Cat Eye Fahrradlicht Test: Maximale Sichtbarkeit und Sicherheit im Straßenverkehr

Wer nachts im Straßenverkehr ohne Licht unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Nicht nur das Gesehen-Werden ist essenziell, sondern auch das Sehen des Weges selbst - natürlich ohne dabei den Gegenverkehr zu blenden.

Gesetzliche Anforderungen und Zulassung

Wo vor dem Jahre 2017 noch fest angebrachte Lichter am Rad montiert sein mussten, die zwingend über einen Dynamo mit Strom versorgt werden mussten, dürfen heutzutage auch Akku-Leuchten verwendet werden. Allerdings haben nicht alle Lampen, die man im Handel findet, die Zulassung für den Straßenverkehr, da hier gewisse Anforderungen erfüllt sein müssen. So müssen die Lampen eine vom Kraftfahrtbundesamt erteilte Zulassungsnummer aufweisen, damit die Hersteller auch mit „StVZO-zugelassen“ werben können und der Radler sie legal im Straßenverkehr einsetzen darf.

So muss z. B. Für das Frontlicht gilt es, eine Höhe zwischen 40 bis 120 Zentimetern, für das Rücklicht eine Höhe zwischen 25 bis 125 Zentimetern einzuhalten. »Fahrräder müssen mit einem oder zwei nach vorn wirkenden Scheinwerfern für weißes Abblendlicht ausgerüstet sein. Wichtig ist noch, dass zwar eine ständige Anbringungspflicht entfällt, es aber je nach Bedingungen notwendig ist, die Lampen anzubringen.

Cateye Fahrradlicht-Sets im Test

Wir haben 51 Fahrradlicht-Sets getestet, die in Deutschland für den Straßenverkehr zugelassen sind. Das ist längst nicht bei allen Modellen, die man online kaufen kann, der Fall.

Sigma Aura 80 USB-Set

Das Set der Sigma Aura 80 USB-Front- und der Blaze-Rücklampe konnte das Rennen um den Testsieg knapp für sich entscheiden. Beide Lampen sind hervorragend verarbeitet, leicht zu montieren und kommen ohne permanenten Halter am Lenker aus.

Die Aura 80 USB verfügt über vier Leuchtmodi mit Beleuchtungsstärken von 80, 60, 40 und 20 Lux. Die Leuchtdauer bei höchster Stufe betrug in unserem Test knapp über fünf Stunden. Die Ausleuchtung der Frontlampe ist ausreichend, um auch mal nachts im Wald zu fahren. Das Blaze-Rücklicht verfügt über einen Nacht- und einen Tag-Modus und ist zusätzlich mit einer gut funktionierenden Bremslichtfunktion ausgestattet. Leicht zu montieren und schön kompakt.

Im Lieferumfang ist alles Notwendige enthalten, so befinden sich im Paket neben den beiden Lampen noch ein USB-Ladekabel, zwei kurze aber detailreiche Bedienungsanleitungen und die Befestigungsgummis zur Montage. Die Aura 80 sowie die Blaze Rückleuchte sind sehr hochwertig verarbeitet und fassen sich gut an. Keinerlei unschöne oder scharfe Kanten sind zu finden. Die Montage ist sehr einfach.

Die Aura 80 wird mittels eines stabil wirkenden Gummibands am Lenker befestigt und bleibt selbst bei wilder Fahrt auf dem Trail an Ort und Stelle. Durch ein zweifaches Drücken des Schalters geht die Aura 80 in der höchsten Stufe an. Die insgesamt vier Leuchtstufen lassen sich dann durch erneutes Drücken des Schalters durchwählen. So stehen einem laut Hersteller 80, 60, 40, und 20 Lux zur Verfügung - unsere Messung der hellsten Stufe kam sogar auf 89 Lux. Welche Stufe gewählt wurde, zeigt einem die Leuchtanzeige mittel vier orangen LEDs an.

Direkt daneben befindet sich mit ebenfalls vier grünen LEDs die Batterieanzeige und gibt dem Fahrer gut sichtbar Aussage über den Ladezustand der Lampe. Leuchtet eine rote LED auf, muss der 2000 mAh-Akku geladen werden, beginnt sie zu blinken, geht die Aura in Kürze aus.

Die Ausleuchtung der Aura 80 ist besser als bei ihrem kleinen Bruder, der ebenfalls getesteten Aura 60. Auch die Montage der Blaze-Rücklampe ist sehr einfach. Die Lampe wird einfach mittels Gummiband an der Sattelstütze befestigt. Die Rückleuchte verfügt über zwei Modi, den Tag- und den Nacht-Modus. Im Tag-Auto-Modus, welcher beim ersten Klick ausgewählt ist, schaltet sich der integrierte Helligkeitssensor ein. Das heißt, dass je nach Umgebungslicht das Licht ein oder nach 4 Minuten ausgeschaltet wird. Werden keine Bewegungen mehr registriert, schaltet sich die Lampe nach 9 Minuten aus.

Weiter verfügt die Lampe noch über eine Bremslichtfunktion. Treten negative Beschleunigungen auf, leuchten im Nacht-Modus für drei Sekunden die zwei unteren LEDs deutlich sichtbar auf, im Tag-Modus leuchten alle drei LEDs auf. Die Bremslichtfunktion reagiert gut, auch schon bei etwas geringeren Verzögerungen und warnen so den nachfolgenden Verkehr zuverlässig.

Wo beim kleinen Bruder die Seitenausleuchtung ein Kritikpunkt war, ist diese beim Aura 80 besser. Dennoch ist in puncto Seitenausleuchtung immer noch etwas Luft nach oben. In der 08/2020-Ausgabe der Stiftung Warentest bekam das Sigma Aura 80 USB-Set die Gesamtnote »gut« (2,0). „Gut, aber nicht fest montiert. Für die meisten Radler gute, im Nahfeld breite Ausleuchtung. Bis 18 Meter Sicht, eher nichts für Raser. Muss nach jedem Abnehmen neu justiert werden. Leicht zu montieren und schön kompakt. Beide Lampen fassen sich gut an und machen einen sehr hochwertigen Eindruck.

Sigma Aura 60-Set

Auch den kleinen Bruder des Testsiegers können wir empfehlen. Er kommt logischerweise ebenfalls aus dem Hause Sigma und beinhaltet die Aura 60-Front- und die Nugget-II-Rückleuchte. Gerade die Aura 60 macht unter allen getesteten Lampen den hochwertigsten Eindruck und auch das Design gefällt uns am besten, was aber natürlich immer im Auge des Betrachters liegt. Beide Lampen sind schnell mittels Gummibändern an Lenker und Sattelstütze montiert und auch schnell wieder abmontiert. Das 101 Gramm leichte Frontlicht ist mit ...

Cateye GVolt-70-Set

Das Fahrradbeleuchtungs-Set mit der GVolt-70-Front- und der Rapid Micro-G-Rücklampe hat nur knapp den Testsieg verfehlt. Die Frontlampe verfügt über drei Leuchtmodi mit Beleuchtungsstärken von 70, 50 und 10 Lux. Bei vollem Akku haben wir eine Brenndauer von knapp 3 Stunden im High-Modus und mehr als 18 Stunden im Low-Modus gemessen. Die Leuchten lassen sich gut montieren und bleiben während der Fahrt an Ort und Stelle. Die Lampen sind gut verarbeitet, leicht und haben eine schlanke Bauform, damit sie auch mal in der Hosentasche getragen werden können.

Die kleine Rückleuchte wird mittels Gummiband an der Sattelstütze befestigt und kann sogar aus dem Halter ein- und ausgeklippt werden. Der beigefügte H-34 Halter der GVolt 70 hat uns besonders gut gefallen. Dieser besitzt ein gut drehbares Kunststoffrad am unteren Ende, in den das gezahnte Band eingeführt werden kann. Das Einlegen der Lampen in den jeweiligen Halter sowie auch das wieder Ausklippen der Lampen geht ausgezeichnet.

Schön ist auch, dass der Halter über Kopf am Lenker montiert werden kann und die Leuchte nicht klassisch oben, sondern unter dem Lenker hängt, was ein aufgeräumtes Cockpit erzeugt. Im Test haben wir die Leuchte zunächst wie gewohnt oberhalb des Lenkers angebracht - das sollte man aber eigentlich nicht tun, da dann der Gegenverkehr geblendet wird und die Leuchte so nicht mehr StVZO-konform ist.

Der Einschaltknopf der GVolt 70 ist an der Unterseite des Gehäuses angebracht. Die Frontlampe verfügt über drei Leuchtmodi mit Beleuchtungsstärken von 70, 50 und 10 Lux in den entsprechenden Stufen High, Mid und Low. Gemessen haben wir eine Beleuchtungsstärke im High-Modus von 85 Lux. Außerdem gibt der Hersteller die Brenndauer mit zwei Stunden im High-Modus, drei Stunden im Mid-Modus sowie 15 Stunden im Low-Modus an.

Weiter verfügen beide Lampen über einen Ladezustandsindikator. So leuchtet bei einer Restladung von 20 Prozent eine LED auf, die anzeigt, dass die Lampen geladen werden müssen. Gut hat uns auch gefallen, dass die GVolt 70 über eine Mode-Memory-Funktion verfügt.

Die Ausleuchtung ist mit ein Grund, warum die GVolt 70 so weit vorne gelandet ist. Der Fernbereich wird hell und gut ausgeleuchtet, der Nahbereich etwas weniger. Besonders gut hat uns die Breite der Ausleuchtung gefallen. So sind etwaige Hindernisse am Weg- und Waldrand sehr gut und frühzeitig erkennbar. Letztlich ist das Set mit der GVolt 70 zwar nicht das günstigste im Test, aber überzeugt mit der Einfachheit und den Stärken genau da, worauf es bei einer Lampe ankommt. Das gelingt ohne viel Schnickschnack und sollte jeden Mountainbiker, Rennradfahrer oder auch Bikepacker überzeugen.

Cateye Rapid Micro G

Cateye Rapid Micro G: Das leichte und kompakte Rücklicht ist mit zwei LEDs ausgestattet und kann mit seiner Einfachheit und einem günstigen Preis aufwarten. Das StVZO-konforme Rapid Micro G LED-Rücklicht von Cateye ist sehr kompakt und mit 27,3 Gramm samt Halterung noch schön leicht.

Mit zwei LEDs, die in dem einen möglichen Modus durchgehend leuchten ist das Rücklicht sehr einfach gehalten. Es hat keine zusätzlichen Features wie Bremslichtfunktion oder verschiedene Modi. Aber die Rapid Micro G ist die einzige Akku-Rückleuchte im Test, die man sowohl vertikal als auch horizontal anbringen kann. Das wir dadurch ermöglicht, dass man die Rückleuchte mit einem Klicksystem von der Halterung lösen kann.

Die Rapid Micro G Rückleuchte kommt in einer sehr großen Kartonverpackung, die nur an der Aufhängung aus Plastik besteht. Montiert wird das Cateye Rücklicht mit einem einfachen Gummiring. An der Halterung ist an der Rückseite auch ein kleines Gummipad angebracht, um die Anpassung an die Sattelstütze einfacher zu gestalten. Jedoch ist das Gummipad nicht fest eingebaut und kann so bei der Montage herausfallen.

Sehr gut gefallen hat uns, dass man das Rücklicht mit einem Klick-System von der Halterung lösen kann, etwa zum Aufladen. So kann die Halterung immer an der Sattelstütze bleiben und das Rücklicht muss nicht immer neu montiert werden. Die Bedienung der Cateye Micro Rapid G ist sehr einfach und intuitiv. Mit einem etwas längeren Klick auf dem On-/Off-Button kann man die Lampe ein und wieder ausschalten. Die beiden LEDs leuchten dann pro Akkuladung bis zu fünf Stunden - sollte für die meisten Radtouren ausreichend sein. Die Seitensichtbarkeit der Cateye Rapid Micro G ist mir 180 Grad in Ordnung und das Gewicht mit 27,3 Gramm eher leicht für ein Akku-Rücklicht. Der Preis ist mit einem UVP von 22,95 Euro fair gewählt.

Büchel BLC 820

Eine weitere Alternative ist das Fahrradlicht-Set Büchel BLC 820, welches über eine sehr nützliche Zusatzfunktion verfügt. Im Lieferumfang sind neben den Lampen selbst noch die Halter und ein USB-Ladekabel zum Laden der beiden Li-Ion-Akkus enthalten. Die Montage der Halter ist sehr einfach. Beide werden mittels eines stabilen Gummibands am Lenker bzw. an der Sattelstütze montiert und halten beide Leuchten in Position.

Das BLC 820 besitzt drei Leuchtmodi. Zwei LED-Leisten in der Frontlampe informieren den Fahrer über den gewählten Leuchtmodus sowie über den Ladezustand des Akkus. Die 121 Gramm leichte Front- und 32 Gramm leichte Rückleuchte werden über dicke Gummibänder fixiert, die die Fahrradbeleuchtung in Position halten.

Beide Lampen verfügen weiter über eine Ladezustandsanzeige. Beim Rücklicht blinkt eine kleine LED, wenn sie geladen werden muss, beim Frontlicht zeigen vier LEDs den Ladezustand an. Dabei entsprechen vier grüne LEDs einem Ladezustand von 100 Prozent, eine grün leuchtende LED 25 Prozent. Eine rote LED zeigt an, dass der Ladezustand nur noch zehn Prozent entspricht.

Um die Leuchtdauer gegebenenfalls zu erhöhen, verfügt die BLC 820 über eine automatische Lichtsteuerung. Wird der Schalter einmal gedrückt, schaltet sich die Lampe im Auto-Modus ein. Je nach Helligkeit der Umgebung wird die Helligkeit der Lampe dann automatisch angepasst. Durch erneutes Drücken des Schalters kann dann durch die drei Leuchtmodi - High, Mid und Low - geschaltet werden.

Eine weitere nützliche Funktion bietet die Rückleuchte. Sie verfügt neben einem Tag- und Nachtmodus auch noch über eine Bremslichtfunktion, die erstaunlich gut funktioniert. Durch einmaliges Drücken des Schalters befindet sich die Lampe im Tag-Modus. Das heißt, sobald es hell ist, ist die Lampe aus - wenn es aber Dunkel wird, schaltet sich die Lampe ein. Durch erneutes Drücken wird in den Nachtmodus gewechselt, bei dem das Rücklicht permanent leuchtet. So kann verhindert werden, dass der Fahrer das Einschalten des Rücklichts unterwegs vergisst. Wie schon erwähnt, verfügt das Rücklicht über eine Bremslichtfunktion.

Die Ausleuchtung ist im Vergleich zum Testsieger nicht ganz so gut. Der Fernbereich wird hell ausgeleuchtet, der Nahbereich etwas weniger. Der Seitenbereich wird leider kaum ausgeleuchtet, zum Fahren auf befestigten Wegen ist das Beleuchtungsbild aber dennoch ausreichend. Seitliche Beleuchtung im Frontlicht sorgt für eine bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr.

Letztlich ist das Set von Büchel mit nützlichen Zusatzfunktionen sehr durchdacht und macht was es soll. Interessant kann das Set für Rennradfahrer sein, die gerne mit mehreren Fahrern im Pulk fahren möchten.

Trelock LS 950 Control

Die mit Abstand längste Akkulaufzeit im Test - zumindest beim Frontlicht. Das Set Trelock LS 950 Control kommt mit der Frontlampe und mit der LS 720 REEGO Rücklampe. Die Lampen selbst wirken hochwertig und gut verarbeitet. Das Ein- und Auslegen der 221 Gramm schweren Frontlampe ist kinderleicht und funktioniert von allen getesteten Sets am besten. Bei der Rücklampe ist das jedoch etwas hakelig. Schön ist das LC-Display, das dem Fahrer die Leuchtstufe, den Ladezustand des Li-Ion Akkus und die Restleuchtzeit der Lampe auf einen Blick präsentiert. Im höchsten Modus kann es sein, dass die Lampe überhitzt und automatisch einen niedrigeren Leuchtmodus wählt. Auffällig war hier, dass während des Betriebs ein ständiges, surrendes Geräusch zu hören war. Beim Fahren war das kaum hörbar, aber dennoch präsent.

Die Ausleuchtung der LS 950 Control ist in Ordnung. Der Fernbereich wird gut, der Nahbereich etwas geringer, der Seitenbereich leider kam ausgeleuchtet - was aber dennoch für das Fahren auf befestigten Wegen ausreicht. Warum wir diese Lampe empfehlen, ist ganz klar: Die Trelock LS 950 Control hat mit einem großen Abstand die längste Akkulaufzeit im Test. Im Low-Modus kommt sie auf satte 56 Stunden Laufzeit. Hier muss man also enorm selten zum USB-Kabel greifen. Auch im High-Modus kann sie mit 14 einhalb Stunden weit vor allen anderen Kandidaten glänzen. Es sei noch erwähnt, dass sie die Helligkeit ein klein wenig drosselt, sobald sie zu heiß wird. Beim Rücklicht kann man sich ebenso wenig beklagen: Fast 13 Stunden hält es durch und wird damit nur von wenigen anderen Modellen geschlagen. Unsere gemessenen 85 Lux Leuchtstärke sind hier außerdem ein sehr guter Wert.

Weitere Cateye Produkte im Detail

Cateye Econom Force 50

Die Fahrradbeleuchtung Econom Force 50 von Cateye ist eine LED Beleuchtung mit Lithium Ionen Akkutechnologie. Wie gewohnt, gucken wir uns in unserem Test die Handhabung, die Leuchtdauer, den Anbaue und die Leuchtkraft an. Wird der Scheinwerfer dem Gerecht, was der Hersteller verspricht? Geliefert wurde der Frontscheinwerfer Force 50 HL in einer schlichten aber stilvollen Verpackung. Enthalten ist das LED Fahrradlicht selbst, ein Ladekabel, der integrierte Akku und die Halterung für den Lenker bzw. einer anderen horizontalen Stange am Fahrrad. Die Halterung passt dabei an Rohre mit einem Durchmesser von 22 mm bis 32 mm. Das USB Ladekabel ist mit seinen 20 cm sehr kurz.

Mit 50 Lux ist der Scheinwerfer sehr stark aufgestellt. Im Vergleich dazu, der Trelock LS 750 ION Scheinwerfer schafft 30 Lux und der Sigma Lightster Fahrradscheinwerfer kommt auf 20 Lux Lichtstärke. Ebenfalls 50 Lux hat der IXON Core von Busch und Müller erreicht. Ähnlich wie bei dem Busch und Müller Produkt, schafft auch der Cateye 50 HL Scheinwerfer die 50 Lux nicht während der gesamten Akkulaufzeit. Mit einem Gewicht von 183 Gramm ist der Fahrradscheinwerfer durchaus kräftig gebaut.

Wir haben die Fahrradlampe mit einem vollen Akku brennen lassen, nach ca. XY Stunden schaltet die Lampe von 50 auf 15 Lux herunter. Mit 15 Lux liegt sich noch 5 Lux über der gesetzlich vorgeschriebenen 10 Lux. (Mehr dazu im Fahrradbeleuchtung Test) Insgesamt soll die Cateye Fahrradbeleuchtung 4 Stunden lang auf „Hi“ Max Power und 14 Stunden auf „Low“ Power leuchten können. Drückt man den Ein- und Ausschalter für ca. 2 Sekunden, schaltet der Scheinwerfer auf die zuletzt gewählte Stufe ein. Mit einem kurz drücken auf den Knopf, kann man zwischen an den zwei Leuchtstärken hin- und herschalten. Der Schalter selbst hat eine LED, mit dieser wird der Ladestatus vom Akkuscheinwerfer angezeigt. Cateye gibt hier 14 Stunden als maximale Leuchtdauer an.

Bei uns im Test sind wir auf 13 Stunden und 1 Minute auf Stufe „Low“ und 4 Stunden und 43 Minuten auf Stufe „Hi“ gekommen. Somit haben wir die Herstellerangabe um 43 Minuten im „Hi Modus“ überboten. Die rote Kontrolllampe ist nach ca. 4 Stunden angegangen. Die Ladezeit vom Akku beträgt 8 bis 14 Stunden, hierbei kommt es darauf an wie man die Micro USB Ladebuchse mit Strom versorgt. Per Laptop dürfte es sicher etwas länger dauern, wer hingegen mit einem Stromstarken Netzteil lädt, kann die Ladezeit reduzieren. Bei uns hat die vollständige Ladung knapp 8 Stunden gedauert.

Durch die einfache und werkzeuglose Montage ist es auch Laien gegönnt, die Fahrradlampe anbringen zu können. Die Halterung hat das Prinzip einer Schelle und wird um das Rohr gelegt. Eine Art Mutter kann nun die Schelle über ein Gewinde heranziehen und mach die entstandene Schlaufe enger. Auf dem Bild kann man das Drehrad gut erkennen. Die Halterung zieht sich so am Rohr / Lenker fest. Die Fahrradlampe kann jetzt in die Halterung geschoben werden. Nach dem Einrasten sitzt der Scheinwerfer fest und kann über einen kleinen Hebel wieder gelöst werden.

Die Fahrradlampe ist mit knapp 183 Gramm ein echtes Schwergewicht, unter unseren getesteten Fahrradlampen liegt sie damit in der Gewichtsklasse der Trelock LS 950 (ca. 185 Gramm). Die Akkulaufzeit ist mit 4 Stunden und 43 Minuten bei 50 LUX sehr gut. Bei uns hat die Lampe im „Hi-Modus“ länger als die Herstellerangabe geleuchtet, dies gibt Pluspunkte. Die Verarbeitung der Lampe ist hochwertig, Fehler oder Macken sucht man hier vergebens. Im Internet gefundene Hinweise zur „Nicht Regenbeständigkeit“ konnten wir nicht bestätigen. Wir haben den Scheinwerfer unter fließendes Wasser gehalten, hier ist kein Wasser in die Lampe eingedrungen. Insgesamt bekommt der Cateye Scheinwerfer von uns ein Testergebnis „SEHR GUT“ und erhält 4,5 von 5 möglichen Sternen.

Die Maximalstufe ist sehr hell und leuchtet den Weg sehr gut aus.

Cateye Volt6000

Die Volt6000 von Cateye begeisterte uns durch einen riesig hellen Lichtkegel, der die Nacht zum Tag macht. Ginge es nur um die Ausleuchtung und Handhabung, wäre sie ein klarer Anwärter für den Testsieg gewesen.

Beim ersten Anschalten der Cateye gibt es gleich mehrere Aha-Momente: Leicht ist sie und hell - und zwar so richtig. In unserem Testfeld auf alle Fälle die Leuchte mit der höchsten Leistung, die auch dauerhaft und ohne Kühlung durch Fahrtwind, bedingt durch den kleinen Lüfter auf der Rückseite, erreicht wird. Die Ausleuchtung ist sehr homogen, die Linse wirft das Licht gleichförmig auf den Trail und auch zur Seite, sodass auch im Augenwinkel alles hell erleuchtet ist. Ein Spot oder ein hellerer Bereich in der Mitte ist hier kaum wahrnehmbar.

Rasanten Trailabfahrten, bei denen man das Gewicht kaum am Helm spürt, steht hier nichts im Wege. Beim Bergauffahren wendet sich allerdings leider das Blatt. War er im Downhill kaum wahrnehmbar, störte uns der Lüfter beim Hochtreten umso mehr. Die ständig summende Geräuschkulisse des Lüfters wird durch den Helm noch verstärkt und bringen ihn zusätzlich leicht zum Vibrieren.

Die Montage am Helm funktioniert bei der leichten Cateye Lampe durch ein Klettband, je nach Anordnung der Lüftungsschlitze am Helm könnte aber der recht kurz gehaltene Klettverschluss nicht ausreichen. Abhilfe kann mit Hilfe von ein paar Kabelbindern geschaffen werden. Eine Lenkerhalterung, die bei dieser Lampe sicher Sinn macht, ist separat erhältlich.

Merkmal Details
Lichtleistung Sehr hoch, macht die Nacht zum Tag
Kühlung Kleiner Lüfter auf der Rückseite
Ausleuchtung Homogen, gleichförmig auf den Trail und zur Seite
Montage Klettband am Helm, Lenkerhalterung separat erhältlich
Besonderheit Lüftergeräusch beim Bergauffahren störend

Weitere getestete Fahrradlichter und Testsieger 2021-2024

  • Testsieger 2024: Knog Blinder StVZO 120
  • Preis-Leistungs-Tipp 2024: Trelock LS 480 Lighthammer USB
  • Preis-Leistungs-Tipp 2024: Osram LEDsBike Race 80 Set
  • Testsieger 2022: Acid Pro 80
  • Preis-Leistungs-Tipp 2022: Knog Plug
  • Testsieger 2021: Sigma Aura 80
  • Preis-Leistungs-Tipp 2021: VDO Eco Light M60

Der Lichtstrom bzw. die Lichtleistung wird in Lumen [lm] angegeben. Dieser Wert gibt Auskunft über die Helligkeit eines Leuchtmittels, genauer gesagt wie viel Licht einer Lampe zu allen Seiten hin ausgestrahlt wird und somit generell zur Verfügung steht. Candela [cd] beschreibt den Lichtstrom, der in eine bestimmte Richtung abgestrahlt wird. Die Beleuchtungsstärke wird in Lux [lx] angegeben und gibt Auskunft über den Lichtstrom, der auf eine beleuchtete Fläche fällt. Da es sich hier um eine Empfängergröße handelt, ist die reine Lux-Angabe der Lampe wenig aussagekräftig, da sie vom Abstand des Leuchtmittels zur angeleuchteten Fläche abhängt. Die Beleuchtungsstärke kann jedoch recht einfach mit einem Luxmeter ermittelt werden.

Die Wahl des Testsiegers fiel uns bei diesem Test nicht leicht, denn auch andere Sets haben uns überzeugt und sind empfehlenswert. Es ist die Summe der Kleinigkeiten, die den Favoriten letztlich ausmacht.

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