Die KTM 400 Military, einst im Dienst der Bundeswehr, erfreut sich auch im zivilen Leben großer Beliebtheit. Ihre Robustheit, Leistungsfähigkeit und fernreisetaugliche Ausstattung machen sie zu einem interessanten Motorrad für Abenteuerlustige und Endurowanderer.
Ein robustes Arbeitstier
Viele Besitzer loben die Robustheit der KTM 400 Military. Die 400ter ist äußerst robust, sodass sich kaum Gelegenheiten zum Aufarbeiten ergaben. Der 400er Motor sollte auch "ewig " halten , zumal , wenn er vielleicht noch ein wenig weniger verdichtet ist, der Händler hat was von ca. 31 PS eingetragen gesagt. Das "Ding" ist eindeutig keine Sportenduro , aber schon ziemlich nahe an der "Eierwollmilchsau " . Sie macht einen sehr robusten Eindruck. Im Rahmen der 1000 km Wartung wurde ein leichter Ölleck am Ventildeckel dauerhaft beseitigt (Garantie) Das Ölleck hätte die Weiterfahrt aber nicht verhindert. Ferner brach ausgerechnet in Schweden die Tachowelle. Hierbei handelte es sich um einen Montagefehler.
Ausstattung und Details
Die Military-Version der KTM 400 kommt mit einer umfangreichen Ausstattung daher:
- Tourensitzbank
- Windschild
- Bordsteckdose
- Tarnlicht
- Heizgriffe
- Tankrucksack
- Extrem massiver Gepäckträger
- Topcase und Seitenkoffer
- Umfangreiches Bordwerkzeug
- Klappspiegel
- Ausführliche Bedien- und Wartungsanleitung
Das Fahrwerk ist mit einer WP USD-Gabel (Zug/Druckstufe einstellbar) und einem WP Federbein (Zug/Druckstufe einstellbar, Federvorspannung/Fahrzeughöhe einstellbar) ausgestattet. Das Fahrwerk sollte man zum Service schicken, da wurde in der Regel viel Jahre nichts dran gemacht, der Unterschied ist sehr deutlich spürbar.
Motor und Leistung
Der 400ccm Motor ist auf 34 PS gedrosselt und für Normalbenzin ausgelegt. Das Steuergerät ist auf mindere Benzinqualität einstellbar. Dem Motor das Genick abzudrehen ist nur schwer möglich. KTM warnt allerdings vor all zu langen Fahrten auf dem Hinterrad, da die Ölpumpe Luft ziehen könnte. Auf der Straße wünsche ich mir manchmal etwas mehr Leistung, bzw. Drehzahl. Letzten Endes ist das Motorrad zum Endurowandern mehr als ausreichend motorisiert. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h. Und das Bergauf oder Bergab. mit oder ohne Gepäck. Für das Gelände ist die Military für die meisten Fahrer ausreichend motorisiert. Der Leistungseinsatz ist nicht so brutal wie bei der 620/640. Der Grund dafür ist einfach der das dieses Motorrad zuwenig Leistung hat!!! Ok, wer jetzt sagt 34Ps genügen mir erstmal, entdrosseln kann ich das Ding immer noch, der wird feststellen das man dieses Motörchen welches hier verbaut ist nicht mal eben entdrosseln kann! Hier genügd es nicht den Gasschieberanschlag auszubauen und die Bedüsung zu ändern! Um es einfach zu machen damit der Motor lange hält, er hält auch lange, wurde ein 640ccm Motor auf 400ccm Kastriert! Wem die Leistung die im Serienzustand nicht reicht, kann nur mit etwas größeren Umbaumaßnahmen ca. 55Ps aus dem Motor rausholen. Es wär schön wenn nur die Zündbox geändert werden müßte! Um die Karre richtig auf trab zu bringen muss das ganze Düsenzeuges ersetzt werden, und ein anderes Pleuel und Kolben verbaut werden! Dann gibts zwar keine 400ccm mehr, aber auch mehr Leistung! Dieser Motor wurde speziell für die Millitärvariante entwickelt! Also auf Haltbarkeit und auf Einsatz unter extrembedingungen. Daher auch nur die 34PS, wenns die dinger überhaupt haben! Eigentlich ist es ein alter 640er umgebaut auf 400 mit großem Ölkreislauf!
Erfahrungen von Fahrern
Die Military und insbesondere KTM ist natürlich Einzigartig. Eigentlich nichts zu meckern, bis auf mehr Leistung zum überholen auf der Landstraße. Die Sitzbank ist ein Foltergerät, wird durch Einsatz von Airhawk aber verbessert. Die Reichweite beträgt mindestens 300 Km. Die Kette habe ich erstmalig nach 7500 km gespannt. Auch hier Topqualität.Sonst außer Tanken (19 ltr Tankinhalt) nichts gewesen. Nach meiner Meinung ist die 400 Military der legitime Nachfolger der legendären Yamaha XT 500.Mit ihrer Robustheit, Leistungsfähigkeit und fernreisetauglicher Ausstattung. Ich fahre das Ding schon seit vier Jahren und hab noch kein Ersatzteil gebraucht. Nur die üblichen Verschleißteile über 50.000km aber die kaufe ich bei Polouis oder sonstwo. Die Dinger gehen nicht kaputt, wiegen wesentlich weniger als vergleichbare BMW, haben nur das Wesentlichste an Ausstattung und JA: natürlich sind sie billig.
Worauf beim Kauf achten?
Gebrauchte Maschinen müssen unbedingt vorher angeschaut werden - die können komplett fertig oder fast neu sein. Die sind immer Werkstattgepflegt worden und wirklich jeder Kleinkram wurde instand gesetzt. Die Werkstatthistorie kann bei den KTM Händlern unter Angabe der Fahrgestellnummer nachgelesen werden. Und einen Motor sollen die Soldaten bisher noch nicht gekillt haben. Ausgemusterte Fahrschulkisten sollte man auch nur über einen Händler kaufen der eine Garantieversicherung oder Gewährleistung bietet. Es empfiehlt sich, wenn man die Maschine gerade übernommen hat, eine Reinigung/Kontrolle des Vergasers. Der Kilometerstand ist nämlich meist relativ gering für das Alter der KTMs, entsprechend lange Standzeiten tun ihr übriges. Eine komplette Durchsicht ist natürlich klar, so lernt man auch viel über die Maschine. Ebenso empfiehlt sich, wenn man die Maschine gerade übernommen hat, eine Reinigung/Kontrolle des Vergasers.
Wartung und Ersatzteile
Generell sind die LC4 Modelle recht einfach zu warten, sollte man aber auch regelmäßig machen. Die vorgeschriebenen Wartungsintervalle von 5000km sind ein wenig kurz. Meine Erfahrung zeigt aber dass man bei nicht so forcierter Fahrweise den Wartungsintervall auf 10000 km ausdehnen kann(Ohne Gewähr!). Bei Bedarf sollt man sich damit eindecken, generell ist die Ersatzteilversorgung von KTM für ältere Modelle in den letzten Jahren dünn geworden. Generell braucht man fürs Schrauben relativ wenig Werkzeug, KTM hat sehr viel an Schlüsselgrößen angepasst durch Sonderschrauben, für sehr viele Sachen reicht das Bordwerkzeug. Technische Unterlagen wie die Bedienungsanleitung und das Werkstatthandbuch findet man mit etwas Google Suche im Netz, das WHB mit einem etwas kritischen Auge anschauen, es enthält kleinere technische Fehler. Die Ersatzteilversorgung für die Military ist in Teilbereichen leider nicht mehr vorhanden: KTM hat, insbesondere wenn es spezifische Teile dieses Sondermodells geht, fast nichts mehr lieferbar. Da die Maschine aber aus dem Baukasten kommt kann man viel improvisieren.
Technische Daten KTM 400 LSE / Military
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Neupreis | 6300,- € |
| Leistung | 25/34 PS |
| Baujahr | 2007 |
| Radgröße vorne | 21´x1,60´ |
| Radgröße hinten | 18" |
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