Motorradtransport mit Campinganhänger: Ein umfassender Test

Wer ein Motorrad transportieren möchte, hat unterschiedliche Möglichkeiten - vom klassischen Anhänger bis zum Kupplungsträger. Je nach Motorrad, Fahrzeugtyp und Transportbedarf kommen unterschiedliche Lösungen für den Transport infrage:

  • Anhänger: Ideal für große oder schwere sowie mehrere Maschinen und längere Strecken.
  • Trägersysteme: Praktisch für Roller oder leichte Motorräder - besonders bei geringem Platzbedarf.
  • Transport im Transporter/Kastenwagen: Kommt vor allem bei vorhandener Ladefläche infrage.

Auch Lagerplatz, Wetterschutz und Nutzungsfrequenz spielen eine Rolle bei der Wahl der passenden Transportlösung.

Verschiedene Arten von Motorradanhängern

Es gibt verschiedene Arten von Motorradanhängern, die sich in Preis, Ausstattung und Komfort unterscheiden:

  • Offene Motorradanhänger: Ein offener Motorradanhänger ist die einfachste und preisgünstigste Lösung. Sie bieten für die Bikes jedoch keinen Schutz vor Schmutz, Regen oder Diebstahl.
  • Klappbare oder kompakte Motorradanhänger: Sie sind also besonders für Nutzer:innen mit begrenztem Stauraum in Garage oder Carport geeignet. Der Aufbau ist meist leicht und für ein einzelnes, eher leichtes Motorrad ausgelegt.
  • Absenkbare Motorradanhänger: Das erleichtert das Be- und Entladen, insbesondere bei schweren Motorrädern oder bei fehlender Auffahrrampe. Sie sind meist teurer und schwerer als Standardmodelle, bieten dafür aber einen höheren Komfort.
  • Querstehende Motorradanhänger: Das spart erheblich Platz in der Länge und eignet sich besonders für enge Stellplätze, Garagen oder den Transport hinter kompakten Zugfahrzeugen.
  • Geschlossene Motorradanhänger: Geschlossene Motorradanhänger schützen das Motorrad vor Diebstahl, Witterung und Schmutz. Geschlossene Anhänger empfehlen sich für wertvolle Fahrzeuge, lange Transportstrecken oder den ganzjährigen Einsatz.

Einfache, offene Modelle sind bereits ab rund 600 Euro erhältlich. Absenkbare, geschlossene oder besonders robuste Varianten liegen je nach Ausstattung und Hersteller zwischen 1500 und 4000 Euro.

Wichtiges Zubehör für den Motorradtransport

Unabhängig von der Transportlösung ist geeignetes Zubehör entscheidend für einen sicheren und stabilen Transport eines Motorrads. Die wichtigsten Produkte im Überblick:

  • Spann- und Zurrgurte: Für die Fixierung des Motorrads an mehreren Punkten. Ratschen- oder Klemmgurte mit hoher Zugfestigkeit sind Pflicht.
  • Vorderradwippe oder Radhalter: Stabilisiert das Motorrad beim Verzurren und verhindert das Kippen.
  • Auffahrrampe: Besonders bei höheren Anhängern notwendig. Klapp- oder steckbare Rampen mit rutschfester Oberfläche erleichtern das Be- und Entladen.
  • Radstopper oder Keile: Fixieren die Reifen zusätzlich und erhöhen die Standfestigkeit - besonders bei absenkbaren Anhängern oder Trägern.
  • Antirutschmatten: Unter dem Motorrad platziert, verhindern sie das Verrutschen der Räder während der Fahrt.
  • Schloss oder Diebstahlsicherung: Für Träger, Gurte oder direkt am Motorrad - besonders bei Pausen und Übernachtungen wichtig.
  • Regenhauben oder Transportabdeckungen: Schützen das Motorrad bei längeren Fahrten vor Schmutz, Nässe und Wind - besonders sinnvoll bei offenen Anhängern.

Motorradträger für Pkw und Wohnmobile als Alternative zum Anhänger

Motorradträger sind eine platzsparende Alternative zum Anhänger und besonders für leichtere Zweiräder geeignet. Sie lassen sich unterteilen in verschiedene Bauformen mit jeweils spezifischen Vorteilen:

  • Kupplungsträger: Dieser Motorradträger wird direkt an der Anhängerkupplung montiert. Kupplungsträger sind oft faltbar oder abnehmbar und lassen sich bei Nichtgebrauch leicht verstauen.
  • Absenkbare Trägersysteme: Einige Modelle lassen sich hydraulisch oder mechanisch absenken, um das Beladen zu erleichtern.
  • Motorradträger für Wohnmobile: Heckträger für Wohnmobile werden fest mit dem Aufbau verschraubt. Die Tragkraft liegt oft bei über 100 kg, wodurch auch größere Roller oder leichte Motorräder transportiert werden können.

Vorschriften und Fahrerlaubnis für Motorradanhänger

Wer mit einem Anhänger unterwegs ist, muss gesetzliche Vorgaben beachten. In den meisten Fällen genügt der Führerschein der Klasse B. Entscheidend sind das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers sowie die erlaubte Anhängelast des Zugfahrzeugs. Bei schwereren Gespannen ist eine B96-Erweiterung oder sogar die Klasse BE erforderlich.

Gewicht eines Motorradanhängers

Offene Einachsanhänger wiegen leer meist zwischen 150 und 300 kg. Absenkbare oder geschlossene Modelle bringen durch zusätzliche Technik und Aufbau deutlich mehr Gewicht auf die Waage, teilweise über 500 kg.

Welcher Motorradanhänger ist für Anfänger geeignet?

Klappbare Anhänger oder kompakte Trägersysteme eignen sich gut für Einsteiger:innen. Für gelegentliche Transporte ist das Preis-Leistungs-Verhältnis besonders attraktiv.

Motorradanhänger oder Motorradträger - was ist besser?

Die Entscheidung hängt stark vom Einsatzprofil ab:

  • Motorradanhänger bieten mehr Platz, Schutz und Flexibilität. Sie sind besser für größere Maschinen, längere Strecken oder mehrere Fahrzeuge geeignet.
  • Motorradträger punkten durch kompakte Bauweise, geringes Gewicht und einfache Lagerung. Sie eignen sich für Roller oder leichte Motorräder im Freizeitbereich.

Innovative Lösungen: Der ALU-Star Rolli

Unsere neuen kompakten Rad-Anhänger sind sehr flexibel an der Anhängekupplung nutzbar, wenn Sie Elektrofahrräder, Fahrräder, Roller oder Motorräder transportieren müssen. Der Trailer hat ein Gewicht von ungefähr 120 Kilogramm und kann beeindruckende 630 Kilogramm Nutzlast tragen. Mit einer Länge von 2000 Millimetern, einer Breite von 2385 Millimetern und Höhen von 562,5 Millimetern und 1594 Millimetern bietet er ausreichend Raum.

Mit 120 kg Eigengewicht können Sie bereits mit einer Person den kompakten Rad-Anhänger Alu-Star Rolli problemlos bewegen. Den Universal Rad-Anhänger Rolli können Sie problemlos lagern, wenn Sie ihn nicht brauchen. Unser Universal Rad-Träger Alu-Star Rolli braucht nur den Bruchteil der Fläche eines normalen Radträgers.

Campingbus-Anhänger: Flexibilität für Biker

Eigentlich kann jeder Campingbus ein Motorrad befördern - wenn er über eine Anhängerkupplung verfügt. Um das Bike zur Rennstrecke oder zum Urlaubsort zu transportieren, werden in der Praxis wohl am häufigsten Anhänger verwendet. Sie sind verhältnismäßig günstig, beeinträchtigen die Zuladung des Zugfahrzeugs kaum und lassen sich mit jedem Campingbus ziehen.

Vor- und Nachteile von Campingbus-Anhängern

  • Vorteile: Verhältnismäßig günstig, beeinträchtigen die Zuladung des Zugfahrzeugs kaum, lassen sich mit jedem Campingbus ziehen.
  • Nachteile: Mehr als 100 km/h sind nicht erlaubt, auf Landstraßen ist Tempo 80 die Grenze. Das Rangieren ist für Ungeübte eine nicht zu unterschätzende Herausforderung.

Breite Auswahl für Biker

Besonders für Biker bietet der Markt eine breite Auswahl an Spezialanhängern. Sie sind üblicherweise mit Schienen ausgestattet, die die Position des Bikes vorgeben. Eine Auffahrrampe sollte ebenfalls zur Ausstattung jedes Motorradanhängers gehören, wenn er nicht über eine Absenk- oder Kippfunktion verfügt, mit der die Ladefläche bis auf den Boden heruntergelassen werden kann.

Welcher Anhänger überhaupt gezogen werden darf, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst vom eigenen Führerschein. Mit der Klasse B darf die zulässige Gesamtmasse des Anhängers 750 Kilogramm hinter einem Campingbus mit 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse nicht überschreiten.

Kosten für die Anschaffung eines Anhängers

Bei der Anschaffung eines Anhängers für den Motorradtransport müssen folgende Kosten einkalkuliert werden: Preis des Anhängers selbst (750 Kilogramm für zwei Bikes ab ca. 750 Euro), Zulassung (26 Euro) und Versicherung (rund 55 Euro im Jahr). Unterm Strich stehen dann schon knapp 900 Euro für ein Standardmodell.

Spezielle Anhänger-Modelle

  • Standardanhänger: Motorradanhänger verfügen meist über Schienen und Vorderradhalterungen, die das Verladen und Sichern der Fracht erleichtern.
  • Absenkanhänger: Die Ladefläche wird auf den Boden abgelassen, das Bike barrierefrei aufgeschoben.
  • Faltanhänger: Zusammengeklappt nimmt das Eiler-Modell (2549 Euro) nur 1,2 Quadratmeter (1,85 mal 0,64 Meter) ein.
  • Quertransporter: Ein Modell, auf das ein Zweirad quer aufgeladen wird - wie auf einen Heckträger -, macht’s leichter, denn es ist besonders kurz.

Nachrüstung einer Anhängerkupplung

Eine Anhängerkupplung nachträglich anzubringen ist grundsätzlich kein Problem. Für die meisten Kastenwagen bieten Hersteller wie Alko, Aukup oder Linnepe passende Sets an (mit Elektrosatz rund 450 Euro), die mit dem Chassis verschraubt werden.

Multifunktionaler Anhänger für Haus und Motorrad

Ziel ist es, einen Anhänger zu entwickeln, der im Alleingang mit Motorrädern beladen werden kann, Platz für zwei BMW R 1250 GS Adventure Motorräder bietet, für Laub und Co geeignet und auch für mindestens eine Tonne Zuladung, wie z.B. Im Dezember 2020 habe ich mich dann, nach dem Verkauf meiner beiden Anhänger, für einen STEMA Doppelachser STP O2 15-25-13.2 entschieden.

Um nun aber z.B. meine BMW R1250 GS Adventure mit ihren ca. 270 kg ohne Hilfe auf die 60 cm hohe Plattform zu bekommen, benötigt man entweder sehr viel Mut oder eine breite Auffahrrampe. Schließlich habe ich mich dann aber für ein absolut sicheres und geniales Schienensystem von SAWIKO entschieden.

Besonderheiten des SAWIKO Systems

Der große Vorteil des SAWIKO Systems ist, dass das Motorrad in einer Wippe gesichert über eine feste Schiene mit einer Seilwinde auf die Plattform hochgezogen bzw. Durch das Schienensystem können die Motorräder sehr nah am Rand des Anhängers sicher transportiert werden.

Montage und Anpassung des Schienensystems

Auf der 128 cm breiten Plattform habe ich insgesamt drei Schienen fest verschraubt. Damit habe ich die Möglichkeit, ein Motorrad mittig oder zwei (links und rechts) zu transportieren. Grundsätzlich müssen Wippe und hintere Fixierung an das Motorrad und die Reifen angepasst werden.

Nachteile und Verbesserungen

Möchte ich den Anhänger nun für normale Transporte nutzen, ist das durch das fest montierte Schienensystem nicht mehr möglich, da es keine glatte Ladefläche mehr gibt. Deswegen habe ich eine passgenaue Siebdruckplatte auf das SAWIKO Schienensystem gelegt.

Für eine solche Speziallösung, die sehr genau auf meine Bedürfnisse angepasst ist, muss man mit ca. 5.500 Euro rechnen, zzgl. Eigenleistung. Für meine Bedürfnisse ist das nun der absolut perfekte Anhänger.

5 Wohnwagen für den Motorradtransport

Für die beim Campingurlaub nicht auf ihr Zweirad verzichten möchten. Das Hauptkriterium für Motorradfahrer, die gerne campen gehen: Ein Wohnwagen mit Platz für eine Transportschiene sowie einer großen Heckklappe zum Beladen.

Die Kollegen von CARAVANING haben sich fünf aktuelle Campinglösungen angeschaut:

1. Knaus Deseo 400 TR

Der Deseo eignet sich nicht nur zum Motorradtransport, die Besonderheit an dem Modell ist vor allem die Aufbauweise: Hier kommt die neuartige, selbsttragende Rahmenkonstuktion von Knaus zum Einsatz. Beim Beladen bietet der Wohnwagen mit einer Heckklappe über die gesamte Fahrzeugbreite viel Spielraum.

Wer im Knaus Deseo 400 TR ein Motorrad transportieren möchte, kann beim Hersteller direkt eine Auffahrrampe (349 Euro) und einen Motorradhalter inklusive 6 Zurrösen (472 Euro) bestellen. Das volle Motorrad-Transport-Programm kaufen Kunden mit dem Transport-Plus-Paket für 2.770 Euro.

Technische Daten zum Knaus Deseo 400 TR

  • Maße L/B/H: 5,99/2,30/2,58 Meter
  • Aufbaulänge: 4,02 Meter
  • Masse in fahrbereitem Zustand: 1.320 kg
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 1.500 kg
  • Schlafplätze: 2-4
  • Grundpreis: ab 20.890 Euro

2. Knaus Sport & Fun 480 QL

Neben dem Deseo bietet Großserienhersteller Knaus mit dem Sport & Fun ein weiteres Modell mit Transport-Option für Motorbikes an. Wer den Knaus Sport & Fun mit die Serviceklappe bestellt, soll ein zweites Motorrad unter dem Bugbett transportieren können.

Technische Daten zum Knaus Sport & Fun 480 QL

  • Aufbaulänge/-breite/-höhe: 6,25/2,32/2,57 Meter
  • Aufbaulänge: 4,80 Meter
  • Masse in fahrbereitem Zustand: 1130 kg
  • Zul. Gesamtmasse: 1300 kg
  • Schlafplätze: 2-4
  • Grundpreis: 17.490 Euro

3. Kip Shelter

Aus den Niederlanden stammt der Wohnwagen-Hersteller Kip. Der niederländische Hersteller Kip bietet sein Shelter-Modell ebenso mit einem optionalen Motorrad-Paket an.

Technische Daten zum Kip Shelter

  • Aufbaulänge/-breite/-höhe: 4,53/1,83/2,15 Meter
  • Aufbaulänge: 3,45 Meter
  • Masse in fahrbereitem Zustand: 540 kg
  • Zul. Gesamtmasse: 750 kg
  • Schlafplätze: 2
  • Grundpreis: 12.750 Euro

4. Mini Freestyle 270

Von der Trigano-Gruppe ist der Mini Freestyle 270 auf den Motorradtransport ausgerichtet. Der Wohnwagen hat den gleichen Grundriss wie der Kip, hinzukommt allerdings ein Hubdach.

Technische Daten zum Mini Freestyle 270

  • Aufbaulänge/-breite/-höhe: 3,95/2,05/1,98 Meter
  • Aufbaulänge: 2,90 Meter
  • Masse in fahrbereitem Zustand: 595 kg
  • Zul. Gesamtmasse: 750 kg
  • Schlafplätze: 2
  • Grundpreis: 10.590 Euro

5. Sportcaravan Cube 4 und Cube 5

Voll und ganz auf den Transport von Motorrad, Quad & Co. ausgelegt sind die Modelle von Sportcaravan. Hierzu bietet der Hersteller mit dem Cube 4 und Cube 5 zwei Modelle, die im Heck eine abgeschlossene Garage haben.

Rocket Moto im Test: Motorrad im Camper

Rocket Moto im Test :Motorrad in den Camper laden und erst dort wieder herausholen, wo die Kurven sind. Wir haben uns den Motorrad-Camper Rocket Moto im Test genauer angeschaut. Der Motorrad-Camper "Rocket Moto" ist ausgelegt auf den Transport von bis zu zwei Motorrädern.

Das elektrische Hubbett im Heck kombiniert dabei den Transport von Motorrädern mit einer guten Schlafmöglichkeit. Dank des elektrischen Hubbetts kann der Laderaum der Garage sehr variabel genutzt werden. Für die Vermeidung von Gerüchen zwischen Lade- und Wohnraum gibt es optional ein Garagenzelt mit elektrischer Be- und Entlüftung.

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