unter warmen Füßen leiden. Gerüche sind in diesem Schuch vermutlich niemals ein Problem. Wer ein Design mag, dass auch mal vom Lederlook mit Drehverschluss abweicht, könnte hier absolut zufrieden sein.
Fizik Vento Proxy
Marcello hat den Vento Proxy von Fizik in schwarz getestet. Der Schuh soll besonders atmungsaktiv und leicht und damit besonders für Offroad-Rennen geeignet sein. Für gute Belüftung sorgt ein transparentes PU-laminiertes Netz, das reißfest und strapazierfähig sein soll. Verschlossen wird der Vento Proxy mithilfe des Li2 BOA® Fit Systems. Die Laufsohle besteht aus neu entwickeltem X3-Faserverbund und verspricht effiziente Kraftübertragung durch mehr Steifigkeit. Optisch macht der Vento Proxy einen hervorragenden Eindruck. Alles sieht sehr hochwertig und gut verarbeitet aus. Es gibt zwei bunte Versionen und eine schwarze, um verschiedenen optischen Ansprüchen zu genügen.
Der Schuh ist durch das Netz sehr leicht und luftig, das lässt ihn auch schnell trocknen. Die Passform ist eher schmal, ansonsten passt mir das Modell in meiner normalen Schuhgröße. Eine Nummer größer wäre aber auch ok gewesen. Das Verschlusssystem funktioniert einfach und mir gefällt die etwas bessere BOA-Variante, mit der sich durch Drehen in die andere Richtung die Spannung löst. Beim Fahren merke ich durch die steife Sohle eine sehr gute Kraftübertragung. Dadurch funktioniert das Gehen auf harten Untergründen nicht ganz so gut und die Gummisohle quietscht etwas. Ich war erstaunt, wie gut der Vento Proxy für einen Race-Schuhe beim Gehen abschneidet. Alles in allem hat mich der Schuh auf jeden Fall überzeugt. Gerade, dass das Obermaterial gut belüftet ist, finde ich sehr angenehm.
Fizik Vento Ferox Carbon
Manuel und Clarissa haben den Fizik Vento Ferox Carbon getestet. Durch das duale Verschlusssystem kann die Schuhweite am Rist und Vorfuß individuell eingestellt werden. Das Powerstrap-System am Rist ist dabei besonders unempfindlich bei Stürzen. Für Rutschfestigkeit und Grip soll die neu entwickelte X1-Außensohle sorgen, zugleich übermittelt eine Carbonplatte in der Sohle optimal die Kraft auf die Pedale. Das Lila und die grüne Schrift wirken knallig, das cremefarbene Weiß macht den Schuh elegant, insgesamt ist der Schuh eine tolle Ergänzung zu einem schlichtem Outfit um etwas Farbe reinzubringen oder lässt sich gut mit hellen Klamotten kombinieren.
Dank der Carbonsohle sind die Schuhe sehr leicht und steif, zudem sehen sie echt cool aus! Die Verschlusskombination aus dem Powerstrapsystem oben und dem bi-direktionalen Li2 BOA® Fit-System unten sorgt für ideale Passform am Vorderfuß. Der Schuh fällt normal aus. Der Size Guide auf der Webseite hilft hier, die perfekte Größe zu finden. Der Vento Ferox Carbon ist der perfekte Schuh für alle, die Performance und hohe Qualität wollen - steif, leicht und schnell. Die Passform ist dank desVerschlusssystems für viele Füße geeignet und aufgrund des Mesh-Materials sehr atmungsaktiv.
Northwave Hammer Plus
Jeanette hat den Hammer Plus* von Northwave getestet. Der preiswerte Schuh verspricht eine hervorragende Atmungsaktivität und Komfort auf und neben dem Bike. Der SLW3-Drehverschluss von X-Dial funktioniert ähnlich wie die BOA-Drehverschlüsse. Zum Schließen wird in einer Richtung gedreht, mithilfe des seitlichen Knopfes kann der Verschluss auch schrittweise gelockert werden. Für rutschfestes Gehen auf jedem Untergrund soll die Jaws Evo Sohle sorgen. Rein optisch gefallen mir diese Schuhe sehr gut. Siezeichnen sich durch ein modernes und sportliches Design aus. Die Verarbeitungsqualität ist einwandfrei und die Materialien wirken hochwertig.Ich habe die Schuhe in weiß.
Anfangs war ich skeptisch, ob diese helle Farbe bei Regen und im Matsch durchhält. Tatsächlich hält das Material einiges aus und lässt sich im Nachgang gut säubern, sodass dieser Schuh auch nach matschigen Ausfahrten aussieht wie neu.Ich fahre die Shimano PD-EH500 Explorer SPD-Pedale, dies ist Plattform- und Klickpedal in Einem. Wenn es mal rutschig oder technisch anspruchsvoll ist, klicke ich gerne mal aus, um die flache Pedalseite zu nutzen. Leider hat mir der Schuh hierbei keine Sicherheit gegeben, ich hatte wenig Halt auf dem Pedal und rutschte häufig ab.
Northwave Rockster 2
Marc hat den Rockster 2 von Northwave getestet. Genau wie beim Northwave Hammer Plus sorgt die Jaws Evo Sohle mit Zehenflex-System für Traktion auf und neben dem Bike. Die sportlich robuste Optik gefällt mir, die Verarbeitungsqualität ist einwandfrei. Es gibt eine spezielle Lasche, um die Schnürsenkel sicher einzuklemmen. Angenehm zu tragen, durch das perforierte Obermaterial werden meine Füße nicht zu warm. Die Rockster sind gutaussehende Schuhe, die durch die Schnürung einen klassischen Look erhalten. Wer einen bequemen Gravelschuh sucht, bekommt hier ein tolles Preisleistungsverhältnis.
Q36.5 Unique Adventure Gravelschuh
Mandy hat den Unique Adventure Gravelschuh von Q36.5 getestet. Handgeformte Leisten sollen für eine präzise Passform sorgen. Das Design ohne Zunge mit einem einteiligen Obermaterial bietet eine schlanke und nahtlose Optik.Das Fußbett aus Memory-Schaumstoff wurde in Zusammenarbeit mit Elastic Interface entwickelt, um optimalen Komfort zu gewährleisten. Die Außensohle enthält im Vorfußbereich Carbonfasern für Stabilität und flexible Bereiche im hinteren Teil, um ein natürliches Gehen zu ermöglichen.Zusätzlich bietet der thermoplastische Power Wrap Support, der den Rist umschließt, eine enge und stabile Passform.
Der Schuh ist schmal geschnitten und fällt eher klein aus. Die Kraftübertragung ist durch die harte Sohle sehr gut und ich habe sehr viel Halt im Schuh. Beim Gehen empfinde ich die Sohle als eher rutschig.Das weiche Material und die Einstiegshilfe in Form einer kleinen Lasche haben mir sehr gut gefallen. Nach einem ausführlichen Test auf Schotterwegen rund um Berlin und auf Sardinien bin ich überzeugt von den Schuhen. Sie sind sehr angenehm zu fahren, ich habe keine Druckstellen und meine Füße waren stets gut belüftet.
Bont Cycling Vaypor G Li1
Benno hat den Vaypor G Li1 von Bont Cycling getestet. Die Marke wirbt mit einer biomechanisch überlegenen Passform ihrer Radschuhe. Einzigartig bei Schuhen von Bont ist die vollständig hitzeverformbare Chassis aus Monocoque-Carbon: Einfach in den Backofen stellen und dann an die individuelle Fußform anpassen. Diese Chassis ist an den Seiten hochgezogen, dadurch liegen die Füße wie in einer Wanne gebettet. Von Vorfußbereich über das Fußgewölbe bis zur Ferse wird der Fuß durch die Carbonsohle gestützt. Bont bietet die Radschuhe in vier Breiten an: Schmal, Standard, Breit und Extra Breit.
Auch wenn unser Tester Benno seine Füße als eher breit bezeichnet, ist er in der Messetabelle von Bont doch bei der Größe ‚Standard‘ gelandet. Mir gefällt die schlichte Optik des Schuhs. Die Verarbeitung ist gut, allerdings sind ein paar Reste vom Kleber zu sehen. Die Sohle aus Voll-Carbon ist extrem steif, die Kraftübertragung auf dem Rad ist wirklich bemerkenswert. Dadurch sind die Schuhe aber definitiv nichts zum Laufen. Anziehen, Graveln, Ausziehen! Wer einen absolut reinrassigen Race-Schuh sucht, ist hier genau richtig. Dieser Schuh schluck gefühlt so gut wie keine Leistung und gibt die Energie aus den Beinen direkt an das Pedal weiter. Wer allerdings nach dem schneller Geschottere noch ein wenig in diesem Schuh unterwegs ist, wird schnell merken, dass die Füße anfangen zu schmerzen.
Shimano XC5
Shimano bietet eine sehr große Auswahl an Fahrradschuhen an, die sich für das Gravelbike eignen. Speziell als Gravelschuhe sind die Modelle aus der RX-Reihe deklariert. Diese gibt es aber nicht mit den breiteren Leisten. Da wir noch mehr breite Modelle in unseren Test integrieren möchten, haben wir uns für den XC5* aus der Cross-Country Modellreihe entschieden. Diese Schuhe funktionieren natürlich genauso gut auf dem Gravelbike. Die XC-Modelle gibt es vom günstigen Einstiegsmodell CX1 bis zum High-End-Rennschuh XC9. Zusätzlich sind auch mehrere Varianten als Damenvarianten deklariert, die besonders angepasste Leiste...
Five Ten Freerider Pro Boa
Five Ten hat seinem All-Time-Klassiker Freerider Pro eine Variante mit Boa-Verschluss zur Seite gestellt. Gleichgeblieben sind die hochwertige Verarbeitung und natürlich die Stealth Sohle mit dem typischen Dot-Design, die bisher immer für ihr immenses Level an Grip bekannt war. Ob das auch weiterhin der Fall ist? Passform & HandlingDie Passform des Five Ten Freerider Pro erweist sich als recht angenehm, was wir von Five Ten Schuhen generell gewohnt sind. Allerdings fallen die Größen tendenziell etwas klein aus. Zudem sind die Schuhe nur in 2/3-Abstufungen erhältlich, was die Wahl der passenden Größe etwas erschwert. Aus unserer Erfahrungen raten wir dazu, eher eine Nummer größer zu wählen als die übliche Schuhgröße.
Trotz nur eines Boa-Rädchens läuft die Schnürung sehr gut und fixiert die Füße ordentlich im SchuhBeim Handling zeigt sich der Five Ten von seiner besten Seite. Der Boa Li2-Verschluss läuft dafür, dass nur ein einzelnes Drehrad verbaut ist, sehr gut und passt den Schuh bis in den vorderen Bereich sauber an die Füße an. In Verbindung mit dem zugfesten Material finden die Füße sehr guten Halt.
Die bewährte Five Ten Stealth-Sohle zeigte ihre Stärken mit ausgezeichnetem Grip und sicherem Halt auf den Pedalen. Besonders in technisch anspruchsvollem Gelände fühlten wir uns jederzeit sicher mit dem Schuh. Selbst in Extremsituationen kann man den Fuß noch umpositionieren, ohne den Schuh komplett vom Pedal abheben zu müssen. Diese Eigenschaft gibt ein hohes Maß an Kontrolle und Sicherheit, gerade wenn es auf dem Trail hektisch wird.
Ein markanter Unterschied zu früheren Modellen wie dem Five Ten Freerider High und dem Danny MacAskill ist die erhöhte Steifigkeit der Sohle. Die direkte Kraftübertragung auf das Pedal ist spürbar und macht sich besonders bei längeren Anstiegen oder kraftintensiven Passagen positiv bemerkbar. Auch im Downhill profitiert man vom Plus an Steifigkeit. In Verbindung mit der griffigen Sohle hat man stets das Gefühl, die volle Kontrolle über das Bike zu behalten und jeder Situation sicher auf den Pedalen zu stehen.
Der Five Ten Freerider Pro funktioniert auch mit nur einem Boa-Verschluss erstaunlich gut und trägt sich wirklich bequem. In Sachen Grip ist nur die Sohle des Specilalized 2FO Roost auf demselben Niveau. Knapp dahinter: First Degree.
Im Auflagebereich des Pedals ist der Freerider ausreichend steif. Gut für sicheren Stand und ordentliche KraftübertragungBeim Laufen oder Schieben zeigt sich der Five Ten trotz der guten Steifigkeit von der komfortablen Seite. Die Sohle rollt gut ab, der Fersenbereich gibt guten Halt und auch das robuste Material macht die Bewegungen gut mit, ohne zu drücken oder unangenehm abzuknicken. Lediglich das Profil könnte für Klettereien auf Stein oder Wurzeln ausgeprägter sein.
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